Open Hardware: CNC-Maschinen
Inzwischen sind Fabber als Beispiele für Maschinen zur Herstellung handfester Dinge recht bekannt geworden. Im Bereich der Freien oder Offenen Hardware wird dabei meistens an die prominenten Systeme RepRap und MakerBot gedacht. Sie gehören zur Klasse der additiven Fabber, denn sie erzeugen das Produkt durch sukzessives Hinzufügen von Material (»3D-Drucker«). Gemeinsam ist allen Fabbern, dass sie CAD-Daten in maschinelle Produktionsbefehle umsetzen.
Zur Klasse der subtraktiven Fabber gehören CNC-Maschinen. Das sind Werkzeugmaschinen, die die Gestalt eines Werkstück durch Wegnehmen (fräsen, bohren, schneiden, lasern etc.) von Material erzeugen. Auch sie werden in zunehmendem Maße als offene Hardware hergestellt, also Hardware, bei der die Pläne zu ihrer Herstellung unter einer Freien Lizenz veröffentlicht werden.
Kategorien: Freie Hardware
28. August 2011, 17:26 Uhr 7 Kommentare
Das gute Leben produzieren
[aus: Streifzüge Nr. 51]
Wenn wir über das gute Leben nachdenken, stellen wir uns ein Leben in Fülle vor – wo niemand Not leiden muss, wo es genug für alle gibt und jede/r seine oder ihre Bedürfnisse befriedigen kann. Aber geht das überhaupt? Scheitert die Möglichkeit eines Lebens in Fülle nicht zwangsläufig an der Endlichkeit der Erde? Und wo soll die Fülle herkommen? Kommt nicht vor den Freuden des Konsums die Mühsal des Produzierens, vor dem angenehmen „Reich der Freiheit“ das weniger erfreuliche „Reich der Notwendigkeit“? Um diese zwei Herausforderungen für die Vision eines guten Lebens für alle soll es im Folgenden gehen.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie
9. April 2011, 09:37 Uhr 7 Kommentare
Fab@Home: Nudeln drucken
Fab@Home ist einer der Freien 3-D-Drucker, die derzeit weltweit in FabLabs oder @Home genutzt und weiterentwickelt werden. Alles, was man kontinuierlich durch eine Düse quetschen kann, kann man auch »drucken«. Zum Beispiel Nudeln.
[via]
Kategorien: Freie Hardware
7. Februar 2011, 10:39 Uhr 1 Kommentar
Peer Produktion: Wie im Internet eine neue Produktionsweise entsteht
Der folgende Artikel ist im WIDERSPRUCH – Münchner Zeitschrift für Philosophie, Heft 52 (2010) erschienen.
„Kreativ zu sein, ist eine inhärente Eigenschaft des menschlichen Geistes … Warum singt Figaro, warum schreibt Mozart Musik, die Figaro singt, warum erfinden wir alle neue Worte? Weil wir es können. Homo ludens trifft Homo faber. Die soziale Bedingung globaler Verbundenheit, die wir das Internet nennen, ermöglicht uns allen, kreativ zu sein auf eine neue und nie erträumte Weise. Wenn wir nur nicht das ‚Eigentum‘ dazwischenfunken lassen.“
So beschreibt der US-amerikanische Rechtsprofessor Eben Moglen (1999) das bemerkenswerte Phänomen, das Peer-Produktion genannt wird. Es hat die Art und Weise der Produktion von Software und Kulturgütern in den letzten Jahrzehnten kräftig durcheinander gewirbelt. Was ist das Geheimnis der Peer-Produktion, und wie weit reicht ihr Potential? Warum und unter welchen Umständen kommt es zur spontanen und ungezwungenen Kooperation gleichberechtigter „Peers“? Welche Bereiche der gesellschaftlichen Produktion wurden dadurch schon verändert, und wo stehen Veränderungen ähnlicher Reichweite bevor? Darum soll es im Folgenden gehen.
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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit, Theorie
13. Januar 2011, 08:46 Uhr 3 Kommentare
Fabber und Stricknadeln
[Quelle: Oya 06/2011, Lizenz: CC-by-sa]
Von Lara Mallien
Keine Frage, ein MacBook ist ein geniales Arbeitsgerät. Aber irgendwie bleibt es doch fremd, mit seinem für die meisten Normalsterblichen komplett unverständlichen Innenleben und einer fragwürdigen Ökobilanz. Auch wenn Apple nach Protesten von Greenpeace einiges für einen grüneren Computer unternommen hat, schaffte es die Firma erst ins Mittelfeld des Greenpeace-Ökorankings. Ich persönlich hätte lieber einen Computer von einem lokalen Hersteller. Aber wäre Hightech-Produktion in meiner Region überhaupt denkbar – und sinnvoll?
Kategorien: Freie Hardware
12. Januar 2011, 07:02 Uhr 1 Kommentar
Self-organized Plenty
[Eine etwas ausführlichere Version dieses Artikel gibt es auch auf Deutsch.]
This is a handout of the slides of the talk which I gave at FSCONS 2010. So far, a detailed written version of the talk exists only in German (1, 2, 3, 4), but I hope to prepare something similar in English in the foreseeable future.
The Emergence of Physical Peer Production
Commons-based Peer Production
- Commons
- Goods which are jointly developed and maintained by a community and shared according to community-defined rules.
- Peer production
- People cooperate voluntarily on an equal footing (as peers) in order to reach a common goal.
- Commons-based peer production
- Peer production which is based upon commons and which creates new commons or maintains and fosters the existing ones.
Kategorien: Commons, English, Freie Hardware, Reichtum & Knappheit, Theorie
23. November 2010, 08:07 Uhr 1 Kommentar
Impressions from the Free Culture Research Conference in Berlin
This is really a rich autumn in terms of conferences around peer production. The CPOV conference in Leipzig, the FCRC in Berlin last weekend and the upcoming conference in Amsterdam. And when I think of the CPOV in Amsterdam and the Hull conference in spring then it is even a rich year.
One of the interesting things is that for instance on the Free Culture Research Conference there were a couple of talks which could have been given on an Oekonux Conference very well. Seems like we adopted some topics very early when we had our first conference in 2001
. Of course I kept a couple of speakers as possible speakers for [ox5].
Kategorien: English, Freie Hardware, Freie Inhalte
1. November 2010, 08:32 Uhr 1 Kommentar
Wie man nützliche Dinge herstellt – freiwillig und ohne Boss
[Der folgende Artikel wurde in der Oya 3 veröffentlicht, die sich dem „Anders Wirtschaften“ widmet. Schön, dass sich eine Print-Zeitschrift dieses Themas annimmt, auch wenn der Ausgabe meiner Meinung nach eine zugespitztere und kritischere Behandlung des Themas gutgetan hätte. So ist von Social Business und Regionalgeld über Ökodörfer bis hin zu Peer-Produktion und dem Hamburger Arbeitskreis Lokale Ökonomie alles vertreten, was den Schwerpunkt etwas beliebig wirken lässt. Erfreulich ist aber jedenfalls, dass (wie bei der Oya üblich) alle Artikel unter der Creative Commons ShareAlike-Lizenz stehen und komplett online verfügbar sind; zudem kann man kostenlose Probehefte bestellen.]
Was ist Peer-Produktion?
Wie man nützliche Dinge herstellt – freiwillig und ohne Boss
Wer den Begriff „Peer-Produktion“ in eine Diskussionsrunde einbringt, erntet meist fragende Gesichter. Was soll das sein? Christian Siefkes klärt auf und zeigt das Potenzial dieses Wirtschaftsmodells.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Freie Hardware, Medientipp
22. Juli 2010, 20:47 Uhr 13 Kommentare
Open source 3D printers at MakerFaire
[via]
Kategorien: English, Freie Hardware
11. Juli 2010, 07:43 Uhr Kommentieren
Selbstorganisierte Fülle (4): Bausteine für materielle Peer-Produktion
Dezentrale commonsbasierte Produktion
Im dritten Teil ging es unter anderem darum, wie die Freiheit zu teilen bei materiellen Gütern umgesetzt werden kann. Dabei hatte ich zum Thema „Vervielfältigen“ gesagt: „Wenn man die gesamten Baupläne (Freies Design) sowie die benötigten Ressourcen und Produktionsmittel hat, sind auch materielle Produkte kopierbar.“
Wir haben also drei Voraussetzungen: Baupläne, Ressourcen und Produktionsmittel. Bei der heutigen Peer-Produktion sind die Ressourcen und Produktionsmittel im Allgemeinen Gemeingüter oder verteilter Besitz.
Bei digitaler Peer-Produktion sind Wissen und Informationen die wichtigste Ressource. Dieses Wissen ist ein Gemeingut, das von allen genutzt und weiterentwickelt werden kann. Exemplarisch für eine bei Peer-Produzierenden weitverbreitete Ansicht formuliert die Wikimedia Foundation, die hinter der Wikipedia steht, den Anspruch, dass alles öffentlich relevante Wissen Gemeingut sein sollte:
Kategorien: Commons, Freie Hardware, Reichtum & Knappheit, Theorie
20. Juni 2010, 11:50 Uhr 4 Kommentare
