The End of Money
Many commoners are too shy to talk about ending the monetary system. But some do. Kéllia Ramares does. She asks a simple question: »Why must we pay to live on the planet we’re born on?«. Watch her video explaining her vision.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, English
27. Januar 2011, 13:43 Uhr 2 Kommentare
Von Abschaffung und Aufhebung
Georg Seeßlen hat im aktuellen »Freitag« einen bitter-realistischen Artikel zur Zukunft der Autorenschaft geschrieben: »Die letzte Avantgarde«. Zunächst erklärt er die Long-Tail-These für gescheitert. Long-Tail bedeutet, dass in der Summe Nischen-Kulturgüter mehr Profit bringen, als die Top-Seller in der Spitze. Seeßlen hält dagegen, dass »in Deutschland nur mit 4 Prozent der publizierten Bücher echtes Geld verdient [wird]. Der Rest besteht aus Spekulation und Imitation, aus Subvention und aus einem System des selbstausbeuterischen Prekariats«.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Praxis-Reflexionen
17. Oktober 2009, 22:55 Uhr 4 Kommentare
Moores Law und die Vermessung der Maßlosigkeit
Der Kapitalismus ist eine maßlose Veranstaltung. Der sich selbst verwertende Wert kennt keine Grenze. Das ist ja eines seiner großen Probleme. Denn dem entgegen stehen ja die menschlichen Bedürfnisse, die immer endlich sind. Der Kapitalismus misst dabei alles in seiner Maßlosigkeit. Nur was Wert hat, hat eine Existenzberechtigung. Menschliche Bedürfnisse verhalten sich genau umgekehrt: Sie haben immer Maß, sind aber nie zu messen. Zumindestens nicht vollständig. Kein menschliches Bedürfnis geht in seiner Meßbarkeit auf. Es mag sein, dass ich soundsoviel Wasser, soundsoviel Kalorien und soundsoviel Vitamine am Tag brauche zum Leben, aber das beschreibt niemals vollständig und qualitativ mein Bedürfnis nach Essen. Der Kapitalismus ist also die Vermessung der Maßlosigkeit, aber die menschlichen Bedürfnisse haben ein unmeßbares Maß.
Kategorien: Reichtum & Knappheit, Theorie
5. Juli 2008, 13:14 Uhr 7 Kommentare
Wächst Freie Software exponentiell?
In der Studie »The Total Growth of Open Source« untersuchten Amit Deshpande und Dirk Riehle mehr als 5000 populäre Open Source Software-Projekte quantitativ. Gemessen wurde der wöchentliche Änderungsrate des Quellcodes der bestehenden Projekte sowie Zunahme der Anzahl der Projekte. Beide Messungen ergaben ein exponentielles Wachstum. Die Verdopplungsrate lag jeweils bei etwa 14 Monaten.
Das ist ein erstaunliches Ergebnis, dennoch sind einige Anmerkungen fällig.
Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen
30. April 2008, 11:55 Uhr 2 Kommentare
Entwertung, die zweite: GEMA schwächelt
Wie vorausgesagt hat die GEMA für 2007 ein Einnahme-Minus zu verzeichnen. Die schlechten Nachrichten verkündete der GEMA-Chef Heker bei einer Pressekonferenz am 22.4.08. Im Bereich »Tonträger« kam es zu einem Einbruch: 20 Mio. Euro weniger wurden eingetrieben (-8,3%). Diese werden zum Teil kompensiert durch eine Verdopplung der Einnahmen auf niedrigem Niveau bei »legalen Musikdownloads« (+3,7 Mio.). Reingehauen hat auch ein Minus bei »Kabelweiterleitung« (-18,8 Mio. = -42,7%) im Bereich Rundfunk und Fernsehen — durch Rückgang bei der Kabelnutzung?
Unterm Strich wurden 24,8 Mio Euro weniger eingenommen (-2,8%), die Ausschüttungssumme sank um 23,4 Mio Euro (-3,1%). Auffällig ist das Fehlen des Frühjahr-GEMA-Briefes, der jeweils im März erscheint und die Umsatzlage des Vorjahres erklärt.
Kategorien: Feindbeobachtung, Reichtum & Knappheit
25. April 2008, 10:36 Uhr 3 Kommentare
Entwertung konkret – 60 Milliarden Dollar pro Jahr
Na, wenn das mal nicht ein konkreter Beleg für die Entwertungsfunktion Freier Software ist! Laut der Studie »Trends in Open Source« der Standish Group International entscheiden sich zunehmend mehr Unternehmer und andere Nutzer für »Open Source Software«. Diese sei funktional gleichwertig und ersetze preisbehaftete proprietäre Software, was eben bei jenen Herstellern zu Einnahmeverlusten von 60 Milliarden Dollar pro Jahr führe. Freie Software sei die ultimative disruptive Technologie. [via]
Nun wird die Schätzung mit dem dicken Daumen erfolgt sein, aber in der Tendenz haut das völlig hin. Ökonomisch bedeutet commons-basierte Produktion eine Entwertung des entsprechenden proprietären Gegenstücks — auskooperieren par excellance. Da hilft auch kein Jammern, die Studie würde bloß »Stimmungsmache« betreiben. Der »disruptive« Trend ist nicht aufzuhalten — Zeit, sich etwas neues jenseits von Arbeit, Ware, Markt und Geld zu überlegen.
Zur Beruhigung erregter Gemüter: Von der Entwertung noch nicht betroffen ist die Studie selbst, sie kostet 1000 Dollar
Kategorien: Freie Software, Reichtum & Knappheit
22. April 2008, 22:25 Uhr 13 Kommentare
