Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Das Geld, eine historische Anomalie?

Über 2500 Jahre alte Münze[Dieser Text entstand im Rahmen des von der Volkswagenstiftung geförderten Forschungsprojekts Die Gesellschaft nach dem Geld.]

Die Vorstellung einer „Gesellschaft nach dem Geld“ impliziert, dass Geld ein historisches Phänomen von begrenzter Dauer ist. Alle von Menschen verwenden Werkzeuge (in einem weiten Sinne) sind irgendwann entstanden. Grundsätzlich macht es Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, unter welchem Umständen sie künftig wieder verschwinden können und ob dann etwas anderes an ihre Stelle treten oder aber ihre Funktion komplett überflüssig werden würde. Spekulieren ließe sich etwa über eine „Gesellschaft nach dem Auto“, in der die heute unter anderem von Automobilen erfüllte Funktion (der Transport von Personen und Dingen) vollständig von anderen Arten von Fahrzeugen übernommen wird (z.B. Bahnen, Fahrrädern und Drohnen). Dabei muss man allerdings auch begründen, warum man es für plausibel hält, dass eine solche Entwicklung eintreten wird.

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Kategorien: Reichtum & Knappheit, Theorie

25. Mai 2017, 07:05 Uhr   36 Kommentare

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NK-Projekte – aus chinesischer Sicht

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Bei meiner letzten China-Reise 2011 habe ich mit alten und neuen Bekannten viel über sie und China gelernt. Wenn sie etwas über mich wissen wollten, habe ich auch etwas über unsere Projekte erzählt (NK-Kartoffel, Sissi/Lernwerkstatt, Anfänge der Kaskade)[1] und um Reaktionen gebeten. Hier einige Kommenare:

Q.W. (31, Dr.d.Mathmatik, IT-Ingenieur): Niemand wird Euch hindern, ins Mittelalter zurückzukehren – aber die globale Entwicklung wird exakt in die Gegenrichtung gehen.

Li S. (68, Rentner, ehemals Metall-Facharbeiter): In meiner Jugend haben wir in unserer Volkskommune versucht, fast alles neu zu gestalten: solidarische Arbeitsteilung, Aufhebung der Trennung von Hand- und Kopfarbeit, gleichberechtigte Beziehung von Frauen und Männern, gemeinsame Kindererziehung in kleinen Gruppen, gemeinsame Großküchen. Das war ein abenteuerliches Leben – viele Bedenken in uns mussten überwunden werden. Das fand aber bald ein Ende, als es nicht mehr freiwillig war: die Partei hat das befohlen und gelenkt – selbst ich ging bald in passive Opposition.

Wenn Ihr jetzt etwas ähnliches unter völlig anderen Bedingung versucht, wünsche ich Euch viel Glück! Berichtet, wie es bei Euch weiter geht.

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Kategorien: Commons

14. Januar 2016, 14:26 Uhr   Kommentieren

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Microsoft holt sich China (zurück)

Wenn man die falschen Handbücher liest...Microsoft ist in China kräftig auf die Nase gefallen. Das war Anfang der 90er, als die Firma dort ihre Software verkaufen wollte. Was überall funktionierte, sollte doch auch hier gehen. Doch die Software war schon da, und niemand wollte sie von Microsoft kaufen, wo es das Gleiche doch auf der Straße zu einem winzigen Bruchteil der von Microsoft verlangten Summe gab.

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Kategorien: Feindbeobachtung

15. Juli 2007, 15:43 Uhr   1 Kommentar

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Europa, Brasilien, China vereint im FLOSS-Boot

Wie schon von Thomas vermutet, bringt sich Europa gegen die Amis in Stellung, in dem sie kurzerhand Brasilien und China mit ins gemeinsame FLOSS-Boot holen. Keine schlechte Idee, wird doch der Software- und Service-Markt auf 67 Milliarden Euro geschätzt. Da wäre es doch schade, wenn ein großer Teil zu den großen US-Playern ginge — denkt sich die EU.

So fördert nun also die EU-Kommission die Quality Platform for Open Source Software, ein Projekt mit 20 Partnern aus Regierungen, Hochschulen und Unternehmen. Er geht um Rechtsstandards, Geschäftsmodelle, Interoperabilität, Qualitätsbewertung, Expertennetzwerke, Werkzeuge — und Vertrauen.

Vgl. Europa, Brasilien und China vereinen ihre Kräfte für eine Open-Source-Plattform

Reblogged from ProLinux

Kategorien: Freie Software

22. März 2007, 00:10 Uhr   1 Kommentar

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Bericht vom CCC

Der 23. Chaos Communication Congress ist gestern zu Ende gegangen. Im Bereich Freie Software gab es eher wenig neues:

Zu dem von Stefan vorab analysierten Vortrag „The Rise and Fall of Open Source“ konnte ich nicht, aber (wie ich von anderen gehört habe) scheint der Vortrag auch nicht so doll gewesen zu sein.

Über „The gift of sharing“ gibt es kaum positives zu berichten — leider war der gesamte Vortrag ähnlich inkohärent und seltsam („keep the flow going“) wie der Titel 🙁 . Wer wissen will, wie und warum Freie Software und Freie Kultur wirklich funktionieren, sollte lieber Yochai Benklers Analyse der Peer-Produktion lesen.

Sehr viel interessanter war „Freie Software — Eine Chance für Afrika?“

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Kategorien: Freie Inhalte, Freie Software

31. Dezember 2006, 16:53 Uhr   Kommentieren