Europäische Bildungsplattform zu Freier Software ist da!
SELF über SELF:
“Hochwertige Freie Software besteht für alle privaten und kommerziellen Anwendungsgebiete, doch steht dem bislang ein signifikanter Mangel an freien Kursangeboten und Unterrichtsmaterial gegenüber. Eine internationale Gruppe von Non-Profit Organisationen, Universitäten und Freiwilligen hat sich deshalb letztes Jahr zum SELF Project (Science, Education and Learning in Freedom) zusammengeschlossen, um eine zentrale Plattform für barrierefreien Zugang zu didaktischem Material über Freie Software und offene Standards zu entwickeln.
Kategorien: Freie Inhalte, Freie Software
17. September 2007, 16:57 Uhr 1 Kommentar
Softwarefreiheit — weltweit
Heute ist Software-Freedom-Day! Hier die Gruppen im deutschsprachigen Raum, die sich mit Aktivitäten beteiligen:
- linuxinjedlesee (lerncafe jedleseerstrasse 75, Austria) – Franz Nahrada
- FreieSoftwareOG (Offenburg, Germany) – Edgar Hoffmann
- OSFanG (Germany Berlin Marzahn, Germany) – Guido Kieninger
- SFD RD (Rendsburg, Germany) – Matthias-Christian Ott
- Skolelinux Germany (Gütersloh, Germany) – Kurt Gramlich
- Linux User Group Backnang (Backnang, Baden-Württemberg, Germany) – Marco Ziesing
- FSFE Vienna (Vienna, Austria) – Peter Bubestinger
- Unix-AG TU-Kaiserslautern (Kaiserslautern Campus TU-KL Bistro 36, Germany) – Stefan Huehner
- LLUG – Lörracher Linux-Usergroup (Lörrach Innenstadt Adlergäßchen, Germany) – Manuel Schneider
Alle Teams weltweit: hier.
Kategorien: Freie Software
15. September 2007, 12:54 Uhr 1 Kommentar
Online Kurs zu Wikipedia an der Harvard Business School
Naechste Woche unterrichte ich hier an der NTNU einen Kurs zu dem Zusammenhang zwischen Aenderungen in der zeitgenoessischen Wissensproduktion und neueren IuK Technologien. Wikipedia ist hier zentral. Das liegt zum einen daran, dass immer mehr Hausarbeiten sich auf Wikipedia beziehen um ihre Behauptungen zu untermauern. Anders als andere Lehrende habe ich da nichts dagegen, die Studierenden sollen aber wissen, was sie tun. Zum anderen ist Wikipedia ein Kristallisationspunkt fuer wichtige Fragen der kollektiven Wissensproduktion ohne Zugangsbarrieren. Das zeigen Karim R. Lakhani (MIT) und Andrew McAfee (Harvard Business School) sehr schoen in diesem Online-Kurs, den sie unter der GFDL veroeffentlicht haben. Ausser dem Kurs selbst, der nochmal Wikipedias Geschichte erzaehlt und ausfuehrlich die Debatte ueber das Loeschen von Artikeln darstellt, ist fuer uns hier vielleicht zweierlei interessant: Zum einen, dass zu diesem Thema ueberhaupt auf diese Weise an der Harvard Business School, einer der Schmieden fuer die zukuenftige oekonomische Elite, unterrichtet wird. Zum anderen wie Lakhani auf seinem Blog die Wahl der GFDL anstatt einer CC-Lizenz begruendet:
The wikipedia is under GFDL – and the case has a lot of source material from it – so we decided to keep it under GFDL.
Der Lizenzvirus funktioniert.
Kategorien: Freie Inhalte, Lernen, Medientipp
1. Februar 2007, 12:30 Uhr Kommentieren
The Joy of Science
Bezugnehmend auf Stefans letzten Beitrag hier eine Fundsache: Zuska lehrt sich selbst “feministische Theorie und die Freude an der Wissenschaft”. Sie hat einen Lehrplan entwickelt und berichtet uns jede Woche von ihren Fortschritten.
Was hat das auf Keimform.de zu suchen? Davon abgesehen, dass ich das fuer eine charmante Idee halte, koennte das Wundern ueber die mangelnde Freude von Frauen an der Selbstentfaltung via FOSS ja vielleicht tiefer greifen.
In diesem Zusammenhang bin ich heute auf einen Beitrag auf der Mailingliste nettime gestossen, der fuer mich die tiefst moegliche Skepsis gegenueber freier Software als Keimform formuliert. Aber eins nach dem anderen. Der Autor schreibt:
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Freie Software, Gender, Medientipp
27. Januar 2007, 01:21 Uhr 3 Kommentare
Training, Motivation, Gender
Die Januarausgabe von Spektrum der Wissenschaft hat “Genies” zu ihrem Titelthema. Nach Myriaden von Artikeln zur bedeutenden Rolle der Gene und von “Begabung” räumt der Artikel “Wie Genies denken” prägnant mit dem ganzen Begabungsunfug auf: Erwerb von Expertise durch intensives Training plus Motivation seien wesentlich. Aber was hat das mit »Gender« zu tun?
Vollständigen Artikel lesen »
25. Januar 2007, 16:18 Uhr 1 Kommentar
Fundamentalistischer Heimunterricht
Bei Telepolis ein bisschen Gegengift für alle, die glauben, dass es eine gute Idee wäre, ausgerechnet den Eltern zu überlassen, was und wie ihre Kinder lernen (und nicht der Gesellschaft – heutzutage zugegebenermaßen mehr schlecht als recht durch den Staat repräsentiert – und/oder den Kindern selbst):
Für den Hausunterricht entscheiden sich Eltern vor allem, um ihre Kinder fern von den Schulen zu halten, in denen sie um ihre Sicherheit fürchten und Sorge haben, dass sie an Drogen kommen oder unter den Druck von Mitschülern geraten. Fast ebenso oft werden religiöse oder moralische Gründe genannt. 72% der Eltern gaben an, ihre Entscheidung für den Hausunterricht sei aufgrund des Wunsches entstanden, religiöse und moralische Lehren zu vermitteln. Sexualität oder Keuschheit spielt bei den Fundamentalisten natürlich auch eine große Rolle. Man sorgt sich nicht nur, dass die Jugendlichen von ihren Altersgenossen verführt, sondern womöglich auch noch homosexuell werden könnten. [...]
Nachdem die Fundamentalisten es mitunter nicht erreichen, im Unterricht etwa die Evolutionstheorie durch den Kreationismus bzw. Intelligent Design zu ergänzen oder gar zu ersetzen, könnte der Drang zum Ausstieg aus der Schule noch stärker werden. Lehrbücher für Biologie, die beispielsweise vom Beka Verlag für den Heimunterricht angeboten werden, sind denn auch ideologisch auf Bibeltreue getrimmt.
Tja, dagegen ist die Schule dann wirklich das kleinere Übel…
Kategorien: Lernen
14. November 2006, 14:57 Uhr 4 Kommentare
Freies Lernen und dabei Reisen?
Bisherige Projekte zum Freien Lernen und Lehren konzentrieren sich meist auf die Bereitstellung frei verwendbarer und veränderbarer Lehrmaterialien – etwa die Wikiversity. Aus einer anderen Perspektive geht jetzt ein neues Projekt an die Sache heran: die Travelling School of Life. Idee dabei ist offensichtlich, ein Netzwerk für selbstbestimmtes Lernen aufzuziehen, wo die Beteiligten selbst entscheiden, was, wann, wo, mit wem und wie sie lernen, und dabei von Ort zu Ort reisen, um sich mit anderen Interessierten zu treffen.
Wer sich beteiligen will, kann also selbst zum Reisenden werden und Kurse anbieten oder suchen; oder sie oder er organisiert einen Lernort oder stellt sich Reisenden als Gastgeber zur Verfügung. Über die Aufteilung anfallender Kosten müssen sich die Beteiligten jeweils einig werden.
Interessante Idee – ob das was wird?
Wer weder reisen noch lehren will, aber gern Freie Software entwickelt, könnte übrigens auch auf seine Kosten kommen: das Projekt sucht noch Programmier/innen, die an der zugrunde liegenden Software mitarbeiten wollen.
Kategorien: Lernen
13. Oktober 2006, 15:34 Uhr 1 Kommentar

