Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Zur Kritik der Aufhebungs- und Keimformtheorie

Cover des Buchs „Kapitalismus aufheben“Dieser Artikel setzt sich kritisch mit den Kapiteln 3 und 7 des Buchs Kapitalismus aufheben von Simon Sutterlütti und Stefan Meretz (2018) auseinander. Vorab ist festzuhalten, dass ich die Frage, wie der Kapitalismus überwunden bzw. „aufgehoben“ werden kann (wobei zum Aufheben auch gehört, dass positive Aspekte beibehalten und weiterentwickelt werden) für sehr wichtig halte und dem Anlagen des Buchs deswegen positiv gegenüberstehen. Das sollte jedoch nicht heißen, dass Schwächen und fragwürdige Momente der Argumentation unter den Teppich zu kehren sind – problematische Annahmen können leicht zu wenig zielführenden Praktiken führen, weshalb sich Bemühungen um die Aufhebung des Kapitalismus selber schaden würden, wenn sie ihre theoretischen Grundlagen nicht möglichst kritisch überprüfen und bei Bedarf korrigieren.

In Kapitel 3 („Aufhebungstheorie“) fragen Simon und Stefan zunächst allgemein, wie eine neue bzw. in ihrer Terminologie „befreite“ Gesellschaft „entstehen und sich durchsetzen“ kann (ebd., 18), während sie in Kapitel 7 („Keimformtheorie“) diesen relativ allgemeinen „Rahmen“ mit einem konkreteren Inhalt zu füllen versuchen. Gegen diese Zweiteilung ist grundsätzlich nichts einzuwenden, doch wäre dabei zu fragen, wie gut der Inhalt „Keimformtheorie“ zum Rahmen „Aufhebungstheorie“ passt und – wenn er nicht passt – was die theoretischen Konsequenzen sind. Dieser Rückkopplungsprozess fehlt im Buch aber. Unabhängig von der Frage der internen Konsistenz sind auch die Argumentationslinien im Rahmen der einzelnen Kapital kritisch zu prüfen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie

10. September 2018, 08:16 Uhr   8 Kommentare

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Konsequenter Aufbauprozess: still pending

Vorheriger Artikel: keimform.de/2018/eine-verstaendigung-ueber-die-grundzuege-einer-klassenlosen-gesellschaft-ist-allemal-sinnvoll/

Wie auch bei der Diskussion der Utopie, kann ich auch bei der Transformationstheorie vielen Elementen zustimmen. Die Freund*innen sprechen sich gegen Staatseroberung aus und betonen die Bedeutung einer sozial(revolutionär)en Bewegung welche nicht nur erobert und zerstört, sondern welche es schafft in dem Transformationsprozess sich die Produktion anzueignen, „materielle Bedürfnisse zu befriedigen und bereits im Moment der Erhebung andere menschliche Beziehungen aufscheinen zu lassen“ (43). So weit so gut. Vorstellbar ist die Transformation als „wilde Bewegung der Besetzungen (41), welche aneignend das Eigentum praktisch hinterfragt und die Gesellschaft und die Produktion Schritt für Schritt erobert. Wichtiger Absetzpunkt ist hierbei eine gradualistische Transformationstheorie.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie

6. September 2018, 13:46 Uhr   3 Kommentare

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»Kapitalismus aufheben« — Motivation und Kerngedanken

Kategorien: Commons, Medientipp

14. August 2018, 17:09 Uhr   Kommentieren

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Von der Wertkritik zum Commonismus

Kategorien: Commons, Theorie

2. November 2016, 07:03 Uhr   Kommentieren

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Gesellschaftliche Vermittlung jenseits von Geld und Tausch

Am 30.6. und 1.7.2016 fand der erste große Workshop im Projekt »Gesellschaft nach dem Geld« statt. Sehr spannend! Mein Beitrag widmet sich sehr grundsätzlich der Frage, ob und wie eine Vergesellschaftung ohne Geld möglich ist. Hier erstmals als Video-Slidecast mein Vortrag (Folien: PDF, ODP):

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

25. Juli 2016, 09:07 Uhr   2 Kommentare

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Elemente einer künftigen Ethik: Keine Ausnutzung von Zwangslagen

Ein Holzschnitt von Albrecht Dürer stellt den bis heute strafbaren "Wucher" dar (gemeinfrei, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:UsuryDurer.jpg)(Voriger Artikel: Vorüberlegungen zu einer künftigen Ethik)

Nach den allgemeinen Vorüberlegungen wird es nun um die Frage gehen, welche ethischen Überzeugungen in einer peercommonistischen Gesellschaft verbreitet sein dürften. Dabei wird es wohl nicht zu einen absoluten Bruch mit der heutigen (bürgerlich-kapitalistisch) Ethik kommen, sondern vielmehr zu deren „Aufhebung“ im Hegel’schen Sinne. Bestimmte Elemente werden auf eine höhere Ebene „gehoben“, also konsequent weiter ausgebaut, wo die heutige aus Sicht der künftigen Ethik inkonsequent ist. Manche aus künftiger Sicht inakzeptabel gewordenen Vorstellungen werden aufgegeben, während andere ziemlich unverändert von der heutigen in die künftige Ethik wandern werden.

Schon heute ist es in gewissen Fällen verpönt, es zum eigenen Vorteil ausnutzen, wenn andere sich in einer Zwangs- oder Notlage befinden, in der sie nicht frei entscheiden können, was sie tun oder nicht tun wollen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie

30. Januar 2015, 07:07 Uhr   17 Kommentare

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Commonismus statt Sozialismus?

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

4. Januar 2014, 06:34 Uhr   41 Kommentare

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Tagung »Aufhebung des Kapitalismus«

Kategorien: Termine, Theorie

6. Oktober 2013, 07:19 Uhr   2 Kommentare

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Commons-based Society as a Thought Experiment

In preparation of the Commons Economics Conference which will be held in Berlin on May 22-24, there have been three „Deep Dive Workshops“ around the world (Bangkok, Mexico City, Paris). I had the opportunity to participate in the European Meeting in Pontoise near Paris. David Bollier generously wrote an interpretative summary based on notes from a pirate pad, which was collectively used by the participants. In his blog he published some excerpts from the lengthy paper which seem interesting to him. During the workshop I did a Though Experiment on how a commons-based society could function. Here is the respective part taken from the summery:

Stefan Meretz’s Thought Experiment

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Kategorien: Commons, English

9. März 2013, 06:26 Uhr   Kommentieren

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Kapitalismus aufheben – aber wie?

Eine Einführung in Funktionsweise und Kritik des Kapitalismus

1. Teil der Reihe: Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben

Freitag, 1. Juni 2012 // 19:00h // Kulturzentrum Karoshi // Gießbergstr. 41, Kassel

Emanzipatorische Bewegungen verbindet zwei Gewissheiten: Der Kapitalismus verstößt gegen die Lebensbedürfnisse vieler Menschen und er ist endlich. Den Kapitalismus aufzuheben, ist also historisch notwendig. Ist eine Aufhebung aber auch möglich? Welche Konzeptionen der Aufhebung gab und gibt es? Warum reden wir überhaupt von „Aufhebung“ und nicht bloß von „Abschaffung“?

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Kategorien: Commons, Theorie

20. Mai 2012, 07:22 Uhr   2 Kommentare