Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Notizen zur Veränderung der Gesellschaftsform

Wenn wir über den Übergang von Kapitalismus zum Commonismus nachdenken, kommt neben all den Schwierigkeiten der Bestimmung des Ziels zusätzlich noch die Schwierigkeit hinzu, die Änderung der Gesellschaftsform zu denken. Die einzige Änderung dieser Art, von der wir eine leise Ahnung haben, ist die Entstehung des Kapitalismus. Ich möchte hier versuchen, diese noch einmal nachzuzeichnen, um daraus (hoffentlich) Einsichten in die Veränderung hin zum Commonismus zu gewinnen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Theorie

9. Oktober 2017, 18:51 Uhr   43 Kommentare

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Ökonomie und Care

Nachfolgend die Folien (PDF, ODP) und der Mitschnitt (OGG, MP3) meines Beitrages beim Colloquium zu Digitalisierung in Leipzig.

 

Kategorien: Commons, Gender, Reichtum & Knappheit, Theorie

20. Juni 2016, 09:55 Uhr   4 Kommentare

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Nicht-Kommerziell oder Abgespalten? – Wert-Abspaltung, Nicht-Kommerzialität und die Gefahren vereinseitigender Kritik und Praxis

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Sind die ‚gallischen Dörfer‘ in der total durchkommerzialisierten Welt immer fortschrittlich?

Wenn wir die Welt von heute betrachten, so scheint sie von vorne bis hinten ‚durchkommerzialisiert‘ zu sein. An jeder Ecke die Möglichkeit, für Geld zu konsumieren, jegliche Tätigkeit zumindest potentiell als ‚Arbeit‘ zu kaufen und ein immer größer werdender Berg an Waren, der den Markt füttert. Das Ziel all dessen, was als ‚Kommerz‘ verstanden wird, ist dabei die Erwirtschaftung eines Gewinns. Dass dieses Gewinnstreben nicht nur auf persönlicher Gier beruht oder eine einfach zu ändernde Facette der Wirtschaftsform darstellt, sondern auf einem versteckten und unbewussten Impuls der Mehrwertproduktion beruht, haben andere Beiträge bereits gezeigt[1]. Hieraus ist die Konsequenz zu ziehen, dass Versuche, nicht-kommerzielle Räume zu schaffen, mit zahlreichen ‚systemischen‘ Schwierigkeiten konfrontiert sind. Eine Welt ohne Geld und Gewinnstreben im Kleinen zu schaffen ist mehr als schwierig, wenn rundherum zahlreiche Sachzwänge existieren, die in die entgegengesetzte Richtung führen.

Eine Welt ohne Geld und Gewinnstreben im Kleinen zu schaffen ist mehr als schwierig, wenn rundherum zahlreiche Sachzwänge existieren, die in die entgegengesetzte Richtung führen.

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Kategorien: Commons, Gender, Praxis-Reflexionen

26. Januar 2016, 15:06 Uhr   1 Kommentar

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Omnia sunt communia (»Alles gehört allen«)

Kategorien: Commons, Gender

29. September 2014, 17:46 Uhr   5 Kommentare

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Commons Based queer Production

Auf diesem Schild bin ich das erste mal dem vom üblichen „Commons Based Peer Production“ abweichenden Begriff „Commons Based queer Production“ begegnet. Ich bat die Schildermaler_innen um eine Erläuterung. Here we go:

Mit dem Begriff “commons based queer production” beziehen wir uns auf die bei oekonux, keimform und anderen ausgearbeiteten Konzepte einer neuen kommunistischen Produktionsweise jenseits von Staat und Markt. Die Idee wurde angesichts tatsächlicher Produktionen im Bereich freier Software entwickelt, die auf offenen Codes und freiwilligen Beiträgen beruhen. Die “peers” kommunizieren untereinander über die zu erledigenden Aufgaben und Ziele, wie auch über die Mittel zu ihrer Erreichung. Die erstellten Produkte können frei zirkulieren (können frei heruntergeladen und kopiert werden), werden also nicht warenförmig. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Gender, Theorie

6. Dezember 2011, 11:31 Uhr   12 Kommentare

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Arbeit

Die Wiener Streifzüge erscheinen diesmal mit dem Schwerpunkt ARBEIT. Ja, Arbeit durchgestrichen, also gegen die Arbeit. Da konnte ich nicht zurückstehen und habe meiner Kolumne Immaterial World auch den Titel Arbeit gegeben, nicht durchgestrichen, deswegen aber lange noch nicht »für Arbeit«. Sondern ein Versuch einer differenzierten Darstellung.

Arbeit

Wenn alle gegen die Arbeit reden, soll hier für die Arbeit das Wort ergriffen werden. Nein, falsch, die Arbeit kann nicht belobigt werden, denn in einer abstrakten Redeweise kann man nicht für oder gegen die Arbeit sprechen bzw. schreiben. Wir kommen also auch hier nicht um die Mühe des Begriffs herum, die kolumnengemäß kurz ausfallen muss.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie

20. November 2011, 07:18 Uhr   50 Kommentare

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Einschluss statt Ausschluss

[Vgl. dazu auch: »Which Commons Sense?«]

In der entwicklungspolitischen wie in der linken Szene ranken sich die Diskussionen oft entlang griffiger Begriffe. Nach Nachhaltigkeit, Neoliberalismus, Globalisierung und Multitude geht ein weiteres Zauberwort herum: die Commons. Und schon haben die Stars der Globalisierungskritik, Antonio Negri und Michael Hardt, mit „Common Wealth“ den Bestseller zur Debatte veröffentlicht (siehe iz3w 319).

Doch was sind die „Commons“ eigentlich? Sind dabei vor allem Gemeingüter wie Wasser und Boden gemeint, die allen gehören sollen? Geht es um frei verfügbare Dienstleistungen wie z.B. Freie Software oder Bildung für alle? Was ist am Gemeinschafts-Konzept der Commons kapitalismuskritisch, was nicht?

Einschluss statt Ausschluss — Commons jenseits des Kapitalismus

Von Stefan Meretz

Der Kapitalismus hat mit seinen Imperativen erfolgreich Handeln, Denken und Fühlen der Menschen besetzt – weltweit. Seine unerbittliche Logik gibt sich wie ein natürlicher Zusammenhang. So erscheint auch den kritischsten KritikerInnen »Wirtschaft« als das Selbstverständlichste von der Welt. Gleichzeitig ist der Kapitalismus in einer ökonomischen Krise, und auch seine Akzeptanz schwindet. Dies allerdings bedeutet nicht, dass seine Imperative zur Disposition stehen. Die scheinbar in Beton gegossene Unhinterfragbarkeit seiner grundlegenden Mechanismen wurde und wird immer wieder auch durch antikapitalistische Ansätze bestätigt. Alle Erzählungen sind erzählt und probiert: Die Linke in ihrem Lauf hält den Kapitalismus dennoch nicht auf.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

26. Dezember 2010, 11:35 Uhr   11 Kommentare

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Productive pigs and unproductive children

[Deutsche Version]

In our economy-driven society it is taken for granted, that it is »the economy« which produces the societally necessary goods. However, this is not the case, which can be impressively shown by looking into official statistics.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Gender

4. Juli 2010, 19:45 Uhr   1 Kommentar

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Produktive Schweine und unproduktive Kinder

[English version]

In unser wirtschaftsdominierten Gesellschaft gilt es als selbstverständlich, dass es im wesentlichen „die Wirtschaft“ sei, die die gesellschaftlich notwendigen Güter produziere. Dem ist jedoch nicht so. Durch einen Blick in die offiziellen Statistiken können wir uns davon eindrucksvoll überzeugen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Gender

1. Juli 2010, 15:42 Uhr   9 Kommentare

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Commons in a taxonomy of goods

[Deutschsprachige Version]

Commons are common pool resources. Commons are common goods. Commons are social relationships. You can find all of these descriptions for the term. Which is the correct one? All three versions are valid—at the same time!

The word „common“ is the best starting point for the analysis. The common thing within a commons are the resources, which are used and cared for, are the goods resulting from joint activities, and are the social relationships emerging from acting together. These three aspects are so different for all commons, that no one could describe them in a reasonably complete manner.

Commons are at odds with commodities, although a commodity is a good which is produced in a specific social form using resources. But it is usual that traditional economics only consider resources as social forms of production in a marginal way or even not in any way. I will try to overcome this limitation by using the following taxonomy of goods [Illustration 1]. I decide to put the concept of „good“ into the center, while describing from the triple definition explained above: as a common good, as a resource and as a social form.

Taxonomy of Goods

Illustration 1: Proposed taxonomy of „goods“

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, English, Theorie

11. Januar 2010, 07:32 Uhr   3 Kommentare