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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Commons &#8212; das Buch</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 15:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab April soll es zu haben sein, das Buch »Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat«, herausgegeben von Silke Helfrich und der Böll-Stiftung. Diesen Tipp kann man sich zwecks späteren Downloads notieren oder das Buch zum Kauf vormerken lassen. Es wird unter einer Creative-Commons-Lizenz (und zwar: Copyleft) sowohl in elektronischer wie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/02/commons-buch.jpg"><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="Das Commons-Buch" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/02/commons-buch-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" align="right" /></a>Ab April soll es zu haben sein, das Buch <a href="http://www.transcript-verlag.de/ts2036/ts2036.php">»Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat«</a>, herausgegeben von <a href="http://commonsblog.wordpress.com/">Silke Helfrich</a> und der Böll-Stiftung. Diesen Tipp kann man sich zwecks späteren Downloads notieren oder das Buch zum Kauf <a href="http://www.transcript-verlag.de/main/wkb_wkb.php?isbi=2036&amp;btit=Helfrich%2FH.%2DB%F6ll%2DStiftung+%28Hg.%29%2C+Commons&amp;preis=ca.24.80">vormerken lassen</a>. Es wird unter einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">Creative-Commons</a>-Lizenz (und zwar: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Copyleft">Copyleft</a>) sowohl in elektronischer wie in gedruckter Form erscheinen. Da es sehr umfangreich sein wird (deutlich über 400 Seiten), wird hier ein Ausdruck deutlich zu aufwändig werden. Aber gut wäre es, wenn einzelne Beiträge online verlinkbar sind. Ich hoffe also, dass das Buch nicht nur als ein Riesen-PDF, sondern webgemäß in Einzelartikelform erreichbar sein wird.</p>
<p>Was erwartet uns inhaltlich?</p>
<p>Genau weiß ich es nicht und bin schon sehr gespannt. Da ich aber zu den Autor_innen gehöre und auch mal  einen Blick auf die Liste der angefragten Beiträge werfen konnte, kann ich versprechen: Es wird gewaltig. Über 90 Autor_innen aus 30 Ländern schrieben ca. 75 Beiträge (die genauen Zahlen kenne ich nicht) mit einer großen Spannbreite von Themen: Von digitalen zu naturalen Commons, von Wissen zu Wasser, von Theorie zu Praxis. Dieses Buch wird auf lange Zeit das Referenzwerk zum Thema sein. Vorschusslorbeeren!</p>
<p>Für den Transcript-Verlag ist es wohl das erste Buch, dass unter einer freien Lizenz erscheint und gleichzeitig kostenlos online und gegen Geld gedruckt erhältlich sein wird. Also ein Experiment. Alle sind gespannt, ob es funktioniert, ob also die kostenlose Verfügbarkeit als Werbung für den kommerziellen Absatz dient. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Heinrich-Böll-Stiftung eine monetäre Absicherung gewährt hat. Das wäre immerhin sinnvoll angelegtes Stiftungsgeld <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun noch die Ankündigung des Verlages:</p>
<p>Die »Occupy«-Bewegung trägt ein Unbehagen auf die Straße – weltweit. Sie stellt Profitmaximierung an den Pranger und der Politik einen Misstrauensantrag. Die ernüchternde Diagnose: Markt und Staat haben versagt. Menschen verlieren die Kontrolle über das eigene Leben. Weltweit steigen die Preise für Wasser, Böden und Lebensmittel, während der Markt sie verknappt und an die Börse spült – flankiert von staatlichen Freihandelsverträgen.</p>
<p>Güter, die allen gehören, wie Meere oder Wälder, werden rücksichtslos auf den Markt getragen. Auch Wissen und Ideen, unsere wichtigsten produktiven Ressourcen, sind in Fülle vorhanden. Doch sie werden behandelt wie knappe Güter.</p>
<p><em>Aus Leben und Vielfalt für alle wird so Reichtum für wenige.</em> Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der Gemeingüter, eine Renaissance erleben – nicht zuletzt seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom.</p>
<p>Die Commons sind wichtiger denn je: Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern sie schöpfen aus der Fülle. Commons sind produktiv. Sie produzieren nicht in erster Linie für den Markt, sondern für die Menschen – und sie lösen konkrete Probleme. Wenn die Menschen die Freiheit haben, sich selbst zu organisieren und zu kooperieren, kann die gemeinsame Nutzung von Gütern sozialen Zusammenhalt und Verantwortlichkeit fördern und unsere Lebensgrundlagen schützen.</p>
<p>Dieser Band mit Beiträgen von 95 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und zivilgesellschaftlicher Praxis stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und Wegweiser für eine neue Politik liefert.</p>
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		<title>The unissued recordings of Vladimir Horowitz: An example of copyright endangering culture?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 20:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Siefkes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigentumsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feindbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[community]]></category>
		<category><![CDATA[copyright]]></category>
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		<description><![CDATA[Interview with Bernie Horowitz (The Horowitz Website) Today, copyright influences strongly how cultural works are produced, who can access them, and how they can (or cannot) be used and shared. An important problem connected with the current strict copyright practices is the danger of confinement, degradation or even loss of important cultural heritage. The world-famous [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="right" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/Abbildung1.jpg" alt="Vladimir Horowitz" width="261" height="304" align="right" /><em>Interview with Bernie Horowitz (The Horowitz Website)</em></p>
<p>Today, copyright influences strongly how cultural works are produced, who can access them, and how they can (or cannot) be used and shared. An important problem connected with the current strict copyright practices is the danger of confinement, degradation or even loss of important cultural heritage.</p>
<p>The world-famous artist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Horowitz">Vladimir Horowitz</a> is a striking example for these problems: His recordings are highly esteemed by critics and fans alike; nonetheless, a significant part of them remain unpublished, in locations without access of public or conservation specialists, and thus in danger of permanent loss.</p>
<p>The following interview discusses the reasons for these problems, as well as implications for general copyright practices, with Bernie Horowitz, administrator of <a href="http://www.vladimirhorowitz.hostzi.com/">The Horowitz Website</a>, enthusiast and collector.</p>
<p>(1) <em>Over 20 years after his death, Vladimir Horowitz is still one of the most famous pianists. Why?</em></p>
<p>Bernie Horowitz: One doesn’t have to be a classical music aficionado to experience Vladimir Horowitz’s overwhelming nervous intensity.</p>
<p>Some admire Horowitz for this singular quality and others do not. But, Horowitz must not be reduced to one attribute – he was an exceptionally versatile musician who was equally capable of <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qq7ncjhSqtk" class="broken_link">moving listeners to tears</a>. (German users need the <a title="Stealthy extension" href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/stealthy" class="broken_link">Stealthy extension</a> for Firefox for this and most other videos.)</p>
<p>(2) <em>Considering his fame, many people will be surprised that a significant part of his recordings remains unpublished. Can you make a rough estimate which how many of his live recordings (excluding pirate recordings) are blocked?</em></p>
<p>BH: For an inventory of what Sony has in its vault, please see <a href="http://www.vladimirhorowitz.hostzi.com/1_33_Unreleased-Horowitz-Material-SONY-.html">here</a>. Specific programming information about each individual concert is available <a href="http://www.vladimirhorowitz.hostzi.com/1_6_Live-Recordings.html">here</a>. (I think the focus should be on the unreleased live recordings, from the 1945-50 period, but especially 1966-68 (which have presumably been preserved in high-quality sound, unlike the “private” recordings).</p>
<p>(3) <em>How important are the unreleased Horowitz recordings? What is at stake for music fans?</em></p>
<p>BH: It is widely accepted that Horowitz’s live performances are superior to those he recorded in the studio. But RCA did not begin recording Horowitz’s live recitals until 1951, when he was forty-seven years old. While RCA finally decided to start recording Horowitz live in 1951, he retired from the stage in 1953 (after only three recitals had been recorded) and didn’t return until 1965 (when he was sixty-one years old), before retiring again in 1969. Hence, arguably the greatest pianist of the twentieth century was recorded in his prime, in live solo performance by his recording company on just twenty occasions; three times between 1951 and 1953 (between the ages of 47 and 49), and seventeen times between 1965 and 1968 (ages 61 and 65). Of the latter group, most remain entirely unreleased except for a few fragments. A complete list of Horowitz’ live recordings can be found <a href="http://vladimirhorowitz.hostzi.com/1_35_Live-Recordings-new-.html">here</a>.</p>
<p>(4) <em>From 1945 to 1950, Horowitz paid an engineer to record his performances at Carnegie Hall. Why has Sony the rights to these “Yale recordings,” which were donated by Horowitz to Yale University?</em></p>
<p>BH: This is a very complicated issue, and my understanding is limited; the Horowitz Estate owns the Yale recordings, but Sony possesses the licensing rights. There’s also a cornucopia of conditions for the approval of releases and the disbursal of profits from sales. I’ll say a bit more about this in response to other questions below, but I don’t want to speculate about subjects I don’t fully understand.</p>
<p>(5) <em>A small part of the “Yale recordings” was issued on 3 CDs in 2009/10. How did this come about, and is there a chance of further releases?</em></p>
<p>BH: After Horowitz’s death in 1989, his producer, Thomas Frost, and engineer Jon Samuels listened to all the “private” recordings. They agreed that the material should be evaluated for commercial release. Frost approached Horowitz’ wife, Wanda (Toscanini-Horowitz), about issuing the “private” recordings, but the releases were restricted to pieces which Horowitz had never otherwise recorded. This substantially limited Frost’s options. However, he presented Wanda with a compendium of recordings from the collection, enough music to fill two CD’s. Wanda approved the releases, but vetoed two specific selections: Horowitz’s only existing performances of Franz Liszt’s <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lnp2HQ-RCDE" class="broken_link">St. Francis Walks on the Water</a> and Mili Balakirev’s <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yJAHIE272Wo" class="broken_link">Islamey</a>. Both these recordings (finally released just recently) feature unbridled virtuosity and staggering technical command. After years of reading critics assaulting the depth of Horowitz’s musicianship, Wanda was fed up. She apparently decided that no matter how well-played, these two pieces wouldn’t serve the best interests of her husband’s reputation, along with many other performances from the collection.</p>
<p>I don’t know about further releases – I’m in no way affiliated with the Horowitz Estate, Sony, or professionally involved with music, I’m just a dilettante.</p>
<p>(6) <em>What do we know about Horowitz’ position on these recordings, which he donated to Yale University?</em></p>
<p>BH: Horowitz said more about this than people realize, including interviews and press conferences. I recall at least one instance where a questioner asked directly Horowitz about releasing the private recordings (which were known to insiders at the time because he would play them for guests at home), and he complained about the sound quality and said that he thought it precluded commercial release of the material.</p>
<p>In a recorded interview with Don Newlands of the CBC in 1975, Horowitz <a href="http://www.youtube.com/watch?v=v_Ebm-cHekE&amp;feature=related" class="broken_link">discussed his performances of the Brahms 2nd Piano concerto</a> with Toscanini and Bruno Walter (see 5:29), the conductor with whom Horowitz said that he worked best. The Walter recording (recorded live at Carnegie Hall on April 8 or 9, 1948) is one of those locked up at Yale. I think it’s implicitly clear from the CBC interview which one Horowitz preferred.</p>
<p>I’ve heard from a third-hand account (from somebody who spoke to a Yale student who listened to the Walter recording in the early 1990’s) that the Brahms performance in question is excellent, vastly superior to the recordings with Toscanini. It’s a shame that this recording remains unreleased, because all other existing Horowitz recordings of the piece were conducted by Toscanini, and I (and many others) don’t find them to be so great.</p>
<p>(7) <em>The recordings in Yale are accessible to visitors (in accordance with the function of the archive). These recordings were originally made on acetate disks susceptible to scratching or breaking (one disk had already broken before the donation was made). Has it been it possible to make backup copies, or are the only existing copies played for the visitors?</em></p>
<p>BH: The acetates were transferred to tape immediately upon their donation to Yale. Unfortunately, judging from the sound of the 1994-5 releases relative to those from 2009-10, the originals are apparently still utilized for new releases, and it sounds as though they’ve deteriorated over the past fifteen years.</p>
<p>(8) <em>Furthermore, there exist professional recordings of live performances from 1966 to 1968. How valuable are these recordings? What reasons might Sony have for not publishing this material, as well as the Yale recordings?</em></p>
<p>BH: The Yale recordings and the 1966-68 CBS recordings fall into different categories. If I understand correctly, in the case of the former, the Horowitz Estate actually owns the recordings, while Sony has the licensing. The latter are owned by Sony rather than the Estate (but the Estate still controls an uncommonly sizable portion of the royalties, of which most go to charities). As per the examples I presented above, the only possible answer I can imagine for the CBS recordings not being released is money; Sony probably doesn’t anticipate a profit.</p>
<p>(9) <em>Some pirate recordings in bad sound that are in circulation show these to have been spectacular concerts.</em></p>
<p>BH: I don’t think there can be any possible doubt as to the musical merit of releasing the 1966-68 recordings. Just listen to Horowitz’s “Vallée d’Obermann” from December 10, 1966 (see below); imagine that in professional-grade sound!!</p>
<p>The 1966-68 period reflects the only time of Horowitz’s prime career during which he was professionally recorded in live performance on a regular basis. Navigating the high seas (Horowitz and his wife could be very difficult when it came to releasing recordings), and utilizing a few selections of these live recordings, Frost produced award-winning recordings released in 1967, 1968 and 1971 (in addition to one every year from 1962-65).</p>
<p>Interestingly, most of the Horowitz recitals recorded by Columbia from 1966-68 were also recorded by members of the audience, who’d smuggled in recording equipment. And, while these recordings often feature very poor sound quality, they suggest that as with Wanda’s preferences with the posthumous release of her husband’s “private” recordings, the selections released by Columbia from the 1966-68 period may have been selected partially in accordance with Wanda’s distaste for recordings in which Horowitz’s virtuosity was abundant. I could argue at length, but will simply present two examples.</p>
<p>Horowitz’s commercial “live” (edited and spliced) recording of <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aDH9xdeZjsw" class="broken_link">Liszt’s “Vallée d’Obermann,” from November 27, 1966</a>. (German users need the <a title="Stealthy extension" href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/stealthy" class="broken_link">Stealthy extension</a>.)</p>
<p>Horowitz’s performance of Liszt’s “Vallée d’Obermann” from December 10, 1966, recorded from the audience (also recorded by CBS and held in the Sony vault).</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="549" height="442" src="http://www.youtube.com/embed/mvgnqIZHPrY" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>Horowitz’s commercial live recording of the final movement of (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=8XLk_-fukbo" class="broken_link">Rachmaninoff’s Second Sonata from December 15, 1968</a>).</p>
<p>Horowitz’s performance of the final movement of Rachmaninoff’s Second Sonata from May 12, 1968, recorded from the audience &#8211; also recorded by CBS and held in the Sony vault:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="549" height="442" src="http://www.youtube.com/embed/rCPTxoGvjJ8" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>(10) <em>Is there a danger of deterioration or loss to the unissued Horowitz recordings in the vaults of Sony? Is anything known about their condition?</em></p>
<p>BH: I don’t know about the condition of the recordings in the Sony vault. But, my hope is that by 1966, recording technologies had advanced to the point that recordings wouldn’t deteriorate very much over time.</p>
<p>(11) <em>In 2009, Sony issued a big 70-CD-“Original Jacket Collection”, which included only a small percentage of unreleased material. Why do you think Sony gave this project priority over the unpublished material?</em></p>
<p>BH: My guess would be finance. It would be much cheaper for Sony to issue the “Original Jacket Collection” without paying engineers and producers to collate previously unreleased material. From Sony’s perspective this would be a matter of mere “opportunity cost.” How many people who considered purchasing the “Original Jacket Collection” know about the unreleased material? Would this dissuade them from making the purchase anyway? In my case, definitely – but I’m probably in the minority.</p>
<p>(12) <em>Is the fact that Horowitz donated the “Yale recordings” to the University a sign that he wanted them made available to the public?</em></p>
<p>BH: I think we have to make a distinction between the commercial release of the “Yale recordings” and the mere ability to access them through the archive.</p>
<p>There should never be any ambiguity about the fact that the Horowitz’s intended to make the recordings available to people who wanted to visit the archive and listen.</p>
<p>The isolation of the private recordings at Yale grossly discriminates against those who live in Asia and Europe. It’s enough that people who live outside the northeastern US have to visit New Haven, Connecticut to hear these recordings – but there’s more: the archive is so poorly staffed and over-booked that appointment-making is tedious and must be done far in advance. Towards the end of his life, Horowitz took pains to cater to his fans abroad, first with a special “International” concert on May 7, 1978 (most of the tickets were sold to people who lived outside the US), and then with his tours to Japan and Europe between 1983-87.</p>
<p>On the question of the recordings being commercially issued, as was the case with releases during his lifetime, I think Horowitz (and Wanda) would have been highly selective and reluctant. As for Horowitz himself, we must remember that he was the sort of person who on numerous occasions had releases blocked and recalled, and we know without doubt that substandard sound quality would have been a significant (if not decisive) consideration in his mind. But, at the very least, I think that he might have supported the release of the aforementioned Brahms 2nd Concerto with Bruno Walter, depending on its sound quality. It should also be noted that as long as Wanda was alive, Horowitz couldn’t have arranged this release; can you imagine him telling Wanda that he didn’t like the other Brahms 2 performances because of her father’s conducting?</p>
<p>(13) <em>Supporters of strong copyright laws argue that market forces will ensure that works of great artists are made available to the public. The example of Horowitz seems to prove the opposite – does this mean current copyright doesn’t work, and might endanger even the recorded heritage of world-renowned artists?</em></p>
<p>BH: The purpose of copyright laws is to protect artists’ control of their own material; should they wish to withhold certain segments of their output, that’s their right. I’m not aware of any facet of copyright law which incorporates the public interest in access to restricted, copyrighted material.</p>
<p>But, with respect to artists restricting access to their own material, I don’t feel that copyright is something we should worry too much about. I’d posit that in most such cases, the death of the artist or generator of the restricted material ultimately facilitates access. Yes, there are extreme instances where unreasonable people have made it impossible for certain material to ever see the light of day after they die. (I vaguely recall reading in Robert Dallek’s Nixon and Kissinger that Nixon’s physician recently made arrangements precluding public access to Nixon’s medical files for the next 75 years!) In most cases, however, the death of the artist voids such restrictions. I think the problem is merely that market forces no longer reflect the proclivities of consumers. If we were dealing with 1980’s-grade technology today, wouldn’t you agree that Horowitz recordings would sell many more individual copies? As for the current landscape, I can’t conceive of an electronic mechanism which could prevent CD-burning and file sharing, somehow assuring that each consumer seeking a certain recording would have to make a purchase.</p>
<p>If Sony releases a brand new Horowitz CD which contains the unreleased recordings, a few people will purchase copies and then share them online. Sony would never recover their costs (if substantial) because so few people would actually pay.</p>
<p>(14) <em>Horowitz died in 1989, and his wife, Wanda Toscanini-Horowitz, in 1998. Today, “the Estate of Vladimir Horowitz” is represented by Allan Steckler, who has to approve every new publication. Has there been a clear policy regarding unissued material from their side?</em></p>
<p>BH: Yes, Allan Steckler exercises de facto control over any releases by the Horowitz Estate. Mr. Steckler has never publicly expressed any sort of “policy” for such releases. There are a number of other legal complications which I won’t address; there are others who have jurisdiction (and veto power) over releases, and there also exist special conditions affecting the disbursal of profits yielded by Horowitz recordings sales. Horowitz fans must not forget that Mr. Steckler is financially incentivized to issue as many Horowitz recordings as possible. If I thought Mr. Steckler were the person who actually selected the materials for recent releases (from the Yale collection), I would hold it against him. However, he’s not.</p>
<p>Horowitz fans concur that many of the selections included in the recent “Yale” releases were incomprehensible. Purely on the basis of piece selection (and not sound quality, which I cannot evaluate), the selections were a mere tease. Nobody wanted to hear another Horowitz recording of the Schumann Fantasie or Chopin Barcarolle (both in poor sound) and least of all a collection of Haydn and Beethoven Sonatas. If given a choice, this was the Yale material which Horowitz fans wanted to hear least!</p>
<p>(15) <em>Would it make sense for fans of Horowitz to write to Sony and/or to Allan Steckler, or even to initiate a campaign for release of the unissued recordings?</em></p>
<p>BH: Only an incorrigible optimist would suggest that such a campaign might make a difference. I think the only way the situation will change is if some noble soul conducted an armed robbery of the Sony vault as well as the Yale archive. Who’s with me?! To be serious, under present circumstances, I think that encouraging the release of the 1966-68 material would require intervention at the top level of the Sony Classical bureaucracy.</p>
<p>From what I can tell, Horowitz is more popular in Asia and Europe than in the United States. I don’t think this problem would be solved by fan mobilization.</p>
<p>I should also point out that Sony Classical has been in a state of upheaval lately. They recently switched CEO’s, and rarely seem to dig into their archives. Even if all the support for Horowitz was somehow projected, I don’t know that it would make a difference under present conditions.</p>
<p>(16) <em>Companies now control a major part of our cultural heritage. Obviously, they have thus gained an important cultural function. Do you think they are aware of this responsibility?</em></p>
<p>BH: Ambrose Bierce famously said that corporations are an “ingenious device for obtaining individual profit without individual responsibility.” I’d be hesitant to attribute corporations any sort of collective consciousness. Then again, according to Citizens United v. Federal Election Commission (a 2010 US Supreme Court decision), corporations qualify as persons under the First Amendment (insofar as exercising political views in campaign ads, for example).</p>
<p>(17) <em>Taking into account that companies today fulfill functions traditionally given to archives and museums, would some kind of “cultural preservation law” make sense, obliging film and record companies to preserve, secure (by making copies) and publish material from the great artists (i.e. musical recordings, films etc.)?</em></p>
<p>BH: Though it’s a nice idea in principle, a government regulation mandating the preservation of certain historical recordings would be unfeasible. I don’t see how legislation could account for the selection process (it would be inconceivable to preserve everything). Furthermore, even if such a law were passed, industry lawyers would have a field day; any such mandate would impose a heavy cost burden on recording companies (which are struggling already) on the basis of affecting material that they already “own.” Hence, because it would be unrealistic to expect the companies to pay for these preservations, any such initiative would necessitate heavy government funding, an impossibility considering the current financial state of the US.</p>
<p>(18) <em>Speaking about copyright reform, different proposals have been made. Would a “use it or lose it” clause for companies (NOT private copyright-holders) make sense, requiring them to publish material in a certain timespan, otherwise giving copyright back to the authors or their heirs?</em></p>
<p>BH: I like the timespan idea. Why would a company suddenly decide to issue a recording that’s 50 years old? There should be a means by which recording companies make old recordings (which will never be issued) available to small consumer groups.</p>
<p>(19) <em>Other proposals currently discussed would shorten the length of copyright protection, e.g. ending it with the death of the creator of the work. Do you think that’s a good idea?</em></p>
<p>BH: I answered this partially in question #11; I think that what we’re dealing with in the case of Horowitz mostly isn’t a copyright problem, it’s a money/consumer expression problem. Besides, it would be a violation of basic principle to strip the copyright from the inheritors of an artist’s material. Realistically, I think any such policy would have to centrally focus on encouraging propagation of the content rather than stripping or limiting copyright or ownership.</p>
<h3>Conclusion</h3>
<p>(MS) The unissued recordings of Vladimir Horowitz are just one example of the access barriers which exist in many areas of culture today. If we don&#8217;t want to lose many fascinating works, we should think about new ways of organizing access to cultural works. Clear opposition by the creators themselves is the only reason where non-publication is legitimate. In the long term, copyright as we know it seems outdated &#8211; but we need a new way of production (<a href="http://keimform.de/2011/benefit-driven-production/">peer production</a>, as discussed on this blog) to replace it without hurting creators.</p>
<p>Those who care about unpublished and endangered works, however, can get active today. Fan communities might recognize their power to organize and petition copyright holders. One could also think about a law requiring publication of cultural works by the copyright holders under certain conditions (e.g. when a certain number of votes are cast in an online petition), or about the mentioned &#8220;use it or lose it&#8221;-clause that guarantees access to works if the copyright holders don&#8217;t manage publication. Even today, fan communities are very productive and contribute significantly to culture: fan fiction, fanzines and websites, and the sharing of pirate recordings (that even ten years ago would only have been accessible to a few elect people) over the Internet is commonplace.</p>
<p>Communities and fans already self-publicate works that weren&#8217;t accessible (examples are <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Project_Gutenberg">Project Gutenberg</a> for books and <a href="http://www.parnassusrecords.com/">Parnassus records</a> for classical music). However, copyright often limits these efforts. Probably, many fans would like to help with restoration and publication of Vladimir Horowitz&#8217; recordings, but due to current copyright conditions, the result of their communal work would depend on decisions not under their control and result in profit for others &#8211; factors that deter community engagement. We should therefore think about how we can enlarge the possibilities of communities to become directly involved in preservation, access to and publication of cultural works, by limiting copyright and granting access to those who take responsibility. Building on this, a new approach to sharing works and taking responsibility for them is possible, and a community-based culture can be created.</p>
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		<title>Jetzt gegen ACTA</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 09:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach SOPA/PIPA steht nun auf europäischer Ebene ACTA vor der Tür, das die Freiheit im Internet bedroht. Es kommt als »harmloses« Handelsabkommen daher, will aber neue »Standards gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen« etalieren. Das kennen wir schon. »Die EU« ist gestern dem Vertrag beigetreten. Was immer das heißt, der Ratifizierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Erst müssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/acta-droht.gif"><img class="right" title="ACTA droht" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/acta-droht-209x300.gif" alt="" width="209" height="300" align="right" /></a>Nach <a href="http://keimform.de/2012/internet-blackout-tag-18-januar-2012/">SOPA/PIPA</a> steht nun auf europäischer Ebene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement">ACTA</a> vor der Tür, das die Freiheit im Internet bedroht. Es kommt als »harmloses« Handelsabkommen daher, will aber neue »Standards gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen« etalieren. Das kennen wir schon.</p>
<p>»Die EU« ist gestern dem Vertrag beigetreten. Was immer das heißt, der Ratifizierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Erst müssen noch das EU-Parlament und der Bundestag für D-Land zustimmen. Kampagnen gegen die Ratifizierung sind angelaufen: <a href="http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet/?cl=1535607868&amp;amp;v=12216">AVAAZ</a>, <a href="http://digitalegesellschaft.de/2011/11/mitmachen-stoppt-acta/">Digitale Gesellschaft</a>.</p>
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		<title>GPL-Anteil schwindet &#8212; gut oder schlecht?</title>
		<link>http://keimform.de/2012/gpl-anteil-schwindet-gut-oder-schlecht/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 12:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit sinkt der Anteil der GNU General Public License (und verwandte) an Projekten Freier Software. Wie ist dieser Trend zu bewerten? Noch vor einiger Zeit hätte ich spontan gesagt, dass es schlecht ist, wenn Copyleft-Lizenzen an Boden verlieren. Das Copyleft-Prinzip erzwingt, dass veränderte Programme die Lizenz beibehalten müssen, sofern sie veröffentlicht werden. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="right" title="gnu" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/gnu.png" alt="" width="220" height="220" align="right" />Seit einiger Zeit <a href="http://www.heise.de/open/meldung/Lizenzen-Beliebtheit-der-GPL-nimmt-ab-1397789.html">sinkt der Anteil</a> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_General_Public_License">GNU General Public License</a> (und verwandte) an Projekten Freier Software. Wie ist dieser Trend zu bewerten?</p>
<p>Noch vor einiger Zeit hätte ich spontan gesagt, dass es schlecht ist, wenn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Copyleft">Copyleft</a>-Lizenzen an Boden verlieren. Das Copyleft-Prinzip erzwingt, dass veränderte Programme die Lizenz beibehalten müssen, sofern sie veröffentlicht werden. Der »Freiheitsvirus« pflanzt sich fort. Doch worauf basiert diese »Freiheit«?</p>
<p>Copyleft-Lizenzen basieren auf dem Urheberrecht (Copyright). Nach dem Urheberrecht kann der/die Urheber_in andere rechtlich von der Nutzung ausschließen. Dieses Ausschlussrecht wird nun vom Copyleft ins Gegenteil verkehrt, indem die rechtliche Verfügungsmöglichkeit genutzt wird, festzulegen, dass niemand ausgeschlossen werden soll und dieser Niemandsausschluss = Alleeinschluss auch erhalten bleibt. Der Sinn des Copyright, der Ausschluss anderer, wird konterkariert, das Copyright als Ausschlußlogik wird jedoch gestärkt. Das konterkariert möglicherweise die Freiheits-Intention des Coypleft. Ein Dilemma.</p>
<p>Wir sind die Ausschlusslogik derartig gewohnt, dass wir uns eine Situation komplett ohne eine solche Regelung kaum vorstellen können. Es gibt sie aber, und zwar in »weniger entwickelten« Regionen der Welt. Vielleicht solche man besser sagen: Es gibt sie in noch nicht völlig nach der Ausschlusslogik zugerichteten Regionen. Zwar mag es formal Copyrightgesetze geben, aber praktisch im Alltagsleben werden sie oft nicht beachtet. Ein Beispiel ist (oder war?) Indien. So kommen die Copyleft-Lizenzen (inkl. der CC-Lizenzen für Nichtsoftware) mit bester moralischer Aufladung versehen in die Region und sorgen faktisch für eine Etablierung des Copyright in den alltäglichen Handlungen, wo es bisher keine große Rolle gespielt hat. Eine weitere imperialistische »Beglückung« der Welt mit den »Freiheitsidealen« des Westens?</p>
<p>Nun gibt es nicht nur Copyleft-Lizenzen, die auf dem Copyright aufsetzen, sondern auch Nicht-Copyleft-Lizenzen, die eigentlich kein Copyright brauchen. Etwa die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BSD-Lizenz">BSD-Lizenztypen</a> oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit">Gemeinfreiheit</a> (z.b. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons#CC_Zero">CC-Zero</a>). Zwar darf bei den BSD-Lizenzen eine Copyright-Notiz, sofern sie existiert, nicht verändert werden, diese Notiz hat jedoch nur Attributionscharakter, soll also dafür sorgen, dass der/die Urheber_in genannt wird. Im Fall der Gemeinfreiheit muss selbst das nicht erfolgen. Nur kann diese nicht so einfach »deklariert« werden (in Europa).</p>
<p>BSD-Lizenz und vor allem Gemeinfreiheit sind demnach »freier« als Coypleft-Lizenzen. Sie funktionieren auch dann, wenn es kein Coypright gäbe. Denn die <a href="http://www.streifzuege.org/2006/make-copyright-history">Abschaffung des Copyright</a> muss das Ziel sein (nicht das einzige). Gleichzeitig bedeutet keine oder nur eine BSD-Lizenz eine Einladung zur Re-Proprietarisierung, also zur Privatisierung &#8212; so das Argument gegen die Schutzlosigkeit. Wirklich?</p>
<p>Es geht hier um nicht-stoffliche Güter, die sich leicht vervielfachen lassen. Ihr größter Schutz ist nicht eine bestimmte Rechtsform, sondern ihre massenhafte Verbreitung. Ein massenhaft verbreitetes Gut ist <a href="http://keimform.de/2011/knappheit-ist-kuenstlicher-mangel/">nicht knapp</a> und unterläuft damit die unbedingte Vorausetzung für die Warenform. Selbst wenn ein Verwerter sich das Gut aneignet und gegen einen Preis anbietet und es auch noch loswird: Auch das ist ein weiterer Schritt der Verbreitung.</p>
<p>Bei Software sieht die Sache etwas diffiziler aus, denn Freie Software kann schwer nachweisbar in proprietäre Software eingebaut werden. Doch das gilt für jegliche Freie Software. Der Unterschied besteht hier darin, dass im Falle von Copyleft der staatliche Rechtsapparat in Anspruch genommen werden kann, um gegen solche Praktiken vorzugehen. Solche Fälle hat es auch schon gegeben, und das ist gut so. Doch die Reproprietarisierung wird man damit nicht stoppen. Stattdessen würde eine »legale« Reproprietarisierung es auch den Konkurrenten ermöglichen, die entsprechende Freie Software zu nutzen, weil die Hürden viel niedriger sind.</p>
<p>Zusammenfassend: Das Problem der privaten Aneignung und Ausnutzung ist nicht rechtlich lösbar. Proprietarisierung und Ausweitung der Freiheit, also Privatisierung und Ausweitung der Commons sind stets gleichzeitige Prozesse im Kapitalismus. Es ist seine <a href="http://keimform.de/2011/commons-als-grundlage-einer-neuen-produktionsweise/">Existenzvoraussetzung</a>. Heute gibt es jedoch die Chance &#8212; und der Prozess läuft &#8212; durch radikale Ausweitung von Offenheit und Freiheit die Privatisierungstendenzen <a href="http://keimform.de/2008/auskooperieren/">auszukooperieren</a>. Allerdings gilt das nur für nicht-stoffliche Güter, aber um die geht es hier.</p>
<p>Wenn also der GPL-Anteil schwindet, so ist dies zumindest nicht schlecht. Wichtiger ist, dass immer mehr Freie Software geschaffen wird, die zunehmend proprietäre Software ablöst.</p>
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		<title>Be prepared: Defend our freedom to share</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 18:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Why SOPA and PIPA is just the first step. Great talk of Clay Shirky.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Why <a href="http://keimform.de/2012/internet-blackout-tag-18-januar-2012/">SOPA and PIPA</a> is just the first step. Great talk of Clay Shirky.</p>
<p><object width="549" height="374" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2012S/Blank/ClayShirky_2012S-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ClayShirky_2012S-embed.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=1329&amp;lang=en&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=defend_our_freedom_to_share_or_why_sopa_is_a_bad_idea;year=2012;theme=media_that_matters;theme=master_storytellers;event=TEDSalon+NY2012;tag=Business;tag=Technology;tag=creativity;tag=media;tag=politics;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="pluginspace" value="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="549" height="374" type="application/x-shockwave-flash" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" wmode="transparent" bgColor="#ffffff" flashvars="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2012S/Blank/ClayShirky_2012S-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ClayShirky_2012S-embed.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=1329&amp;lang=en&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=defend_our_freedom_to_share_or_why_sopa_is_a_bad_idea;year=2012;theme=media_that_matters;theme=master_storytellers;event=TEDSalon+NY2012;tag=Business;tag=Technology;tag=creativity;tag=media;tag=politics;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
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		<title>Internet-Blackout-Tag 18. Januar 2012</title>
		<link>http://keimform.de/2012/internet-blackout-tag-18-januar-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 09:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feindbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[aktion]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
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		<category><![CDATA[technik]]></category>

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		<description><![CDATA[[Wichtige Updates am Ende!] Übermorgen am 18. Januar 2012 wird keimform.de nicht im normalen Modus erreichbar sein. Stattdessen werdet ihr nur eine Protestseite gegen SOPA, das Internet-Zensur-Gesetz, sehen. Wir schließen uns damit den weltweiten Protesten gegen SOPA an. SOPA ist ein erneuter Vorstoß der Urheberrechts-Extremisten in den USA, um gegen die sog. Online-Piraterie vorzugehen. SOPA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="Stop SOPA" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/stop-sopa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" align="right" /></p>
<p>[Wichtige Updates am Ende!]</p>
<p>Übermorgen am 18. Januar 2012 wird keimform.de nicht im normalen Modus erreichbar sein. Stattdessen werdet ihr nur eine Protestseite gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act">SOPA</a>, das Internet-Zensur-Gesetz, sehen. Wir schließen uns damit den <a href="http://sopastrike.com/">weltweiten Protesten gegen SOPA</a> an.</p>
<p>SOPA ist ein erneuter Vorstoß der Urheberrechts-Extremisten in den USA, um gegen die sog. Online-Piraterie vorzugehen. SOPA würde es einem Antragsteller ermöglichen, Maßnahmen gegen »Copyrightverletzer« zu unternehmen: Unterbindung von Geldflüssen, Beschlagnahmung von Domains, DNS-Sperren. Hinter dem Gesetz stecken v.a. Musik-, Film- und Medienkonzerne und die Pharmaindustrie.</p>
<p>Die <a href="http://breitband.dradio.de/sopa/">D-Radio Sendung »Breitband«</a> hat den Medienrechtler Thomas Hoeren dazu befragt (<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1410_b9e6e7a1.mp3">MP3</a>):</p>
<p>	<audio id="wp_mep_3"      controls="controls" preload="none"  >
		
		<source src="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1410_b9e6e7a1.mp3" type="audio/mp3" />
		
		
		
		
		
		<object width="400" height="30" type="application/x-shockwave-flash" data="http://keimform.de/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf">
			<param name="movie" value="http://keimform.de/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf" />
			<param name="flashvars" value="controls=true&amp;file=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1410_b9e6e7a1.mp3" />			
		</object>		
	</audio>
<script type="text/javascript">
jQuery(document).ready(function($) {
	$('#wp_mep_3').mediaelementplayer({
		m:1
		
		,features: ['playpause','current','progress','duration','volume','tracks','fullscreen']
		,audioWidth:400,audioHeight:30
	});
});
</script>
<br />
und über die angelaufenen Proteste berichtet (<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1420_29e88a21.mp3">MP3</a>):</p>
<p>	<audio id="wp_mep_4"      controls="controls" preload="none"  >
		
		<source src="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1420_29e88a21.mp3" type="audio/mp3" />
		
		
		
		
		
		<object width="400" height="30" type="application/x-shockwave-flash" data="http://keimform.de/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf">
			<param name="movie" value="http://keimform.de/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf" />
			<param name="flashvars" value="controls=true&amp;file=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1420_29e88a21.mp3" />			
		</object>		
	</audio>
<script type="text/javascript">
jQuery(document).ready(function($) {
	$('#wp_mep_4').mediaelementplayer({
		m:1
		
		,features: ['playpause','current','progress','duration','volume','tracks','fullscreen']
		,audioWidth:400,audioHeight:30
	});
});
</script>
<br />
Interessant finde ich, dass sich vor allem die Gamer-Szene von dem Gesetz angepisst fühlt. Auf YouTube findet dutzende Aufrufe und Stellungnahmen. Ein Beispiel habe ich ausgewählt:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="549" height="339" src="http://www.youtube.com/embed/ABzHhuv1IE4" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>Inzwischen hat sich auch Obama-Administration zu den Protesten <a href="http://www.whitehouse.gov/blog/2012/01/14/obama-administration-responds-we-people-petitions-sopa-and-online-piracy">geäußert</a>. In üblicher windelweicher Manier will man einerseits weiter gegen die sog. Online-Piraterie vorgehen, andererseits aber nicht die Internet-Freiheit beschädigen. Wichtig: SOPA wird &#8212; in dieser Form &#8212; zurückgewiesen! Insbesondere Eingriffe in die technische Internetarchitektur (DNS) werden abgelehnt. Protest hilft, ist aber weiter notwendig &#8212; wer weiss, auf welche »Kompromisse« am Ende abgezielt wird.</p>
<p>Also: Am 18.1.2012 ist hier duster.</p>
<p>[Update 16.1., 16:56]</p>
<p>Aufgrund der Proteste wurde SOPA <em>zunächst</em> von Eric Cantor, Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, zurückgezogen! Allerdings wird ein paralleles Gesetz (PIPA) weiterhin im US-Senat vorangetrieben. Vor Euphorie warnt <a href="http://boingboing.net/2012/01/16/sopa-is-dead-its-evil-senate.html">BoingBoing</a>, nach SOPA gelte: »Let&#8217;s kill PIPA«.</p>
<p>[Update 17.1., 12:02]</p>
<p>Es bleibt beim Blackout-Tag am morgigen 18.1.2012. In den Fokus rückt jetzt das Schwestergesetz PIPA. Und in Europa <a href="http://digitalegesellschaft.de/2011/11/mitmachen-stoppt-acta/">ACTA</a>.</p>
<p>[Update 20.1., 12:36]</p>
<p>Ein Review zum SOPA-Backout-Tag bei <a href="http://netzpolitik.org/2012/review-der-sopa-blackout-day/">netzpolitik.org</a>.</p>
]]></content:encoded>
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<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1410_b9e6e7a1.mp3" length="5636608" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/14/drk_20120114_1420_29e88a21.mp3" length="2115072" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Rezension »Was mehr wird, wenn wir teilen«</title>
		<link>http://keimform.de/2012/rezension-was-mehr-wird-wenn-wir-teilen/</link>
		<comments>http://keimform.de/2012/rezension-was-mehr-wird-wenn-wir-teilen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 06:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentumsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[das-argument]]></category>
		<category><![CDATA[elinor ostrom]]></category>
		<category><![CDATA[hardin]]></category>
		<category><![CDATA[markt]]></category>
		<category><![CDATA[marxismus]]></category>
		<category><![CDATA[ressourcen]]></category>
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		<category><![CDATA[selbstverwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[silke helfrich]]></category>
		<category><![CDATA[staat]]></category>
		<category><![CDATA[tragik der allmende]]></category>

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		<description><![CDATA[(Rezension erschienen in: »Das Argument«, Nr. 295/2011) Ostrom, Elinor, Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter, hgg. von Silke Helfrich, oekom, München 2011 (126 S., geb., 14,95 €) Verf. wurde schlagartig bekannt, als ihre Forschungen zu Gemeingütern 2009 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurden. Sie holte damit ein Thema ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/argument295.jpg"><img class="left" style="margin-right: 8px; border: 1px solid black;" title="Das Argument 295" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/argument295-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" align="left" /></a>(Rezension erschienen in: <a href="http://inkrit.org/argument/index.htm">»Das Argument«</a>, Nr. 295/2011)</p>
<p><em>Ostrom, Elinor, Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter, hgg. von Silke Helfrich, oekom, München 2011 (126 S., geb., 14,95 €)</em></p>
<p>Verf. wurde schlagartig bekannt, als ihre Forschungen zu Gemeingütern 2009 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurden. Sie holte damit ein Thema ins Rampenlicht, das lange Zeit im diskursiven Abseits stand, nachdem der Ökologe Garrett Hardin 1968 mittels eines Denkspiels eine unabwendbare ›Tragik der Allmende‹ behauptet hatte: Eine zugangsoffene Weide werde zwangsläufig übernutzt, weil die einzelnen Viehhirten ihren eigenen Nutzen zu maximieren suchen. Nur ein privates oder staatliches Eigentumsregime, das den Zugang zur Weide reguliert, könne dies verhindern. Dieses Denken hatte und hat enormen Einfluss auf die (neo-)liberale Theoriebildung in den Wirtschaftswissenschaften. Nachdem der Staat als Regulator desavouiert war, blieb das private Eigentumsregime als universelles Regulationsmittel von Allokationsproblemen übrig: aus dem Dualismus ›Privat‹ oder ›Staat‹ wurde das Dogma ›Privat vor Staat‹. &#8211; Wie können Dualismen und Dogmen geknackt werden? Indem man ihnen widersprechende Praxen empirisch erforscht. Das hat Verf. getan. In Hunderten von Feldstudien hat sie untersucht: Scheitern Gemeingüter in der Praxis tatsächlich? Und wenn ja, warum, und wenn nein, warum nicht? Im vorliegenden Buch beschreibt sie anschaulich ihre wesentlichen Erkenntnisse.</p>
<p>Die wichtigste: Gemeingüter sind kein Niemandsland, sie sind nicht die Ressourcen selbst, sondern umfassen stets die Ressourcen und die Menschen, die sie herstellen und erhalten. Insbesondere das deutsche Wort legt jedoch nahe, dass es bloß um Dinge, eben Güter, gehe. Diese Fehldeutung unterlief auch Hardin, der die Weide als Niemandsland dachte. Für Allmendeweiden, Wasserressourcen usw. existieren jedoch Regeln, die die Menschen vereinbaren, um die Ressourcen zu nutzen und gleichzeitig zu bewahren. Teilweise sind diese Nutzungsformen sehr erfolgreich und bestehen schon seit Jahrhunderten. Immer wieder werden sie aber auch zu Grunde gerichtet, oft weil die Privatisierung aus ihnen plünderbare Ressourcen macht oder staatlich erlassene Verwaltungsregeln vor Ort nicht funktionieren. Daraus folgt die zweite zentrale Erkenntnis: Können die Menschen die Nutzungsregeln selbst bestimmen, dann sind diese meist sehr gut an die spezifischen lokalen Bedingungen angepasst. Sie spiegeln die Bedürfnisse der Beteiligten wider, zu denen gehört, die Ressourcen langfristig zu erhalten, weil sie Teil ihrer Lebensgrundlage sind. Die Regeln entsprechen dabei weder der Logik des Marktes noch der des Staates.</p>
<p>Ostroms Ziel ist die Entwicklung einer »allgemeingültigen Theorie der Selbstorganisation und Selbstverwaltung« (45). Bausteine dazu sind die Konzepte der »komplexen adaptiven« (38) und der »polyzentrischen« (39) Systeme. Anlehnungen an die Systemtheorie sind unübersehbar. Komplex-adaptiv sind Systeme von Akteuren, die in der Lage sind, die Regeln permanent den sich ändernden Bedingungen anzupassen. Das Attribut polyzentrisch beschreibt die Strukturierung von Systemen, die auf verschiedenen Ebenen mehrere Zentren ausbilden. Fehlertoleranz und institutionelle Redundanz sind weitere Merkmale, mit denen Verf. begründet, warum Gemeingüter erfolgreich sind. Die Erfahrungen aus den Feldstudien verallgemeinert sie in acht knapp kommentierten »Gestaltungsprinzipien für Gemeingüter« (85).</p>
<p>Das Buch besteht im Kern aus zwei Aufsätzen Ostroms, die von Helfrich übersetzt, bearbeitet und herausgegeben wurden. Sie steuert zudem ausführliche erklärende Textteile bei (Vorwort, Einführung und Glossar), die fast die Hälfte der Buchumfangs ausmachen, so dass eine Mitautorinnenschaft eigentlich angemessen gewesen wäre. Verf. reißt die Themen oft nur an, viele Fragen bleiben offen. So ist von Selbstorganisation und Selbstverwaltung die Rede, ohne den Unterschied zu erklären. Ferner geht es ausschließlich um rivale (Verbrauchs-)Ressourcen, nicht-rivale Ressourcen kommen nicht vor. Eine allgemeine Theorie der Selbstorganisation müsste jedoch auch die besonderen sozialen Formen, die sich rund um Wissens- und Kulturgüter bilden, einbeziehen.</p>
<p>Verf. interessieren die konkreten Verhältnisse vor Ort. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einschließlich der dominanten kapitalistischen Imperative nimmt sie als gegeben hin. Ihre Arbeiten enthalten implizite Kritik an der kapitalistischen Verwertungslogik, die ausgeführt werden müsste. Verf. stellt zwar fest, dass die Gemeingüter-Logik »jenseits von Markt und Staat« (82) liegt, doch hat diese Einsicht keine (theoretischen) Konsequenzen. So ist das Buch eine Einladung an marxistisch inspirierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, den Gemeingüter-Ansatz für die Analyse und Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise fruchtbar zu machen.</p>
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		<title>Facebook und die Einhegung der sozialen Beziehungen</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 12:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benni Bärmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Software]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bewegung der Einhegung der Allmenden begleitet den Kapitalismus seit seinen allerersten Tagen. Immer neue Bereiche werden der Logik der Verwertung unterworfen. Menschen wurden und werden der Möglichkeiten der Subsistenz beraubt und gezwungen Geld zu verdienen um ihre Bedürfnisse (mehr oder weniger) auf dem Markt zu befriedigen. Wie Rosa Luxemburg entdeckt hat, findet diese Einhegung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bewegung der Einhegung der Allmenden begleitet den Kapitalismus seit seinen allerersten Tagen. Immer neue Bereiche werden der Logik der Verwertung unterworfen. Menschen wurden und werden der Möglichkeiten der Subsistenz beraubt und gezwungen Geld zu verdienen um ihre Bedürfnisse (mehr oder weniger) auf dem Markt zu befriedigen. Wie Rosa Luxemburg entdeckt hat, findet diese Einhegung nicht nur einmal zum Beginn kapitalistischer Produktion statt (wie Marx noch nahelegte), sondern um immer weitere Bereiche seinen Gesetzen unterwerfen zu können, muss er immer neue Felder einhegen. Sie dachte damals, jedoch fälschlicherweise die Kolonien seien das letzte Feld, dass eingehegt werden könnte, weswegen der Kapitalismus verdammt sei.</p>
<p>Die zunehmende Informationalisierung der Produktion war in den letzten Jahrzehnten dabei ein heiß umkämpftes Feld. Zum einen gab und gibt es ein Problem, weil als Bedingung der Verwertung immer Knappheit benötigt wird. Ohne Zaun um die Weide keine Einhegung, keine Knappheit und keine Verwertung. Information ist aber auch im Kapitalismus traditionell nur bedingt knapp. Die unendlichen Möglichkeiten der planetaren digitalen Kopie (genannt &#8220;Das Internet&#8221;) waren es schließlich, die alte Strategien der Erzeugung von Knappheit immer schwieriger gemacht haben. Musik- und Filmindustrie sind seit dem in eine unendliche Jammerschleife verfallen um die Politik dazu zu bringen immer schärfere Repressionsmaßnahmen zu veranlassen.</p>
<p>In der Vergangenheit gab es im wesentlichen drei Strategien um trotzdem noch eine Verwertbarkeit der informationellen Produktion zu ermöglichen. Ikonenhaft könnte man sie mit den vier Konzernen IBM, Microsoft, Apple und dem alten Google illustrieren. Die Strategie IBM besteht dabei darin, Informationsproduktion nur zu verwenden um etwas anderes zu verkaufen, früher Hardware, heute hauptsächlich Service. Die Strategie Microsoft besteht darin die bestehenden Möglichkeiten von restriktiven Lizensierungen und Monopolbildung auszureizen, um die eigenen Informationsprodukte unentbehrlich zu machen. Die Strategie Apple schließlich besteht darin, nicht wirklich Informationsprodukte zu verkaufen, sondern einen Lifestyle. Google schließlich verwendet seine Informationsprodukte dazu um den Zugang zu anderer Leute Informationsprodukte zu ermöglichen und dabei einen kleinen Aufmerksamkeitswegezoll in Form von Werbung zu erheben. Wenn die Datenbank nur groß genug ist, dann sind die Krümelchen, die da abfallen in der Summe eben auch ein Berg. Das hat sich in den 0er Jahren bis noch vor kurzem vor allem in dem Spruch &#8220;Was gut fürs Internet ist, ist gut für Google&#8221; manifestiert (tatsächlich ändert Google aber möglicherweise gerade seine Strategie, wohin ist noch unklar und soll hier nicht Thema sein).</p>
<p>Für die Einhegungsbewegung hatten all diese Strategien unterschiedliche Bedeutungen. IBM fördert die Produktion von Code in den Commons (also Freie Software) massiv, weil dank ihrer Strategie sie dennoch in den bereits stärker eingehegten Bereichen von Hardware und Service so zusätzlich verdienen können. Microsoft bekämpft die Produktion von Code in den Commons fast überall, weil sie in direkter Konkurrenz dazu agieren. Apple benutzt Code aus den Commons so weit das möglich ist um die eigene Strategie zu ermöglichen, hat aber im Gegensatz zu IBM ein parasitäres Verhältnis dazu. Das alte Google schließlich war ein großer Förderer der Commons, weil die Commons &#8220;gut für das Internet&#8221; sind.</p>
<p>Mit der zunehmenden Beliebtheit von sozialen Netzwerken hat sich nun eine neue Strategie etabliert, Verwertung zu ermöglichen. Facebook war nicht die erste Firma, die sich darin versucht hat, aber sie ist auf dem besten Weg zum Monopolisten und deshalb soll sie unser Namensgeber für diese Strategie sein.</p>
<p>Die Strategie Facebook basiert darauf nicht Informationen einzuhegen, sondern etwas noch flüchtigeres, nämlich den informationellen Ausdruck sozialer Beziehungen, in einem gewissen Sinn also die sozialen Beziehungen selbst. Sprich: das vollkommen alltägliche Gespräch, den Klatsch auf dem Büroflur. Nun sind soziale Beziehungen etwas sehr kompliziertes und deshalb sehr schwer zu handhaben für Verwerter. Das erste was die Strategie Facebook machen muss, ist also einen großen Zaun um einen Garten ziehen, in dem sie definiert, was erlaubte soziale Beziehungen sind und was nicht. Wenn dieser sogenannte &#8220;walled garden&#8221; errichtet ist, dann gilt es sich irgendwelche Tricks einfallen zu lassen, die Menschen in diesen Garten zu locken um dort ihren Klatsch und ihre Albernheiten abzusondern und nicht mehr auf anderen Seiten oder gar &#8220;in real life&#8221;. Dies alles ist Facebook offensichtlich besser gelungen als anderen, so dass wir jetzt in der Situation sind, dass man um einen Facebook-Account schon kaum noch drum rum kommt. Selbst ein Freund von mir, der ein wirklich hartnäckiger &#8220;late adopter&#8221; sein kann und sich erst vor kurzem überhaupt ein Handy angeschafft hat, hat jetzt auch schon einen Account bei Facebook. Nun ja, ihr kennt das, es wird wohl kaum jemanden hier geben, der sich nicht schon dutzende Male &#8220;bist Du eigentlich auch bei Facebook?&#8221; anhören musste. Jede dieser Fragen ist ein kleiner Stein in der Mauer um den Garten der sozialen Beziehungen, oder wie es gerne <a href="https://netzpolitik.org/2011/das-neue-facebook-nix-wie-raus-hier/" class="broken_link">zusammen gefasst</a> wird: Du bist nicht der Kunde, sondern das Produkt.</p>
<p>Einerseits.</p>
<p>Andererseits gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen der Verwertung von Informationsproduktion  in den Strategien IBM, Microsoft, Apple, Google und der Verwertung von sozialen Beziehungen in der Strategie Facebook. Die alten Strategien haben auf jeweils ihre Weise das Problem der Kopie gelöst. Sie haben Knappheit erzeugt oder Überfluss in einem Bereich zur Erzeugung von Knappheit in anderen Bereichen genutzt um so den Reichtum der Kopie verwertbar zu machen. Das hat auch da schon nur teilweise geklappt, wie der Erfolg von Freier Software, Wikipedia und den vielen anderen Beispielen von gelingender commons based peer production gezeigt hat.</p>
<p>Soziale Beziehungen aber sind nicht kopierbar.</p>
<p>Das macht es der Strategie Facebook auf eine Art leichter. Sie brauchen nicht wirklich Angst vor Kopien haben. Selbst wenn heute jemand die komplette Datenbank und den kompletten Code von Facebook klauen würde, wäre das zwar sicher ein harter Schlag für die Firma, aber kein grundsätzlich strategisches Problem. Facebook wäre immer noch Facebook und die Kopie wäre immer noch die Kopie und nicht identisch mit Facebook. Niemand oder fast niemand würde dann plötzlich seine Freunde fragen &#8220;He, bist Du eigentlich schon bei der Facebook-Kopie?&#8221;.</p>
<p>Aber soziale Beziehungen haben ein ganz anderes Problem für die Verwerter: Sie sind unberechenbar.</p>
<p>Die gesamte Geschichte des Kapitalismus wird von dem Versuch begleitet, soziale Beziehungen berechenbar zu machen. Von den ersten Armen- und Arbeitshäusern bis zu Hartz4, immer geht es darum, Menschen in die Arbeit zu zwingen, ihren Reichtum an sozialen Beziehungen kontrollierbar zu machen, Disziplin zu erzeugen. Mal mehr mal weniger subtil. Auch die Strategie Facebook steht in dieser Tradition. Aus Empfehlungen werden Likes und aus Gerüchten Shares, auf Fotos werden Menschen maschinell erkannt, damit die Datenbank sie versteht, usw. ihr kennt das.</p>
<p>Andererseits.</p>
<p>Würde Facebook ihren Garten komplett von allem unberechenbaren reinigen, würde es die eigene Strategie torpedieren, eben weil soziale Beziehungen auf einmal nicht mehr nur lästige Störung beim Versuch der Verwertung sind, sondern weil der Stoff der Verwertung selbst betroffen ist. Niemand kauft Autos, wenn sie mit festgeschweißter Handbremse verkauft werden.</p>
<p>Oberflächlicher Ausdruck dieses Problems ist die Verwendung der sozialen Netzwerke bei den Revolutionen, Rebellionen und Aufständen des vergangenen Jahres oder die neue Kulturtechnik des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet-Ph%C3%A4nomen">Internet-Mems</a>. Meiner Meinung nach ist das aber erst der Anfang. Ich halte es für durchaus möglich, dass wir gerade Zeuge der letzten Einhegung sind, und Facebook sich bald in der Rolle des Zauberlehrlings finden wird, der die Geister nicht mehr los wird, die er rief. Ebenso kann es natürlich sein, dass ich mich in der Rolle von Rosa Luxemburg wiederfinde (ich hoffe jedoch, dass mir wenigstens das Erschießen erspart bleibt).</p>
<p>Wie immer ist die Geschichte offen und es hängt von uns ab, was wir draus machen. Nur sollte uns die obige Analyse zeigen, was ein wichtiges (vielleicht das wichtigste?) Feld für Aktivismus der Commoner sein sollte. Baut <a href="http://freedomboxfoundation.org/">Freedom Boxes</a>, baut eigene Gärten ohne Mauern (Die beiden zur Zeit populärsten Beispiele sind <a href="http://diasporaproject.org/">Diaspora</a> und<a href="http://status.net/"> status.net</a>), benutzt aber auch Facebook und Twitter für die Organisation des Aufstands.</p>
<p>2012 könnte das Jahr sein, in dem sich die Zukunft unserer sozialen Beziehungen entscheidet. <a href="http://the-gay-bar.com/2010/11/03/mogest-du-in-interessanten-zeiten-leben/">Möget ihr in interessanten Zeiten leben</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>COM&#8217;ON: Gemeinschaftsbegriff</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 06:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Praxis-Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[commons based queer production]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der COM&#8217;ON-Tagung am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Der Gemeinschaftsbegriff wird oft als reaktionär kritisiert. Geht´s auch anders?« (Moderation: Friederike Habermann, Protokoll: Andrea Vetter): Input Friederike Habermann: Es gibt eine problematische Tradition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://keimform.de/wp-content/uploads/2011/11/commons-based-queer-production.jpg"><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="commons-based queer production" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2011/11/commons-based-queer-production-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" align="right" /></a>Bei der <a href="http://keimform.de/2011/com-on/">COM&#8217;ON-Tagung</a> am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Der Gemeinschaftsbegriff wird oft als reaktionär kritisiert. Geht´s auch anders?« (Moderation: Friederike Habermann, Protokoll: Andrea Vetter):</p>
<p><strong>Input Friederike Habermann:</strong></p>
<ul>
<li>Es gibt eine problematische Tradition des „Gemeinschafts“-Begiffs: völkisch etc</li>
<li>Eine Pluralität der Beteiligten (Klasse, Herkunft, etc) ist trotz gegensätzlichem Anspruch oft nicht die Realität in bestehenden Projekten</li>
</ul>
<ul>
<li>Solidaritätsbegriff ist häufig nicht bedingungslos, sondern auf Mitglieder einer „Gemeinschaft“ (persönlich, oder im Sinne einer Identitätskategorie) beschränkt</li>
<li>wie geht statt &#8220;common being&#8221; (eine essentielle Gemeinsamkeit, die auf einem gemeinsamen Sein beruht, das bekannt und vorausgesetzt ist) ein &#8220;being in common&#8221; (J.K. Gibson-Graham), was das Werden neuer und ungedachter Möglichkeiten des Seins erlaubt</li>
<li>Strukturelle Gemeinschaftlichkeit als Gegenpol zu Konkurrenz: ohne Gemeinschaftsdruck und ohne Ausschluss</li>
<li>Stichwort &#8220;commons based <em>queer</em> production&#8221;: die Frage der Reproduktionsarbeit als Problem der Geschlechtergerechtigkeit kann durch das Prinzip &#8220;Beitragen statt Tauschen&#8221; der commons-basierten Peer-Produktion gelöst werden.</li>
</ul>
<p><strong>Diskussionspunkte im World-Café:</strong></p>
<p><strong>1. Ausgehen von eigenen Erfahrungen/konkreten Projekten:</strong></p>
<ul>
<li>Landprojekte</li>
<li>Ferienkommunismus/Camp</li>
<li>Garten-Coop</li>
<li>Offener Platz: Kiefernhain</li>
</ul>
<p><strong>2. Arten von Gemeinschaft</strong></p>
<ul>
<li>Ist enge Reziprozität gekoppelt an enge soziale Beziehungen?</li>
<li>Welche Rolle spielt eine gemeinsame Identität (als Blutsverwandtschaft, als Seelenverwandtschaft, als Linux-User etc)?</li>
<li>Gemeinschaft-Sein als Voraussetzung vs. Gemeinschaft-Werden als Möglichkeit/als Prozess gemeinsamen Tuns</li>
</ul>
<p><strong>3. Anforderungen an Projekte freier Kooperation:</strong></p>
<ul>
<li>Offenheit für verschiedene Menschen</li>
<li>Offenheit für Unterschiede, für entstehende Konflikte</li>
<li>Offenheit für den Unterschied zwischen dem, was IST und dem, was sein SOLL → Reibungsfläche/Konflikte als Ressource</li>
<li>Möglichkeit, ohne &#8220;Kosten&#8221; die Gemeinschaft zu wechseln → Ermöglichung von Vielfalt</li>
</ul>
<p><strong>4. Strukturelle Gemeinschaftlichkeit auf gesellschaftlicher Ebene</strong></p>
<ul>
<li>Was kann das bedeuten?</li>
<li>Unterscheidung zwischen „wir“ und den „anderen“ führt zu Identitätsbildung</li>
<li>Bildet sich automatisch „Gemeinschaft“, wenn man sich gemeinsam um etwas kümmert?</li>
</ul>
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		<title>»Open Source Ecology« gründet deutsches Projekt</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 06:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das US-basierte ambitionierte Projekt Open Source Ecology (OSE), über das wir mehrfach berichteten, will nun auch in Deutschland Wurzeln schlagen. Nachfolgend dokumentieren wir den Aufruf zum Aufbau der OSE Community in Deutschland Es findet ein Paradigmenwechsel statt, und neue praktische Lösungen werden gebraucht. In diesem Jahr möchten wir mit der Open Source Ecology (OSE) Community [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://oseeurope.org/"><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="OSE Europe" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/ose-europe.png" alt="" width="114" height="203" align="right" /></a>Das US-basierte ambitionierte Projekt <a href="http://opensourceecology.org/">Open Source Ecology (OSE)</a>, über das wir mehrfach <a href="http://keimform.de/tag/open-source-ecology/">berichteten</a>, will nun auch in Deutschland Wurzeln schlagen. Nachfolgend dokumentieren wir den <a href="http://oseeurope.org/2012/01/aufbau-der-ose-community-in-deutschland/">Aufruf</a> zum</p>
<h3>Aufbau der OSE Community in Deutschland</h3>
<p>Es findet ein Paradigmenwechsel statt, und neue praktische Lösungen werden gebraucht. In diesem Jahr möchten wir mit der <a href="http://opensourceecology.org/">Open Source Ecology</a> (OSE) Community in Deutschland starten und suchen dafür nach einem engagierten Team.</p>
<p>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Projektes teilen offen und kostenlos wirtschaftlich bedeutsame Informationen. Wir möchten die gesamte Bandbreite der ökologischen, sozialen und technischen Systeme öffentlich verfügbar machen, um damit direkt zur Schaffung einer Open-Source-Ökonomie beizutragen – einer Ökonomie, die die Produktion und Verteilung von Gütern verbessert und gleichzeitig nachhaltig und sozial gerecht ist.</p>
<p>Wir beginnen mit der Technologie, die nötig ist, um eine Zivilisation im kleinen Maßstab mit modernem Komfort zu schaffen – das <a href="http://opensourceecology.org/wiki/Global_Village_Construction_Set">Global Village Construction Set</a> (GVCS) und andere relevante Werkzeuge. Von Traktoren über Windturbinen bis hin zu Autos – alle Techniken werden im Hinblick auf Modularität, Einfachheit, langlebiges Design, niedrige Kosten, geschlossene Kreisläufe, Eigenbau (DIY), flexible Fertigung und hohe Leistung entwickelt. Wir wollen den kompletten Lebenszyklus jeder Technologie als Open Source zur Verfügung stellen – von den Stücklisten und der Herstellung, über die Benutzung, Wartung und Reparatur bis zur Wiederverwendung und dem Recycling.</p>
<p>Wir werden auch unsere ökologische Nahrungsherstellung als Open Source veröffentlichen, den Wohnungs- und Werkstattbau und die Geschäftsmodelle – unsere komplette Ökonomie. Alle diese ökonomisch wichtigen Informationen werden digital im Internet gespeichert, in Form von Texten, Fertigungsdateien, Bildern und Videos, um die Daten nicht nur unserer Generation, sondern auch allen zukünftigen Generationen zu Verfügung zu stellen – die diese dann nutzen und darauf aufbauen können! Wir suchen nach den Pionierinnen und Pionieren, die das mit uns erschaffen wollen!</p>
<p>Unser erstes Ziel ist die Gründung des <a href="http://opensourceecology.org/wiki/OSE_Europe/Germany#Development_Team">Entwicklungsteams</a>, das sich 2012 der Gründung der Community widmet. Neben diesem Entwicklungsteam, das für jeden, der an der Gründung und Entwicklung der Community mitarbeiten will offen ist, gibt es ein Kernteam, das sich hauptsächlich mit diesen vordringlichen Zielen beschäftigt. Wir brauchen Hilfe in allen Bereichen: Organisation, Kommunikation, Landsuche, ökologischer Hausbau, Werkstatt-Architektur und -Konstruktion, Fertigung, Maschinenbau, Mechatronik, Permakultur, biologisch-dynamische Landwirtschaft, Betriebswirtschaft, rechtliche und soziale Fragen und Finanzen, um nur einige zu nennen.</p>
<p>Wir haben einen <a href="http://opensourceecology.org/wiki/OSE_Europe/Germany#Roadmap">vorläufigen Meilensteinplan</a> erstellt. Im Januar werden wir mit einer Menge Menschen in Verbindung treten, uns kennenlernen und die Möglichkeiten erkunden, eine Community aufzubauen. Es sind Besuche in Frankfurt und Berlin geplant. Die Planung wird erweitert und konkretisiert in dem Maße wie wir wachsen.</p>
<p>Warum Deutschland? Die Menschen in Deutschland können und werden bei der OSE-Entwicklung in Europa und der Welt eine wichtige Rolle spielen. Es gibt in Deutschland sehr gute Ingenieurinnen und Ingenieure, die meisten Menschen sind finanziell abgesichert, und die Nachhaltigkeits- und Open-Source-Kultur ist eine der Besten der Welt. Es ist der perfekte Ort, um eine OSE-Community zu gründen.</p>
<p>Egal ob Vollzeit, Teilzeit oder was auch immer du leisten kannst, jede Hilfe ist willkommen. Schreib uns einfach und erzähl etwas von dir:</p>
<ul>
<li>für direkte Kontaktaufnahme sende eine E-Mail an Nikolay: nikolay.h.georgiev (at) gmail [dot] com</li>
<li>um an das ganze Team zu schreiben, benutze bitte die <a href="https://groups.google.com/forum/#%21forum/ose-germany" class="broken_link">Google Mailingliste</a> (ose-germany (at) googlegroups [dot] com).<br />
Alternativ zur Mailingliste gibt es noch das OSE Europe Forum unter <a href="http://oseeurope.org/forum/">http://oseeurope.org/forum/</a></li>
</ul>
<p>Bitte erzähl deinen Freundinnen und Freunden von diesem Aufruf – und allen Anderen, die es interessieren könnte. Danke!</p>
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