<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare für keimform.de</title>
	<atom:link href="http://keimform.de/comments/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://keimform.de</link>
	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 May 2013 08:17:36 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
	<item>
		<title>Kommentar zu Auslaufmodell GEMA von Weekend</title>
		<link>http://keimform.de/2007/auslaufmodell-gema/#comment-24571</link>
		<dc:creator>Weekend</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 08:17:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/2007/11/22/auslaufmodell-gema/#comment-24571</guid>
		<description><![CDATA[Ob man die Gema wirklich als Auslaufmodell bezeichnen kann? Ich denke nicht...auf den ersten Blick wirkt das ganze Reglement mit der Gema vielleicht etwas kompliziert und vielleicht sogar total daneben aber vielleicht sollte man seinen Blickwinkel auch auf gemafreie Musik-Seiten wie http://www.absoluteosngs.com oder anderen Seiten, erweitern..nutzt man Inhlate von diesen Seiten gibt es schließlich keine Probleme mit Nutzung von Musik ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ob man die Gema wirklich als Auslaufmodell bezeichnen kann? Ich denke nicht&#8230;auf den ersten Blick wirkt das ganze Reglement mit der Gema vielleicht etwas kompliziert und vielleicht sogar total daneben aber vielleicht sollte man seinen Blickwinkel auch auf gemafreie Musik-Seiten wie <a href="http://www.absoluteosngs.com" rel="nofollow">http://www.absoluteosngs.com</a> oder anderen Seiten, erweitern..nutzt man Inhlate von diesen Seiten gibt es schließlich keine Probleme mit Nutzung von Musik <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Commons im Piraten-Programm von Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2013/commons-im-piraten-programm/#comment-24566</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 15:49:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://keimform.de/?p=7366#comment-24566</guid>
		<description><![CDATA[Klingt ja sehr vernünftig alles! Schade, dass sich die Piraten sonst immer so dusselig anstellen...&lt;br&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klingt ja sehr vernünftig alles! Schade, dass sich die Piraten sonst immer so dusselig anstellen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Energie-Commons als P2P-Netzwerk von Malte</title>
		<link>http://keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/#comment-24552</link>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 11:53:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=4299#comment-24552</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Silke,

ok, das &quot;ganz einfach&quot; ist natürlich übertrieben und kontext-abhängig. Grenzkosten sind die Kosten, die für die Produktion einer zusätzlichen (bzw. der &quot;letzten&quot;) Einheit eines Produkts entstehen. Wenn eine Solaranlage im Aufbau Fixkosten von x Euro verursacht, ist damit im Grunde die komplette Investition getätigt. Jede marginale, zusätzliche Einheit Strom kostet 0,00 Euro, da die Anlage ja schon realisiert ist. D.h. es macht keinen Sinn, die Anlage zu drosseln oder abzuschalten, weil damit keine Kosten gespart werden (die Sonne schickt keine Rechnung). Warum das Prinzip der Merit Order für den Strommarkt gewählt wurde, bedarf darüber hinaus aber tatsächlich sehr langer Erklärung (auch wenn es in der Energieökonomik natürlich kapitalismus-immanent rational beschrieben werden kann). Die Probleme hat Stefan ja bereits beschrieben: Bei unknappen Gütern müssen künstliche Verknappungen eingeführt werden, das Merit Order-Marktdesign funktioniert nicht mehr.

Stefan, bei Solaranlagen ist es ja meist schon so, dass nur die Überschüsse eingespeist werden. Rein physikalisch kann man anschließend den Strom sowieso nicht mehr von dem eines anderen Kraftwerks unterscheiden. Insofern wird der Strom einer Solaranlage, sofern nicht im eigenen Haushalt verbraucht, immer so nah wie möglich verbraucht. Erst wenn so viel Solarenergie erzeugt wird, dass sie auf Niederspannungsebene nicht mehr verbraucht werden kann, wird sie in höhere Spannungsebenen transformiert und weitergeleitet. Aber im Moment wird dieser Anteil des Verbrauchs, der durch dezentrale Erneuerbare Energien herrührt, tatsächlich lediglich jedem Energieversorgungsunternehmen aufgedrückt (kostenmäßig über die EEG-Umlage und energiemäßig ebenfalls über eine Quasi-Umlage des durch EEG-Anlagen erzeugten Stroms, der über die Übertragungsnetzbetreiber an der Börse verkauft wird, vgl. bspw. http://www.ewe.de/kunden/images/redaktion/232/stromkennzeichnung_2013.jpg). Spannend wird es tatsächlich, wenn es irgendwann so viel erneuerbaren Strom im Netz gibt, dass es tatsächlich eigentlich keine einzelnen Energieversorger mehr bräuchte, da der Strom nach aktuellem Marktdesign nur noch über die Börse eingekauft werden könnte, über die die erneuerbaren Überschüsse im Moment in den Markt gebracht werden. Dann wäre eine netzwerkartige Stromversorgungslösung tatsächlich interessant.

Zu deiner anderen Anmerkung: Was meinst du genau mit dem Syndikatsmodell? Also ich kenne das Mietshäusersyndikat. Aber worauf soll dieses Modell angewendet werden? Auf die Netzinfrastruktur? Das Netz ist ja jetzt schon ein Monopol, das zwar auch privatisiert wird, aber dessen Vergabe über Konzessionen immer noch durch die Politik funktioniert. Hier bräuchte es also einen komplett neuen Ansatz. Oder meinst du, das das Modell auf die Kraftwerke angewandt werden soll? Die Erneuerbaren Energien sind ja aber schon jetzt in einem unglaublich verteilten Streubesitz. Als &quot;virtuelles Kraftwerk&quot; bzw. als Kombination können sie schon jetzt nur über aggregierende Akteure eingesetzt werden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Silke,</p>
<p>ok, das &#8220;ganz einfach&#8221; ist natürlich übertrieben und kontext-abhängig. Grenzkosten sind die Kosten, die für die Produktion einer zusätzlichen (bzw. der &#8220;letzten&#8221;) Einheit eines Produkts entstehen. Wenn eine Solaranlage im Aufbau Fixkosten von x Euro verursacht, ist damit im Grunde die komplette Investition getätigt. Jede marginale, zusätzliche Einheit Strom kostet 0,00 Euro, da die Anlage ja schon realisiert ist. D.h. es macht keinen Sinn, die Anlage zu drosseln oder abzuschalten, weil damit keine Kosten gespart werden (die Sonne schickt keine Rechnung). Warum das Prinzip der Merit Order für den Strommarkt gewählt wurde, bedarf darüber hinaus aber tatsächlich sehr langer Erklärung (auch wenn es in der Energieökonomik natürlich kapitalismus-immanent rational beschrieben werden kann). Die Probleme hat Stefan ja bereits beschrieben: Bei unknappen Gütern müssen künstliche Verknappungen eingeführt werden, das Merit Order-Marktdesign funktioniert nicht mehr.</p>
<p>Stefan, bei Solaranlagen ist es ja meist schon so, dass nur die Überschüsse eingespeist werden. Rein physikalisch kann man anschließend den Strom sowieso nicht mehr von dem eines anderen Kraftwerks unterscheiden. Insofern wird der Strom einer Solaranlage, sofern nicht im eigenen Haushalt verbraucht, immer so nah wie möglich verbraucht. Erst wenn so viel Solarenergie erzeugt wird, dass sie auf Niederspannungsebene nicht mehr verbraucht werden kann, wird sie in höhere Spannungsebenen transformiert und weitergeleitet. Aber im Moment wird dieser Anteil des Verbrauchs, der durch dezentrale Erneuerbare Energien herrührt, tatsächlich lediglich jedem Energieversorgungsunternehmen aufgedrückt (kostenmäßig über die EEG-Umlage und energiemäßig ebenfalls über eine Quasi-Umlage des durch EEG-Anlagen erzeugten Stroms, der über die Übertragungsnetzbetreiber an der Börse verkauft wird, vgl. bspw. <a href="http://www.ewe.de/kunden/images/redaktion/232/stromkennzeichnung_2013.jpg" rel="nofollow">http://www.ewe.de/kunden/images/redaktion/232/stromkennzeichnung_2013.jpg</a>). Spannend wird es tatsächlich, wenn es irgendwann so viel erneuerbaren Strom im Netz gibt, dass es tatsächlich eigentlich keine einzelnen Energieversorger mehr bräuchte, da der Strom nach aktuellem Marktdesign nur noch über die Börse eingekauft werden könnte, über die die erneuerbaren Überschüsse im Moment in den Markt gebracht werden. Dann wäre eine netzwerkartige Stromversorgungslösung tatsächlich interessant.</p>
<p>Zu deiner anderen Anmerkung: Was meinst du genau mit dem Syndikatsmodell? Also ich kenne das Mietshäusersyndikat. Aber worauf soll dieses Modell angewendet werden? Auf die Netzinfrastruktur? Das Netz ist ja jetzt schon ein Monopol, das zwar auch privatisiert wird, aber dessen Vergabe über Konzessionen immer noch durch die Politik funktioniert. Hier bräuchte es also einen komplett neuen Ansatz. Oder meinst du, das das Modell auf die Kraftwerke angewandt werden soll? Die Erneuerbaren Energien sind ja aber schon jetzt in einem unglaublich verteilten Streubesitz. Als &#8220;virtuelles Kraftwerk&#8221; bzw. als Kombination können sie schon jetzt nur über aggregierende Akteure eingesetzt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Repräsentativsystem und Perspektiven weiterer Demokratisierung von ano4/6</title>
		<link>http://keimform.de/2013/repraesentativsystem-und-perspektiven-weiterer-demokratisierung/#comment-24517</link>
		<dc:creator>ano4/6</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2013 14:01:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://keimform.de/?p=7354#comment-24517</guid>
		<description><![CDATA[Wie habt ihr es eigentlich mit der EU? Bürgergesellschaft oder Zivilgesellschaft?PS:Vielleicht müsst ihr ja noch den ganz grossen Workshop organisieren,wenn euch die Einheit um die Ohren pfeift.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie habt ihr es eigentlich mit der EU? Bürgergesellschaft oder Zivilgesellschaft?PS:Vielleicht müsst ihr ja noch den ganz grossen Workshop organisieren,wenn euch die Einheit um die Ohren pfeift.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Energie-Commons als P2P-Netzwerk von Silke</title>
		<link>http://keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/#comment-24407</link>
		<dc:creator>Silke</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 12:01:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=4299#comment-24407</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Malte, ich musste schmunzeln: &quot;ganz einfach die Merit Order erklären.&quot;  Ich denke gerade an meinen letzten Auftritt im Hamburger Michel. Da waren 2300 Menschen oder so, denen ich &quot;relativ einfach&quot; die Commons erklären sollte. Das einfach zu machen ist bekanntlich alles andere als einfach.Am Beispiel Deines Beispiels: &quot;Die Grenzkosten --&gt; Was bitte?ergeben sich per definitionem aus den variablen Kosten ---&gt; Wie bitte?  und sind daher bei Erneuerbaren Energien immer Null. --&gt; Wieso &quot;daher&quot;? Völlig richtig jedoch, dass das im reinen Marktdesign irgendwann zu Problemen führt --&gt; Warum genau und was für Probleme&quot;

So geht mir das immer, wenn ich denke: &quot;Ist doch relativ einfach&quot;. :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Malte, ich musste schmunzeln: &#8220;ganz einfach die Merit Order erklären.&#8221;  Ich denke gerade an meinen letzten Auftritt im Hamburger Michel. Da waren 2300 Menschen oder so, denen ich &#8220;relativ einfach&#8221; die Commons erklären sollte. Das einfach zu machen ist bekanntlich alles andere als einfach.Am Beispiel Deines Beispiels: &#8220;Die Grenzkosten &#8211;> Was bitte?ergeben sich per definitionem aus den variablen Kosten &#8212;> Wie bitte?  und sind daher bei Erneuerbaren Energien immer Null. &#8211;> Wieso &#8220;daher&#8221;? Völlig richtig jedoch, dass das im reinen Marktdesign irgendwann zu Problemen führt &#8211;> Warum genau und was für Probleme&#8221;</p>
<p>So geht mir das immer, wenn ich denke: &#8220;Ist doch relativ einfach&#8221;. <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Energie-Commons als P2P-Netzwerk von Stefan Meretz</title>
		<link>http://keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/#comment-24368</link>
		<dc:creator>Stefan Meretz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 09:17:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=4299#comment-24368</guid>
		<description><![CDATA[Vielen Dank, Malte, dass du das Thema nochmal aufgreifst, und Danke für die Korrekturen. Ich weiss inzwischen von anderen Leuten, die an einem commonsbasierten P2P-Netzwerkmodell der Stromversorgung nachdenken. Genial wäre es, wenn man zwei Elemente miteinander verbinden könnte: Lokaler/regionaler direkter Stromaustausch im Netzwerk (statt Kauf/Verkauf) per Smart-Metering (nur Überschüsse/Defizite werden über den Markt ausgeglichen) und eine Art Mietshäuser-Syndikatmodell für das Netzwerk, das eine Privatisierung (Verkauf) verhindert.&lt;br&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank, Malte, dass du das Thema nochmal aufgreifst, und Danke für die Korrekturen. Ich weiss inzwischen von anderen Leuten, die an einem commonsbasierten P2P-Netzwerkmodell der Stromversorgung nachdenken. Genial wäre es, wenn man zwei Elemente miteinander verbinden könnte: Lokaler/regionaler direkter Stromaustausch im Netzwerk (statt Kauf/Verkauf) per Smart-Metering (nur Überschüsse/Defizite werden über den Markt ausgeglichen) und eine Art Mietshäuser-Syndikatmodell für das Netzwerk, das eine Privatisierung (Verkauf) verhindert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Zum 1. Mai: Film gegen die Arbeitsreligion von 3/2ano</title>
		<link>http://keimform.de/2013/film-gegen-die-arbeitsreligion/#comment-24364</link>
		<dc:creator>3/2ano</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 07:22:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://keimform.de/?p=7065#comment-24364</guid>
		<description><![CDATA[Neues Mittelalter voraus!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Mittelalter voraus!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Internet Movement and Cybernetic Subversion von 3/2ano</title>
		<link>http://keimform.de/2013/internet-movement-and-cybernetic-subversion/#comment-24363</link>
		<dc:creator>3/2ano</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 07:21:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://keimform.de/?p=7081#comment-24363</guid>
		<description><![CDATA[http://hackteria.org/   Und wenn ich so an das Biohacking denke! Na neben der OpenSource US -Army und der Defense Distributed.......]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hackteria.org/" rel="nofollow">http://hackteria.org/</a>   Und wenn ich so an das Biohacking denke! Na neben der OpenSource US -Army und der Defense Distributed&#8230;&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Energie-Commons als P2P-Netzwerk von Malte</title>
		<link>http://keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/#comment-24347</link>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2013 19:53:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=4299#comment-24347</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Stefan,

ich stoße nun zum zweiten Mal auf diesen Artikel. Und da ich gerade ein Analyse- und Strategie-Papier zur Energiewende schreibe (im Rahmen von Gedanken und Praxis zu Solidarischer Ökonomie und Peer Economy), will ich mal antworten.

Viele Beiträge in den Kommentaren drehen sich um die Merit Order. Ich finde es relativ einfach, dieses Prinzip zu erklären: Die Grenzkosten ergeben sich per definitionem aus den variablen Kosten und sind daher bei Erneuerbaren Energien immer Null. Völlig richtig jedoch, dass das im reinen Marktdesign irgendwann zu Problemen führt, wenn immer mehr erneuerbare Kapazitäten hinzugebaut werden (wie du beschrieben hast).

Allerdings stimmt es nicht, dass nur wenige Erneuerbare Energien an der Börse gehandelt werden. Quasi ALLE Erneuerbaren Energien werden an der Börse gehandelt. Inzwischen vielfältig über die Direktvermarktung (hier hat sich eine ganze Branche gebildet), ansonsten jedoch über die Übertragungsnetzbetreiber, die dazu verpflichtet sind.

Insofern stimmt es (aktuell) auch nicht, dass Erneuerbare Energien ihren eigenen Markt kaputt machen würden, wenn immer mehr Kapazitäten hinzugebaut würden. Denn es gibt (zumindest derzeit) immer noch das Erneuerbare Energien Gesetz. Dieses greift im Übrigen auch bei der Direktvermarktung, indem neben dem Börsenpreis über die EEG-Umlage eine Markt- und eine Managementprämie gezahlt wird.

Insofern hat tatsächlich die Politik de facto bereits ein Post-Merit-Order-System (wenn wir mal ausschließlich beim Handel bleiben) geschaffen: Jede Erzeugungskapazität bekommt bei der Installation für einen festgelegten Zeitraum eine garantierte Einspeisevergütung zugesagt, die die Fixkosten wieder einspielen soll.

Das funktioniert allerdings nicht mehr (zumindest nicht vollständig), wenn tatsächlich irgendwann Speicher vonnöten sein werden. Und Speicher werden in jedem Fall bei einer 100%igen Versorgung mit Erneuerbaren Energien vonnöten sein (was ich auch nicht schlimm finde). Zumindest erhöht die Notwendigkeit zwischenzuspeichern die Erzeugungskosten (also die Kosten für den Strom, der im Zweifel erst nach der Zwischenspeicherung zur Nutzung eingespeist oder direktverbraucht wird).

In jedem Fall finde ich deinen Ansatz, Erneuerbare Energien und Netze als Peer-to-Peer-Netzwerk und Commons zu betrachten, sehr spannend, auch wenn der Ansatz bislang ja noch sehr vage ist. Wenn ich auf ein spannendes Modell komme, sage ich Bescheid :-)

Liebe Grüße
Malte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Stefan,</p>
<p>ich stoße nun zum zweiten Mal auf diesen Artikel. Und da ich gerade ein Analyse- und Strategie-Papier zur Energiewende schreibe (im Rahmen von Gedanken und Praxis zu Solidarischer Ökonomie und Peer Economy), will ich mal antworten.</p>
<p>Viele Beiträge in den Kommentaren drehen sich um die Merit Order. Ich finde es relativ einfach, dieses Prinzip zu erklären: Die Grenzkosten ergeben sich per definitionem aus den variablen Kosten und sind daher bei Erneuerbaren Energien immer Null. Völlig richtig jedoch, dass das im reinen Marktdesign irgendwann zu Problemen führt, wenn immer mehr erneuerbare Kapazitäten hinzugebaut werden (wie du beschrieben hast).</p>
<p>Allerdings stimmt es nicht, dass nur wenige Erneuerbare Energien an der Börse gehandelt werden. Quasi ALLE Erneuerbaren Energien werden an der Börse gehandelt. Inzwischen vielfältig über die Direktvermarktung (hier hat sich eine ganze Branche gebildet), ansonsten jedoch über die Übertragungsnetzbetreiber, die dazu verpflichtet sind.</p>
<p>Insofern stimmt es (aktuell) auch nicht, dass Erneuerbare Energien ihren eigenen Markt kaputt machen würden, wenn immer mehr Kapazitäten hinzugebaut würden. Denn es gibt (zumindest derzeit) immer noch das Erneuerbare Energien Gesetz. Dieses greift im Übrigen auch bei der Direktvermarktung, indem neben dem Börsenpreis über die EEG-Umlage eine Markt- und eine Managementprämie gezahlt wird.</p>
<p>Insofern hat tatsächlich die Politik de facto bereits ein Post-Merit-Order-System (wenn wir mal ausschließlich beim Handel bleiben) geschaffen: Jede Erzeugungskapazität bekommt bei der Installation für einen festgelegten Zeitraum eine garantierte Einspeisevergütung zugesagt, die die Fixkosten wieder einspielen soll.</p>
<p>Das funktioniert allerdings nicht mehr (zumindest nicht vollständig), wenn tatsächlich irgendwann Speicher vonnöten sein werden. Und Speicher werden in jedem Fall bei einer 100%igen Versorgung mit Erneuerbaren Energien vonnöten sein (was ich auch nicht schlimm finde). Zumindest erhöht die Notwendigkeit zwischenzuspeichern die Erzeugungskosten (also die Kosten für den Strom, der im Zweifel erst nach der Zwischenspeicherung zur Nutzung eingespeist oder direktverbraucht wird).</p>
<p>In jedem Fall finde ich deinen Ansatz, Erneuerbare Energien und Netze als Peer-to-Peer-Netzwerk und Commons zu betrachten, sehr spannend, auch wenn der Ansatz bislang ja noch sehr vage ist. Wenn ich auf ein spannendes Modell komme, sage ich Bescheid <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Liebe Grüße<br />
Malte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Post-Kapitalistische&#8221; oder &#8220;Nicht-Kommerzielle&#8221; Landwirtschaft? von CSA und NKL &#171; gegenseitig</title>
		<link>http://keimform.de/2013/post-kapitalistische-oder-nicht-kommerzielle-landwirtschaft/#comment-24260</link>
		<dc:creator>CSA und NKL &#171; gegenseitig</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2013 17:03:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://keimform.de/?p=6979#comment-24260</guid>
		<description><![CDATA[[...] Im Rahmen der Wukania-Lernwerkstatt finden halbjährlich Vernetzungstreffen &#8222;nichtkommerzieller&#8220; Projekte statt. Auf einem dieser Treffen gab es eine Diskussion über CSA (Community Supported Agriculture) und NKL (nichtkommerzielle Landwirtschaft). Eine darauf fussende Reflexion eines CSA-Aktiven findet sich auf www.keimform.de. [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Im Rahmen der Wukania-Lernwerkstatt finden halbjährlich Vernetzungstreffen &#8222;nichtkommerzieller&#8220; Projekte statt. Auf einem dieser Treffen gab es eine Diskussion über CSA (Community Supported Agriculture) und NKL (nichtkommerzielle Landwirtschaft). Eine darauf fussende Reflexion eines CSA-Aktiven findet sich auf <a href="http://www.keimform.de" rel="nofollow">http://www.keimform.de</a>. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
