Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Reichtum & Knappheit

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Kaskade

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]
Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Eine Kaskade (von italienisch cascare „fallen“) ist … ein Wasserfall, … der über mehrere Stufen fällt.“ (Wikipedia)

Alle geben ihre Überschüsse in eine gemeinsame Schale, alle können sich bei Bedarf aus der Schale nehmen. Was dann noch übrig bleibt, fließt in die nächste Schale. Aus dieser werden dann Projekte aus dem direkten Kaskaden-Umfeld unterstützt. Auch von hier kann Geld in die nächste Schale für Projekte in weiterer Entfernung zur Kaskade fließen.

Das Ziel ist die Absicherung der Menschen,
die in nichtkommerziellen Projekten aktiv sind

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

17. März 2016, 14:38 Uhr   2 Kommentare

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Zur Finanzierung von NK-Projekten

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

In NK-Projekten soll das Geld möglichst keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen… so wünschen wir uns das. Im konkreten Alltag spinnen jedoch die Euros ein kräftiges Netz um die Vorhaben und definieren nachdrücklich den Handlungsspielraum und die Entwicklung! Ein unlösbarer Widerspruch?

Nicht ganz zufällig landet dieses Thema auf meinem Schreibtisch. Nicht nur, weil ich mich seit Jahren mit Projektfinanzierung beschäftige, sondern – so vermute ich – auch weil Fragen zur Finanzierung nicht sehr hoch im Kurs stehen und das begründet.

Die Motivation für eine Mitarbeit (nicht nur) in NK-Projekten ist individuell sehr unterschiedlich. Doch der Wunsch nach Betätigung ohne marktwillige Verwertungslogik, ohne Bezahlung, ohne marktförmige Betriebsstruktur und Leistungsanforderungen, letztlich also möglichst ohne direkten Geldeinfluss ist dagegen flächendeckend. Da entsprechende Freiräume in Deutschland momentan weder erstritten, besetzt, angeeignet oder sonst wie eigenmächtig akquiriert werden – jedenfalls nicht in einem systemischen Umfang – bleibt den Projekten nur die Pacht von Land, die Miete/Kauf von Gebäuden bzw. Räumen und der Kauf von Maschinen, Geräten, Fahrzeugen, Ausstattung, usw. Die Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit [1], die nahezu kostenlos Ressourcen ausleiht, bleibt wohl eine einmalige Ausnahmeerscheinung. Und letztlich ist da die Sicherung der Lebensunterhalte aller aktiv Beteiligten, die ihre Zeit, Energien und Arbeit einbringen, doch auf Kino, Socken und Smartphones nicht verzichten wollen oder können. Und schon stehen wir mittendrin im Thema Geld.

Im konkreten Alltag spinnen jedoch die Euros ein kräftiges Netz um die Vorhaben und definieren nachdrücklich den Handlungsspielraum und die Entwicklung!

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Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

14. März 2016, 14:38 Uhr   2 Kommentare

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„So selbstverständlich“ oder Das Problem mit dem Geben und Nehmen

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

„Nimm!“

Ich drücke meiner Freundin den Schein in die Hand beim Abschied.

„Nein, nein…“

„Ja sicher, bitte, will jetzt nicht wieder drüber reden.“

Unsere ritualisierte Handlung hat begonnen.

„Nein, ich kann nicht… Und du brauchst es auch.“

Sie nimmt meine Hand, in der ich vorher das Geld gehalten hab. Ich mag wie sich ihre raue, mit Blasen bedeckte Handfläche auf meiner Haut anfühlt.

„Ich hab genug. Und du brauchst es mehr. Nimm jetzt bitte.“

Sie weiß es, ich werde insistieren, ich werde drauf bestehen, sie hat keinen Ausweg.

Sie nimmt den grünen Schein mit Sternchen. Sie schaut mich verschämt an, ihr Kopf senkt sich nach unten. Es kommt ein leises „Danke“. Danach kommt noch ein „bald werde ich mehr verdienen“ oder „bald werde ich einen Job in meiner Profession finden“.

Ich lache sie an, schaue ihr tief in die Augen. Ich lasse ein leises „sicher“ raus. Die Unglaubwürdigkeit meines Wortes fügt mir einen kurzen stechenden Schmerz im Bauch zu.

„Ich werd dich auch bald erhalten können“, sagt sie.

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

27. Februar 2016, 14:31 Uhr   1 Kommentar

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UTOPIKON – Wege in eine geldfreiere Gesellschaft

Kaufst du noch oder teilst du schon?„Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Wirtschaft von morgen vor?“

Die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON
Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft

Neben dem dritten Mitmachkongress utopival gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON. 300 Menschen werden sich am 05. November 2016 in der Forum Factory in Berlin inspiriert von fünf Keynotes in 20 Workshops und einem anregenden Rahmenprogramm zu der Frage nach einer zukunftsfähigen Wirtschaft austauschen.

Die Referent*innenliste verspricht einen spannenden Tag, denn zugesagt haben bereits Silke Helfrich, Niko Paech, Friederike Habermann, Uwe Lübbermann, Hanna Poddig, Gerrit von Jorck, Christian Siefkes und viele weitere.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Reichtum & Knappheit, Termine

20. Februar 2016, 07:17 Uhr   2 Kommentare

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Fragen an meinen Freund, den Replikatorkommunisten

In den technikafinen Kreisen, in denen ich viel verkehre, gibt es viele Leute, die antikapitalistischen oder gar kommunistischen Ideen viel abgewinnen können – und sei es nur deswegen, weil sie sie aus ihren geliebten Science-Fiction-Serien kennen – die dann aber oft in etwa so argumentieren:

„Ja, wenn wir mal Replikatoren|3D-Drucker|KI|Nanoroboter|Weltraumaufzug|Kernfusion|<insert your favorite future technology here> haben, dann gibt es keine Knappheit mehr und dann ist der Kapitalismus obsolet aber bis dahin müssen wir wohl mit ihm leben.“

Ich möchte da jetzt gar nicht groß eine Debatte führen, das hab ich schon so oft getan und es scheint nicht allzuviel zu bewirken. Ich möchte nur meinen Freund, den Replikatorkommunisten (ja, es ist meistens ein Mann und das ist kein Zufall), einmal bitten, ernsthaft über folgende Fragen nachzudenken:

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Eigentumsfragen, Gender, Reichtum & Knappheit

10. September 2014, 20:18 Uhr   4 Kommentare

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Gemeinschaftsgärtnern ohne Satzungsdebatte

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

Interview mit Svenja Nette, Prinzessinnengärten*

Was ist die Idee hinter den Prinzessinnengärten?

Die Prinzessinnengärten sind eine offene Plattform: Für Gemüseanbau in der Stadt, aber auch dafür, Leuten einen Interaktionsraum zu bieten, einen Raum für Bewusstseinsbildung über Anbau, und Lebensmittel. Es gibt ein Café, eine Küche, kulturelle Angebote, Werkstätten. Jeder ist eigeladen, Projekte umzusetzen. Es ist ein Projekt, in dem jeder einsteigen kann, auch ohne deutsche Muttersprache. Es geht um Partizipation und Teilhabe, um den Gedanken der Produktion von gesundem, frischem Essen in der Stadt mit kurzen Transportwegen, von Bewussteinsbildung. Urban Gardening ist das glückliche Treffen von sozialen und grünen Umständen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

2. August 2014, 07:10 Uhr   1 Kommentar

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Die commonistischste aller Parteien?

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

In welchen Parteien sind Commons programmatisch angekommen?

von Lena Kreck

Wie positionieren sich die im Bundestag vertretenen Parteien plus die Piraten zu „Commons“ in ihren Grundsatzprogrammen? Das bedeutet, 550 Seiten zwischen Quatsch mit Sauce und Ja! Endlich sagt’s mal jemand sind zu durchforsten. Auf diesen 550 Seiten kommt das Wort „Commons“ genau ein Mal vor, nämlich im Programm der Piraten im Abschnitt Freier Zugang zu öffentlichen Inhalten. Auch die Synonyme – etwa Allmende und Gemeingüter – tauchen nur sparsam, bestenfalls bei den Piraten und der LINKEn auf. Keine der Parteien hat ein eigenes Kapitel in ihrem Programm zu Commons. Es bleibt undurchsichtig, wer sich explizit positiv darauf bezieht, wer die Idee der Allmende ablehnt, was überhaupt darunter verstanden wird. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit

30. Juli 2014, 06:46 Uhr   1 Kommentar

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Unendliche Bedürfnisse?

neues-deutschland[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 23.6.2014]

Über produktive und sinnlich-vitale Bedürfnisse am Beispiel von Nahrungsmitteln

In der letzten Kolumne wurde die behauptete ewige Knappheit von Gütern als künstlich unverfügbar gemachte Fülle entschlüsselt. Der Knappheitsmythos wird allerdings von einer weiteren Annahme begleitet: Die Bedürfnisse seien unendlich. Das klingt logisch: Wenn die Bedürfnisse immer weiter wachsen, dann können die produzierten Güter nie ausreichen und werden folglich immer knapp sein. Sehen wir uns das am Beispiel der Produktion von Nahrungsmitteln an.

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

23. Juni 2014, 06:24 Uhr   2 Kommentare

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Mietshäusersyndikat: Next Level Philosophicum

Wir haben ja schon früh und seit dem immer wieder über das Mietshäusersyndikat als vorbildliches Commons-Projekt berichtet. Tatsächlich sind die über die Jahre enorm gewachsen und nähern sich mit großen Schritten der 100-Häuser-Grenze. Damit dürfte es zumindest hierzulande eines der erfolgreichsten Projekte der materiellen Commons sein.

Nun gibt es ein ganz besonders interessantes Projekt in diesem Rahmen. Das Philosophicum in Frankfurt-Bockenheim.

Was macht dieses Projekt so interessant?

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit

16. Mai 2014, 09:45 Uhr   1 Kommentar

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Jevons’ Paradoxon

oya 24-2014[Artikel aus Oya 24/2014, Lizenz CC by-sa]

von Johannes Heimrath

Auch »Otto Normalverbraucher« versucht zunehmend, sein Geld ökologisch vernünftig auszugeben. Er kauft zum Beispiel ein energieeffizientes Auto, das viel weniger Sprit verbraucht als das alte. Eine gute Tat, meint er. Doch der Rebound-Effekt frisst den Einspar­effekt wieder auf.

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Kategorien: Reichtum & Knappheit

31. Januar 2014, 06:48 Uhr   6 Kommentare