Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Reichtum & Knappheit

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Fragen an meinen Freund, den Replikatorkommunisten

In den technikafinen Kreisen, in denen ich viel verkehre, gibt es viele Leute, die antikapitalistischen oder gar kommunistischen Ideen viel abgewinnen können – und sei es nur deswegen, weil sie sie aus ihren geliebten Science-Fiction-Serien kennen – die dann aber oft in etwa so argumentieren:

“Ja, wenn wir mal Replikatoren|3D-Drucker|KI|Nanoroboter|Weltraumaufzug|Kernfusion|<insert your favorite future technology here> haben, dann gibt es keine Knappheit mehr und dann ist der Kapitalismus obsolet aber bis dahin müssen wir wohl mit ihm leben.”

Ich möchte da jetzt gar nicht groß eine Debatte führen, das hab ich schon so oft getan und es scheint nicht allzuviel zu bewirken. Ich möchte nur meinen Freund, den Replikatorkommunisten (ja, es ist meistens ein Mann und das ist kein Zufall), einmal bitten, ernsthaft über folgende Fragen nachzudenken:

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Eigentumsfragen, Gender, Reichtum & Knappheit

10. September 2014, 20:18 Uhr   4 Kommentare

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Gemeinschaftsgärtnern ohne Satzungsdebatte

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

Interview mit Svenja Nette, Prinzessinnengärten*

Was ist die Idee hinter den Prinzessinnengärten?

Die Prinzessinnengärten sind eine offene Plattform: Für Gemüseanbau in der Stadt, aber auch dafür, Leuten einen Interaktionsraum zu bieten, einen Raum für Bewusstseinsbildung über Anbau, und Lebensmittel. Es gibt ein Café, eine Küche, kulturelle Angebote, Werkstätten. Jeder ist eigeladen, Projekte umzusetzen. Es ist ein Projekt, in dem jeder einsteigen kann, auch ohne deutsche Muttersprache. Es geht um Partizipation und Teilhabe, um den Gedanken der Produktion von gesundem, frischem Essen in der Stadt mit kurzen Transportwegen, von Bewussteinsbildung. Urban Gardening ist das glückliche Treffen von sozialen und grünen Umständen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

2. August 2014, 07:10 Uhr   Kommentieren

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Die commonistischste aller Parteien?

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

In welchen Parteien sind Commons programmatisch angekommen?

von Lena Kreck

Wie positionieren sich die im Bundestag vertretenen Parteien plus die Piraten zu „Commons“ in ihren Grundsatzprogrammen? Das bedeutet, 550 Seiten zwischen Quatsch mit Sauce und Ja! Endlich sagt’s mal jemand sind zu durchforsten. Auf diesen 550 Seiten kommt das Wort „Commons“ genau ein Mal vor, nämlich im Programm der Piraten im Abschnitt Freier Zugang zu öffentlichen Inhalten. Auch die Synonyme – etwa Allmende und Gemeingüter – tauchen nur sparsam, bestenfalls bei den Piraten und der LINKEn auf. Keine der Parteien hat ein eigenes Kapitel in ihrem Programm zu Commons. Es bleibt undurchsichtig, wer sich explizit positiv darauf bezieht, wer die Idee der Allmende ablehnt, was überhaupt darunter verstanden wird. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit

30. Juli 2014, 06:46 Uhr   1 Kommentar

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Unendliche Bedürfnisse?

neues-deutschland[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 23.6.2014]

Über produktive und sinnlich-vitale Bedürfnisse am Beispiel von Nahrungsmitteln

In der letzten Kolumne wurde die behauptete ewige Knappheit von Gütern als künstlich unverfügbar gemachte Fülle entschlüsselt. Der Knappheitsmythos wird allerdings von einer weiteren Annahme begleitet: Die Bedürfnisse seien unendlich. Das klingt logisch: Wenn die Bedürfnisse immer weiter wachsen, dann können die produzierten Güter nie ausreichen und werden folglich immer knapp sein. Sehen wir uns das am Beispiel der Produktion von Nahrungsmitteln an.

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

23. Juni 2014, 06:24 Uhr   2 Kommentare

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Mietshäusersyndikat: Next Level Philosophicum

Wir haben ja schon früh und seit dem immer wieder über das Mietshäusersyndikat als vorbildliches Commons-Projekt berichtet. Tatsächlich sind die über die Jahre enorm gewachsen und nähern sich mit großen Schritten der 100-Häuser-Grenze. Damit dürfte es zumindest hierzulande eines der erfolgreichsten Projekte der materiellen Commons sein.

Nun gibt es ein ganz besonders interessantes Projekt in diesem Rahmen. Das Philosophicum in Frankfurt-Bockenheim.

Was macht dieses Projekt so interessant?

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit

16. Mai 2014, 09:45 Uhr   1 Kommentar

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Jevons’ Paradoxon

oya 24-2014[Artikel aus Oya 24/2014, Lizenz CC by-sa]

von Johannes Heimrath

Auch »Otto Normalverbraucher« versucht zunehmend, sein Geld ökologisch vernünftig auszugeben. Er kauft zum Beispiel ein energieeffizientes Auto, das viel weniger Sprit verbraucht als das alte. Eine gute Tat, meint er. Doch der Rebound-Effekt frisst den Einspar­effekt wieder auf.

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Kategorien: Reichtum & Knappheit

31. Januar 2014, 06:48 Uhr   6 Kommentare

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Bitcoins – Währung mit Zukunft?

[Repost von Radio-Z, Lizenz CC-by-nc-sa]

Sind Alternativwährungen wie der Bitcoin die Währung der Zukunft. Können  Zahlungsmittel stabil bleiben, die nur aus dem Glauben derer leben, die sie verwenden? Oder zeigt uns das neue Phänomen von Kunstwährungen wie Bitcoin, Litecoin und Ven nur, wie fragwürdig auch unser “richtiges” staatlich kontrolliertes Geld ist?

Diesen Fragen gehen im Beitrag Michael Liebler und seine Gesprächspartner, der Wertkritiker Ernst Lohoff und der Bitcoin-Pionier Björn Gießler, nach. Noch zu Anfang des Jahres kannte ihn kaum jemand: den Bitcoin, eine digitale Kunstwährung, mit der man sicher und anonym via Internet bezahlen kann. Doch dann setzte ein regelrechter Boom ein. Der Kurs stieg und stieg.

Bitcoins werden nicht von einer zentralen Stelle ausgegeben und reguliert. Sie werden von einem Computernetzwerk in einem komplizierten Verfahren erschaffen. Die Energiemenge, die dabei verbraucht wird, hatte vor 2 Jahren noch die Größenordnung des Energieverbrauchs einer Stadt. Die Frage nach der ökologischen Vertretbarkeit ist eine der Fragen, denen der folgende Beitrag nachgeht (16:38 Min).

Kategorien: Medientipp, Reichtum & Knappheit

28. Januar 2014, 06:38 Uhr   6 Kommentare

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Konzepttreffen der solidarischen Energieversorgung

Am Donnerstag, den 17. Oktober 2013, findet um 18 Uhr im Karoshi (Gießbergstraße 41-47) in Kassel ein erstes Konzepttreffen zur solidarischen Energieversorgung (SolE) statt. Alle interessierten Menschen sind herzlich eingeladen!

„SolE“ – für eine dezentrale, basisdemokratische und autonome Energieversorgung

In den letzten Jahren sind eine Vielzahl an Energiegenossenschaften entstanden, die sich die Bekämpfung des Klimawandels und die Errichtung von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen zum Ziel gesetzt haben. Der Fokus dieser Genossenschaften liegt oft nicht auf der Abdeckung des Strombedarfs der Mitglieder, sondern der Beteiligungsanreiz wird durch eine rentable Rendite für das Investitionskapital geschaffen.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit, Termine

9. Oktober 2013, 06:51 Uhr   Kommentieren

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Elevate Open Everything?

Das diesjährige Elevate-Festival in Graz findet vom 23.-27.10.2013 statt. Der Diskurs- und Filmbereich des Festivals steht unter dem Motto »Elevate Open Everything?« und soll die Widersprüchlichkeit der »Open-Bewegung« thematisieren. Ich werde an zwei Veranstaltungen beteiligt sein: Open Source Economy (Donnerstag, 24. Okt., 16:00-17:30, Forum Stadtpark) und Peer-Commons-Produktion (Freitag, 25.Okt., 9:30-12:30, Forum Stadtpark).

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Termine

25. September 2013, 07:00 Uhr   Kommentieren

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Martinus-Interview

Die Kirchenzeitung der Diözese Eisenstadt (Österreich) martinus hatte mich vor dem Kongress Solidarische Ökonomie in Wien interviewt. Leider ist das Interview nicht mehr auf der Website zu finden. Da mich schon einige Leute nach dem Interview gefragt haben, veröffentliche ich hier die (ungekürzte) Fassung.

Martinus: Etwa 1.000 Teilnehmer werden in der kommenden Woche zum Kongress »Solidarische Ökonomie« in Wien erwartet. Ein Haufen Idealisten?

Stefan Meretz: Ein Haufen besorgter Menschen, die den Schritt aus der Passivität heraus gewagt haben, würde ich sagen. Sie wollen gemeinsam beraten, was getan werden kann und was schon getan wird, damit sich in der Gesellschaft etwas ändert.

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

10. August 2013, 07:22 Uhr   4 Kommentare