Kategorie: Praxis-Reflexionen
Wikispeed — verteiltes Autobauen
Wikispeed ist ein Autobau-Projekt. Nicht ein lang erwartetes erfolgreiches Open-Source-Car (oder TREV oder C,mm,n), sondern das potenzielle Killerprojekt für die Autoindustrie wie wir sie heute kennen. Wikispeed baut Autos in verteilten Teams (über 100 Mitglieder in 10 Ländern) nach Methoden, für die vor allem die Stichworte lean, agil und scrum stehen. Wikispeed-Gründer Joe Justice bei TEDx (englisch):
Kategorien: Praxis-Reflexionen
15. Februar 2012, 18:42 Uhr 23 Kommentare
Das System an seinen Wurzeln packen…
…um daraus einen nahrhaften Kompost zu bereiten, auf dem alles gut wachsen und gedeihen kann (Foto: Genista, CC-by-sa).
[Repost von Nicht-kommerzielles Leben in Berlin-Brandenburg]
Es gibt ein großes Unbehagen mit dem System, mit dem wir zur Zeit gezwungen sind, unser Überleben zu meistern. Immer wieder raufen sich Menschen zusammen, um andere Wege zu beschreiten. Zur Orientierung werden vielfältige Theorien und Analysen gebaut. Was macht denn dieses System, das unsere alltägliche Versorgung organisieren soll, eigentlich im Kern aus? Die Theorien sind so vielschichtig, dass die Versuchung groß ist, einseitigen und vereinfachten Erklärungen anzuhängen. Analysen und Theorien, die versuchen, die Vielschichtigkeit des menschlichen Gemeinwesens in Worte zu gießen, sind für die meisten bestenfalls abgehoben und schlimmstenfalls komplett unverständlich.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Praxis-Reflexionen, Theorie
8. Februar 2012, 07:30 Uhr 18 Kommentare
COM’ON: Gemeinschaftsbegriff
Bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Der Gemeinschaftsbegriff wird oft als reaktionär kritisiert. Geht´s auch anders?« (Moderation: Friederike Habermann, Protokoll: Andrea Vetter):
Input Friederike Habermann:
- Es gibt eine problematische Tradition des „Gemeinschafts“-Begiffs: völkisch etc
- Eine Pluralität der Beteiligten (Klasse, Herkunft, etc) ist trotz gegensätzlichem Anspruch oft nicht die Realität in bestehenden Projekten
Kategorien: Commons, Gender, Praxis-Reflexionen
12. Januar 2012, 07:31 Uhr 1 Kommentar
Commoning konkret
Commons-based peer production braucht ein Commoning, also eine Form von Selbstorganisierung um Gemeingüter nicht-kommerziell und bedarfsgerecht zu verwalten. Dieser Artikel möchte einen Beitrag leisten zur Erkundung wie diese Organisierung konkret aussehen könnte: Zum einen an einer Reflektion über ein Experiment “Solidarischer Landwirtschaft” und zum anderen an konkreten Überlegungen wie ein Commoning rund um endliche Ressourcen aussehen könnte. Die Artikel finden sich auch in der aktuellen Ausgabe der “Streifzüge” und dem soeben erschienenden Büchlein “Herrschaftsfrei Wirtschaften”.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Gender, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke
8. Januar 2012, 07:47 Uhr 7 Kommentare
COM’ON: Gesellschaftskonzepte
Bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Welche Gesellschaftskonzepte werden in der Commons-Debatte diskutiert?« (Moderation: Annette Schlemm, Protokoll: Jana Flemming):
Eigene Verwicklung in Commons
- 12 Jahre Erfahrung in Landkommune (ohne Eigentum, Solidarische Ökonomie)
- Projekte in denen Momente nicht kommerziellen Lebens durchgesetzt werden
- Politik und Landwirtschaft
Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen
3. Januar 2012, 14:29 Uhr Kommentieren
COM’ON: Commons pushen
Bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Was braucht es, um Commons zu pushen?« (Moderation: Brigitte Kratzwald, Protokoll: Stefan Meretz). Los geht’s:
In der ersten Runde wurden zwei Vorschläge besprochen: Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen
25. Dezember 2011, 07:06 Uhr 5 Kommentare
COM’ON: Produktionsstrukturen transformieren
Einen der besten Aspekte des COM’ON—Workshop vom letzten Samstag fand ich die Art und Weise der Durchführung. Das übliche Vortrags- und Fragen+Antworten-Spiel im großen Kreis fehlte fast völlig, stattdessen gab es nach den vier kurzen (je 15 Minuten) Inputvorträgen zu Beginn nur Diskussion in wechselnden Kleingruppen von je etwa zehn bis fünfzehn Leuten. Nachmittags fand ein World-Café statt, wo an fünf Tischen parallel unterschiedliche Aspekte der Commons diskutiert wurden. Dieser Beitrag dokumentiert die Debatte an „meinem“ Tisch zum Thema: „Was passiert mit den bestehenden Produktionsstrukturen im Falle einer gesellschaftlichen Transformation?“
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Praxis-Reflexionen
20. Dezember 2011, 07:37 Uhr 1 Kommentar
Mit Commons Machtverhältnisse verändern
Mein Beitrag auf der COM’ON-Tagung am 10.12.2011:
Wenn neue Begriffe im politischen Diskurs oder in den Sozialen Bewegungen auftauchen, dann entspringen sie konkreten politischen Erfahrungen. Es waren im Fall der Commons Erfahrungen von Enteignung und Ohnmacht – trotz massiver Proteste, wurde weiterhin die Agenda des Kapitals umgesetzt, gerade auch bei der Krisenbekämpfung, die Umverteilung von unten nach oben nahm zu und demokratische Instrumente greifen nicht mehr, viele Menschen haben das Gefühl, es wird ihnen die Kontrolle über ihr Lebensumfeld und ihre Lebensbedingungen entzogen.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen
18. Dezember 2011, 07:51 Uhr 6 Kommentare
Is demonetization a really good idea?

Recently a companera asked me, if it really is such a good idea to start from abolishing money, since it seems to enhance freedom and quality of life especially for the most poor of us. I thought about it for a while and than answered that I do not see evidence for that.
Over the last year, I read and thought a lot about Tanzania (as a case study for the land grab, the results are partly published in German). Having now quite a good picture of the situation in Tanzania (and some overview of the situation in Africa as a whole), I doubt that money ever did any good job there.
Actually, I would say, things are getting increasingly worse particularly because of monetary relations.
Kategorien: Commons, English, Praxis-Reflexionen
26. Oktober 2011, 16:08 Uhr 6 Kommentare
Eindrücke von OccupyFrankfurt
Ich will nur kurz meine Eindrücke von heute Mittag bei Occupy Frankfurt loswerden.
Es gab sehr viele selbst gebastelte Plakate auf denen die unterschiedlichsten Weltsichten ausgebreitet wurden. Da war viel schlimmes Zeug dabei, allerlei Verschwörungstheorien und Zinskritik. Angeblich hat sogar jemand am Micro alles Übel der Welt der Familie Rothschild angedichtet und wurde dafür auch noch beklatscht (das hab ich aber nur von einem späteren Redebeitrag, der das thematisiert hat, hab es nicht selbst gehört).
Die allermeisten Leute haben ihre moralische Empörung ausgestellt.
Positiv fand ich zum einen den Versuch Basisdemokratie mit ja durchaus ein paar Tausend Leuten hinzukriegen nach spanischem Vorbild aber auch eine Grundstimmung, die schon irgendwie so war, dass “der Kapitalismus” etwas ist, das man loswerden muss. Leider wusste niemand was “der Kapitalismus” wirklich ist und es war mehr ein Synonym für alles was irgendwie böse ist und mit Geld zu tun hat. Leute von Parteien hatten keinen leichten Stand und auch sonst geht der Trend eindeutig zu Nicht-Organisationen wie Anonymous.
Kategorien: Praxis-Reflexionen
15. Oktober 2011, 23:02 Uhr 34 Kommentare
