Kategorie: Medientipp
Book »Life Without Money«
The new book Life Without Money; Building Fair and Sustainable Economies (co-edited by Anitra Nelson and Frans Timmerman) has just been released. The ten contributors to Life Without Money argue that we need to dispense with monetary values and relationships — yes, money per se — in order to manage our world on the basis of humane and natural values.
The book brings together diverse voices with strong arguments against our money-based system’s ability to improve lives and prevent environmental disaster. It provides a strategy for undercutting capitalism by refusing to deal in money, and offers money-free models of governance and collective sufficiency. Life Without Money is written by high-profile activist scholars, including Harry Cleaver, Ariel Salleh and John O’Neill, and is an inspiring manifesto for those who want to take action.
However, the book cannot be obtained »without money«, it has to be purchased in a bookstore. And the website indicates, that strict copyright applies. Creative Commons licenses are not used, which contradicts the aim of the book.
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26. November 2011, 16:26 Uhr 2 Kommentare
Elevate-Diskussion: Von der Ich-AG zur Peer Production?
Vor einem Monat habe ich auf dem Grazer Elevate-Festival an einer Diskussionsrunde zum Thema Von der Ich-AG zur Peer Production? Arbeit und Produktion im 21. Jahrhundert teilgenommen. Inzwischen gibt es die Videoaufzeichnung der Veranstaltung im Netz, die auch live im österreichischen „Offenen Kanal“ Okto.tv ausgestrahlt wurde:
Um die Peer-Produktion geht es erst im zweiten Teil der Diskussion, ungefähr ab Minute 1:11 (beginnend mit einem längeren Input von mir). Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Medientipp
22. November 2011, 08:18 Uhr 4 Kommentare
Leben ohne Geld — auf ProSieben
Ein Witz? Nein, nein, das Magazin Gallileo auf dem Privatkanal ProSieben hat Heidemarie, Raphael und elf Pavlik drei Tage lang begleitet, um ihr alltägliches Leben ohne Geld zu dokumentieren. Die Geschichte wurde gestern gesendet (Achtung: Werbeblocker einschalten!) und ist recht sympatisch geraten. Klar, sie hat zeigt auch die empörten Reaktionen der Art »Wenn das jeder machen würde«, geht aber leider dieser berechtigten und interessanten Frage nicht weiter nach. Es bleibt alles im personalisierenden Rahmen: Da machen drei Leute was ziemlich Abgefahrens.
Was nicht gezeigt wurde, keine Sekunde, können wir euch hier verraten: Christian und ich wurden ebenfalls von dem TV-Team zur Frage nach der Verallgemeinerbarkeit des Beispiels von Heidemarie, Raphael und Pavlik gefragt. Wir haben über die commons-basierte Peer-Produktion gesprochen, zahlreiche Beispiele genannt usw. — Doch davon kam nichts. Ich hab’s aber auch nicht anders erwartet. Geld oder kein Geld wird so nur als persönliches Problem vorgeführt.
[Update] Was mir sehr gefiel, war die Hintergrundstimme von »Dana Scully« aus der Serie Akte X – die unheimlichen Fälle des FBI (natürlich nicht von »Scully« selbst, sondern ihrer Synchronsprecherin Franziska Pigulla). Leben ohne Geld als »Akte X« — das passt doch
[Update] Raphael hier im SWR Nachtcafé.
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9. November 2011, 13:58 Uhr 5 Kommentare
Der Streit um die Netzneutralität und die Grundprinzipien des Internet
[Die folgende Rezension ist in der aktuellen Argument-Ausgabe 294 erschienen (Inhaltsverzeichnis). Auf Wunsch der Redaktion wurde sie gegenüber der ursprünglich eingereichten Fassung stark überarbeitet, weil meine Originalfassung als „zu technisch“ empfunden wurde – was aus meiner Sicht dem Text nicht unbedingt gut getan hat.]
van Schewick, Barbara, Internet Architecture and Innovation, MIT Press, Cambridge 2010 (574 S., geb., 34 €)
Eine Ursache für die erstaunliche Innovationskraft des Internets, diesem immer noch wachsenden Netzwerk (Mitte 2011 vernetzt es ca. 850 Mio Rechner), ist Verf. zufolge ein in den 1980er Jahren entstandenes Design-Prinzip seiner Architektur, das Ende-zu-Ende- Prinzip (kurz E2E-Prinzip). Es fordert die funktionale Trennung zwischen der Ebene der „end hosts“, den Rechnern der „Endnutzer“, welche Anwendungsprogramme nutzen, um sich übers Netz wechselseitig mit Informationen zu beliefern, und der Ebene jener Rechner, die das Netz bilden – „the core“ (59) –, dessen Programme möglichst generell, d.h. anwendungsunabhängig gestaltet werden. Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Medientipp
4. November 2011, 08:29 Uhr Kommentieren
Die Ideologie der »Tragik der Gemeingüter«
Was ist Ideologie? Darauf kann man differenziert antworten oder schlicht feststellen: Ideologie ist, wenn Unsinn durch penetrante Wiederholung den Anschein einer »Erklärung« bekommt. Genau das geschieht mit der Erzählung der tragedy of the commons, zu deutsch: Tragik der Allmende (Unbekannt? Weiter unten gibt’s eine Erklärung). Die Ideologie-Tragödie wird nun abermals von der Süddeutschen Zeitung aufgeführt:
Wenn nüchterne Akademiker theatralische Metaphern verwenden, sollte man hellhörig werden.
Wenn Artikel so anfangen, folgt die »Tragödie« postwendend. Vollständigen Artikel lesen »
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2. November 2011, 07:06 Uhr 4 Kommentare
Elevate-Interview
Dieses Interview habe ich letzte Woche auf dem Elevate-Festival in Graz gegeben. Themen waren u.a. Peer-Produktion, Freie Software und andere Commons, Apple vs. Android), Crowdsourcing, Peer-Produktion und der Markt.
Elevate Interview Christian Siefkes vom Elevate Festival.
Weitere Videos mit Elevate-Teilnehmer/innen gibt es auf der Website des Festivals.
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29. Oktober 2011, 08:54 Uhr Kommentieren
Relaunch von gemeingueter.de
Ein Zeit lang war das Gemeingüter-Portal weg vom Schirm, jetzt ist es in neuem Design wieder da. Ich bin daran beteiligt und liefere ab und zu aktuelle Infos zu den Commons, die mir über den Weg laufen. Der Schwerpunkt von gemeinguter.de liegt auf den Hinweisen, während die Artikel auf keimform.de öfter mal Hintergünde beleuchten und Diskussionen befördern (sollen). Außerdem ist für uns das Thema der gesellschaftlichen Emanzipation explizit relevant.
Commons statt Gemeingüter? Ja, im Diskussionprozess der Commoners haben wir entschieden, den Begriff Commons zu verwenden, und nicht mehr zentral den Begriff der Gemeingüter (vgl. zu den Begriffsproblemen). Leider spiegelt sich das nicht durchgehend im Portal wieder, weil die Domain commons.de vergeben ist. Also bleibt es bei »Gemeingüter« im Titel und »Commons« im Untertitel.
Achtung: Frühere RSS-Leser_innen des Portals müssen den Eintrag im Feedreader ändern. Der RSS-Feed hat jetzt die Adresse http://www.gemeingueter.de/?feed=rss2
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11. Oktober 2011, 07:54 Uhr 1 Kommentar
Collaborative Film Making: »Waking Up«
How can we imagine a world without money, private property, exchange and the like? Filmmaker Harald Sandø from Norway is creating the movie »Waking Up«. The film is not really »open source« (as mentioned on the website) since the sources are not accessible, but the author is open for participation writing the scripts. The story is inspired by the concept of a Resource Based Economy developed by Zeitgeist-Movement. Here’s the teaser:
The film teaser made it to the shortlist of the Film Festival Cinema Out of Your Backpack.
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19. August 2011, 16:46 Uhr 3 Kommentare
Geldlose Gesellschaft ist keine Utopie
Der Wiener »Standard« veröffentlichte einen Leser-Artikel des Architekten, Erfinders und Unternehmers Thomas Herzog. Der diskutiert eine geldlose Gesellschaft und geht dabei ein Reihe von Fragen durch, die wir auch hier immer wieder ansprechen:
- Motivation ohne Geld
- Wer macht die unangenehmen Tätigkeiten?
- Arbeitseinsparung durch Geldwegfall (50% schätzt der Autor)
- Eigentum und Besitz
Fazit: Eine geldlose Gesellschaft ist machbar, auch wenn etliche Fragen offen sind. Die schwierigste stellt der Autor zuerst: »Wie soll der Übergang … ablaufen?«
Gut, dass sich eine Standard-Zeitung traut, etwas so unstandardgemäßes zu bringen! [via]
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11. August 2011, 21:47 Uhr 23 Kommentare
Kulturflatrate!
Um ein etwas anderes Verständnis einer Kulturflatrate geht’s in meiner Kolumne in den aktuellen Streifzügen.
Außerdem im gleichen Heft: Notizen zur Solidarischen Ökonomie
Kategorien: Medientipp
10. August 2011, 17:02 Uhr 1 Kommentar
