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	<title>keimform.de &#187; Medientipp</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Commons &#8212; das Buch</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 15:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab April soll es zu haben sein, das Buch »Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat«, herausgegeben von Silke Helfrich und der Böll-Stiftung. Diesen Tipp kann man sich zwecks späteren Downloads notieren oder das Buch zum Kauf vormerken lassen. Es wird unter einer Creative-Commons-Lizenz (und zwar: Copyleft) sowohl in elektronischer wie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/02/commons-buch.jpg"><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="Das Commons-Buch" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/02/commons-buch-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" align="right" /></a>Ab April soll es zu haben sein, das Buch <a href="http://www.transcript-verlag.de/ts2036/ts2036.php">»Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat«</a>, herausgegeben von <a href="http://commonsblog.wordpress.com/">Silke Helfrich</a> und der Böll-Stiftung. Diesen Tipp kann man sich zwecks späteren Downloads notieren oder das Buch zum Kauf <a href="http://www.transcript-verlag.de/main/wkb_wkb.php?isbi=2036&amp;btit=Helfrich%2FH.%2DB%F6ll%2DStiftung+%28Hg.%29%2C+Commons&amp;preis=ca.24.80">vormerken lassen</a>. Es wird unter einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">Creative-Commons</a>-Lizenz (und zwar: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Copyleft">Copyleft</a>) sowohl in elektronischer wie in gedruckter Form erscheinen. Da es sehr umfangreich sein wird (deutlich über 400 Seiten), wird hier ein Ausdruck deutlich zu aufwändig werden. Aber gut wäre es, wenn einzelne Beiträge online verlinkbar sind. Ich hoffe also, dass das Buch nicht nur als ein Riesen-PDF, sondern webgemäß in Einzelartikelform erreichbar sein wird.</p>
<p>Was erwartet uns inhaltlich?</p>
<p>Genau weiß ich es nicht und bin schon sehr gespannt. Da ich aber zu den Autor_innen gehöre und auch mal  einen Blick auf die Liste der angefragten Beiträge werfen konnte, kann ich versprechen: Es wird gewaltig. Über 90 Autor_innen aus 30 Ländern schrieben ca. 75 Beiträge (die genauen Zahlen kenne ich nicht) mit einer großen Spannbreite von Themen: Von digitalen zu naturalen Commons, von Wissen zu Wasser, von Theorie zu Praxis. Dieses Buch wird auf lange Zeit das Referenzwerk zum Thema sein. Vorschusslorbeeren!</p>
<p>Für den Transcript-Verlag ist es wohl das erste Buch, dass unter einer freien Lizenz erscheint und gleichzeitig kostenlos online und gegen Geld gedruckt erhältlich sein wird. Also ein Experiment. Alle sind gespannt, ob es funktioniert, ob also die kostenlose Verfügbarkeit als Werbung für den kommerziellen Absatz dient. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Heinrich-Böll-Stiftung eine monetäre Absicherung gewährt hat. Das wäre immerhin sinnvoll angelegtes Stiftungsgeld <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun noch die Ankündigung des Verlages:</p>
<p>Die »Occupy«-Bewegung trägt ein Unbehagen auf die Straße – weltweit. Sie stellt Profitmaximierung an den Pranger und der Politik einen Misstrauensantrag. Die ernüchternde Diagnose: Markt und Staat haben versagt. Menschen verlieren die Kontrolle über das eigene Leben. Weltweit steigen die Preise für Wasser, Böden und Lebensmittel, während der Markt sie verknappt und an die Börse spült – flankiert von staatlichen Freihandelsverträgen.</p>
<p>Güter, die allen gehören, wie Meere oder Wälder, werden rücksichtslos auf den Markt getragen. Auch Wissen und Ideen, unsere wichtigsten produktiven Ressourcen, sind in Fülle vorhanden. Doch sie werden behandelt wie knappe Güter.</p>
<p><em>Aus Leben und Vielfalt für alle wird so Reichtum für wenige.</em> Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der Gemeingüter, eine Renaissance erleben – nicht zuletzt seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom.</p>
<p>Die Commons sind wichtiger denn je: Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern sie schöpfen aus der Fülle. Commons sind produktiv. Sie produzieren nicht in erster Linie für den Markt, sondern für die Menschen – und sie lösen konkrete Probleme. Wenn die Menschen die Freiheit haben, sich selbst zu organisieren und zu kooperieren, kann die gemeinsame Nutzung von Gütern sozialen Zusammenhalt und Verantwortlichkeit fördern und unsere Lebensgrundlagen schützen.</p>
<p>Dieser Band mit Beiträgen von 95 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und zivilgesellschaftlicher Praxis stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und Wegweiser für eine neue Politik liefert.</p>
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		<title>Italian Version of Oekonux Patterns</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 11:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[That&#8217;s the power of distributed cooperation: My recent paper for the CSPP-Journal entitled Peer Production and Societal Transformation has been translated into Italian (also here) by a collective of the Socialforge project. That&#8217;s really cool The paper is a reflection of more than ten years of Oekonux project by extracting ten patterns out of the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://socialforge.org/"><img class="right" title="Socialforge" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2012/01/socialforge-logo.jpg" alt="" width="360" height="80" align="right" /></a>That&#8217;s the power of distributed cooperation: My recent paper for the <a href="http://cspp.oekonux.org/">CSPP-Journal</a> entitled <a href="http://keimform.de/2011/peer-production-and-societal-transformation/">Peer Production and Societal Transformation</a> has been <a href="http://socialforge.org/art/1">translated into Italian</a> (also <a href="http://socialforge.wordpress.com/2012/01/08/oekonux-2/">here</a>) by a collective of the <a href="http://socialforge.org/">Socialforge project</a>. That&#8217;s really cool <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>The paper is a reflection of more than ten years of <a href="http://oekonux.org/">Oekonux project</a> by extracting ten patterns out of the past debates. Maybe I should also translate the paper into German?</p>
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		<title>Heute in ARTE: Die YES-Men</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufklärung durch Irrführung und Satire. Doch die größte Satire kann oft die Realität nicht erreichen. Heute abend (22:30 Uhr) bei ARTE oder jetzt bei YouTube &#8212; sehenswert: [via]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufklärung durch Irrführung und Satire. Doch die größte Satire kann oft die Realität nicht erreichen. Heute abend (22:30 Uhr) bei ARTE oder jetzt bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ddgbKZckejo">YouTube</a> &#8212; sehenswert:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="550" height="340" src="http://www.youtube.com/embed/ddgbKZckejo" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>[<a href="http://oya-online.de/blog/88-TV-Tip_Die_Yes-Men_regeln_die_Welt/view.html">via</a>]</p>
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		<title>Book »Life Without Money«</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 15:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Medientipp]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[geldlogik]]></category>

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		<description><![CDATA[The new book Life Without Money; Building Fair and Sustainable Economies (co-edited by Anitra Nelson and Frans Timmerman) has just been released. The ten contributors to Life Without Money argue that we need to dispense with monetary values and relationships — yes, money per se — in order to manage our world on the basis of humane and natural [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lifewithoutmoney.info/"><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="Life Without Money" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2011/11/life-without-money.jpg" alt="" width="210" height="320" align="right" /></a>The new book <a href="http://www.lifewithoutmoney.info/"><em>Life Without Money; Building Fair and Sustainable Economies</em></a> (co-edited by Anitra Nelson and Frans Timmerman) has just been released. The ten contributors to <em>Life Without Money</em> argue that we need to dispense with monetary values and relationships — yes, money per se — in order to manage our world on the basis of humane and natural values.</p>
<p>The book brings together diverse voices with strong arguments against our money-based system’s ability to improve lives and prevent environmental disaster. It provides a strategy for undercutting capitalism by refusing to deal in money, and offers money-free models of governance and collective sufficiency. <em>Life Without Money</em> is written by high-profile activist scholars, including Harry Cleaver, Ariel Salleh and John O’Neill, and is an inspiring manifesto for those who want to take action.</p>
<p>However, the book cannot be obtained »without money«, it has to be purchased in a bookstore. And the <a href="http://www.lifewithoutmoney.info/">website</a> indicates, that strict copyright applies. Creative Commons licenses are not used, which contradicts the aim of the book.</p>
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		<title>Elevate-Diskussion: Von der Ich-AG zur Peer Production?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 07:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einem Monat habe ich auf dem Grazer Elevate-Festival an einer Diskussionsrunde zum Thema Von der Ich-AG zur Peer Production? Arbeit und Produktion im 21. Jahrhundert teilgenommen. Inzwischen gibt es die Videoaufzeichnung der Veranstaltung im Netz, die auch live im österreichischen „Offenen Kanal“ Okto.tv ausgestrahlt wurde: Um die Peer-Produktion geht es erst im zweiten Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem Monat habe ich auf dem Grazer <a href="http://2011.elevate.at/">Elevate-Festival</a> an einer Diskussionsrunde zum Thema <a href="http://2011.elevate.at/e11arbeit">Von der Ich-AG zur Peer Production? Arbeit und Produktion im 21. Jahrhundert</a> teilgenommen. Inzwischen gibt es die Videoaufzeichnung der Veranstaltung im Netz, die auch live im österreichischen „Offenen Kanal“ <a href="http://okto.tv/">Okto.tv</a> ausgestrahlt wurde:</p>
<p><object width="550" height="309" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/1312" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="550" height="309" type="application/x-shockwave-flash" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/1312" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Um die Peer-Produktion geht es erst im zweiten Teil der Diskussion, ungefähr ab Minute 1:11 (beginnend mit einem längeren Input von mir). Weitere Teilnehmer/innen waren <a href="http://2011.elevate.at/diskurs/guest/roettger/">Bernd Röttger</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_D._B%C3%BChrmann">Andrea Bührmann</a> und <a href="http://2011.elevate.at/diskurs/guest/muckenhuber/">Johanna Muckenhuber</a>; organisiert und moderiert wurde die Debatte von <a href="http://kratzwald.wordpress.com/">Brigitte Kratzwald</a>.</p>
<p>Auf der Website des Festivals gibt es noch viele <a href="http://2011.elevate.at/fotos-und-videos/diskursprogamm/">weitere Videos von aufgezeichneten Elevate-Diskussionen sowie der Eröffnungsveranstaltung</a>.</p>
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		<title>Leben ohne Geld &#8212; auf ProSieben</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 12:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Reichtum & Knappheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Witz? Nein, nein, das Magazin Gallileo auf dem Privatkanal ProSieben hat Heidemarie, Raphael und elf Pavlik drei Tage lang begleitet, um ihr alltägliches Leben ohne Geld zu dokumentieren. Die Geschichte wurde gestern gesendet (Achtung: Werbeblocker einschalten!) und ist recht sympatisch geraten. Klar, sie hat zeigt auch die empörten Reaktionen der Art »Wenn das jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Witz? Nein, nein, das Magazin <em>Gallileo</em> auf dem Privatkanal ProSieben hat <a href="http://www.HeidemarieSchwermer.com">Heidemarie</a>, <a href="http://de.forwardtherevolution.net">Raphael</a> und <a href="http://wwelves.org/perpetual-tripper/">elf Pavlik</a> drei Tage lang begleitet, um ihr alltägliches <em>Leben ohne Geld</em> zu dokumentieren. Die Geschichte wurde <a href="http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/234291-leben-ohne-geld-1.2955977/">gestern gesendet</a> (Achtung: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werbeblocker">Werbeblocker</a> einschalten!) und ist recht sympatisch geraten. Klar, sie hat zeigt auch die empörten Reaktionen der Art »Wenn das jeder machen würde«, geht aber leider dieser berechtigten und interessanten Frage nicht weiter nach. Es bleibt alles im personalisierenden Rahmen: Da machen drei Leute was ziemlich Abgefahrens.</p>
<p>Was <em>nicht gezeigt wurde</em>, keine Sekunde, können wir euch hier verraten: Christian und ich wurden ebenfalls von dem TV-Team zur Frage nach der Verallgemeinerbarkeit des Beispiels von Heidemarie, Raphael und Pavlik gefragt. Wir haben über die commons-basierte Peer-Produktion gesprochen, zahlreiche Beispiele genannt usw. &#8212; Doch davon kam nichts. Ich hab&#8217;s aber auch nicht anders erwartet. Geld oder kein Geld wird so nur als persönliches Problem vorgeführt.</p>
<p>[Update] Was mir sehr gefiel, war die Hintergrundstimme von »Dana Scully« aus der Serie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akte_X_%E2%80%93_Die_unheimlichen_F%C3%A4lle_des_FBI">Akte X &#8211; die unheimlichen Fälle des FBI</a> (natürlich nicht von »Scully« selbst, sondern ihrer Synchronsprecherin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franziska_Pigulla">Franziska Pigulla</a>). Leben ohne Geld als »Akte X« &#8212; das passt doch <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Der Streit um die Netzneutralität und die Grundprinzipien des Internet</title>
		<link>http://keimform.de/2011/der-streit-um-die-netzneutralitaet/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 07:29:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
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		<category><![CDATA[das-argument]]></category>
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		<description><![CDATA[[Die folgende Rezension ist in der aktuellen Argument-Ausgabe 294 erschienen (Inhaltsverzeichnis). Auf Wunsch der Redaktion wurde sie gegenüber der ursprünglich eingereichten Fassung stark überarbeitet, weil meine Originalfassung als „zu technisch“ empfunden wurde – was aus meiner Sicht dem Text nicht unbedingt gut getan hat.] van Schewick, Barbara, Internet Architecture and Innovation, MIT Press, Cambridge 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://keimform.de/wp-content/uploads/2011/11/argument294.jpg"><img class="left" style="margin-right: 8px; border: 1px solid black;" title="Das Argument, Nr. 294 (zum Vergrößern klicken)" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2011/11/argument294-klein.jpg" alt="Das Argument, Nr. 294 (zum Vergrößern klicken)" width="213" height="300" align="left" hspace="5" vspace="1" /></a>[Die folgende Rezension ist in der <a href="http://www.inkrit.de/argument/argumentaktuell.htm">aktuellen Argument-Ausgabe 294</a> erschienen (<a href="http://www.inkrit.de/argument/archiv/DA294/DA294_einzeldaten/DA294_inhalt.pdf">Inhaltsverzeichnis</a>). Auf Wunsch der Redaktion wurde sie gegenüber der ursprünglich eingereichten Fassung stark überarbeitet, weil meine Originalfassung als „zu technisch“ empfunden wurde – was aus meiner Sicht dem Text nicht unbedingt gut getan hat.]</p>
<p><strong>van Schewick, Barbara, Internet Architecture and Innovation, MIT Press, Cambridge 2010 (574 S., geb., 34 €)</strong></p>
<p>Eine Ursache für die erstaunliche Innovationskraft des Internets, diesem immer noch wachsenden Netzwerk (Mitte 2011 vernetzt es ca. 850 Mio Rechner), ist Verf. zufolge ein in den 1980er Jahren entstandenes Design-Prinzip seiner Architektur, das Ende-zu-Ende- Prinzip (kurz E2E-Prinzip). Es fordert die funktionale Trennung zwischen der Ebene der „end hosts“, den Rechnern der „Endnutzer“, welche Anwendungsprogramme nutzen, um sich übers Netz wechselseitig mit Informationen zu beliefern, und der Ebene jener Rechner, die das Netz bilden – „the core“ (59) –, dessen Programme möglichst generell, d.h. anwendungsunabhängig gestaltet werden. Analog fungieren Elektrizitätsnetzwerke (50): die Geräte in Haushalten und Industrie gleichen den „end hosts“, zum „Kern“ zählen die Kraftwerke, Überlandleitungen und Umspannungswerke. Wie im Fall der Elektrizitätsnetze kristallisieren sich auch beim Internet um „core“ und „end hosts“ getrennte Industriebranchen heraus. Netzbetreiber (z.B. die Deutsche Telekom AG) und Zugangsanbieter bilden den „core“; die „end hosts“ stehen bei Firmen mit Millardenumsätzen wie Ebay, Amazon, Google, aber auch bei der Masse derer, die ‚googeln‘, E-Mails versenden, per Internet telefonieren usw. Dass es für Netzbetreiber zunehmend profitabel wird, mit dem E2E-Prinzip zu brechen und mit ihrer technischen Infrastruktur ins Feld der „end hosts“ einzugreifen, treibt die bisherige Internet-Architektur in die Krise. Verf. strebt staatliche Regulierung der Netzbetreiber an; denen, die dafür kämpfen, gilt ihr Buch, das eine enorme Menge von Fachliteratur aufnimmt – zum Teil im Modus bloßen „name droppings“. Sie ist Juristin und Informatikerin, die 2005 an der TU Berlin promoviert hat, und derzeit Direktorin des Center for Internet and Society und Professorin an der Stanford University.</p>
<p>Ihre Grundthesen finden sich kompakt in ihrem Beitrag „Innovationsmotor Internet: Der Einfluss der Netzarchitektur auf Innovation“ (in: Drossou/Krempl/Polterman (Hg.), <em>Die wunderbare Wissensvermehrung,</em> München 2006, 48–63). Mit dem Bruch des E2E-Prinzips sei das Internet „an einem Scheideweg angelangt“, was „wie ein Streit unter Netzwerkingenieuren aussieht, hat weitreichende Auswirkungen auf künftige Innovationen“ (49). Auf dem Spiel steht nicht zuletzt die <em>Netzneutralität,</em> also die Frage, ob Zugangsanbieter alle Datenpakete gleichberechtigt übertragen müssen oder ob sie nach Herkunft und Art der Pakete differenzieren dürfen. Letzteres würde es z.B. ermöglichen, Datei-Tauschbörsen auszubremsen oder ganz zu blockieren, oder Videos nur dann mit voller Geschwindigkeit zu übertragen, wenn YouTube dafür extra bezahlt.</p>
<p>Die Auslegung des „jahrzehntelang anerkannten und respektierten“ (ebd.) E2E-Prinzips ist umstritten, weil auch diejenigen, die es unterlaufen, sich auf es berufen. Hier sorgt das Buch für mehr Klarheit, indem es die Genese des Prinzips minutiös rekonstruiert und die Hauptetappen seiner Entwicklung dokumentiert. Die erste, „enge“ (narrow) Fassung wurde 1981 von drei maßgeblichen Architekten des Internets (J.Saltzer, D.Reed, D.Clark) veröffentlicht. Sie fordert, dass eine Funktionalität in der niedrigsten Programmschicht des Internetprotokolls implementiert wird, in der sie vollständig umgesetzt werden kann. In der 1984 revidierten Fassung wird der Ansatz radikalisiert: Es dürfen einer niedrigen Programmschicht nur solche Funktionen hinzugefügt werden, die alle Verwender dieser Schicht benötigen (2010, 58f). Diese zweite, „weite“ (broad) Fassung des E2E-Prinzips setzt sich allgemein durch. Es verbietet, Funktionen, die etwa nur zum Websurfen (HTTP) gebraucht werden, auf einer niedrigeren Schicht wie TCP umzusetzen.</p>
<p>Bewirkt wird damit, dass die unteren Schichten und damit die allgemeine Architektur des Internets quasi „neutral“ gegenüber möglichen Anwendungen sind. Auf kein besonderes Anwendungsszenario zugeschnitten, ermöglichen sie alle. Da Änderungen der elementaren Schichten nicht nötig sind, können neue Anwendungen wie Skype oder BitTorrent in der Entstehungsphase mit geringem finanziellen Aufwand experimentell variiert und im Erfolgsfall massenhaft etabliert werden: Es reicht, die neue Anwendung zu installieren, ohne erst mit Zugangsanbietern oder anderen Parteien verhandeln zu müssen. Diesen Aspekt der „evolvability“ (69f) des Internet führt Verf. in einer Reihe von Fallbeispielen vor.</p>
<p>Die Zahl potenzieller Entwickler wächst mit dem Internet: „In einer auf der weiten Version des E2E-Prinzips basierenden Netzwerk-Architektur […] ist die Menge der potenziellen Innovatoren“ sehr groß und vielfältig, denn „jeder, der programmieren kann […] und Zugang zu einem mit dem Internet verbundenen Computer hat, kann neue Anwendungen entwickeln“ (7). Teilweise ermüdend detailliert zeigt Verf. auf, dass jede Verletzung des E2E-Prinzips den Kreis potenzieller Innovatoren verkleinert. Zwar können Zugangsanbieter mit ihren Eingriffen zugunsten einzelner Anwendungen bessere Leistungen und höhere Gewinne erzielen, die sie zu Innovationen anreizen, insgesamt aber sinkt das Innovationspotenzial, während die Kosten für Endkunden steigen – was die Gewinne der Unternehmen schmälert, die auf Dienste der Zugangsanbieter angewiesen sind.</p>
<p>Im abschließenden Kapitel legt Verf. dar, dass Abweichungen vom Prinzip der Netzneutralität Zugangsanbietern ökonomische Vorteile bringen, die dem „öffentlichen Interesse“ (der Masse der nichtkommerziellen Internetnutzer) schaden. Das egoistische Verhalten der Zugangsanbieter führt hier keineswegs zu gesellschaftlich optimalen Ergebnissen (wie es die neoklassische Orthodoxie erwarten würde), weshalb Verf. ein „Marktversagen in Bezug auf die Entwicklung der [Internet-]Architektur“ (375) feststellt und staatliche Regulierung fordert. Nicht in den Blick kommt dabei, dass Markt und Staat nicht die einzigen gesellschaftlichen Organisationsformen sind. Das Internet hat eine Vielzahl an Projekten hervorgebracht – Freie Software, Wikipedia, Freie Kultur, Freie Hardware –, in denen Menschen gleichberechtigt und freiwillig zu Zielen beitragen, die ihnen wichtig sind. Die „commonsbasierte Peer-Produktion“ (Y.Benkler, <em>The Wealth of Networks,</em> New Haven 2006) eröffnet eine weitere Perspektive: „Netze in Nutzerhand“ statt staatlicher Regulation oder privater Profitmaximierung.</p>
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		<title>Die Ideologie der »Tragik der Gemeingüter«</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 06:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist Ideologie? Darauf kann man differenziert antworten oder schlicht feststellen: Ideologie ist, wenn Unsinn durch penetrante Wiederholung den Anschein einer »Erklärung« bekommt. Genau das geschieht mit der Erzählung der tragedy of the commons, zu deutsch: Tragik der Allmende (Unbekannt? Weiter unten gibt&#8217;s eine Erklärung). Die Ideologie-Tragödie wird nun abermals von der Süddeutschen Zeitung aufgeführt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Ideologie? Darauf kann man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie">differenziert</a> antworten oder schlicht feststellen: Ideologie ist, wenn Unsinn durch penetrante Wiederholung den Anschein einer »Erklärung« bekommt. Genau das geschieht mit der Erzählung der <em>tragedy of the commons</em>, zu deutsch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende">Tragik der Allmende</a> (Unbekannt? Weiter <a href="http://keimform.de/2011/die-ideologie-der-tragik-der-gemeingueter/#tragik">unten</a> gibt&#8217;s eine Erklärung). Die Ideologie-Tragödie wird nun abermals von der <a title="Immer mehr Menschen, immer weniger Rohstoffe: Die letzten Ressourcen der Erde" href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/letzte-ressourcen-der-erde-immer-weniger-rohstoffe-fuer-immer-mehr-menschen-1.1177348">Süddeutschen Zeitung</a> aufgeführt:</p>
<blockquote><p><em>Wenn nüchterne Akademiker theatralische Metaphern verwenden, sollte man hellhörig werden.</em></p></blockquote>
<p>Wenn Artikel so anfangen, folgt die »Tragödie« postwendend. </p>
<blockquote><p><em>So zum Beispiel bei dem Begriff &#8220;tragedy of the commons&#8221;, zu Deutsch etwa &#8220;Die Tragödie der Gemeinschaftsgüter&#8221;. So nennen Ökonomen ein Phänomen, das sich am Beispiel einer Erbschaft erklären lässt:</em></p>
<p><em>Ein Vater hinterlässt seinen fünf Kindern ein Vermögen von 50.000 Euro. Im besten Fall bekommt jedes der Nachkommen ein Fünftel davon und steht danach in der Verantwortung, sein Erbteil vernünftig und maßvoll zu verwalten.</em></p>
<p><em>Doch was passiert, wenn die Hinterlassenschaft auf einem Gemeinschaftskonto deponiert wird und jeder Erbe &#8211; zum Beispiel per Kreditkarte &#8211; Zugriff auf das Guthaben bekommt? Es braucht nicht viel Phantasie, um sich den grausamen Wettlauf vorzustellen, bei dem die Erben alles daran setzen, möglichst viel des Vermögens zu verpulvern, bevor es der Rest der Verwandtschaft tut.</em></p></blockquote>
<p>Geht es platter? Das angebliche »Phänomen« existiert gar nicht, denn in Wahrheit ist es bloß ein Gedankenspiel von Garrett Hardin (siehe <a href="http://keimform.de/2011/die-ideologie-der-tragik-der-gemeingueter/#tragik">unten</a>). Es ist eine fiktive Geschichte, die aus Simplifizierungsgründen erfunden wurde und die, weil sie zu simpel konstruiert ist, in die Hose geht. Der Autor setzt nun noch einen drauf und erfindet eine neue Geschichte, um die ursprünglich erfundene Veranschaulichung zu veranschaulichen. Um Erklären geht&#8217;s dabei ohnehin nicht mehr.</p>
<p>In welcher Welt lebt einer, dem ohne »viel Phantasie« &#8212; also genauso gedankenlos wie die ursprüngliche Geschichte für ein Realphänomen zu halten &#8212; nur einfällt, dass sich fünf Erben einen »grausamen Wettlauf« liefern werden, sobald alle Zugriff auf das Erbe haben? Richtig, in der Welt des Krieges in der Ökonomie. Und der Krieg der Ökonomie muss auch in der Familie stattfinden. Das bornierte, isolierte, vor sich hin nutzenmaximierende Individuum kann nicht anders, denn von einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus"><em>homo economicus</em></a> erwartet man das: jeder gegen jeden.</p>
<p>Aber jede dumme Geschichte hat ein Kern an Wahrheit, so auch diese. So setzen sich tatsächlich in der Ökonomie jene Spezies eher durch, die dem Unmenschenbild entsprechen. Wer im Konkurrenzkampf »grausam« agiert, hat Vorteile, allzu Menschliches rechnet sich eben nicht. Die implizite Wendung jedoch, dass Menschen <em>eben so sind</em>, von Natur aus gewissermaßen, das ist <em>Ideologie</em>. Warum auch sollten die fünf Erben miteinander reden und sich verständigen? Weil das in der Seifenoper im Vorabendprogramm auch nicht klappt?</p>
<p>Mit Ideologie werden die realen Verhältnisse auf den Kopf gestellt. In Wahrheit wäre diese hübsche Marktwirtschaft, also der ordinäre Kapitalismus, schon längst an sich selbst zerbrochen, wäre die Ökonomie nur von Oeconomicus-Menschen bevölkert und wäre die ganze Gesellschaft nur nach der Logik des sich-rechnen-müssens organisiert. Das ist glücklicherweise nicht so. Es sind die Commons und familären Sozialbeziehungen, die gerade <em>nicht</em> nach dem Muster der Ökonomie strukturiert sind und daher den ganzen Laden zusammenhalten können. Der Kapitalismus braucht die Commons als Auffangnetze, damit er seine Logik rücksichtslos gegen Mensch und Natur durchsetzen kann. Er braucht die Commons, um immer wieder neue Bereiche in die Verwertungslogik ziehen zu können. Und er erzeugt auch immer wieder Commons, wenn die Verwertungsmaschine nicht verwertbare Teile wieder ausspeit.</p>
<p>Und nun erzählt uns die »Süddeutsche«, das sei schon ganz richtig so, denn es liege in der menschlichen Natur, letztlich. Aber nicht nur das: Der Artikel verbindet sein Unmenschenbild mit den zukünftigen »grausamen« Verteilungskriegen, die wir uns mit »nicht viel Phantasie« ausmalen können. Wie soll man das nennen &#8212; ideologische Kriegsvorbereitung?</p>
<p>Auch hier wieder steht die Wahrheit auf dem Kopf. Die Ressourcen-Verschleuderung hat <em>nichts</em> mit dem Commons zu tun, sondern im Gegenteil mit der Zerstörung von Commons. Sie hat mit dem Zwangswachstum zu tun, das in den Kapitalismus eingebaut ist. Stattdessen wir behauptet:</p>
<blockquote><p><em>Die Klimakonferenzen der letzten Jahre haben gezeigt, dass auch hier die Mechanismen der Gemeinschaftsgüter-Tragödie einsetzen</em></p></blockquote>
<p>Das ist schlicht falsch. Die Klimakonferenzen haben gezeigt, dass die Atmosphäre wie ein <em>Niemandsland</em> behandelt wird und die Staaten unfähig sind, auf globaler Ebene das Niemandsland »Atmosphäre« in ein Commons zu verwandeln. Denn Commons sind nur dann Commons, wenn es klare Regeln für die Nutzung und Bewahrung der zugrunde liegenden Ressourcen gibt.<a name="tragik"></a></p>
<h3>Die »Tragik der Allmende«</h3>
<p>Die Geschichte wurde 1968 von Garrett Hardin zu Illustrationszwecken erfunden und geht so: Hirten versauen die gemeinsam genutzte Allmende-Weide, weil jeder Einzel-Hirte seinen Ertrag zu maximieren trachtet und mehr und mehr Vieh auf die Weide treibt. Ergo: »Commons« müssen kaputt gehen. Also muss ein Privat- oder Staatsregime her, um die Nutzung zu regeln, so dass die Weide erhalten bleibt. Anders geht&#8217;s nicht, Punkt.</p>
<p>Tatsächlich kommunizieren die Hirten miteinander und verabreden die gemeinsame und dauerhafte Nutzung. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom">Elinor Ostrom</a> hat das für zig andere Commons <a href="http://www.keimform.de/2009/06/29/wann-klappt-selbstorganisation/">empirisch bestätigt</a> und dafür einen <a href="http://keimform.de/2009/nobelpreis-fuer-die-commons/">Nobelpreis</a> bekommen. Hardins Tragik ist eine »Tragik des Niemandslands«, also einer Ressource, bei der es <em>keine</em> Absprachen und Nutzungsregeln gibt wie es die Commons gerade auszeichnet.</p>
<p>Eine notwendig eintretende »Tragik der Allmende« ist also Quatsch. Sicher gibt es Fälle, wo Allmende-Ressourcen zerstört werden, aber dies sind Fälle, in denen sich die Personen aufgrund restriktiver Bedingungen so verhalten wie sie die Ökonomietheorie konzipiert: Als isoliert entfremdete nutzenmaximierende Einzelwesen, als <em>homo oeconomicus</em>. Die Geschichte von der notwendigen »Tragik der Allmende« hat sich gleichsam als allgemeine Wahrheit in der traditionellen Ökonomietheorie eingebrannt. Sie wurde und wird als Rechtfertigung für Privatisierungen herangezogen.</p>
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		<title>Elevate-Interview</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 06:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kapitalismuskritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Interview habe ich letzte Woche auf dem Elevate-Festival in Graz gegeben. Themen waren u.a. Peer-Produktion, Freie Software und andere Commons, Apple vs. Android), Crowdsourcing, Peer-Produktion und der Markt. Elevate Interview Christian Siefkes vom Elevate Festival. Weitere Videos mit Elevate-Teilnehmer/innen gibt es auf der Website des Festivals.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Interview habe ich letzte Woche auf dem <a href="http://2011.elevate.at/">Elevate-Festival</a> in Graz gegeben. Themen waren u.a. Peer-Produktion, Freie Software und andere Commons, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apple">Apple</a> vs. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Android_%28Betriebssystem%29">Android</a>), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdsourcing">Crowdsourcing</a>, Peer-Produktion und der Markt.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/30944566" width="549" height="309" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/30944566">Elevate Interview Christian Siefkes</a> vom <a href="http://vimeo.com/elevatefestival">Elevate Festival</a>.</p>
<p><a href="http://2011.elevate.at/fotos-und-videos/interviews-diskurs/">Weitere Videos mit Elevate-Teilnehmer/innen</a> gibt es auf der Website des Festivals.</p>
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		<title>Relaunch von gemeingueter.de</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 05:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Zeit lang war das Gemeingüter-Portal weg vom Schirm, jetzt ist es in neuem Design wieder da. Ich bin daran beteiligt und liefere ab und zu aktuelle Infos zu den Commons, die mir über den Weg laufen. Der Schwerpunkt von gemeinguter.de liegt auf den Hinweisen, während die Artikel auf keimform.de öfter mal Hintergünde beleuchten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://gemeingueter.de"><img class="right" style="margin-left: 8px;" title="gemeingueter.de" src="http://keimform.de/wp-content/uploads/2011/10/gemeingueter.png" alt="" width="309" height="139" align="right" /></a>Ein Zeit lang war das <a href="http://www.gemeingueter.de/">Gemeingüter-Portal</a> weg vom Schirm, jetzt ist es in neuem Design wieder da. Ich bin daran beteiligt und liefere ab und zu aktuelle Infos zu den Commons, die mir über den Weg laufen. Der Schwerpunkt von gemeinguter.de liegt auf den Hinweisen, während die Artikel auf keimform.de öfter mal Hintergünde beleuchten und Diskussionen befördern (sollen). Außerdem ist für uns das Thema der gesellschaftlichen Emanzipation explizit relevant.</p>
<p>Commons statt Gemeingüter? Ja, im Diskussionprozess der Commoners haben wir entschieden, den Begriff <em>Commons</em> zu verwenden, und <em>nicht</em> mehr zentral den Begriff der Gemeingüter (vgl. zu den <a href="http://keimform.de/2011/commons/">Begriffsproblemen</a>). Leider spiegelt sich das nicht durchgehend im Portal wieder, weil die Domain commons.de vergeben ist. Also bleibt es bei »Gemeingüter« im Titel und »Commons« im Untertitel.</p>
<p><strong>Achtung</strong>: Frühere RSS-Leser_innen des Portals müssen den Eintrag im Feedreader ändern. Der RSS-Feed hat jetzt die Adresse <a href="http://www.gemeingueter.de/?feed=rss2">http://www.gemeingueter.de/?feed=rss2</a></p>
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