Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Medientipp

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We love commonism

Den Titel hab ich mir nicht ausgedacht, ist Original von den Jungen Grünen Österreich.  Hier das Video dazu:

Mit der Begründung hapert es noch:

»Commons sind Gemeingüter, also Dinge, die irgendwie allen gehören aber auch niemandem – alle können sie nutzen, wenn sie gebraucht werden. Wem was gehört und wer darüber verfügt ist nicht egal in unserer Gesellschaft. Deswegen lieben wir Commons!«

Irgendwie allen, aber auch niemandem? Irgendwie unklar, quasi…

Kategorien: Commons, Medientipp

22. November 2014, 06:17 Uhr   14 Kommentare

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Book of Peer Production

Journal of Peer ProductionThe Book of Peer Production has been released as a special edition of Journal of Peer Production. It consists of papers written by presenters at the Peer Production-track at the Free Society Conference and Nordic Summit (FSCONS) in Göteborg 2014. It is cool, that all content in the book is in the public domain.

Johan Söderberg and Mathieu O’Neil explain: “In fact, the commons and peer production are two names for describing the same thing: a particular kind of labour relation. This labour relation is predicated on voluntary participation and the self-selection of tasks.” — This is exactly what I mean by the commons as being a new elementary form (as used by Marx) of social production opposed to the commodity form.

These are the articles of the book: Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, English, Freie Software, Medientipp, Theorie

16. November 2014, 07:08 Uhr   Kommentieren

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Rezension: Hauke Thoroe (2010): »Herrschaftskritik«

thoroe-herrschaftskritikThoroe, Hauke (Hrsg.) 2010: Herrschaftskritik – Analysen, Aktionen, Alternativen. SeitenHieb Verlag – Download (PDF)

Beim Schlagwort ‘Herrschaftskritik’ werde ich hellwach. Ein ganzes Buch, herausgegeben und auch überwiegend geschrieben von einem jungen Aktivisten, der Theorie und Praxis verbinden möchte – das klingt außerordentlich spannend. Es handelt sich, wie erwartet, um ein Buch aus der linksradikalen Szene für eben dieselbe – und ihren Nachwuchs. Und als solches greift es nicht ganz ungeschickt Fragen und Probleme auf, in welchen eine herrschaftskritische Perspektive hilfreich sein kann.

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Kategorien: Medientipp, Praxis-Reflexionen

13. November 2014, 06:39 Uhr   34 Kommentare

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Alternativen von unten

Glücksökonomie[Auszug aus dem Buch »Glücksökonomie« von Annette Jensen und Uta Scheub, repostet unter CC-by-nc-nd]

»…Könnte nicht alles, was relokalisierbar ist, konsequent entglobalisiert und lokaler Steuerungsintelligenz zugeführt werden? Viele Probleme, die zentrale Machtagglomerate verursachen, würden durch regional angepasste Lösungen verschwinden.

Die dafür nötige Vielfalt von Projekten, Betrieben und Initiativen gibt es schon weltweit. Diese basieren auf anderen Werten als das gegenwärtige Wirtschaftssystem und durchwuchern es von allen Seiten. Das Alte dient nur noch als Steinbruch oder als Werkzeugkasten: Man nutzt, was davon noch nützlich ist.

Angetreten sind die Bewegungen nicht, um das herrschende System zu bekämpfen, sondern um das Wohlergehen der Beteiligten zu mehren. Deshalb beziehen sie sich auch nicht direkt auf den Kapitalismus – sie ignorieren ihn einfach und stellen stattdessen selbst Regeln auf. Dieses Vorgehen verschwendet die eigene Kraft nicht damit, sich an einem übermächtigen Gegner abzuarbeiten, sondern konzentriert sich auf das Entwickeln des Eigenen.

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Kategorien: Commons, Medientipp

20. Oktober 2014, 13:43 Uhr   9 Kommentare

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RLS: Futuring

Die RLS hat den Stand ihrer Transformationsforschung mal wieder zusammengefasst und ein Buch daraus gemacht, das im Volltext auch online zu haben ist. Ausgangspunkt ist ein Blick auf das, was das “Futuring der Herrschenden” (S.8) genannt wird – der Zugriff auf Zukünfte als zentrales Element von Macht. Von links sei dieses „Futuring“ allerdings anders zu denken und zugleich zu überwinden. „Zeit“, so Marx, ist „Raum für menschliche Entwicklung“ (Marx 1865/1974, 144). Nicht die Verfügung über die Ungeborenen, nicht die vorwegnehmende Kontrolle über das denkbar Mögliche, sondern der heutige Beitrag dazu, dass Menschen in Zukunft gleicher und freier, selbstbestimmter und demokratischer, friedlicher vor allem leben können, dies ist gesellschaftsreformierende wie umstürzende, ist „revolutionäre Realpolitik“ (Luxemburg 1903/1972, 373) der Transformation.

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Kategorien: Medientipp, Theorie

20. September 2014, 06:52 Uhr   1 Kommentar

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„Wo hört Nische auf und fängt Transformation an?“

Christina Kaindl, Caroline Rosenthal, Thomas Lohmeier und Christian Siefkes (zum Vergrößern klicken)[Repost aus dem Onlinemagazin prager frühling. Die sehr umfangreiche aktuelle Ausgabe ist ganz den Commons gewidmet.]

Gespräch mit Caroline Rosenthal, Christina Kaindl und Christian Siefkes

Über das emanzipatorische Potential von Commons und über deren Beschränkungen sprachen wir mit dem Programmier und Publizisten Christian Siefkes, der Psychologin Christina Kaindl sowie Caroline Rosenthal, von Rathausstern Lichtenberg. Die Bürgerinitiative will auf dem Gelände einer ehemaligen Polizeiwache in Berlin-Lichtenberg Wohnraum, einen Stadtteilgarten, Versammlungsräume, ein Nachbarschaftscafé und eine Kita schaffen.

prager frühling: Caroline, du engagierst dich, bei den Rathaussternen. Was ist euer Anliegen?

Caroline Rosenthal: Wir haben den Rathausstern als eine Art Statement, als ein Experiment geplant: Wir wollten ausprobieren, ob Menschen, die das nicht professionell machen, an einem Berliner Liegenschaftsvergabeverfahren teilnehmen können und in den angeblich verbesserten Vergabeverfahren auch wirklich eine Chance haben. Aber wir unterscheiden uns auch von klassischen Hausprojekten. Wir sind da ähnlich wie das Philosophikum …

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Medientipp, Praxis-Reflexionen

6. Juli 2014, 07:27 Uhr   1 Kommentar

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Das musste mal gesagt werden

Kategorien: Medientipp

25. Mai 2014, 12:22 Uhr   2 Kommentare

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Rezension: Christoph Spehr (2003) »Gleicher als Andere«

Rezension: Christoph Spehr (2003) Gleicher als Andere. Eine Grundlegung der freien Kooperation. Mit Kommentaren von Frigga Haug, Ralf Krämer, Stefan Meretz, Dorothee Richter, Babette Scurrell, Uli Weiß, Frieder Otto Wolf u.a.

Von Marco Pompe, Berlin

Herrschaftskritik, die sowohl anarchistische, als auch marxistische Elemente beinhaltet, entwickelt zunehmend Orientierungsfunktion in der Linken. Wie dieses Zusammengehen heute theoretisch wie praktisch funktionieren kann wird aber selten direkt verhandelt. Auch der 2001 von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ausgezeichnete Text ‘Gleicher als Andere. Eine Grundlegung der freien Kooperation‘ stellt sich nicht wirklich dieser Herausforderung. Dafür geht aber das Buch, indem dieser Text auf ca. 100 Seiten veröffentlicht und anschließend in zahlreichen Kommentaren diskutiert wird, insgesamt ein gutes Stück diesen Weges. Wie in dem Text erläutert besteht die emanzipatorische Linke aus vielen Strömungen. Er macht deutlich, daß der Selbstfindungsprozess als eine strömungsübergreifende Bewegung nicht abgeschlossen ist. Mir scheint, die Debatte um Spehrs Text in Erinnerung zu rufen, kann diesen Prozess unterstützen und die Qualität von so manchem politischen Projekt positiv beeinflussen.

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Kategorien: Medientipp, Theorie

17. April 2014, 06:14 Uhr   4 Kommentare

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Streifzüge Nr. 60: »Keimformen«

Streifzüge Nr. 60/2014[Inhaltverzeichnis der Ausgabe: unten]

Einlauf

Ich hatte das Vergnügen, den Schwerpunkt als Gast-Kurator zu betreuen. Es lief einfacher als gedacht, am Ende hatten wir sogar mehr Artikel, als wir unterbringen konnten.

Die Keimform-These spricht einen bestimmten, aber selten thematisierten Aspekt der an Marx orientierten Theorie an: Wie gehen gesellschaftliche Systeme unterschiedlicher Qualität in der Entwicklung auseinander hervor? Traditionell schien dieses Thema in Bezug auf den Kapitalismus mit der Figur der die Macht ergreifenden Arbeiterklasse gelöst zu sein: Die regelt das dann. Doch so schlicht und politizistisch funktioniert(e) der geschichtliche Prozess nicht. Die untergegangenen realsozialistischen Versuche bezeugen dies. Das Verhältnis von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen ist weitaus komplexer als gedacht.

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Kategorien: Medientipp, Theorie

5. April 2014, 06:48 Uhr   18 Kommentare

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3sat-Doku “Wem gehört die Welt”

Hier nun die Doku, deren Untertitel “Wachstum durch Teilen” ich ziemlich merkwürdig fand. Dabei hat er nichts mit dem Inhalt zu tun, gar nichts. Der Film ist auch deutlich besser als die Sendung “Scobel” zu Gemeingütern (am 20.2.14) , zu der auch Silke Helfrich eingeladen war. Im Unterschied zu anderen gnädigen Beurteilungen fand ich die Sendung ziemlich mies. Sie war für Nichteingeweihte schwer verständlich, die Einspielungen bedienten alte, falsche Klischees und Scobel himself hat Silke völlig unmotiviert unter der Gürtellinie angegriffen (“P2P nutzen auch Kinderpornoringe”). DieDoku ist dagegen für Einsteiger_innen geeignet, liefert schöne Bilder und deckt eine ganze Palette von Commons ab, geht allerdings auch nicht sehr tief. Schaut selbst:

Kategorien: Commons, Medientipp

27. Februar 2014, 06:06 Uhr   1 Kommentar