Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Lernen

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E-Mail-Selbstverteidigung

infographic-buttonDie Free Software Foundation (FSF) hat ihre Anleitung zur Einrichtung der E-Mail-Verschlüsselung auf dem eigenen Rechner in sechs Sprachen übersetzt — deutsch ist nun auch dabei. Die Anleitungen unterscheiden sich jeweils nach Linux-, Mac- und Windows-Betriebssystem. Viele Provider werben inzwischen damit, sie würden verschlüsselte E-Mailkommunikation sicherstellen. Doch das betrifft nur zwei Aspekte: Die Kommunikation zwischen dem eigenen Rechner und dem Mail-Service und die Mailweiterleitung zwischen großen deutschen Providern. Mails außerhalb dieser Provider, also insbesondere Mails ins Ausland, werden unverschlüsselt übertragen. Zudem ist unklar, welche Zugriffe die großen deutschen Provider den Sicherheitsdiensten gewähren.

Grund genug, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf allen Rechnern einzurichten. Mach mit! Die Anleitung der FSF nimmt dich an die Hand!

Kategorien: Freie Inhalte, Lernen

3. Juli 2014, 15:09 Uhr   2 Kommentare

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Commons-Sommerschule 2014

BechstedtAuch dieses Jahr gibt es sie wieder, die Commons-Sommerschule. Sie findet vom 21. bis 29. Juni 2014 im bewährten NaturKulturHof Bechstedt statt. Neben der obligatorischen Commons-Einführung steht dieses Jahr der Versuch auf dem Programm, eine Mustersprache der Commons zu finden (orientiert an der Mustersprache nach Christopher Alexander). Außerdem soll die Frage der Oya-Ausgabe 24 aufgegriffen werden, welche Technik zu den Commons passt.

Anmeldungen sind noch bis zum 31. März 2014 möglich.

Übrigens: Teilnahmer_innen der letzten beiden Sommerschulen haben vor Kurzen das Commons-Institut gegründet. Sommerschulen haben eine nachhaltige Wirkung :-)

Kategorien: Commons, Lernen

14. März 2014, 07:05 Uhr   1 Kommentar

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Die psyAllmende und der Reichtum der alltäglichen Beziehungen

[Artikel aus der Zeitschrift Therapy Today des UK Counselling Journal, April 2013, leicht überarbeiteter Repost von psyCommons]

von Denis Postle, Independent Practitioners Network

Es leben etwa 60 Millionen Menschen in diesem Land. Wir werden geboren, wir überleben die elterliche und schulische Erziehung, wir ver- und entlieben uns, wir entwickeln oder übernehmen genug Wissen über das, was das Leben anbietet, um durchzukommen. Einige schlagen sich gut, andere weniger. Wenn wir den Statistiken glauben können, scheinen es 45 Millionen von uns ohne Hilfe der psychologischen Berufe zu schaffen.

Wir, die wir es schaffen, schaffen es, so denke ich, dank der psyAllmende. PsyAllmende benennt das allumfassende Netz von Beziehungen zwischen den Menschen mit dessen Hilfe wir den Alltag bewältigen. PsyAllmende, das sind die Überzeugungen, die Meinungen und insbesondere die aus Erfahrungen gewonnenen Erkenntnisse, die wir alle zu unserem Stückchen Menschsein, der Conditio humana, beitragen.

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Kategorien: Commons, Lernen, Praxis-Reflexionen, Theorie

16. Januar 2014, 06:26 Uhr   21 Kommentare

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Von reCAPTCHA zu Duolingo

Jedes Jahr werden 2,5 Millionen Bücher mit reCAPTCHA übersetzt. CAPTCHA-Miterfinder Luis von Ahn erklärt wie das geht. Und er stellt ein neues Projekt vor Duolingo — Sprachen lernen und das Web übersetzen (Englischer Vortrag mit deutschen Untertiteln).

Kategorien: English, Freie Inhalte, Lernen

21. November 2013, 06:38 Uhr   Kommentieren

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Anti-Reparatur-Manifest

Die Wiener Streifzüge haben ein beachtenswertes Manifest veröffentlich: kurz, lesbar und radikal. Wir reposten es hier (als Copyleft):

Repariert nicht, was euch kaputt macht!

Gegen das bürgerliche Dasein – für das gute Leben!

Streifzüge-Redaktion

1.

Durch die Politik können keine Alternativen geschaffen werden. Sie dient nicht der Entfaltung unserer Möglichkeiten und Fähigkeiten, sondern in ihr nehmen wir bloß die Interessen unserer Rollen in der bestehenden Ordnung wahr. Politik ist ein bürgerliches Programm. Sie ist stets eine auf Staat und Markt bezogene Haltung und Handlung. Sie moderiert die Gesellschaft, ihr Medium ist das Geld. Sie folgt ähnlichen Regeln wie der Markt. Hier wie dort steht Werbung im Mittelpunkt, hier wie dort geht es um Verwertung und ihre Bedingungen.

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Kategorien: Lernen, Medientipp

12. Oktober 2013, 07:07 Uhr   15 Kommentare

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Sind Sie Anarchist?

David Graeber (Lizenz CC-by-sa, commons.wikimedia.org/wiki/File:David_Graeber.jpg)[Repost aus Oya 22, Lizenz: CC-by-sa]

von David Graeber

Vermutlich haben Sie schon mal irgendwo gehört, was Anarchisten angeblich sind und glauben. Vermutlich ist alles, was Sie gehört haben, Blödsinn. Denn viele denken, Anarchisten seien für Gewalt, Chaos und Zerstörung und gegen jede Form von Ordnung und Organisation, oder sie seien durchgeknallte Nihilisten, die alles in die Luft jagen wollen. Weit gefehlt. Anarchisten glauben schlicht, dass Menschen zu einem guten Umgang miteinander finden können, ohne dass man sie dazu zwingen müsste. Eigentlich eine ganz einfache Idee. Doch die Reichen und Mächtigen halten sie seit jeher für extrem gefährlich.

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Kategorien: Lernen, Theorie

17. September 2013, 06:38 Uhr   16 Kommentare

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OPENiT Festival Berlin

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Vom 26. – 29. September gibt es in Kreuzberg das OPENiT Festival. Wer etwas dort zeigen oder machen will ist eingeladen dafür. Werdet aktiv und experimentiert die Commons, Openness, Open Source, Open Hardware usw. Hier ein kurzes Interview mit Lars Zimmermann über OPENiT, das Konzept und die Ideen dahinter.

JOK: Was ist OPENiT?

LZ: OPENiT ist ein Festival, das den Gedanken von Openness (Offenheit) für die Zukunft der Stadt & ihre Entwicklung durchspielt.

JOK: Was soll dabei vorkommen?

LZ: Open it! Öffne es!

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Freie Hardware, Freie Inhalte, Lernen, Termine

9. September 2013, 07:08 Uhr   1 Kommentar

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Zwei Arten von Gebrauchswert?

Auch in nicht besonders marxologisch bewanderten Kreisen wird gerne von »Gebrauchswert« und »Tauschwert« gesprochen. Mit »Gebrauchswert« ist in der Regel der sinnlich-nutzbaren Gegenstand gemeint, während der »Tauschwert« meist eine gesellschaftliche Größe bezeichnen soll, die — nomen est omen — erst im Tausch auftritt. Diese Sicht wird oft zusätzlich mit der Annahme verbunden, dass der Gebrauchswert in allen Gesellschaften existiert (also »überhistorisch« ist), während der Tauschwert nur im Kapitalismus vorkommt oder zumindest nur dort dominant (und somit »historisch-spezifisch«) ist. Dem hat Marx himself erheblichen Vorschub geleistet, als er im Kontext des Gebrauchswerts locker von »ewiger Naturnotwendigkeit« sprach.

Damit hat sich Marx in die Grütze geritten, meint Ernst Lohoff und erklärt ziemlich plausibel, was ich immer schon vermutete:

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Kategorien: Lernen, Theorie

27. Juli 2013, 06:24 Uhr   67 Kommentare

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Commoning und Commons

streifzuege58[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Die globale Commons-Bewegung tut sich schwer mit der konsensualen Bestimmung ihres ureigenen Gegenstands, den Commons. Wie bei anderen emanzipatorischen Ansätzen so findet auch hier ein mühsames Freischwimmen aus den bürgerlichen Bedeutungsbesetzungen statt. Jede partielle Klärung wirft sogleich neue Fragen auf, und immer wieder geht es ums Ganze.

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Kategorien: Commons, Lernen, Theorie

13. Juli 2013, 21:48 Uhr   3 Kommentare

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Die Strategie der krummen Gurken

krumme-gurkenDie GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie mit anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts. Der Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen: Die Strategie der krummen Gurken.

Der Film kann hier angesehen und gekauft werden.

Kategorien: Commons, Lernen, Praxis-Reflexionen

21. Juni 2013, 07:07 Uhr   1 Kommentar