Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Gender

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Mononorm und Konstitution des Kapitalismus

Ferienuni Kritische Psychologie[Veranstaltung auf der Ferienuni Kritische Psychologie 2014. Hinkommen - kostenlos!]

Themenstrang: »Emanzipation«
Referent_innen: Stefan Meretz, Andreas Exner
Tag/Zeit: Freitag, 19.9.2014, 16:00–18:00 Uhr

Die uns gefühlt so vertraute Gesellschaft des Kapitalismus ist das Produkt einer Geschichte der Veränderung von Produktionsweisen und damit auch des Selbstverständnisses und -erlebens der Menschen. Diese Geschichte ist für den Bereich der Produktion gut bekannt. Weniger bekannt und diskutiert ist jedoch die Herausbildung der Liebes- und Gefühlswelt, die den Kapitalismus charakterisiert.

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Kategorien: Gender, Lernen, Theorie

11. September 2014, 06:38 Uhr   Kommentieren

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Fragen an meinen Freund, den Replikatorkommunisten

In den technikafinen Kreisen, in denen ich viel verkehre, gibt es viele Leute, die antikapitalistischen oder gar kommunistischen Ideen viel abgewinnen können – und sei es nur deswegen, weil sie sie aus ihren geliebten Science-Fiction-Serien kennen – die dann aber oft in etwa so argumentieren:

“Ja, wenn wir mal Replikatoren|3D-Drucker|KI|Nanoroboter|Weltraumaufzug|Kernfusion|<insert your favorite future technology here> haben, dann gibt es keine Knappheit mehr und dann ist der Kapitalismus obsolet aber bis dahin müssen wir wohl mit ihm leben.”

Ich möchte da jetzt gar nicht groß eine Debatte führen, das hab ich schon so oft getan und es scheint nicht allzuviel zu bewirken. Ich möchte nur meinen Freund, den Replikatorkommunisten (ja, es ist meistens ein Mann und das ist kein Zufall), einmal bitten, ernsthaft über folgende Fragen nachzudenken:

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Eigentumsfragen, Gender, Reichtum & Knappheit

10. September 2014, 20:18 Uhr   4 Kommentare

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Commons und Care

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

Anmerkungen zu Commons-Debatten aus feministischer Perspektive

von Daniela Gottschlich

„Commonsbasierte Produktion begegnet uns in ganz alltäglichen Praktiken. Nehmen wir Jan als Beispiel: Er studiert Wirtschaftsinformatik und arbeitet nebenher unentgeltlich an Wikipedia-Artikeln. Zusätzlich zu den Unterhaltszahlungen seiner Eltern erhält er einen Zuverdienst für die Betreuung der Webseite einer Rechtsanwältin. Er hat dafür ein Open-Source-Programm angepasst, das von einer globalen Entwicklercommunity unter Creative Commons-Lizenz entwickelt wird. Verschiedene Module hat er selbst geschrieben. Scripte und Programmcodes teilt er in Entwicklerforen mit anderen, so dass sie weiterentwickelt und nach Schwachstellen durchsucht werden können. Er ist somit Prosument – gleichermaßen Produzent und Konsument.“

So oder ähnlich könnte ein optimistischer Text, der Commoning im Alltag junger WesteuropäerInnen illustrieren soll, beginnen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Gender, Praxis-Reflexionen

27. Juli 2014, 06:26 Uhr   Kommentieren

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Nicht-aufteilbare Arbeiten im Freiwilligenspiel

Lily Braun (gemeinfrei, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lily_Braun.jpg)(Voriger Artikel: Vorzüge und Abwandlungen des Freiwilligenspiels)

Das Freiwilligenspiel basiert auf der Grundidee, dass die Menschen die notwendigen und gesellschaftlich gewünschten Tätigkeiten freiwillig und selbstbestimmt untereinander aufteilen. Die benötigten Tätigkeiten werden dabei in öffentlich einsehbaren Listen gesammelt, aus denen sich die Menschen Aufgaben heraussuchen, die ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Allerdings gibt es auch Aufgaben, die sich nicht auf diese Weise aufteilen lassen, sondern bei denen von Anfang an klar ist, wer sich dafür zuständig fühlt.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Gender, Theorie

26. Juni 2014, 07:19 Uhr   8 Kommentare

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Parecon versus Peer-Produktion Teil 2: „Einkommensgerechtigkeit“ meets „Wertkritik“

Contraste-Logo[Aus der Mai/Juni-2013-Ausgabe der Contraste; Übersetzung: Brigitte Kratzwald.]

Michael Albert, der Begründer des Konzepts „Participatory Economy“, kurz Parecon, und Christian Siefkes, Vertreter der Peer-Produktion, diskutieren online ihre Ideen. Contraste bringt in vier Folgen eine gekürzte deutsche Übersetzung der Diskussion. Der erste Teil erschien in Contraste Nr. 342.

Michael Albert: Die Peer-Produktion zweifelt an Parecon?

Du bist irritiert, Christian, dass sich in Parecon alles um bezahlte Arbeit dreht, und fragst, warum „alle gezwungen werden, für Geld zu arbeiten, um die Dinge zu kaufen, die sie zum Leben brauchen“. Stimmen wir darüber überein, dass es so etwas wie gerechte und ungerechte Verteilung in dem Sinne gibt, dass eine Person zu viel oder zu wenig des Sozialproduktes im Verhältnis zu ihrer Leistung bekommt, und dass in einer gute Ökonomie Arbeit und Freizeit auf alle gleich verteilt werden sollten?

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Gender, Theorie

15. Juli 2013, 07:57 Uhr   6 Kommentare

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OPW: Frauen arbeiten am Linuxkernel

opw-logo[Repost von Ikhaya, Lizenz CC-by-nc-sa, OPW-Logo von Máirín Duffy, Liansu Yu und Hylke Bons, Lizenz CC-by-sa]

Das „OutreachProgramForWomen“ (OPW) ermutigt mehr Frauen beim Linux-Kernel mitzuwirken. Die Beteiligung war dabei viel größer als erwartet, berichtet eine Mentorin.

Hintergrund

Nachdem 2006 bereits ein ähnliches Projekt recht erfolgreich war, initiiert das GNOME-Projekt seit 2010 in regelmäßigen Abständen „OPWs“. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das „OutreachProgramForWomen”, was frei übersetzt etwa „freundliches Kontaktprogramm für Frauen in Form eines Praktikums” bedeutet. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software, Gender, Praxis-Reflexionen

30. Mai 2013, 07:01 Uhr   Kommentieren

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Open Source Hardware Umfrage

oshwalogoDie Open Source Hardware Association (OSHWA) hat eine Community-Umfrage in der Open Source Hardware Community durchgeführt. 2091 Personen aus 70 Ländern haben sich beteiligt. Eine komplette Übersicht über die Ergebnisse gibt’s bei der OSHWA, eine kommentierte Auswahl hier.

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Kategorien: Freie Hardware, Gender

28. März 2013, 14:58 Uhr   Kommentieren

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Why I Still Doubt

ZNet Debates logo[This is part of an debate regarding parecon and peercommony between Michael Albert and me. It is a repy to Michael Albert's Peercommony Doubts Parecon? All articles can be found on the debate overview page – more will follow.]

Parecon, like capitalism, is based on paid labor, apparently based on the reasoning that people wouldn’t otherwise work enough. In my preceding reply I had doubted that assumption. When defending payment for work, you, Michael, seem to consider money as mere “information,” guiding people’s choices about how much they need to work and how much they can consume. You also seem to imagine a very impoverished model of social interaction where no other information that could influence such choices is available:

As I wrote in the original piece, “[the gap between consumption and production arises] not because people are either greedy, lazy, or irresponsible, but because people have no way to know what is responsible and moral.”

It must be a very sad society indeed where payment is the only thing that makes people “responsible and moral.” That’s not the kind of society I want.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Gender, Theorie

17. Februar 2013, 07:03 Uhr   6 Kommentare

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Besondere Umstände 5

Es gibt mal wieder eine Stunde Podcast von Antje und mir. Diesmal über das auch hier zuletzt aufgebrachte Thema Stigmergie, aber auch über Facebook, Macht und Politik, Netzfeminismus.

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Gender, Medientipp, Soziale Netzwerke

9. Januar 2013, 15:51 Uhr   1 Kommentar

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Post-Kapitalistische Landwirtschaft – Die Zweite

Resist07.sized2Hier nun der Artikel zum zuletzt geposteten Vortrag. Zuerst erschienen in Graswurzelrevolution Nr. 370

Post-kapitalistischer Landwirtschaft – Potentiale, Probleme und Perspektiven

“Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!”
Karl Marx – Kritik des Gothaer Programms

Nicht-kommerzielle Landwirtschaft, Community Supported Agriculture oder kurz CSA, Solidarische Landwirtschaft, Wirtschaftsgemeinschaften. In den letzten Jahren hören wir vermehrt von Modellen landwirtschaftlicher Produktion, die scheinbar versuchen die Bedürfnisse der Menschen statt ihrer Verwertung in den Mittelpunkt zu stellen. Von kurzweiligen Experimenten bis zu großen Höfen die bereits seit Jahrzehnten gut funktionieren, reicht die Vielfalt. Auch was die weltanschaulichen Hintergründe der Menschen betrifft, spannt sich ein Bogen von der Antroposophie bis zur Wertkritik. Entsprechend wichtig ist ein Dialog der in verschiedensten Netzwerken mehr und mehr stattfindet. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Gender, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Soziale Netzwerke

8. Oktober 2012, 08:00 Uhr   7 Kommentare