Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Feindbeobachtung

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What is Happenning in Istanbul?

tear-gas-reutersReblogged: To my friends who live outside of Turkey:

I am writing to let you know what is going on in Istanbul for the last five days. I personally have to write this because most of the media sources are shut down by the government and the word of mouth and the internet are the only ways left for us to explain ourselves and call for help and support.

Four days ago a group of people most of whom did not belong to any specific organization or ideology got together in Istanbul’s Gezi Park. Among them there were many of my friends and students.  Their reason was simple: To prevent and protest the upcoming demolishing of the park for the sake of building yet another shopping mall at very center of the city. There are numerous shopping malls in Istanbul, at least one in every neighborhood! The tearing down of the trees was supposed to begin early Thursday morning. People went to the park with their blankets, books and children. They put their tents down and spent the night under the trees.  Early in the morning when the bulldozers started to pull the hundred-year-old trees out of the ground, they stood up against them to stop the operation.

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Kategorien: English, Feindbeobachtung

3. Juni 2013, 16:43 Uhr   Kommentieren

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Crowdsourced Verfassung für Island geknickt

Was haben sich alle gefreut, als per Telefonbuch zufällig ausgewählte Isländische Bürger*innen ihre Ideen aufschrieben und ein gewählter Bürger*innen-Verfassungskonvent daraus eine Verfassung baute, die dann auch noch in einer Volksabstimmung mit Zweidrittel-Mehrheit angenommen wurde. Island, das Land, das mit Bankenkontrolle, Ressourcen-Commons, Direkter Demokratie u.a.m. ernsthaft Konsequenzen aus dem Bankencrash 2008 zog? Pustekuchen. Ein »demokratisches« Lehrstück — und kein Aprilscherz.

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Kategorien: Feindbeobachtung

1. April 2013, 12:34 Uhr   1 Kommentar

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Störerhaftung endlich knicken!

Die Störerhaftung ist eine beknackte deutsche Besonderheit, die dafür sorgt, dass es so gut wie keine freien WLANs mehr gibt. Störerhaftung heißt, dass der Anschlussinhaber für alles haftbar gemacht werden kann, was über den Anschluss geschieht. Die Störerhaftung ist die Grundlage für ein sehr spezielles Geschäftsmodell, das Abwahn(un)wesen. Das Freifunk-Projekt hat sich nun etwas schönes und praktisches einfallen lassen: Die Freedom-Fighter-Box gegen Störerhaftung und Abmahnwahn. Jürgen Neumann erklärt’s:

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Kategorien: Feindbeobachtung

20. Februar 2013, 06:17 Uhr   Kommentieren

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Catastroika

Der durch Spenden finanzierte freie Film Catastroika (Website) zeigt, wie Privatisierung geht — von Russland über Chile und die Treuhand wird der Bogen bis zu Griechenland geschlagen, denn um Griechenland geht es. Und Griechenland ist nicht mehr zu retten, auch wenn jetzt wirklich alles verscherbelt wird, was noch in Staatshand liegt. Zu Wort kommen Slavoj Žižek, Naomi Klein, Luis Sepulveda, Ken Loach, Greg Palast, Dani Rodrik, Alex Callinicos, Ben Fine, Costas Douzinas, Dean Baker.

Was der Film nicht zeigt, ist, warum Privatisierung läuft. So erscheint Neoliberalismus als Ideologie von hintergründigen Drahtziehern, denen fehlinformierte Politiker_innen folgen. Diese Erklärung wird solange ausgerollt, bis den Autor_innen des Films bei der Frage nach der Alternative selbst mulmig wird: Nein, nein, zurück zu alten Verhältnissen der Staatsbetriebe wollten sie nicht. Sondern? Die Arbeiter_innen (»Werktätige« in den deutschen Untertiteln), die sollen die Betriebe kontrollieren. — Okay, aber was ändert das?

Kategorien: Eigentumsfragen, Feindbeobachtung, Medientipp

9. Dezember 2012, 06:56 Uhr   1 Kommentar

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Der ideologische Kern der Parteien

Der Wahlkampf wirft ja schon wieder seine Schatten voraus, deshalb hier mal ein kleiner Service. Was unterscheidet die Parteien in ihrem tiefsten ideologischen Kern. Hier ist die Erklärung:

  • CDU/CSU: Arbeiten, weil Gott es so will.
  • SPD: Arbeiten, weil es der Chef so will.
  • FDP: Arbeiten, um andere für sich arbeiten zu lassen.
  • Grüne: Arbeiten für Mutter Erde.
  • LINKE: Arbeiten, weil es die ARGE will.
  • PIRATEN: Arbeiten, weil Du selbst es wollen sollst.

Zusammenfassend: Ihr dürft also die Art eurer Sklavenmoral wählen nächstes Jahr im Herbst. Viel Spaß.

 

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Feindbeobachtung

27. November 2012, 15:32 Uhr   6 Kommentare

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Aneinandergekettet

[aus: Oya – anders denken.anders leben, Ausgabe 17/2012, Lizenz: CC-by-sa]

Eine Analyse der Ursprünge von Konkurrenz und Rassismus entlarvt die westliche Freiheit als Mythos. Der Wahn, die westliche Welt sei die höchste Stufe kultureller Entwicklung, übt weltweit subtile und offene Gewalt aus.

von Friederike Habermann

Wir waren kaum vor Anker gegangen in Royal Bay, als eine große Anzahl Eingeborener von ihren Kanus auf das Schiff stiegen und Kakaobohnen etc. mit sich brachten; diesen schienen sie viel Wert beizumessen«, notiert Kapitän James Cook im April 1769 in sein Tagebuch, als er zum ersten Mal in Tahiti landet. Doch nicht nur diese »Zeichen von Freundschaft und Unterwerfung« beschäftigen ihn. Er ersinnt sofort fünf Regeln für seine Mannschaft, um individuellen Handel auszuschließen, da dies »unweigerlich den Wert der Güter senken würde«. Und am nächsten Tag fügt er hinzu, wie schwer es sei, die Inselbewohner, die »wie Affen klettern«, vom »Stehlen« abzuhalten – »dar­in sind sie erstaunliche Experten«.

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Kategorien: Feindbeobachtung

5. November 2012, 11:10 Uhr   3 Kommentare

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Byebye, Facebook.

Gerade eben hab ich das hier auf Facebook gepostet:

Ich werde Facebook verlassen. Genauer gesagt werde ich zwar meinen Account nicht löschen, aber alle Mailnotifikations abstellen außer denen für private Nachrichten, Freundschaftsanfragen und Hinweise an meiner Pinwand. Und ich werde hier nichts mehr posten und auch nichts mehr von Twitter weiterleiten. Facebook kriegt keinen Content mehr von mir und ich werde nur noch sehr selten hier rein gucken.

Warum das genau jetzt?

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Kategorien: Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke

23. Oktober 2012, 12:38 Uhr   18 Kommentare

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Markt-Absurditäten. Heute: Ravioli

Es gibt seeehr viele, die wollen noch viele gute Haare am »Markt« finden. Immerhin gelinge doch die Ressourcen-Allokation, also die Verteilung der Waren an die Stellen, wo sie nachgefragt werden. Und wie das gelingt.  Das zeigt der Film »Ravioli – Träume in Dosen«, heute 23:10 Uhr auf ARTE. Absurditäten in Dosen:

Die Tomaten wachsen in Portugal. In einer Fabrik in der Nähe von Porto werden sie zu Soße verarbeitet. Der Weizen für den Ravioliteig wächst in der Ukraine. Das Fleisch für die Füllung stammt von deutschen Schweinen und Rindern, die allerdings aus Kostengründen nicht in Deutschland geschlachtet werden. Die Tiere werden in polnische Schlachthöfe transportiert. Alle Zutaten kommen in Frankreich zusammen. Dort werden sie zu Ravioli verarbeitet. Ein Spediteur sorgt für den Lkw-Transport der fertigen Ravioli nach Finnland. Und in Finnland gelangen die Ravioli endlich an den Verbraucher.

Grandios, dieser Markt.

Kategorien: Feindbeobachtung, Medientipp

22. Oktober 2012, 11:19 Uhr   2 Kommentare

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Geistige Eigentumsrechte und Freihandelsabkommen

[Beitrag aus dem Commons-Buch (Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Hg. Silke Helfrich/Heinrich-Böll-Stiftung); Lizenz: CC BY-SA]

Beatriz Busaniche

Eine unendliche Geschichte

Man stelle sich eine Gruppe transnationaler Unternehmen vor, die über Monopole in der Pharmaindustrie, der Informations- und Kommunikationsindustrie und der Unterhaltungsbranche verfügt. Diese Gruppe konzentriert nun ihre Lobbyaktivitäten darauf, die Regierungen der Industrieländer dieser Welt zu bewegen, den Entwicklungsländern die »Harmonisierung« des globalen Systems der intellektuellen Eigentumsrechte aufzuzwingen. Genau das geschah in den 1990er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Feindbeobachtung

5. Oktober 2012, 07:04 Uhr   1 Kommentar

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Der Bayer-Konzern und die Patente

Jan Pehrke von der Coordination gegen Bayer-Gefahren hat in der jungen Welt einen interessanten Artikel zum Verhältnis der Chemie-Industrie zu Patenten geschrieben. Er zeigt darin sehr schön auf, dass in der Aufstiegsphase deutsche Unternehmen fleissig Erkenntnisse und chemische Formeln von englischen Unternehmen »klauten«, um ihre »nachholende Entwicklung« auf den Weg zubringen. In der Aufstiegszeit waren deutsche Unternehmen folglich gegen Patente eingestellt.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Feindbeobachtung

25. September 2012, 07:18 Uhr   Kommentieren