Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Eigentumsfragen

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Das ist unser Haus!

Ein großartiger Film über das Mietshäuser-Syndikat, ein cooles Beispiel für ein großes vernetztes Commons-Projekt von Projekten.

Produzenten des Films sind Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Der Film wurde u.a. durch eine Crowdfundingkampagne finanziert und unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND veröffentlicht. Das bedeutet, der Fim darf nicht-kommerziell öffentlich aufgeführt werden. Das Team freut sich über die Mitteilung von Terminen solcher Vorführungen an termin ät das-ist-unser-haus.de.

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware

1. Dezember 2016, 10:44 Uhr   Kommentieren

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Die Welt reparieren

die-welt-reparierenSehr cooles Buch! Gibt’s haptisch in bunt für 20 Euro und im freien Download – thanks Transcript. Eine Buchvorstellung gibt’s am 28.11.2016 in Berlin.

Intro: Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht.

Dazu ein inspirierendes Video vom Festival offener Werkstätten von 2015:

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Medientipp

24. November 2016, 09:52 Uhr   Kommentieren

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Commons-Diskurs: Abstimmungsprozesse

commons-jvmus-200Eine siebenteilige Serie mit Fragen an den Artikel Grundrisse einer freien Gesellschaft. Bisher erschienen: Freie Gesellschaft, Individuum und Gesellschaft, Konflikte.

4. Abstimmungsprozesse

Frage: Wie bringt man die Leute dazu, dass die Verabredungen in einem Commons-Netzwerk tatsächlich stattfinden?

Wie können Menschen in einem selbstorganisierten Projektgeflecht sich in nennenswertem Umfang dazu entschließen, ihre Bedürfnisse und die zu deren Erfüllung nötigen Tätigkeiten als ihren gemeinsamen wirklichen Lebensprozess einander in dem gewünschten Maße näher zu bringen? Dazu bedarf es Gesprächszeiten in kleinen und größeren Gruppen, die von Beteiligten getragen und lebendig gestaltet werden müssten. Menschen die sich im Kapitalismus groß geworden sind, wollen erfahrungsgemäß an den Zeiten dieser direkten menschlichen Verständigungsprozesse „sparen“.  Wie können sie das überwinden?

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

3. Oktober 2016, 06:56 Uhr   5 Kommentare

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Commons-Diskurs: Individuum und Gesellschaft

commons-jvmus-200Eine siebenteilige Serie mit Fragen an den Artikel Grundrisse einer freien Gesellschaft. Bisher erschienen: Freie Gesellschaft.

2. Individuum und Gesellschaft

Frage: Was hält diese neue Gesellschaft zusammen? Zum einen feierst Du den Individualismus des Einzelnen (der Nerd, der sich in seinen selbst gewählten Aufgaben entfaltet). Zum anderen soll die Gesellschaft von „positiver Reziprozität“ geprägt sein, in der Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen genommen werden soll. Es fehlt die mittlere Ebene der erlebten Gemeinschaft, in der auch Gesellschaftlichkeit steckt, die in den Menschen keimhaft auch immer schon vorhanden ist.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

21. September 2016, 06:43 Uhr   8 Kommentare

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Gesellschaftliche Vermittlung jenseits von Geld und Tausch

Am 30.6. und 1.7.2016 fand der erste große Workshop im Projekt »Gesellschaft nach dem Geld« statt. Sehr spannend! Mein Beitrag widmet sich sehr grundsätzlich der Frage, ob und wie eine Vergesellschaftung ohne Geld möglich ist. Hier erstmals als Video-Slidecast mein Vortrag (Folien: PDF, ODP):

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

25. Juli 2016, 09:07 Uhr   2 Kommentare

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Demonetize: Die Kernidee

demonetize[Bisher erschienen: Einleitung]

1. Was ist die Kernidee von Demonetarisierung?

Geld ist das Problem

Die Zielperspektive der Demonetarisierung besteht darin, uns von Geldverhältnissen zu befreien: Für eine bessere Gesellschaft sind der Markt und das Kaufen und Verkaufen erheblich einzuschränken und schließlich abzuschaffen. Dies ist nur möglich durch bewusste und partizipative Formen der Kooperation.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

19. Juli 2016, 06:16 Uhr   1 Kommentar

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SoliLa! Gutes Essen für Alle – und zwar umsonst!

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"SoliLa! steht für Solidarisch Landwirtschaften! und ist ein Kollektiv, das aus einer Landbesetzung 2012 in Wien entstand. Unser Anliegen ist es, uns die Gestaltung von Lebensmittelproduktion (wieder)anzueignen und eine antikapitalistische, kleinstrukturierte, solidarische StadtLandwirtschaft aufzubauen. Wir wollen Grün- und landwirtschaftliche Flächen in der Stadt erhalten und einen emanzipatorischen Ort schaffen, an dem der Austausch und die Weitergabe von dissidentem Wissen möglich ist.

Solidarisch Landwirtschaften bedeutet für uns, bedürfnisorientiert, nicht-kommerziell und kollektiv zu arbeiten, die Trennung zwischen Konsumierenden und Produzierenden ein Stück weit aufzubrechen und das geerntete Gemüse all jenen zur Verfügung zu stellen, die es benötigen.

Solidarisch Landwirtschaften heißt für uns auch, bestehende linke autonome Strukturen und Netzwerke in Wien um die selbstbestimmte Produktion von Essen zu bereichern und verschiedene politische Gruppen und Räume mit Gemüse zu versorgen. Diese Saison (2014) zählten zwei Wagenplätze, zwei Hausprojekte, zwei Kost-nix-Läden, ein selbstverwaltetes Café sowie unsere eigenen Mägen zu den un/regelmäßig Abnehmenden.

Im Sinne einer solidarischen StadtLandwirtschaft setzen wir uns außerdem mit stadtpolitischen Fragen auseinander und verstehen uns als Teil der Recht-auf-Stadt-Bewegung ebenso wie der Bewegung für Ernährungssouveränität.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen

9. Februar 2016, 14:16 Uhr   1 Kommentar

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On the Political Economy of Copy Protection

UnknownThis article was published in: Tilman Baumgärtel (Ed.), A Reader on International Media Piracy, Amsterdam University Press, pp. 131-144. It is the English translation of Zur politischen Ökonomie von Kopie und Kopierschutz.

Why does copy protection exist? What is been protected against whom? The spontaneous answers to these simple questions refer to the prevailing forms of thinking in commodity society: The “intellectual property” just has to be protected against theft, just like everybody locks their door in order to prevent the television set from be carried away by “TV pirates”.

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Kategorien: Eigentumsfragen, English, Theorie

24. November 2015, 15:08 Uhr   Kommentieren

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Commonismus statt Sozialismus

aufhebung-des-kapitalismus[Beitrag aus: Aufhebung des Kapitalismus, Argument-Verlag, S. 259-277]

Die widersprüchliche Herausbildung einer neuen Produktionsweise

»Die soziale Revolution … kann ihre Poesie nicht aus der Vergangenheit schöpfen, sondern nur aus der Zukunft« (Marx 1852: 117).

In der linken Debatte fällt schnell auf, dass es keinen einheitlichen Begriff des Sozialismus gibt. Zwei Argumentationsstränge lassen sich identifizieren. Ein Strang erklärt offen, dass es sich beim Sozialismus um eine warenproduzierende Gesellschaft handele, in der getrennt produziert werde und folglich die Produkte Warenform annähmen. Im durch einen zentralen Plan geregelten Austausch behielten folglich Wertgesetz, Preis und Gewinn ihre regulatorische Funktion. Ein anderer Strang spricht von bloßer Güterproduktion, bestreitet also die Warenförmigkeit der Produkte mit dem Verweis auf das Gemeineigentum an den (wesentlichen) Produktionsmitteln sowie dem Plan, der den Markt als Vermittlungsinstanz durch einen „politischen“ Mechanismus ersetze. Diese Stränge stehen nicht so getrennt nebeneinander, wie die hier gewählte vergröberte Darstellung es nahelegen mag. In beiden spielt etwa etwa der Plan eine zentrale Rolle. Signifikant ist dennoch die völlige Uneinigkeit über den besonderen Charakter der sozialistischen Produktionsweise – Warenproduktion oder nicht?

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

13. September 2015, 21:43 Uhr   24 Kommentare

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Commonsbasierte Zukunft

[Quelle: Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de, 35-37/2015, Kapitalismus und Alternativen, Lizenz: Creative Commons by-nc-nd/3.0/de/]

Wie ein altes Konzept eine bessere Welt ermöglicht

Von Friederike Habermann

Heute ist es einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus – so bringen Theoretiker wie Slavoy Žižek oder Frederic Jameson die allgemein empfundene Alternativlosigkeit zum Kapitalismus auf den Punkt.[1] Doch: „Ein neues Wirtschaftssystem – die Kollaborativen Commons – betritt die ökonomische Weltbühne.“ Mit diesem Satz beginnt der Ökonom Jeremy Rifkin sein 2014 erschienenes Buch „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“. [2] Und beschreibt dabei das, was sich seit Beginn dieses Jahrtausends in vielen Bereichen als neue Formen der Organisation des Lebens abzeichnet: in Ansätzen anderen Wirtschaftens, in Sozialen Bewegungen, in dem Boom des sharings. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen, Theorie

6. September 2015, 12:57 Uhr   1 Kommentar