Kategorie: Eigentumsfragen
Peer Property Scanner
Lassen sich Produktionsmittel als Commons “freikaufen”?
Dazu starte ich folgendes Experiment: ich habe einen Dokumentenscanner (ScanScnap 1500) gekauft, d.h. so ein Ding wo man bedrucktes Papier (oder Bücher in zerschnittener Form) reinsteckt und eine Weile später ohne manuelles Zutun virtualisiert hat …
Ich lade Euch ein, diesen Scanner zu einem öffentlichen Gut zu machen, und zwar so: 30€ des Einkaufspreises sind mein “public share”, der Rest wird “private share”. Ihr könnt durch Spenden meinen “public share” vergrößern oder durch Patenschaften meinen “private share” in Euer eigenen “public share” überführen.
Die Nutzung des Scanners wird öffentlich verhandelt und durch die Shareholder bestimmt. Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen
17. Mai 2012, 09:30 Uhr 8 Kommentare
LINKE zum Urheberrecht
Die Bundestagsfraktion der LINKEN hat durch ihre Sprecherinnen für Netz-, Medien-, Kultur-, Forschungs- und Technologiepolitik ein Zehnpunktepapier vorgelegt. Das war dringend nötig, laufen der LINKEN doch die Wähler_innen davon in Richtung PIRATEN, die als die echte Netzpartei wahrgenommen werden. Können die nun vorgelegten Punkte was reissen?
Im folgenden gehe ich die zehn Punkte durch und kommentiere sie. Meine Leitfrage ist dabei, ob es die LINKEN schaffen, aktuelle Reformvorschläge zu machen, die gleichzeitig eine längerfristige Perspektive aufzeigen. Oder kürzer gefragt: Verstehen die LINKEN den Wissenskommunismus des Netzes?
Kategorien: Eigentumsfragen
6. Mai 2012, 07:33 Uhr 8 Kommentare
Eigentum und Besitz und Commons
Liebe Leena, neben der unbedingten Würdigung deines Versuchs, in der Enquête-Kommission digitale Gesellschaft die Dogmatik des »geistigen Eigentums« etwas aufzubrechen, möchte ich mit diesem Text auf eine Dimension hinweisen, die bei dir (und wohl auch in der Kommission) überhaupt nicht vorkommt: Die Unterscheidung von Eigentum und Besitz. Du setzt das beides ins eins und willst gleichzeitig zu einer begrifflichen Klärung beitragen. Das wird nicht funktionieren. Ohne eine Unterscheidung von Eigentum und Besitz wird es nicht gehen.
Hier nun also auch »unverblümt« vor dem Waschgang in der »Kompromissmaschine« (schönes Wort!) mein Versuch, die inhaltliche Qualität dieser notwendigen Unterscheidung von Eigentum und Besitz zu verdeutlichen — samt folgenden Konsequenzen für die Debatte ums »geistige Eigentum«.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie
22. April 2012, 11:17 Uhr 9 Kommentare
Occupying the Commons
The following documentary about the occupation of the Teatro Valle in Rome, the oldest theater in Italy, is part of a project to the study the practice of the Commons. The aim of the project is to explore the connection between the occupation movements of 2011 & 2012 with the paradigm of the commons.
Read more about the relationship between occupation movements and the commons in an interview with Saki Bailey, director of the documentary.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, English, Praxis-Reflexionen
30. März 2012, 07:03 Uhr Kommentieren
Facebook beansprucht »face« und »book« exklusiv
Wolltest du — Facebook-User wie fast alle — immer schon mal eine Website aufmachen oder eine Firma gründen, die auf den Namen »xy-book« hört? Oder irgendwas mit »face« im Namen? Schlechte Idee, denn Facebook beansprucht etliche Wörter exklusiv:
You will not use our copyrights or trademarks (including Facebook, the Facebook, and F Logos, FB, Face, Poke, Book, and Wall), or any confusingly similar marks, except as expressly permitted by our Brand Usage Guidelines or with our prior written consent.
Facebook besitzt mehr als 70 Trademarks (Markenrechte) auf normale Wörter wie »face« oder »like« — »book« gehört noch nicht dazu, aber das spielt eh keine Rolle. Denn als Facebook-User hast du die Nutzungsbedingungen akzeptiert — inklusive aller Änderungen — und somit zugestimmt, dass du all jene Worte nicht benutzen wirst. Und Facebook ist nicht zimperlich mit Klagen: Die Reisesite Placebook wurde von Facebook zur Namensänderung gezwungen, und Teachbook, eine Site für Lehrer_innen, wird ebenfalls bedroht.
Es geht hier also nicht nur um absurde Formen von angeblichen Verstößen gegen das »geistige Eigentum«, sondern um ebenso absurde Formen des Abstrafens missliebiger Konkurrenz auf dem Wege des Vertragsrechts. [via]
Kategorien: Eigentumsfragen, Feindbeobachtung
27. März 2012, 07:19 Uhr 5 Kommentare
Was die Marxistinnen sagen
(Crossposting: Dieser Text erscheint gleichzeitig bei Principien, wo er den dritten Teil einer Mini-Serie bildet. Der erste Teil ist nach der Diskussion, die ich im Anschluss mit einem freischaffenden Künstler führte, und in deren Verlauf ich meine Haltung revidiert habe, eigentlich obsolet. Im zweiten Teil argumentiere ich u.a. für eine bilaterale rhetorische Abrüstung: Wir sollten aufhören, von Teilen&Tauschen zu sprechen, wenn dafür die Gegenseite auf den Diebstahl-Vorwurf verzichtet. Er ist außerdem der Ausgangspunkt des folgenden Artikels.)
In der Diskussion um ACTA und das Urheberrecht haben die Progressiven einen argumentativen Sieg gegen die Konservativen errungen. Er hinterlässt aber einen bitteren Beigeschmack. Ja, er fühlt sich fast an wie eine Niederlage. Der Fortschritt soll die Künstlerinnen überflüssig machen? Ist das die Pointe? Sollten wir dann nicht doch besser beim konservativen Modell bleiben?
Kategorien: Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit, Theorie
25. Februar 2012, 07:40 Uhr 9 Kommentare
SOPA, ACTA, Urheberrecht = Marktwirtschaft
SPONs Konrad Lischka wirft sich in die Bresche:
Wer die Markwirtschaft (sic!) akzeptiert, aber Urhebern das Recht aufs Wirtschaften abspricht, ist ein Heuchler.
Er hat ja sowas von recht. Allerdings ganz anders als er denkt.
Kategorien: Eigentumsfragen
11. Februar 2012, 12:02 Uhr 17 Kommentare
The unissued recordings of Vladimir Horowitz: An example of copyright endangering culture?
Interview with Bernie Horowitz (The Horowitz Website)
Today, copyright influences strongly how cultural works are produced, who can access them, and how they can (or cannot) be used and shared. An important problem connected with the current strict copyright practices is the danger of confinement, degradation or even loss of important cultural heritage.
The world-famous artist Vladimir Horowitz is a striking example for these problems: His recordings are highly esteemed by critics and fans alike; nonetheless, a significant part of them remain unpublished, in locations without access of public or conservation specialists, and thus in danger of permanent loss.
The following interview discusses the reasons for these problems, as well as implications for general copyright practices, with Bernie Horowitz, administrator of The Horowitz Website, enthusiast and collector. Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Eigentumsfragen, English, Feindbeobachtung
28. Januar 2012, 21:14 Uhr 6 Kommentare
Jetzt gegen ACTA
Nach SOPA/PIPA steht nun auf europäischer Ebene ACTA vor der Tür, das die Freiheit im Internet bedroht. Es kommt als »harmloses« Handelsabkommen daher, will aber neue »Standards gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen« etalieren. Das kennen wir schon.
»Die EU« ist gestern dem Vertrag beigetreten. Was immer das heißt, der Ratifizierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Erst müssen noch das EU-Parlament und der Bundestag für D-Land zustimmen. Kampagnen gegen die Ratifizierung sind angelaufen: AVAAZ, Digitale Gesellschaft.
Kategorien: Eigentumsfragen, Feindbeobachtung
27. Januar 2012, 10:40 Uhr 5 Kommentare
Be prepared: Defend our freedom to share
Why SOPA and PIPA is just the first step. Great talk of Clay Shirky.
Kategorien: Eigentumsfragen, English, Feindbeobachtung
18. Januar 2012, 19:43 Uhr 1 Kommentar
