Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Kategorie: Commons

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MOVE – Sommertreffen 2017

MOVE: Miteinander Offen Vertrauensvoll Emanzipatorisch…

…die Zukunft gestalten

Das Wirtschaftssystem, das unsere Welt beherrscht, ist an sein Ende gekommen. Immer mehr Menschen begreifen dies, und fürchten um die Zukunft. Doch die Antworten linker Parteien gehen über ein ‚Wir machen es etwas weniger schlimm‘-nicht hinaus und überlassen das Feld rechtspopulistischen Bestrebungen.

Wir sehen es als absolute Notwendigkeit, diesen Strömungen eine Bewegung entgegenzusetzen, an der jeder Mensch teilhaben kann. Wir möchten miteinander, nicht gegeneinander leben.

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Kategorien: Commons, Termine

9. Januar 2017, 22:23 Uhr   8 Kommentare

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Freie Software und Commons

Titelbild „Navigationen“Digitale Ausnahme oder Beginn einer postkapitalistischen Produktionsweise?

[Artikel aus der Ausgabe 2/2016 der Zeitschrift Navigationen (S. 37–53). Die gesamte Ausgabe zum Thema „Medienwissenschaft und Kapitalismuskritik“ kann frei heruntergeladen werden.]

Zusammenfassung

Eben Moglen sieht mit der Freien Software das Ende des »geistigen Eigentums« heraufdämmern. Digital repräsentierbare Informationen widersetzen sich der Eigentumsform, weil sie frei kopierbar sind. Deshalb sieht Moglen in diesem »anarchistischen« Ansatz, bei dem jeder die Werke anderer nicht nur nutzen, sondern auch verbessern darf, die einzig angemessene Produktionsweise – allerdings nur für Informationsgüter. Yochai Benkler verallgemeinert den Ansatz zur »commons-based peer production« und identifiziert das zugrunde liegende, sehr alte gesellschaftliche Organisationsprinzip: die Commons. Jeremy Rifkin will nichts von einer Begrenzung auf die Informationssphäre wissen, sondern sagt den »kollaborativen Commons« eine große Zukunft voraus, in der sie den Kapitalismus Schritt für Schritt zurückdrängen, bis er in einer »hybriden Wirtschaft« nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Doch Benkler wie Rifkin gehen von einer problematischen Konzeption von »Grenzkosten« aus, die ihre Ergebnisse verzerrt. Warum die Commons trotzdem als Hoffnungsträger gelten können, wird in diesem Text gezeigt.

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Kategorien: Commons, Freie Software, Theorie

10. Dezember 2016, 07:00 Uhr   3 Kommentare

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Vermittlung

Streifzuege 68[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Vermittlung verbindet Unterschiedenes. Die Pole des Unterschiedenen sind Pole des Gleichen. Sonst wären sie Getrennte. Unterscheiden heißt somit, den Zusammenhang des Unterschiedenen als Vermittlung zu begreifen, Trennen heißt ihn aufzulösen. Manchmal ist die Trennung jedoch nur Schein dessen, was eigentlich nur unterschieden ist, also zusammengehört oder identisch ist. Das will ich am Beispiel von Individuum und Gesellschaft zeigen.

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Kategorien: Commons, Theorie

7. Dezember 2016, 12:34 Uhr   Kommentieren

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Gedanken zum politischen Elend unserer Zeit

450457Wo man hinblickt: Die Regression greift um sich, mit der Wahl Trumps als kurzzeitigem Höhepunkt. Der Nährboden dieser Entwicklung ist das Ressentiment (d.h. der Rassismus, Sexismus usw.). Die Ökonomie ist nur der Auslöser dieser Reflexe. Deshalb werden wir dem Problem mit einem Anti-Kapitalismus nur sehr begrenzt beikommen: Was die Querfronten allerorten belegen. Eine Krise würde diese Regression nur verstärken. Was wir also brauchen ist ein radikal anti-diskriminierende Politik zur Verteidigung der Offenen Gesellschaft als Grundlage für eine progressive Aufhebung des Kapitalismus.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Feindbeobachtung, Gender, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Soziale Netzwerke

2. Dezember 2016, 12:07 Uhr   10 Kommentare

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Das ist unser Haus!

Ein großartiger Film über das Mietshäuser-Syndikat, ein cooles Beispiel für ein großes vernetztes Commons-Projekt von Projekten.

Produzenten des Films sind Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Der Film wurde u.a. durch eine Crowdfundingkampagne finanziert und unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND veröffentlicht. Das bedeutet, der Fim darf nicht-kommerziell öffentlich aufgeführt werden. Das Team freut sich über die Mitteilung von Terminen solcher Vorführungen an termin ät das-ist-unser-haus.de.

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware

1. Dezember 2016, 10:44 Uhr   Kommentieren

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Die Welt reparieren

die-welt-reparierenSehr cooles Buch! Gibt’s haptisch in bunt für 20 Euro und im freien Download – thanks Transcript. Eine Buchvorstellung gibt’s am 28.11.2016 in Berlin.

Intro: Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht.

Dazu ein inspirierendes Video vom Festival offener Werkstätten von 2015:

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Medientipp

24. November 2016, 09:52 Uhr   Kommentieren

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Von der Wertkritik zum Commonismus

Kategorien: Commons, Theorie

2. November 2016, 07:03 Uhr   Kommentieren

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Sabine Nuss über keimform.de

Sabine NussAm 22. September dieses Jahres jährte sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Das Blog Keimform.de ist auf der Suche nach dem Neuen im Alten und genau das macht es so reizvoll: Nicht vom Hier zum ganz anderen Morgen und dazwischen klafft ein tiefes Loch. Vielmehr ging es Keimform immer darum, an dem anzuknüpfen, was schon ist. Begonnen hat alles vor vielen Jahren mit den Diskussionen um die gesellschaftlichen Potentiale Freier Software – was können wir von der kooperativen, weltweit vernetzten Arbeit an einem Produkt lernen, dessen Bauplan allen frei zur Verfügung steht und jedem und jeder mit entsprechendem Know-How ermöglicht, daran weiter zu arbeiten?

Mittlerweile sind diese Überlegungen und Debatten auch bei den Commons gelandet. Das war eine Entwicklung zu einer Verallgemeinerung, zu einer breiten Anschlussfähigkeit, die viele ins Boot geholt hat und interessante Kooperationen ermöglichte. Bei aller Öffnung: Keimform.de bleibt sich treu, auch noch nach 10 Jahren gilt den MacherInnen: „Es geht um die Überwindung dieser warenförmigen Gesellschaft, um die Emanzipation der Menschen.“ Immer noch. Und das ist gut so.

Herzlichen Glückwunch zum Geburtstag!

Dr. Sabine Nuss, Journalistin und Politologin, Leiterin des Bereiches Politische Kommunikation bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Kategorien: Commons, Freie Software, Praxis-Reflexionen

30. Oktober 2016, 08:13 Uhr   Kommentieren

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Eine Welt, in der alle gut leben können

Titelbild „Die Welt reparieren“Das Potenzial der commonsbasierten Peer-Produktion

[Mein Beitrag zum neuen Sammelband Die Welt reparieren. Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis, herausgegeben von Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller und Karin Werner (Transcript, Bielefeld 2016). Es ist auch möglich, das komplette Buch herunterzuladen (Lizenz: CC BY-NC-ND).]

Die Grundideen des Internets sind Offenheit und Dezentralität – jede soll mitmachen können, ohne erst andere um Erlaubnis fragen zu müssen. Wer heute das WWW benutzt, spürt davon womöglich nicht mehr viel. Wird nicht alles von einigen großen Plattformen wie Google, Facebook, Youtube und Amazon dominiert? Es mag so scheinen, doch ist das WWW nur ein kleiner Teil des Internets und die großen Plattformen sind nur ein kleiner Teil des WWW.

Und was auffällig ist: Auch bei Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter sind es die Benutzer (ich verwende weibliche und männliche Formen zufällig im Wechsel), die alle Inhalte beitragen – anders als beim Fernsehen und bei gedruckten Medien, deren Inhalte von bezahlten Profis erstellt werden. Google ist als Suchmaschine für die Vielfalt des WWW groß geworden, produziert also ebenfalls keine eigenen Inhalte, sondern ermöglicht es, diese zu finden. Beim Onlineshop Amazon spielt der „Marketplace“, auf dem Drittanbieter eigene Produkte verkaufen, eine zunehmend größere Rolle, und eBay lebt komplett von der Vermittlung der Angebote anderer Menschen und Firmen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons

27. Oktober 2016, 07:51 Uhr   3 Kommentare

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Commons-Diskurs: Übergang

commons-jvmus-200Eine siebenteilige Serie mit Fragen an den Artikel Grundrisse einer freien Gesellschaft. Bisher erschienen: Freie Gesellschaft, Individuum und Gesellschaft, Konflikte, Abstimmungsprozesse, Inklusion, Stigmergie.

7. Übergang

Frage: Stefan, Du gehst in diesem Beitrag nicht darauf ein, wie die Übergangszeit zwischen heutigem Kapitalismus und zukünftiger Peer-Commons-Gesellschaft aussehen soll. Wie kann der Weg, den Du vorschlägst, wirklich Schritt für Schritt gegangen werden?

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Kategorien: Commons, Theorie

21. Oktober 2016, 07:08 Uhr   11 Kommentare