Kategorie: Arbeit & Freiheit
Commoning konkret
Commons-based peer production braucht ein Commoning, also eine Form von Selbstorganisierung um Gemeingüter nicht-kommerziell und bedarfsgerecht zu verwalten. Dieser Artikel möchte einen Beitrag leisten zur Erkundung wie diese Organisierung konkret aussehen könnte: Zum einen an einer Reflektion über ein Experiment “Solidarischer Landwirtschaft” und zum anderen an konkreten Überlegungen wie ein Commoning rund um endliche Ressourcen aussehen könnte. Die Artikel finden sich auch in der aktuellen Ausgabe der “Streifzüge” und dem soeben erschienenden Büchlein “Herrschaftsfrei Wirtschaften”.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Gender, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke
8. Januar 2012, 07:47 Uhr 7 Kommentare
Elevate-Diskussion: Von der Ich-AG zur Peer Production?
Vor einem Monat habe ich auf dem Grazer Elevate-Festival an einer Diskussionsrunde zum Thema Von der Ich-AG zur Peer Production? Arbeit und Produktion im 21. Jahrhundert teilgenommen. Inzwischen gibt es die Videoaufzeichnung der Veranstaltung im Netz, die auch live im österreichischen „Offenen Kanal“ Okto.tv ausgestrahlt wurde:
Um die Peer-Produktion geht es erst im zweiten Teil der Diskussion, ungefähr ab Minute 1:11 (beginnend mit einem längeren Input von mir). Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Medientipp
22. November 2011, 08:18 Uhr 3 Kommentare
Arbeit
Die Wiener Streifzüge erscheinen diesmal mit dem Schwerpunkt ARBEIT. Ja, Arbeit durchgestrichen, also gegen die Arbeit. Da konnte ich nicht zurückstehen und habe meiner Kolumne Immaterial World auch den Titel Arbeit gegeben, nicht durchgestrichen, deswegen aber lange noch nicht »für Arbeit«. Sondern ein Versuch einer differenzierten Darstellung.
Arbeit
Wenn alle gegen die Arbeit reden, soll hier für die Arbeit das Wort ergriffen werden. Nein, falsch, die Arbeit kann nicht belobigt werden, denn in einer abstrakten Redeweise kann man nicht für oder gegen die Arbeit sprechen bzw. schreiben. Wir kommen also auch hier nicht um die Mühe des Begriffs herum, die kolumnengemäß kurz ausfallen muss.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie
20. November 2011, 07:18 Uhr 24 Kommentare
Ein revolutionäres Minimalprogramm
Seit einigen Monaten wird als eine Konsequenz einer von der Sozialistischen Initiative Berlin-Schöneberg angeregten Organisationsdebatte ein revolutionäres Minimalprogramm erarbeitet. Aus diesem Prozess (1, 2, 3) hat sich inzwischen das Bochumer Programm (PDF) herauskristallisiert. (Dokumentation der aktuellen Diskussion)
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Eigentumsfragen
13. Oktober 2011, 08:40 Uhr 17 Kommentare
(Post-)Ökonomische Perspektiven im 21. Jahrhundert
Diesen Monat nehme ich mal wieder an zwei einer Veranstaltungen teil. Zunächst am kommenden Samstag, 15. Oktober an einem Workshop Ökonomische Perspektiven II – Utopien und Perspektiven des Bildungskollektiv Biko in Erfurt (siehe Kommentar):
15.10.2011 10–16 Uhr
im Jugendbüro filler, Schillerstr. 44, ErfurtÖkonomische Perspektiven II – Utopien und Perspektiven
In Zeiten der Krise ist wieder Zeit für Analysen und Perspektiven. Wir wollen einen Teil der Ansätze, Ideen und Projekte, die in der letzten Zeit entwickelt bzw. populär wurden vorstellen und diskutieren. Bei der zweiten Veranstaltung geht es um ökonomische Utopien und Perspektiven. Mit der Peer-Ökonomie wird ein weiterer Ansatz vorgestellt sowie Beispiele und Ideen für praktische Umsetzungen gezeigt. Die angebotenen Modelle werden an ihren eigenen Ansprüchen gemessen.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Termine
12. Oktober 2011, 08:38 Uhr 3 Kommentare
Piraten und Knappheit und Eigentum
Ich geb’s zu: Ich habe letztens in Berlin mit der Zweitstimme die Piraten gewählt. Diese Stimme war aber nur eine halbe Stimme. Wie ich das meine, erkläre ich im folgenden anhand der widersprüchlichen Positionen der Piraten zu Knappheit und Eigentum.
Die Piratenpartei hat in ihren 10 Thesen zur Netzpolitik in der fünften These den Begriff der Knappheit verwendet. Dort heißt es:
Die Güter der materiellen Welt sind begrenzt und erschöpflich. Was der eine Mensch besitzt oder verbraucht, darauf muss der andere verzichten. Immaterielle Güter hingegen können beliebig oft vervielfältigt werden. In der Informationsgesellschaft gibt es keine natürliche Knappheit an immateriellen Gütern. Die Tragödie unserer Zeit besteht jedoch darin, dass mit Gesetzen eine künstliche Verknappung an immateriellen Gütern erzeugt wird.
Das hört sich erstmal gut an, erst beim genauen Hinsehen wird ein zentrales Ideologem der Piraten sichtbar. Worin besteht es?
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen
3. Oktober 2011, 17:12 Uhr 25 Kommentare
Nichtwarenförmige Erdäpfel-Ernte
Die warenkritische Kooperative Karlshof lädt ein zur Kartoffelernte:
Der Spätsommer kommt vorbei und mit ihm die beliebten Knollen aus der Erde.
Nachdem letztes Jahr mit vielen Händen nur klitzekleine Murmeln aus dem Boden gesammelt wurden, wird es dieses Jahr wieder in die Vollen gehen!
Du bist herzlich eingeladen Teil an diesem Riesenspaß zu nehmen. Vom 2. bis zum 18. September ist es soweit.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons
23. August 2011, 17:50 Uhr Kommentieren
The Emergence of Benefit-driven Production
The following paper was written for the Proceedings of the 6th Annual Open Knowledge Conference (OKCon 2011) which took place about a month before in Berlin. It is also available in PDF format.
Abstract
The free software and free culture movements have radically changed the ways of producing software and knowledge goods. In many cases, participation in such project is benefit-driven rather than profit-driven. Participants get involved in order to realize some practical or social benefit, not because of monetary gains. Another difference from market- and firm-based production is that peer production is non-hierarchical: people voluntarily cooperate as peers; there are no fixed employer/employee or client/contractor relationships. And peer production is based on commons: goods which are jointly developed and maintained by a community and which are shared according to community-defined rules.
Peer production is not just about producing knowledge: Hackerspaces and Fab Labs are the first forerunners of a commons-based production infrastructure. While commons-based peer production reaches beyond capitalism, the preconditions of its development are created by capitalism itself. The paradoxical relationship of capitalism to human labor leads to developments that might make the concept of labor (as we know it today) obsolete, and with it capitalism itself.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, English, Theorie
7. August 2011, 12:48 Uhr 5 Kommentare
Producir sin dinero y coerción
El texto que sigue es mi ponencia para la conferencia “¿Otros mundos posibles?” que tuvo lugar en Medellín (Colombia) en mayo del corriente. Todas las ponencias de la conferencia se van a publicar en una antología
de la Fundación Rosa Luxemburgo, en alemán y español.
La “producción entre pares basada en bienes comunes” (commons-based peer production)
Traducción: Raul Celik; redacción: Laura Rojas
Imaginémonos un mundo en donde la producción y la reproducción se basan en las necesidades de todos y son organizadas por personas libres que se reparten voluntariamente las actividades necesarias. Esta sociedad llamo commonism (deducido de commons, en español bienes comunes), considerando que los bienes comunes, jugarán un rol importante en ella.
Ahora se podrá objetar que tal sociedad será imposible porque todavía no ha existido o porque contradice a la naturaleza del ser humano. Pero del que una sociedad de este carácter todavía no haya existido, no se puede deducir que sea imposible. De igual manera, los argumentos sobre la “naturaleza del ser humano” desconocen que no solo los seres humanos hacen la sociedad sino que, a la inversa, los seres humanos también son influenciados y marcados por la sociedad. Es decir, los cambios de las estructuras también cambian el comportamiento de las personas.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie
20. Juli 2011, 08:04 Uhr 1 Kommentar
Kommentar zum Urheberrecht von links
Nun endlich kommt der angekündigte Kommentar zum Antrag der Linksfraktion zum Urheberrecht. Rahmenfragen — etwa warum der Antrag jetzt kommt, wo die Enquetekommission zum gleichen Thema Empfehlungen vorlegt — lasse ich mal außen vor. Hier soll es um den Inhalt des Antrags gehen, der eine Positionsbestimmung der Partei DIE LINKE markiert.
Bevor ich gleich mit dem Nörgeln beginne, zunächst mal ein Lob vorweg: DIE LINKE hat sich bewegt und zwar in die richtige Richtung. Ein Lernprozess hat offensichtlich stattgefunden. Urheberextremistische Positionen bleiben nun tatsächlich den Regierungsparteien überlassen.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Eigentumsfragen
6. Juli 2011, 07:23 Uhr 4 Kommentare

