Einbruch in Server von keimform.de
Wenn es kommt, dann gleich murphymäßig dicke. Wir waren gerade bei Vorbereitung eines Serverumzugs, als der alte Provider unseren Blog keimform.de per IP-Filter vom Netz nahm. Grund: Der virtuelle Server, auf dem keimform.de läuft, wurde von einem Cracker kompromittiert. Der Blog selbst war vermutlich nicht direkt betroffen, doch wir waren erstmal offline.
Als erste Maßnahme sind wir dabei, den kompletten (virtuellen) Server zu sichern. Bei einem lahmen Internetanschluss dauert das leider immer noch an. Wer im Raum Potsdam / Berlin eine dicke Leitung zur Verfügung hat, schreibe mir bitte. Um keine Risiken einzugehen, haben wir den Blog komplett neu aufgesetzt und alle Passwörter zurückgesetzt.
Aktuell stellen wir euch eine einige Tage alte Version von keimform read-only zur Verfügung.
Wir hoffen, dass wir morgen (29.9.11) im Laufe des fortgeschrittenen Tages wieder mit dem alten Stand und allen Kommentaren online sind.
[Update 29.9.11, 16:20 Uhr] Es sieht so aus, als ob es doch der Freitag werden wird, also der 30.9.11. Die Gründe dafür erklären wir, wenn wir wieder alles komplett haben (für die, die’s dann noch interessiert…).
Kategorien: Lernen
28. September 2011, 09:50 Uhr 1 Kommentar
Besuch bei TSoLife im Büro der Projektagentur Brückenschläger
Im Rahmen der des Programms “Jugend in Aktion” wird die Jugendinitiative “Lernen Leben” für den Aufbau eines Projekt- und Infobüros gefördert, um auf lokaler Ebene Lernnetzwerke und Werbung für selbstbestimmtes Lernen auf den Weg zu bringen und auf globaler Ebene eine Lernvernetzungs-Website als interaktive Kommunikationsplattform zu gestalten. Dort soll langfristig ein Archiv der Travelling School of Life (TSoLife) sowie ein Informationspunkt rund um das selbstorganisierte Lernen entstehen. Über tsolife haben wir früher kurz berichtet.
Adelheid Scholten arbeitet für “Jugend für Europa” und ist für das Monitoring dieses Projekts zuständig. 10% der geförderten Projekte werden “gemonitored”. Sie konnte nicht sagen, nach welchen Kriterien die so auszuwertenden Projekte ausgesucht werden. Im Rahmen dieses “monitoring” werden die Projekte regelmäßig besucht und befragt. Dadurch soll auch ein Austausch von Rückmeldungen in das Programm “Jugend in Aktion” ermöglicht werden, was erst einmal bis 2013 läuft.
Dieses Treffen richtete sich also an die Geförderten. Sabine von Tsolife versteht tsolife jedoch als offenes Netzwerk und hat deshalb offen eingeladen.
Wir trafen uns im offenen Büro der Projektagentur Brückenschläger, Tsolife ist Teil dieser Bürogemeinschaft.
Kategorien: Freie Software, Lernen, Soziale Netzwerke
9. Dezember 2008, 16:09 Uhr Kommentieren
kommunist should love google …
Die nächste Generation von Comupter-Nutzern wird viel entlokalisierter arbeiten.
Die Daten sind selbstverständlich im Netz und der “normale” Zugang ist per Browser, ganz egal, von welchem Rechner aus.
Die Grundbedürfnisse (Email, Speicherplatz , soziales Netzwerk) werden alle umsonst bedient.
Das Ganze is so etwas wie eine garantierte Informationsgrundausstattung.
Im Bereich Kommunikation im Internet gibt es somit das garantierte Grundeinkommen bereits.
Google ist dabei Kommunismus 0.1 …
Kategorien: Eigentumsfragen
27. September 2008, 00:03 Uhr 8 Kommentare
Public Private Property
Public Private Property (PPP) verfolgt das Ziel, mit Hilfe von Lizenzen einen entknappenden Umgang mit materiellen Gütern zu ermöglichen.
Das Konzept ist angelehnt an die Erfindung der GPL, die dies im Bereich “Computerprogramme” bereits erreicht hat. Dabei soll ein ähnlich modulares Lizenzsystem zum Einsatz kommen, wie es Creative Commons erfolgreich vorgemacht hat. Weitere Inspirationsquellen finden sich in den schon existierenden oder angedachten Projekten Mietshäuser-Syndikat, Nutzigems, Reisenetzwerken. Allen diesen Projekten ist gemeinsam, dass sie versuchen, das private Eigentumsverhältnis an materiellen Gütern zu verändern (manchmal sicherlich nicht in vollem Bewußtsein, was sie da tun).
Dabei wird das juristische Eigentum selbst erst einmal nicht angetastet. So wie ja auch bei GPL- oder CC-lizensierten Werken das Copyright beim ursprünglichen Autor verbleibt. Dennoch soll es die Möglichkeit geben, durch ein eigenes Lizenzmodul den dauerhaften Verbleib der ehemaligen Ware in PPP zu sichern. In diesem Fall wird dann das Eigentum übertragen an eine Organisation, die die Garantie übernimmt, dass PPP gültig bleibt. Auch das gibt es im Fall der GPL: Viele GNU-Projekte verlangen ein Abtreten der Rechte an die FSF, um so unproblematisch zukünftige Lizenzänderungen vornehmen zu können.
Die Nutzung eines PPP-Gutes wird möglich, wenn man die Lizenz anerkennt. Das Eigentum bleibt also privat, der Besitz wird aber gesellschaftlich. Dabei formuliert PPP den kleinsten gemeinsamen Nenner von “zur Verfügung stellen”: Zeigen, dass es da ist. Zusätzlich angegebene PPP-Module ermöglichen mehr Freiheit.
Kategorien: Eigentumsfragen
22. März 2008, 00:40 Uhr 9 Kommentare
A Bill of Rights for Users of the Social Web
In ihrem Blog “Open Social Web” stellen Joseph Smarr, Marc Canter, Robert Scoble, und Michael Arringto eine Liste von Grundrechten von Nutzern sozialer Netzwerke zur Diskussion.
Eine deutsche Übersetzung habe ich bisher nicht gefunden, nun also hier der Versuch (Korrekturen gerne gesehen):
Kategorien: Freie Inhalte, Soziale Netzwerke
7. September 2007, 23:11 Uhr 3 Kommentare
The Art of Free Cooperation
Bin gerade über dieses Buch von Christoph Spehr, Howard Rheingold, Brian Holmes , Trebor Scholz (Editor) und Geert Lovink (Editor) gestolpert:
Inspired by the collaborative models of the open-source software movement, Rosa Luxemburg Award-winning German writer Christoph Spehr, Howard Rheingold, Brian Holmes and the editors critique both the received capitalist and socialist methods of social integration, and elaborate a practical vision for a third alternative, one that promises to surmount the problems of inequality on the one hand and the lack of individual freedoms on the other. Part utopian intervention, part radical polemic and activist manual, The Art of Free Cooperation also includes a DVD with additional texts, highlights from an international “Free Cooperation” conference, and a feature-length film collage, narrated by Tony Conrad, illustrating the principles of Free Cooperation through the visual language of science fiction.
Hat das jemand gelesen und einen Kommentar dazu ?
Kategorien: Medientipp, Theorie
25. Juni 2007, 22:01 Uhr 4 Kommentare
The Compact
Heute hat jemand im CoForum eine Bewegung eingetragen, deren Mitglieder versuchen, ein Jahr im wesentlichen ohne Geld auszukommen. Rund um das Blog einer der Initiatorinnen ist eine Gemeinschaft von ca 8000 Menschen entstanden, die sich in lokalen Gruppen bei diesem Experiment unterstützen (siehe Spiegel-Artikel vom 27.1.2007, glücklicherweise verknappt der Spiegel zur Zeit seine Online-Artikel nicht).
Für Europa gibt es auch eine Gruppe.
Kategorien: Soziale Netzwerke
28. Mai 2007, 17:39 Uhr Kommentieren
Öffnung von Reisenetzwerken wird versucht
Wie beim Hospitality-Club gibt es nun auch bei CouchSurfing Bestrebungen, das Netzwerk zu öffnen und auf “demokratische” Beine zu stellen.
Nachdem es wohl schon eine Weile lang interne Diskussionen über eine Öffnung und speziell die Bedingungen für die Mitarbeit am Code gab, wird mit der Kampagne OpenCouchsurfing.org versucht CouchSurfing von außen zu öffnen:
We believe information should flow freely through an Open Organisation.
We have realized that this Freedom will not come from within the Couchsurfing core itself.
We believe in being able to help Couchsurfing by opening the organisation from the outside.
Als Werkzeuge gibt es eine Petition, Blog, Wiki, Mailingliste und ein Chat-Channel.
Beim Hospitality-Club ist aus gleicher Motivation die Kampagne BeVolunteer.org entstanden (siehe Historie).
Allerdings hat dies dort nicht zu einer Öffnung geführt, sondern zu einem Split-Off: BeWelcome.org
Die Nutzer laufen jedoch noch nicht in Scharen über, die Software ist in den Anfängen. BeWelcome scheint auch nicht in Richtung OpenSource zu gehen. Schade.
Kategorien: Soziale Netzwerke
6. Mai 2007, 23:29 Uhr 10 Kommentare
Run for openess
Niall Kennedy liefert uns eine Vorschau auf die Google Reader API, die in den kommenden Wochen offiziell von Google veröffentlicht werden soll. Sie bietet Zugriff auf Googles RSS-Datenbestand und ermöglicht die schnelle und einfache Entwicklung unterschiedlichster Feed-Reader; Google Reader selbst (aka “Lens”) sei lediglich als Demo-Anwendung zu verstehen.
Zusätzlich bietet die API Zugriff auf eine von Google in das ATOM-Format normalisierte Version aller vorhandenen RSS-Feeds, was die Einbettung selbiger in Fremdanwendungen wesentlich vereinfachen sollte (da man sich nicht mehr um zig verschiedene Feed-Formate und/oder kaputte Feeds kümmern muss).
Das ganze illustriert die Notwendigkeit der “großen Player” so viel Nutzen und damit Offenheit wie möglich zu generieren.
Kategorien: Freie Inhalte
21. Januar 2007, 22:41 Uhr 2 Kommentare
Bildung eines Serviceknotens für ein Kommunikationsnetz von Solidargemeinschaften
Bericht und Einladung
Der Vorschlag zur Bildung eines „Serviceknotens für ein Kommunikationsnetz von Solidargemeinschaften“ ausgehend vom Kongress „Solidarische Ökonomie“ fand interessierte Aufnahme. Ca. 30 Personen trafen bei dem entsprechenden Workshop zur Erörterung der Vorschläge ein. Zum Abschluss des Kongresses befestigte sich eine Gruppe, welche die ersten Schritte virtuell koordinieren will. Für Februar 2006 ist ein Arbeitstreffen in Kassel in den Räumlichkeiten der Kommune Niederkaufungen geplant, zu der alle, die sich aktiv einklinken wollen, eingeladen sind.
Kategorien: Soziale Netzwerke, Termine
5. Januar 2007, 16:51 Uhr 7 Kommentare
