Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
Artikel drucken

Commons und Herrschaftskritik

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

Produktive Einsatzpunkte und Ambivalenzen

von Ulrich Brand

In den letzten Jahren hat der Begriff „Commons“, zu Deutsch Gemeingüter oder Allmende, zunehmend an Bedeutung gewonnen. Er steht für die Kritik an herrschenden Entwicklungen, für konkrete Forderungen und alternative Praktiken wie etwa gemeinschaftliche Nutzungsregeln. Es gibt keine fixe Definition von Commons, sondern es handelt sich um einen politischen Begriff, der Teil sozialer Auseinandersetzungen ist und in diesen immer wieder aktualisiert und präzisiert wird. Immer wieder werden der Mindestlohn oder die wesentlich von der öffentlichen Hand organisierte soziale Infrastruktur wie Bildung, Mobilität und Gesundheit zu den Commons gezählt. Commons ist also nicht der große Hebel, das alleinige Prinzip, das alle Probleme löst. Commons – das sind Prinzipien und Praktiken sowie politische und strategische Perspektiven und damit Teil umfassenderer Auseinandersetzungen.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen

24. Juli 2014, 06:22 Uhr   3 Kommentare

Artikel drucken

Die LINKE und die Commons

neues-deutschland[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 21.7.2014]

Stefan Meretz über eine beginnende Freundschaft

Der »prager frühling«, die Zeitschrift der Emanzipatorischen Linken in der LINKEN, betätigt sich wieder einmal als Trüffelschwein. Die Commons sind das Leckerli, das sich die Redaktion vorgenommen hat. Wie hat sie es zubereitet? Schmeckt es?

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

21. Juli 2014, 07:04 Uhr   3 Kommentare

Artikel drucken

Landgrabbing

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

Die neue Welle der Enteignung

von Thore Prien

Krisengeschüttelt und selbstzerstörerisch macht sich der Kapitalismus am Boden zu schaffen. Seit einigen Jahren kommt es zu einem dramatischen Anstieg von Investitionen in das Ackerland der Staaten des globalen Südens (Zahlen und Fallbeispiele bei GRAIN und Farmlandgrab.org). Korruption, Mauschelei, Betrug und legale langjährige Pachtverträge erobern ganze Landstriche. Im Landgrabbing – das ist der Name, der sich für die Neuauflage des Scramble um Land durchgesetzt hat – befeuern sich dabei zwei Dimensionen der gegenwärtigen Krise wechselseitig: Erstens gibt es einen Überschuss an Kapital auf der Suche nach Verwertung, das nun entlegenste Winkel einnimmt. Ackerland wird zum buchstäblichen spatial fix (David Harvey) einer räumlich und zeitlich umhergeschobenen Überakkumulationskrise. Zweitens drängt die Aussicht auf weitere dramatische Verschärfungen der kapitalistischen Naturverhältnisse die Nahrungsmittelproduktion auf die global geteilte Problem-Agenda – und damit auf die Agenda von Finanzdienstleistern. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Feindbeobachtung

18. Juli 2014, 06:23 Uhr   1 Kommentar

Artikel drucken

Strategische Räume für soziale Transformation

pragerfruehling19[Repost aus dem Magazin prager frühling zum Schwerpunktthema der Commons]

von Brigitte Kratzwald

Der Begriff Commons hat in den letzten Jahren in Zusammenhang mit den zahlreichen gesellschaftlichen Krisen und der Suche nach Alternativen ein Revival erlebt. Dieser Begriff ist für soziale Bewegungen wie WissenschaftlerInnen gleichermaßen attraktiv, weil er es ermöglicht, unterschiedliche Perspektiven zu verbinden. Er bietet ein Denkmodell für eine Organisationsform von Gesellschaft, die der Marktlogik entgegensteht, aber keine reine Utopie ist, sondern im Hier und Jetzt schon in vielfältigen Formen existiert. Dabei kann er auf viele verschiedene Bereiche angewendet werden, von freier Software und Wissen über den öffentlichen Raum bis hin zu Wasserversorgung oder Saatgut und kann so verschiedene soziale Kämpfe und soziale Bewegungen zusammenbringen. Und er verbindet die Kritik am bestehenden Zustand mit dem Aufbau von Alternativen, was unerlässlich ist für Bewegungen, die eine Transformation der Gesellschaft anstreben. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen, Theorie

12. Juli 2014, 07:09 Uhr   Kommentieren

Artikel drucken

Das motivierte Leben

streifzuege61[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Ein gutes Leben ist eines, dass wir voller Energie und Schöpfungskraft führen können, eines, das uns die Entfaltung unserer Individualität ermöglicht. Ein Leben voller Motivation. Doch wie geht ein „Leben voller Motivation“? Ist Motivation eine Individualtechnik, die jede und jeder erlernen kann? Wie kann ich mich selbst motivieren? So oder ähnlich fragt es uns aus den Ratgeber-Büchern und bunten Blättern heraus, so grundfalsch und so ideologisch.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Theorie

9. Juli 2014, 07:18 Uhr   2 Kommentare

Artikel drucken

E-Mail-Selbstverteidigung

infographic-buttonDie Free Software Foundation (FSF) hat ihre Anleitung zur Einrichtung der E-Mail-Verschlüsselung auf dem eigenen Rechner in sechs Sprachen übersetzt — deutsch ist nun auch dabei. Die Anleitungen unterscheiden sich jeweils nach Linux-, Mac- und Windows-Betriebssystem. Viele Provider werben inzwischen damit, sie würden verschlüsselte E-Mailkommunikation sicherstellen. Doch das betrifft nur zwei Aspekte: Die Kommunikation zwischen dem eigenen Rechner und dem Mail-Service und die Mailweiterleitung zwischen großen deutschen Providern. Mails außerhalb dieser Provider, also insbesondere Mails ins Ausland, werden unverschlüsselt übertragen. Zudem ist unklar, welche Zugriffe die großen deutschen Provider den Sicherheitsdiensten gewähren.

Grund genug, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf allen Rechnern einzurichten. Mach mit! Die Anleitung der FSF nimmt dich an die Hand!

Kategorien: Freie Inhalte, Lernen

3. Juli 2014, 15:09 Uhr   2 Kommentare

Artikel drucken

FabLabs, Prothesen und Roboter

ARTE berichtet im Magazin FutureMag über FabLabs, in denen aus Roboter-Händen Handprothesen werden, die statt 60.000€ nur noch 200€ kosten. Dank Open Source.

Mehr zum gezeigten InMoov-Roboter gibt es hier.

Kategorien: Freie Hardware

29. Juni 2014, 06:53 Uhr   Kommentieren

Artikel drucken

Unendliche Bedürfnisse?

neues-deutschland[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 23.6.2014]

Über produktive und sinnlich-vitale Bedürfnisse am Beispiel von Nahrungsmitteln

In der letzten Kolumne wurde die behauptete ewige Knappheit von Gütern als künstlich unverfügbar gemachte Fülle entschlüsselt. Der Knappheitsmythos wird allerdings von einer weiteren Annahme begleitet: Die Bedürfnisse seien unendlich. Das klingt logisch: Wenn die Bedürfnisse immer weiter wachsen, dann können die produzierten Güter nie ausreichen und werden folglich immer knapp sein. Sehen wir uns das am Beispiel der Produktion von Nahrungsmitteln an.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

23. Juni 2014, 06:24 Uhr   2 Kommentare

Artikel drucken

Home Stories: Manchmal hinke ich mir selbst hinterher

Streifzüge Nr. 60/2014[Dieser Artikel erschien nicht in der Printausgabe. Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Von Birte Friebel

Erlebe ich gerade einen Funktionswechsel in mir selbst? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich nach Begriffen für den Wandel gesucht habe, den ich gerade durchmache. Natürlich lässt sich das erst rückblickend beurteilen. Dieser Text hier wird also vielleicht irgendwann mal ein Text über einen Funktionswechsel gewesen sein.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Praxis-Reflexionen

19. Juni 2014, 06:27 Uhr   1 Kommentar

Artikel drucken

Auf zum gemeinen Uneigentum?

Streifzüge Nr. 60/2014[Dieser Artikel erschien nicht in der Printausgabe. Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Anmerkungen aus ökokommunistischer Sicht

Von Hans-Hermann Hirschelmann

Am Keimform-Blog (keimform.de) schätze ich neben Berichten und Reflektionen über Open Source oder Peer-to-Peer Projekten Zeichen ernsthaften Nachdenkens über Kommunismus. Ganz unutopistisch sind reale Bewegungen ins Visier genommen, die als Keimformen eines kommunistischen Füreinanders identifiziert werden. Allerdings eines mit „C“ geschriebenen Kommunismus, der vom Begriff der „Commons“ abgeleitet ist bzw. vom „Commoning“. Denn Commons oder Allmendegüter, so wird hier zurecht betont, sind keine Dinge, deren Natureigenschaft es ist, für alle da zu sein. Commons werden erst durch das Commoning Realität. Und die existiert insoweit die Verarbeitung, Verwendung, Pflege, Wiederherstellung usw. von Ressourcen eine tatsächlich gemeinsam zu verantwortende Angelegenheit aller ist.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie

16. Juni 2014, 06:25 Uhr   4 Kommentare