Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Emergenz und Blockchain

Streifzuege 70[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Den Begriff Emergenz betrachte ich seit jeher mit Skepsis. Ist nicht erklärbar, warum und wie aus einem Prozess etwas hervorgeht, so wird die Erklärungslücke mit dem Hinweis auf „Emergenz“ zugedeckt. Dabei gibt es tatsächlich systemische Ganzheiten, bei denen nicht kausal bestimmt werden kann, wie diese aus ihren Elementen entstehen. Die Gesellschaft ist so ein Beispiel. Das Handeln der Einzelnen ist möglichkeitsoffen, und trotzdem ergibt es ein stabiles, kohärentes Ganzes. Irgendwie emergent halt. Alles, was gebraucht wird, wird gemacht – und überfordert langfristig auch die planetaren Grenzen nicht. Letzteres würde zumindest für eine commonistische Gesellschaft gelten, die Geld, Tausch, Markt, Staat und Herrschaft nicht mehr kennt.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie

11. April 2018, 08:23 Uhr   5 Kommentare

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Utopie, Transformation, Kritik

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Lernen, Theorie

22. Februar 2018, 10:47 Uhr   1 Kommentar

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Commons Sommerschule 2018

BechstedtDie sechste Commons-Sommerschule widmet sich dieses ihrem originären Thema, nämlich den Commons selbst. Dazu gehören so Fragen wie: Was sind Commons? Wie entstehen sie? Was ist Commoning? Von welchem Menschenbild geht solch ein Denken aus? Wann machen wir Kapitalismus und wann etwas jenseits der Verwertungslogik? Wie unterscheidet sich das eine vom anderen? Wie genau können wir das erfahren und beschreiben?

Die sechste Commons-Sommerschule findet vom 23. bis 30. Juni 2018 im thüringischen Bechstedt statt. Weitere Infos und einen Programmentwurf findet ihr im Commons-Blog. 20 Plätze sind zu vergeben, Bewerbungsschluss ist der 18. März 2018. Wie immer: Sehr zu empfehlen!

Kategorien: Commons, Lernen, Termine

18. Februar 2018, 21:35 Uhr   Kommentieren

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Zwischen Selbstentfaltung und Selbstverwertung

Industrie 4.0 und Autonomie

Nachfolgend mein Vortrag, den ich am 5.12.2017 im Rahmen der Ringvorlesung „Medien der Autonomie | autonome Medien: Interdisziplinäre Perspektiven auf Technologie und digitale Gesellschaft“ an der Universität Bonn gehalten habe (Folien: PDF, ODP und Mitschnitt: OGG, MP3).

 

 

Kategorien: Commons, Theorie

22. Januar 2018, 14:18 Uhr   Kommentieren

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Freiwilligkeit und Utopie

Streifzuege 70[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Freiwilligkeit ist nicht die Norm. Etwas freiwillig zu tun, schließt ungesagt mit ein, dass es normalerweise eine Gegenleistung oder gar ein Zwang ist, welche zur Tat anhalten. Es ist die Tauschlogik, die dahinter hervorlugt, und das setzt, was als normal gilt. Im Kapitalismus ist Freiwilligkeit die geadelte Ausnahme. Sie erscheint als Ehrenamt, als gute Tat, als Altruismus in einer Welt, in der Lohnarbeit, Profitstreben und Egozentrismus als selbstverständlich gelten.

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Kategorien: Commons, Theorie

18. Dezember 2017, 11:54 Uhr   14 Kommentare

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Peer-commonist produced livelihoods

[Article in: Ruivenkamp, G. & A. Hilton (2017). Perspectives on Commoning. Autonomist Principles and Practices, London: Zed Books, p. 417-461. License: CC BY-NC 4.0]

By Stefan Meretz

Introduction

The class struggle fails because it only addresses the question of how wealth is distributed and fundamentally fails to consider how it is produced. Essentially, production is treated as neutral, and commodities are more or less understood as objects, material or immaterial, that circulate through an economy; capitalism thus becomes an external system of power vis-à-vis the individual, visited only for the sale of our labour power or to buy commodities for our reproduction. Crucially, according to this rendition of socioeconomic and thus political meta-structure, we – the masses, the multitude – and capital – the hegemonic, power – are ontologically distinguished, quite separate entities. This basic analysis and the consequent call to solidarity demands a radical review.

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Kategorien: Commons, Theorie

8. Dezember 2017, 07:04 Uhr   4 Kommentare

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Marx, Commons und Internet

Hier nachgereicht die Folien (PDF, ODP) und der Mitschnitt (OGG, MP3) meines Vortrags »Mit Marx, Commons und Internet zum Commonismus« in der Seminarreihe »Marx in the Age of Digital Capitalism« an der Uni Bonn vom 12.7.2016.

 

Hinweis: Die von mir im Vortrag am Schluss getätigte Gegenüberstellung von „Markt“, „Plan“ und „Stigmergie“ suggeriert, dass Stigmergie alternativ zu Markt und Plan stünde. Dem ist aber nicht so. Auch Markt und Plan kennen (wie jede gesellschaftliche Vermittlung) Stigmergie. Geldsysteme sind nicht zuletzt auch stigmergische Systeme. Mir geht es beim Stichwort „Stigmergie“ um eine commonistische Stigmergie – was genauer zu erläutern wäre (und im Vortrag nur ansatzweise geschieht). — Viele Kritiker*innen haben zu recht auf diesen Aspekt hingewiesen, vielen Dank!

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

5. Dezember 2017, 15:20 Uhr   13 Kommentare

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Industrie 4.0 und Autonomie

Zwischen Selbstentfaltung und Selbstverwertung

Vortrag von Stefan Meretz im Rahmen der Ringvorlesung „Medien der Autonomie | autonome Medien: Interdisziplinäre Perspektiven auf Technologie und digitale Gesellschaft“ an der Universität Bonn.

  • 5.12.2017, 18:15 bis 19:45 Uhr
  • Abt. Medienwissenschaft, Hörsaal 4.001 (4. Stock), Lennéstraße 6, 53113 Bonn

Das Prädikat „4.0“ markiert neben dem Marketingeffekt tatsächlich eine neue Qualität industrieller Entwicklung. Der Vortrag versucht diese Qualität durch Rekonstruktion der Spezifika der drei Vorläufer-Perioden und schließlich ihrer Aufhebung durch die „agentenbasierte Netzwerk-Fertigung“ zu begreifen. Im Fokus steht dabei der Wandel der Subjektivität in der industriellen Produktion. Im Lichte des aufgespannten kategorialen Rahmens treten drei „Autonomien“ ans Licht: die des Subjekts, die der Techno-Agenten, die der Verwertungslogik. Doch wie ist ihre Zuordnung zu- und Abhängigkeit voneinander? Lässt diese im Sinne einer commonistischen Perspektive rekonfigurieren?

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Termine

8. November 2017, 12:37 Uhr   4 Kommentare

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Vers un communisme de la connaissance?

[Dans : EcoRev‘ — Revue Critique d’Ecologie Politique, Nr. 45, 2017, S. 130-138]

Derniers écrits d’André Gorz

Stefan Meretz *

Dans L’immatériel, André Gorz se demandait si on n’allait pas « vers une société de l’intelligence ». Dans la version en allemand remaniée de cet ouvrage, sortie un après, en 2004, l’auteur reformulait la question dans les termes d’« un communisme de la connaissance ». Entre-temps, il avait pris connaissance du mouvement du logiciel libre qui se développait en Allemagne sous la houlette de Stefan Meretz, avec qui il avait noué une dense correspondance intellectuelle, et d’autres théoriciens et praticiens comme Wolf Göhring et Stefan Merten. De la sorte, Gorz prolongeait ses réflexions sur le capitalisme cognitif en étudiant la possibilité de voir germer la production de richesses intrinsèques sans valeur marchande.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Français, Theorie

27. August 2017, 12:19 Uhr   3 Kommentare

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Contraste: »Beitragen statt Tauschen«

In der Sommer-Ausgabe der Contraste geht es im Schwerpunkt um Commons. Hilmar Kunath hat eine Einführung geschrieben, die die Beiträge vorstellt. Dankenswerter Weise bringt der Commons-Blog alle Beiträge, so dass wir hier die einzelnen Artikel des Schwerpunkts (nach und nach) einfach rüber verlinken – direkt aus Hilmars Einführung heraus. Und die kommt jetzt:

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Kategorien: Commons

23. August 2017, 08:06 Uhr   Kommentieren