Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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New Critiques of the Peer Production License

Ralf Schlatterbeck from Vienna has posted another article on the much – contested PPL question. See below – after a short introduction.

Most of our readers might remember the article “Socialist Licenses?” by Stefan Meretz which was published recently here in Keimform.

On 20th of March, Michel Bauwens replied in the P2P weblog. His  key argument is the following: “the present fully-sharing open licenses which allow unrestricted commercial exploitation create a ‘communism of capital’, i.e. a sphere of open knowledge, code and design, which is subsumed to the present dominant political economy. But what we need is an autonomous sphere of peer production, in which commoners and peer producers can create their own livelyhood, while staying in the sphere of the commons. In other words, we need a ‘capital for the commons’. The best way to achieve that is to converge the sphere of immaterial commons contributions, with a sphere of cooperative accumulation through which the surplus value can stay within the sphere of commons/cooperative production.

This has been again contested from several sides. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software

1. Juni 2014, 08:36 Uhr   Kommentieren

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Mit Geld zu Gemeingütern? Die HyperCard – LiveCode Story.

In diesen Stunden freue ich mich ganz besonders über ein erfolgreiches Crowdfunding – Projekt. Die Rede ist von LiveCode, einem modernen Abkömmling der klassischen Mac Software HyperCard. Bis jetzt ein rein proprietäres Produkt, wird LiveCode jetzt zu einer freien Software, aber nicht das Produkt wie es heute existiert, sondern ein von Grund auf neu geschriebenes. Der alte Code ist undurchschaubar und war für die Macher selbst nicht mehr zufriedenstellend; dennoch ist der Wechsel zu OpenSource bemerkenswert. Das neue LiveCode wird unter GPL lizensiert, und wird wahrscheinlich wie das alte HyperCard transparente Skripts haben.

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Kategorien: Freie Software

27. Februar 2013, 21:43 Uhr   12 Kommentare

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Vienna Solidarity Economy Congress 2013 – interesting outcomes of demonetization track

Solidarische Ökonomie Kongress 2013
The Vienna Solidarity Economy Congress 2013 had almost a thousand visitors, and was very significant by bringing various streams of people together — people from different movements and backgrounds, gathering around the idea of cooperation and commons as the main pillars of any future economy. This is not a real mass event, but almost a must for activists and networkers in Central Europe, allowing them to forge new relations, get informed about other initiatives, bring forward their agenda. They got confronted with a plethora of offerings in two days: 120 lectures and workshops in the framework of the beautiful old Vienna University of Agriculture and in partcicular the modernist, bright Schwackhöfer building, (here some photos from 2009) plus booths, social events and so on. A great melting pot….and also a mirror of ongoing developments:

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Kategorien: Commons, English

26. Februar 2013, 15:27 Uhr   Kommentieren

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Demonetarisierung – Der Diskurs über die Abschaffung des Geldes

Solidarische Ökonomie Kongress 2013

[Erweiterte Ausgabe eines Artikels aus der Zeitschrift CONTRASTE. Auf dem Kongress Solidarische Ökonomie in Wien werden an die zwanzig Veranstaltungen stattfinden, die sich bewusst zur Kernthematik "eine Welt ohne Geld" bekennen. Der folgende Artikel wurde aus diesem Anlass geschrieben.]

Es scheint, dass die Zeit der monolithischen politischen Organisationen in der antikapitalistischen Bewegung vorbei ist, dass aber dafür ein neues “organisiertes” Phänomen die Runde macht, das immer größere Bedeutung gewinnt.  Es handelt sich dabei um diskurspolitische Interventionen, den Versuch, über bestimmte Begriffe Schwerpunkte in unserem Denken und Handeln zu setzen. Mindestens drei solcher diskurspolitischer Interventionen sind in den letzten Jahren entstanden: den Diskurs um die Solidarische Ökonomie, den Diskurs zu den Commons und zuletzt um das bewusste Negieren des Geldes als Vergesellschaftungsmedium, die Demonetarisierung. Daneben gibt es freilich noch die Peer-to-Peer Ökonomie, den Diskurs um Susbsistenz und Kreislaufwirtschaften (Circonomy), das Wiederentdecken der Schenkwirtschaft und vieles andere.

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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit

25. Januar 2013, 07:58 Uhr   6 Kommentare

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Eine Besetzung und eine Diskussion

In Wien hat sich eine Landbesetzung ereignet, in deren Verlauf ein 3 ha großes Gelände besetzt wurde, das einer landwirtschaftlichen Hochschule als Versuchsgarten diente und wegen der Pachtkosten und vielleicht auch des Desinteresses der Universität an die Bundesimmobiliengesellschaft zuirückgegeben werden sollte. Nach einer Woche wurde das Gelände nicht ganz friedlich geräumt, paradoxerweise weil Angriffsziel weniger die Besetzer als eine schon lange dort tätige Gruppe aus Universitätsangehörigen und lokalen Anwohnern war, die durch die Besetzung selbst eher überrumpelt waren, von der Universität aber so bequem mit “entsorgt” werden konnten. Zwischen mir und Andreas Exner entspann sich eine Kontroverse über den Sinn solcher Besetzungen, die vielleicht über das Lokale hinaus einige allgemeine Problematiken anspricht. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen

27. April 2012, 16:02 Uhr   1 Kommentar

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Könnte, sollte, müsste …. – verzweifelte Gedanken angesichts der griechischen Tragödie.

Die Abwicklung des Falls Griechenland ist die derzeit spannendste und depromierendste Mediendiskussion zugleich. Es wird zunehmend klar: dieser Staat kann seine Schulden nicht bedienen und der politische Konsens innerhalb der EU über die Bürgschaft der Euroländer ist wahrscheinlich nicht zu haben. Mit andern Worten es steht ein griechischer Staatsbankrott bevor, eine Währungsreform oder was auch immer, das den normalen Gang nicht nur der kapitalistischen Geschäfte, sondern so ziemlich jeder Transaktion von der Menschen abhängig sind gefährdet oder lahmlegt. Geldsubjekte ohne Geld – dieser zustand ist uns aus der sogenannten “Dritten Welt” zur Genüge bekannt. Schon heute ist absehbar, dass die griechische Wirtschaft im Binnenmarkt nicht konkurrenzfähig ist, dass die staatliche Gewährleistung aller möglichen Dienste an Geld und Gesellschaft ihre Grundlage verliert.

In dieser Situation sind wir praktisch darauf verwiesen, uns Gedanken zu machen über die Frage, inwiefern gerade in einer solchen Situation übergänge in neue, zukunftsfähige Formen der gesellschaftlichen Organisation beschleunigt werden könnten. Mit anderen Worten: haben wir vielleicht den ersten Fall vor uns, wo eine lokal organisierte, zugleich international solidarisch unterstützte Peer – Production in das Vakuum der absehbar sehr tiefen Krise vorstoßen könnte? Gibt es überhaupt die Bedingungen dafür? Wer wären die Subjekte? Es ist ja interessant dass zumindest die intellektuelle Basis dafür in Griechenland einigermaßen gegeben ist.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

13. September 2011, 13:49 Uhr   9 Kommentare

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Linz as »Commons City«

[german version]

Recently, StefanMz was skeptical about the inflationary use of the word Commons, so here is a similarly ambiguous case, which to me nevertheless seems very interesting:

The Austrian city of Linz has launched an initiative to become the first »open commons region« in Europe. The initiative is designed to stimulate the use of open-access and electronic dissemination of data, software, teaching and learning materials and other so called »Open Commons« (common good) stored content. Linz had previously taken pioneering steps to bring the citizens to the Internet. In 2005 the hot spot initiative started, which has been built 118 hotspots for free access to the Internet. In addition, for each citizen, web space and a personal e-mail inbox is available on the servers of the city – as well as programs for non-commercial publication of content on the Internet.

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Kategorien: Commons, English, Freie Software

23. Juli 2010, 14:35 Uhr   2 Kommentare

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Linz als “Commons City” ?

[english version]

War Stefan Mz unlängst skeptisch gegenüber der inflationären Verwendung des Wortes Commons, so ist hier ein ähnlich ambivalenter Fall, der mir aber doch sehr interessant scheint:

Die österreichische Stadt Linz hat eine Initiative gestartet, um die erste »Open-Commons-Region« in Europa zu werden. Die Initiative soll Impulse für die frei zugängliche Nutzung und elektronische Verbreitung von Daten, Software, Lehr- und Lernmaterialien und anderen als »Open Commons« (Gemeingut) bezeichneten, digital gespeicherten Inhalten geben. Linz hatte zuvor schon wegweisende Schritte unternommen, die Bürger ins Internet zu bringen: Seit 2005 läuft die Hotspot-Initiative, die in ganz Österreich bisher 118 Hotspots für den Gratis-Einstieg ins Internet aufgebaut hat. Außerdem stehen jedem Bürger Speicherplatz sowie ein persönliches E-Mail-Postfach auf den Servern der Stadt und Programme für die nichtkommerzielle Veröffentlichung von Inhalten im Internet zur Verfügung.”

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Kategorien: Commons, Freie Software

22. Juli 2010, 20:40 Uhr   4 Kommentare

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Keimformhafte Perspektiven für Studentenproteste gesucht

In Österreich spielt sich derzeit eine im Umfang und in der Ausdrucksform ungewöhnliche Studentenbewegung ab. Seit einer Woche halten  Studenten der Universität Wien den Vorlesungsbetrieb blockiert und ihre Aktionen breiten sich wie ein Lauffeuer durch ganz Österreich aus. Das ganze noch mit der witzigen Pointe versehen, dass der Wissenschaftsminister just in diesem Moment einen Abgang als EU-Komissar nach Brüssel macht.

Hier sind die neuesten Entwicklungen nachzuverfolgen, es gibt auch eine U-Stream Lifeberichterstattung aus dem besetzten audimax: http://unibrennt.at/

Studenten im besetzten Audimax der Uni Wien

Studenten im besetzten Audimax der Uni Wien

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Kategorien: Lernen, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke

29. Oktober 2009, 12:32 Uhr   13 Kommentare

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Factor E Farm: Beginn einer Klärung

In Anschluss an die Projektkrise wie sie im letzten Post von StefanMz beschrieben wurde hat Marcin begonnen, seine Kommunikationspolitik zu verändern. Besucher auf der Farm – sofern sie nicht einfach sich umsehen wollen, sondern wirklich Projektarbeit machen wollen – müssen einen schriftlichen Proposal liefern der dann begutachtet wird. So denkt er Streitigkeiten von vorneherein vermeiden zu können. Dazu hat er auch dankenswerterweise nochmal seine Prinzipien in einem Mission Statement zusammengefasst, das es leichter macht Stellung zu nehmen.

Ich habe das getan und gebe die Passage aus meiner mail hier wieder:

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Kategorien: Freie Hardware, Praxis-Reflexionen

16. August 2009, 10:30 Uhr   4 Kommentare