Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Der ideologische Kern der Parteien

Der Wahlkampf wirft ja schon wieder seine Schatten voraus, deshalb hier mal ein kleiner Service. Was unterscheidet die Parteien in ihrem tiefsten ideologischen Kern. Hier ist die Erklärung:

  • CDU/CSU: Arbeiten, weil Gott es so will.
  • SPD: Arbeiten, weil es der Chef so will.
  • FDP: Arbeiten, um andere für sich arbeiten zu lassen.
  • Grüne: Arbeiten für Mutter Erde.
  • LINKE: Arbeiten, weil es die ARGE will.
  • PIRATEN: Arbeiten, weil Du selbst es wollen sollst.

Zusammenfassend: Ihr dürft also die Art eurer Sklavenmoral wählen nächstes Jahr im Herbst. Viel Spaß.

 

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Feindbeobachtung

27. November 2012, 15:32 Uhr   6 Kommentare

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Commons-Veranstaltung in Frankfurt

Aus der Ankündigung:

*COMMONS !* – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat

Commons — die Idee der gemeinschaftlichen Verantwortung für Gemeingüter erlebt in den letzten Jahren eine wahre Renaissance. Die Idee ist alt, die sozialen Formen in denen Commons in den unterschiedlichsten Bedingungen auf diesem Globus organisiert und gelebt werden, sind modern und vielfältig. Wo der herrschende politische Diskurs zwischen Wachstumsglauben und Nachhaltigkeit, Profitmaximierung und Versorgungsängsten hin und her schwankt, kritisiert die Commonsbewegung Markt wie Staat und erprobt praktisch vielfältige Versionen des „Commoning“. Der gleichnamige Sammelband von Silke Helfrich bringt AutorInnen und Bewegungen aus dem globalen Norden wie dem globalen Süden zusammen, um das theoretische Verständnis von Commons oder auch der „Governance of Commons“ als transformative Kraft zu diskutieren und gemeinsam konkrete Ideen und Projekte weiter zu entwickeln. Die Idee der „Commons“ ist ein Paradigmenwechsel weg von kapitalistischer Einhegung  durch Privatisierung und Finanzialisierung von Gemeingütern, hin zur gemeinsamen verantwortlichen Nutzung — und diese will (wieder) erlernt werden. So bietet die Diskussion um Commons in all ihren Facetten (z. B.  Landnutzung, Agrargüter, Wasser, Luft, traditionelles wie „modernes“ Wissen und Software) eine Fülle an Anregungen für die Umsetzung einer Idee von einer solidarischen, sozial gerechten und nachhaltigen Entwicklung in der einen Welt.

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Kategorien: Commons, Termine

15. November 2012, 14:55 Uhr   1 Kommentar

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Die Commoners als Klasse?

Der Keimformtheorie fehlt das historische Subjekt. Es gibt durchaus grobe Skizzen davon, was sich ändern muss (Besitz statt Eigentum, keine getrennte Privatproduktion, Demonetarisierung, …) und sogar wie das von statten gehen soll (Commons Based Peer Production) und wie nicht (ohne Markt und Staat), und in diesem Blog kann man sie sehr materialreich nachverfolgen.

Gegenüber der klassischen Transformationsvorstellung des Marxismus-Leninismus bleibt aber eine entscheidende Leerstelle: Es fehlt die Antwort auf die Frage wer der Träger der gesellschaftlichen Transformation vom Kapitalismus in eine freiere Gesellschaft („Kommunismus“, „Commonismus“, whatever …) sein sollte. Das nennt man gemeinhin die Frage nach dem „historischen Subjekt“.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie

28. Oktober 2012, 13:33 Uhr   59 Kommentare

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Byebye, Facebook.

Gerade eben hab ich das hier auf Facebook gepostet:

Ich werde Facebook verlassen. Genauer gesagt werde ich zwar meinen Account nicht löschen, aber alle Mailnotifikations abstellen außer denen für private Nachrichten, Freundschaftsanfragen und Hinweise an meiner Pinwand. Und ich werde hier nichts mehr posten und auch nichts mehr von Twitter weiterleiten. Facebook kriegt keinen Content mehr von mir und ich werde nur noch sehr selten hier rein gucken.

Warum das genau jetzt?

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Kategorien: Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke

23. Oktober 2012, 12:38 Uhr   18 Kommentare

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Besondere Umstände 3

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Eigentumsfragen, Gender, Medientipp

26. September 2012, 15:54 Uhr   Kommentieren

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Foodsharing

Ein interessantes Projekt sucht Crowdfunder. Umsonstökonomie für Nahrungsmittel per Internet.

Leider konnte ich keine Informationen über die Lizenz der zu entwickelnden Software finden.

Lässt sich der Kapitalismus mit Hilfe seines eigenen Abfalls überwinden?

update: Der angestrebte Betrag von 10.000 Euro ist schon erreicht.

Kategorien: Commons, Soziale Netzwerke

31. Juli 2012, 15:09 Uhr   10 Kommentare

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Besondere Umstände, Episode 0

Antje Schrupp und ich haben jetzt einen Podcast. Wir haben u.a. auch über Elinor Ostrom und die Commons, Wikipedia, Feminismus, den Kapitalismus und andere für dieses Blog relevante Themen gesprochen (aber auch noch über alles mögliche andere).

Kategorien: Commons, Gender, Medientipp

15. Juni 2012, 19:51 Uhr   1 Kommentar

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Facebook und die Einhegung der sozialen Beziehungen

Die Bewegung der Einhegung der Allmenden begleitet den Kapitalismus seit seinen allerersten Tagen. Immer neue Bereiche werden der Logik der Verwertung unterworfen. Menschen wurden und werden der Möglichkeiten der Subsistenz beraubt und gezwungen Geld zu verdienen um ihre Bedürfnisse (mehr oder weniger) auf dem Markt zu befriedigen. Wie Rosa Luxemburg entdeckt hat, findet diese Einhegung nicht nur einmal zum Beginn kapitalistischer Produktion statt (wie Marx noch nahelegte), sondern um immer weitere Bereiche seinen Gesetzen unterwerfen zu können, muss er immer neue Felder einhegen. Sie dachte damals, jedoch fälschlicherweise die Kolonien seien das letzte Feld, dass eingehegt werden könnte, weswegen der Kapitalismus verdammt sei.

Die zunehmende Informationalisierung der Produktion war in den letzten Jahrzehnten dabei ein heiß umkämpftes Feld. Zum einen gab und gibt es ein Problem, weil als Bedingung der Verwertung immer Knappheit benötigt wird. Ohne Zaun um die Weide keine Einhegung, keine Knappheit und keine Verwertung. Information ist aber auch im Kapitalismus traditionell nur bedingt knapp. Die unendlichen Möglichkeiten der planetaren digitalen Kopie (genannt „Das Internet“) waren es schließlich, die alte Strategien der Erzeugung von Knappheit immer schwieriger gemacht haben. Musik- und Filmindustrie sind seit dem in eine unendliche Jammerschleife verfallen um die Politik dazu zu bringen immer schärfere Repressionsmaßnahmen zu veranlassen.

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Kategorien: Freie Software

13. Januar 2012, 13:24 Uhr   7 Kommentare

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Commons Based queer Production

Auf diesem Schild bin ich das erste mal dem vom üblichen „Commons Based Peer Production“ abweichenden Begriff „Commons Based queer Production“ begegnet. Ich bat die Schildermaler_innen um eine Erläuterung. Here we go:

Mit dem Begriff “commons based queer production” beziehen wir uns auf die bei oekonux, keimform und anderen ausgearbeiteten Konzepte einer neuen kommunistischen Produktionsweise jenseits von Staat und Markt. Die Idee wurde angesichts tatsächlicher Produktionen im Bereich freier Software entwickelt, die auf offenen Codes und freiwilligen Beiträgen beruhen. Die “peers” kommunizieren untereinander über die zu erledigenden Aufgaben und Ziele, wie auch über die Mittel zu ihrer Erreichung. Die erstellten Produkte können frei zirkulieren (können frei heruntergeladen und kopiert werden), werden also nicht warenförmig. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Gender, Theorie

6. Dezember 2011, 11:31 Uhr   12 Kommentare

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Eindrücke von OccupyFrankfurt

Ich will nur kurz meine Eindrücke von heute Mittag bei Occupy Frankfurt loswerden.

Es gab sehr viele selbst gebastelte Plakate auf denen die unterschiedlichsten Weltsichten ausgebreitet wurden. Da war viel schlimmes Zeug dabei, allerlei Verschwörungstheorien und Zinskritik. Angeblich hat sogar jemand am Micro alles Übel der Welt der Familie Rothschild angedichtet und wurde dafür auch noch beklatscht (das hab ich aber nur von einem späteren Redebeitrag, der das thematisiert hat, hab es nicht selbst gehört).

Die allermeisten Leute haben ihre moralische Empörung ausgestellt.

Positiv fand ich zum einen den Versuch Basisdemokratie mit ja durchaus ein paar Tausend Leuten hinzukriegen nach spanischem Vorbild aber auch eine Grundstimmung, die schon irgendwie so war, dass „der Kapitalismus“ etwas ist, das man loswerden muss. Leider wusste niemand was „der Kapitalismus“ wirklich ist und es war mehr ein Synonym für alles was irgendwie böse ist und mit Geld zu tun hat. Leute von Parteien hatten keinen leichten Stand und auch sonst geht der Trend eindeutig zu Nicht-Organisationen wie Anonymous.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen

15. Oktober 2011, 23:02 Uhr   34 Kommentare