Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

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Ecommony – jetzt auch als Buch!

Titelbild von Friederikes neuem BuchFriederike Habermanns Konzept einer Ecommony (ein Wortspiel aus Commons und Ökonomie) gibt es jetzt auch als Buch!

Friederike Habermann: Ecommony. UmCare zum Miteinander. Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach am Taunus 2016, 197 Seiten, 19,95 €. Man kann das Buch beim Verlag und überall im Buchhandel bestellen oder als PDF hier direkt herunterladen (Lizenz: CC BY-NC-SA).

Aus dem Klappentext:

Wie könnte ein neues Wirtschaftssystem aussehen und (in den Worten des Zukunftsforschers Jeremy Rifkin) die ökonomische Weltbühne betreten?

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Kategorien: Commons, Medientipp

18. Juni 2016, 08:33 Uhr   1 Kommentar

Ecommony

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]
Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Die neue Diskussion um Commons greift auf Verständnisse zurück, die unserem Eigentumsbegriff vorhergingen – und macht diese für gesamtgesellschaftliche Visionen einer Zukunft solidarischen Wirtschaftens fruchtbar. Commons ist zunächst das englische Wort für Allmende – im Deutschen ist da das Bild der Wiese im mittelalterlichen Dorf im Kopf. Tatsächlich gehörten damals sämtliche Ländereien den Dorfgemeinschaften; Privateigentum an Grund und Boden war unüblich. Diese Flächen wurden zu Beginn der Neuzeit von den Herrschern angeeignet, was durch die damit verbundene Trennung der Menschen von ihren Lebensgrundlagen zur ‚Freisetzung‘ des Industrieproletariats führte.[1]

Doch was Commons sind, ist letztlich eine Frage dessen, was wir normal finden. Das gilt für die ‚natürlichen Commons‘: Noch finden wir es weitgehend normal, in Gewässern baden zu können – in Brandenburg beispielsweise aber droht den Seen die Privatisierung; beim Wandlitzsee ist es schon geschehen. Die Folge: Anleger_innen kann mit einem Zaun der Zugang zum Wasser versperrt werden, Stegbesitzer_innen müssen plötzlich Pachtgebühren aufbringen, eine Gemeinde muss für eine Badestelle mit Rutsche sogar 50.000 Euro im Jahr an den Eigentümer zahlen.

„wie viel die Erde produzieren muss für einen Dollar Gewinn unseres Unternehmens”

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Kategorien: Commons

30. Dezember 2015, 12:21 Uhr   17 Kommentare

Friederike Habermann on Ecommony

Kategorien: Commons, English

26. Dezember 2013, 06:46 Uhr   6 Kommentare

Gutes Leben mit Ecommony

[aus: Streifzüge Nr. 51]

Von Friederike Habermann

Es sind Hunderte. Hunderte Taxis in der Schlange am Berliner Flughafen Tegel. Und Hunderte Menschen, die ihr Leben darin vergeuden, denn es wird ewig dauern, bis die letzten einen Fahrgast ergattert haben, um nach einigen Kilometern sich hier oder woanders wieder anzustellen. Ist das die Effizienz, ist das die Selbstverwirklichung im Kapitalismus?

Wer gerade nicht von Tegel fliegt, kann durch die Straßen bei sich um die Ecke bummeln und auf die sich stets wiederholenden Friseursalons, Apotheken, Drogerien oder Supermärkte achten – mit sich stets ausweitenden Öffnungszeiten selbstverständlich. Wenn im Kapitalismus Zeit als Geld gilt: Warum wird dann die Lebenszeit so vieler der hier Angestellten oder Kleinselbständigen aus dem Fenster geworfen?

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen

8. April 2011, 07:50 Uhr   7 Kommentare

Einführende Artikel

Die neuesten Blogartikel sind ja nicht unbedingt gut zum Einsteigen. Hier haben wir versucht einige Artikel zu sammeln, die eine Einführung in die Keimform-Theorie bieten können:

Utopie: Commonismus

http://keimform.de/2014/grundrisse-einer-freien-gesellschaft/ – Einführender Text zur Utopie einer commons-basierten Gesellschaft

http://keimform.de/2016/commons-diskurs-freie-gesellschaft/ – Siebenteilige Serie zu verschiedenen Fragen und Schwierigkeiten einer Commons-Gesellschaft, welche auf Freiwilligkeit und Eigentumslosigkeit aufbaut

http://keimform.de/2013/freie-quellen-1/ – Beschreibender Text zu einer Commons-Utopie: Wie können wir uns den Commonismus vielleicht vorstellen? Inhaltlich teilweisen umstritten, aber schön illustrativ 😉

http://keimform.de/2013/commonismus-begreifen/ – Ein Vortrag zur Utopie des Commonismus

http://keimform.de/2015/commonsbasierte-zukunft/ – Friederike Habermann über Grundlogiken des Commonismus

http://keimform.de/2015/utopie/ – Kurztext: Wie überhaupt über Utopie nachdenken?

Commonismus-Debatte

http://keimform.de/2014/arbeitsteilung-aber-wie/ – Christians Serie zur Kritik an einer Gesellschaft mit vollständiger Freiwilligkeit

http://keimform.de/2017/geldfreie-produktion-2/ – Christians Serie zur Kritik an einer Gesellschaft ohne Tausch/explizite Gegenseitigkeit

Fünfschritt

http://keimform.de/2011/fuenfschritt-methodische-quelle-des-keimform-ansatzes/ – Erklärung des Fünfschritts, auf dessen Idee die Keimformtheorie beruht

http://keimform.de/2011/faq-zum-fuenfschritt-und-zum-keimform-ansatz/ – Hier gibt’s noch ein Frequently Asked Questions (FAQ) dazu

Transformation: Keimformtheorie

http://keimform.de/2014/keimform-und-gesellschaftliche-transformation/ – Allgemein-theoretische Darstellung der Keimformtheorie (prä2017, jetzt gibt es noch eine Neufassung, kommt bald ;))

http://keimform.de/2016/eine-welt-in-der-alle/ – Beschreibendes wie Keimformen aussehen könnten

http://keimform.de/2014/dass-nichts-bleibt-wie-es-ist/ – Philosophisch-Hegelianische Gedanken zur Keimformtheorie

Keimformtheorie – Debatte

http://keimform.de/2014/dank-produktivkraftentwicklung-zur-neuen-gesellschaft/ – (Selbst-)Kritik an der Vorstellung, dass Technikentwicklung den Commonismus bringt

Commons und Beispiele – Suche nach Keimformen

http://keimform.de/2016/ecommony-jetzt-auch-als-buch/ – Schönes Buch zum Verständnis von Commons

http://keimform.de/2016/commons-die-kernidee/ – Serie zur Kernidee der Commons vom Commons-Institut

https://www.prager-fruehling-magazin.de/de/topic/68.juni-2014.html – Magazin-Ausgabe zu Commons um mal ne breitere Perspektive auf Commons zu haben

http://keimform.de/2015/yochai-benkler-on-commons-and-peer-production/ – Video indem Yochai Benkler (Juraprof in Harvard) über Commons and Peer-Production spricht

http://keimform.de/2016/das-ist-unser-haus/ – Video indem das Mietshäusersyndikat erzählt wie es funktioniert

http://keimform.de/2016/die-welt-reparieren/ – Buch zu Selber-Machen, Selbstorganisation und Commoning

http://keimform.de/2015/circular-knitic/ – Fabractory Labs (FabLabs) ermöglichen selbstorganisiertes Machen, diese Maschine unterstützt dabei

http://keimform.de/2015/twin-oaks-it-is-radical-sharing/ – Kommunen als Commons

http://keimform.de/2014/from-fab-labs-to-fab-cities/ – Film über die Potentiale von FabLabs

http://keimform.de/2018/zwischen-selbstentfaltung-und-selbstverwertung/ – Zu Potentialen und Beschränkungen der Industrie 4.0

http://keimform.de/2013/was-ist-eigentlich-solidarisch-an-der-solidarischen-landwirtschaft/ – Solidarische Landwirtschaft als Commons

Gesellschaftskritik

http://keimform.de/2016/demonetize-die-kernidee/ – Serie dazu weshalb Geldkritik nötig ist um Herrschaft (und den Kapitalismus) zu überwinden

http://keimform.de/2015/commons-und-geld/ – Warum Commons Geld verwenden und trotzdem nicht kapitalistisch sind

Kritische Psychologie

http://keimform.de/2015/kritische-psychologie-wozu/ – Einführung in die Kritische Psychologie

http://keimform.de/2011/contraste-schwerpunkt-kritische-psychologie/ – Magazinausgabe zu Kritische Psychologie: Verschiedene Perspektiven und Bedeutungen von Kritischer Psychologie

http://keimform.de/2014/das-motivierte-leben/ – Wir wollen uns nicht zum Leben motivieren, sondern eine Gesellschaft, die uns zum Leben motiviert

Andere Strömungen

http://keimform.de/2014/vergebliche-suche-nach-keimformen/ – Auseinandersetzung mit Robert Kurz‘ Transformationsvorstellungen

Und sonst gilt wohl: Einfach stöbern …

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21. Juni 2018, 16:36 Uhr   Kommentare deaktiviert für Einführende Artikel

Peer-commonist produced livelihoods

[Article in: Ruivenkamp, G. & A. Hilton (2017). Perspectives on Commoning. Autonomist Principles and Practices, London: Zed Books, p. 417-461. License: CC BY-NC 4.0]

By Stefan Meretz

Introduction

The class struggle fails because it only addresses the question of how wealth is distributed and fundamentally fails to consider how it is produced. Essentially, production is treated as neutral, and commodities are more or less understood as objects, material or immaterial, that circulate through an economy; capitalism thus becomes an external system of power vis-à-vis the individual, visited only for the sale of our labour power or to buy commodities for our reproduction. Crucially, according to this rendition of socioeconomic and thus political meta-structure, we – the masses, the multitude – and capital – the hegemonic, power – are ontologically distinguished, quite separate entities. This basic analysis and the consequent call to solidarity demands a radical review.

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Kategorien: Commons, Theorie

8. Dezember 2017, 07:04 Uhr   4 Kommentare

MOVE: Neue Energie für Utopie

„Utopisch“ ist das neue „Realistisch“, schreibt Christiane Kliemann auf dem Degrowth-Blog in einem Artikel zu MOVE UTOPIA. Das, was bisher im umgangssprachlichen Sinne Realität und Normalität ausmachte, ist dabei sich aufzulösen. Sie fährt fort:

In Abwesenheit der alten Realität rückt nun jegliche Utopie oder leider auch Dystopie, die sich überhaupt nur denken lässt, in den Bereich des Möglichen. Daher liegt es an uns allen, die wir heute auf dieser Erde leben, zu entscheiden, welche der möglichen Utopien wir in die Welt bringen und zu unserer konkreten Realität machen wollen. Das einzige, was in diesen Zeiten noch unrealistisch erscheint, ist das Aufrechterhalten der alten Realität.

Bringen wir nicht Utopisches nach vorne, so setzt sich Dystopisches durch. Regressive, exklusionsradikale, menschenfeindliche Bewegungen setzen auf schlichte Schließungsreflexe im Angesicht drohender Abstiege.

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Kategorien: Commons, Termine

16. April 2017, 16:16 Uhr   2 Kommentare

MOVE – Sommertreffen 2017

MOVE: Miteinander Offen Vertrauensvoll Emanzipatorisch…

…die Zukunft gestalten

Das Wirtschaftssystem, das unsere Welt beherrscht, ist an sein Ende gekommen. Immer mehr Menschen begreifen dies, und fürchten um die Zukunft. Doch die Antworten linker Parteien gehen über ein ‚Wir machen es etwas weniger schlimm‘-nicht hinaus und überlassen das Feld rechtspopulistischen Bestrebungen.

Wir sehen es als absolute Notwendigkeit, diesen Strömungen eine Bewegung entgegenzusetzen, an der jeder Mensch teilhaben kann. Wir möchten miteinander, nicht gegeneinander leben.

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Kategorien: Commons, Termine

9. Januar 2017, 22:23 Uhr   8 Kommentare

Eine Welt, in der alle gut leben können

Titelbild „Die Welt reparieren“Das Potenzial der commonsbasierten Peer-Produktion

[Mein Beitrag zum neuen Sammelband Die Welt reparieren. Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis, herausgegeben von Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller und Karin Werner (Transcript, Bielefeld 2016). Es ist auch möglich, das komplette Buch herunterzuladen (Lizenz: CC BY-NC-ND).]

Die Grundideen des Internets sind Offenheit und Dezentralität – jede soll mitmachen können, ohne erst andere um Erlaubnis fragen zu müssen. Wer heute das WWW benutzt, spürt davon womöglich nicht mehr viel. Wird nicht alles von einigen großen Plattformen wie Google, Facebook, Youtube und Amazon dominiert? Es mag so scheinen, doch ist das WWW nur ein kleiner Teil des Internets und die großen Plattformen sind nur ein kleiner Teil des WWW.

Und was auffällig ist: Auch bei Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter sind es die Benutzer (ich verwende weibliche und männliche Formen zufällig im Wechsel), die alle Inhalte beitragen – anders als beim Fernsehen und bei gedruckten Medien, deren Inhalte von bezahlten Profis erstellt werden. Google ist als Suchmaschine für die Vielfalt des WWW groß geworden, produziert also ebenfalls keine eigenen Inhalte, sondern ermöglicht es, diese zu finden. Beim Onlineshop Amazon spielt der „Marketplace“, auf dem Drittanbieter eigene Produkte verkaufen, eine zunehmend größere Rolle, und eBay lebt komplett von der Vermittlung der Angebote anderer Menschen und Firmen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons

27. Oktober 2016, 07:51 Uhr   3 Kommentare

Unsere NK-Projekte sind die Keimform einer utopischen Gesellschaft – sind sie das?

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Es tut gut, sich in einem solidarischen Netzwerk zu begegnen, d.h. mit Menschen in einem Zusammenhang zu sein, in dem alle geben und nehmen, ohne zu tauschen, ohne aufzurechnen, einfach weil es menschliche Gesten sind. Geld und Besitz sind unwichtig.

Es ist eine Vision, wie die Welt anders aussehen könnte – keine Konkurrenz, kein Raub, keine Ausbeutung. Wie schön, dies im Kleinen zu leben und damit die Vision zu haben, dass dies eine Keimform[1] ist, aus der sich andere gesellschaftliche, antikapitalistische Verhältnisse entwickeln können.

Aber dann kommen meine Zweifel. Und ich frage mich, ob unsere NK-Experimente wirklich eine emanzipative Ausrichtung haben oder ob sie nur Lückenbüßer sind, die Defizite kompensieren, die die Umbrüche in der gegenwärtigen kapitalistischen Neuausrichtung mit sich bringen. Wir erleben alle, wie die soziale Versorgung abgebaut oder in profitorientierte Unternehmen übergeben wird, die Löhne weiter sinken, Verarmung und Ausgrenzung auch hier zunehmen.

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

29. Januar 2016, 11:23 Uhr   Kommentieren