Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Commons-Diskurs: Übergang

commons-jvmus-200Eine siebenteilige Serie mit Fragen an den Artikel Grundrisse einer freien Gesellschaft. Bisher erschienen: Freie Gesellschaft, Individuum und Gesellschaft, Konflikte, Abstimmungsprozesse, Inklusion, Stigmergie.

7. Übergang

Frage: Stefan, Du gehst in diesem Beitrag nicht darauf ein, wie die Übergangszeit zwischen heutigem Kapitalismus und zukünftiger Peer-Commons-Gesellschaft aussehen soll. Wie kann der Weg, den Du vorschlägst, wirklich Schritt für Schritt gegangen werden?

Wie würde beispielsweise ein Weg zu einer Grundversorgung der untereinander anerkannt wichtigsten Lebensbedürfnisse aufgebaut?

Antwort

Das Transformationsproblem, dass ihr ansprecht, ist in der Tat schwieriger zu beantworten als die Frage, ob eine freie Gesellschaft möglich ist. Historische Prozesse haben einen hohen kontingenten Anteil. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die globale Richtung die der Maximierung von Freiheit und Bedürfnisbefriedigung ist. Der aktuelle strukturelle Mechanismus, der dies nur für einen Teil der Menschen auf Kosten von anderen zu erlauben (Exklusionslogik), hat gleichwohl eine Akkumulation von Macht und Herrschaft in einem bisher nicht gekannten Ausmaß hervorgebracht, die nicht leicht zu überwinden sein wird. Letztlich kann dies nur geschehen, wenn das alte System sich nicht mehr auf seiner Grundlage erhalten kann und ein neues System der vorsorgenden Produktion der Lebensbedingungen herangereift ist, dass es zu einem Dominanzwechsel kommen kann. Kurz gesagt: Ohne Krise geht es nicht, und das ist keine Vorhersage, sondern sich bereits vollziehender Prozess. Dies ist im Fünfschrittmodell näher ausgeführt.

Dabei wird es keinen Weg zu einer Grundversorgung getrennt von anderen Bedürfnissen geben, die „anerkannt“ (von wem?) nicht zu diesen gehören. Sondern es werden sich die Bedürfnisse als prioritär herausstellen, die den Menschen am wichtigsten sind, und nicht solche, die irgendeine Instanz als „wichtig“ deklariert.

Die für mich entscheidende Frage ist, ob es uns gelingt, eine selbsttragende Commons schöpfende Vernetzung aufzubauen, die im Kollapsfall an die Stelle vergehenden alten Logik treten kann. Was wir heute tun können, ist damit klar und leicht gesagt: die Peer-Commons aufbauen, also in den Prozess der Transformation eintreten, praktisch und überall. Und da gibt es bereits eine große Vielfalt von Ansätzen. Ob diese wirklich immer im Sinne einer qualitativen Transformation raus aus dem Kapitalismus zielführend sind, darf bezweifelt werden. Aber am Ende entscheidet die Praxis.

* * *

Vielen Dank für die Fragen! Ich hoffe, dass meine Antworten zu neuem Nachdenken und neuen Fragen Anlass geben, denn wir brauchen mehr Reflexion und Selbstverständigung über den Prozess, dessen Teil wir sind.

Kategorien: Commons, Theorie

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21. Oktober 2016, 07:08 Uhr   11 Kommentare

1 willi uebelherr (21.10.2016, 18:57 Uhr)

Liebe freunde,

ich stehe ja mit vielen aussagen von Stefan in uebereinstimmung. Aber hier sehen wir eine der zentralen differenzen.

„Letztlich kann dies nur geschehen, wenn das alte System sich nicht mehr
auf seiner Grundlage erhalten kann und ein neues System der vorsorgenden
Produktion der Lebensbedingungen herangereift ist,…“

In der entscheidung, was kommt zuerst, was ist die treibende kraft, haben wir eine voellig unterschiedliche auffassung. Und ich denke, sie ruht auf unseren unterschiedlichen biografien und unserem unterschiedlichen Sein.

In dieser form, wie diese absatz steht, ist er falsch. Drehen wir die reihenfolge der beiden aussagen um, wird dieser absatz richtig.

Es ist eine illusion, dass dieses geldgetriebene distributionssystem an ihren eigenen inneren widerspruechlichkeiten oder an den inneren widerspruechlichen teilinteressen der agierenden gruppen zusammen bricht. Es gibt viele wege, dies zu reorganisieren.

Es gibt nur eine grenze. Das ist der planet. Unsere existenziellen bedingungen. Aber sollen wir auf seine zerstoerung warten?

Wenn wir die zweite aussage an den anfang stellen, dann sind wir selbst die agierenden. Und dann sieht es ganz anders aus. Dann definieren wir den raum, in dem das geldgetriebene distributionssystem wirken kann.

mit lieben gruessen, willi
Asuncion, Paraguay

2 torben (22.10.2016, 02:21 Uhr)

ich habe das gar nicht so verstanden, dass es eine Reihenfolge in Sinne eines zeitlichen Ablaufs, zuerst dies dann das, gibt. aber es spielen wohl beide Momente eine Rolle.

wenn ich dich willi richtig verstehe meinst du, durch den Aufbau von alternativen Strukturen kann die jetzige Systemdynamik „in Zaum gehalten“ und abgebaut werden (so verstehe ich „wir definieren den Raum“).

aber eine brüchige Sytemdynamik, die das Leben für immer mehr Menschen unangenehmer macht, liegt nach meiner Wahrnehmung auch vor. dies kann helfen mehr Leute in die alternativen Strukturen zu bringen.

allerdings gibt es ja noch viele weitere Ecken, in die „abgehängte“, „präkarisierte“ oder „überflüssige“ gelangen können. und ein in vielen Punkten völlig entgegengesetztes Wertesystem zum common-sense, wie es Commons-Strukturen anpeilen, ist ja doch recht voraussetzungsvoll.

darum: (reflektiert) ausprobieren, lernen, vorleben.

3 willi uebelherr (22.10.2016, 06:57 Uhr)

Lieber Torben,

mit dem letzten von dir gesagten stehe ich in voller uebereinstimmung.

Aber hier geht es um die kraefte, die wirken. Sind krisensituationen tatsaechlich das feld, aus dem heraus perspektivisch visionaere loesungen entstehen? Die erfahrung lehrt uns, dass genau das gegenteil passiert.

Ich habe keine zeitliche reihenfolge angesprochen. Es geht hier um motivation und intention. Wenn wir nicht agieren, sondern reagieren, fehlt uns der raum zum traeumen, fuer unsere perspektiven und visionen.

Oder wie Albert Einstein es beschrieben hat: Wenn Ideen sich verbreiten, werden sie zur Wirklichkeit.

Es geht hier nicht nur um mangelerscheinungen, um „immer mehr .. unangenehmer“, sondern auch um nicht realisierbare erweiterungen unserer moeglichkeiten. Und ich vermute, dass im zweiten die hauptkraefte schlummern.

mit lieben gruessen, willi

4 Silvana Köln (24.10.2016, 18:12 Uhr)

Lieber Stephan, Torben und Willi
Ein zentraler Gedanke scheint zu sein, „dass die globale Richtung die der Maximierung von Freiheit und Bedürfnisbefriedigung ist.“
Es gibt das Grundbedürfnis Neues zu Erleben. Dieses kann nun in unterschiedliche Richtungen gehen.
a) das Bedürfnis sich gegen das Leben zu stellen, es zu kontrollieren und auszubeuten. Nun besteht die Gefahr diese Richtung allzu schnell abzuwerten und dabei folgendes zu vergessen. Das normale Ich-gefühl benötigt fortwährend das Grenzerleben, dass aus dem Sich- gegen- das Leben-stellen entsteht. Unsere ganze Kultur ist aus dieser Motivrichtung heraus entstanden. Aber diese Richtung ist dekadent geworden und entspricht nicht mehr den Wünschen von immer mehr Menschen.

b) nun ist ein neues Bedürfnis entstanden, der Wunsch nach einem konstruktiven, harmonischen Bezug zum Anderen, wodurch Nähe und eine neue Form des Lernens entsteht. Damit dieses Bedürfnis zufriedenstellend erfüllt werden kann, benötigen wir neue Fähigkeiten wie die Erfahrung des Wesentlichen. Das Wesentliche, das Sein, die Idee(im Sinne vorn Platon), diese Wörter benennen dieselbe Erfahrung. Es  ist das, was den Menschen
zum Menschen macht, den Baum zu Baum……… Wenn ein Interesse besteht den Anderen zu fördern, dann  ist es nicht so schwer das Wesenliche erleben zu lernen. Damit entsteht eine ganz neue Art des in der Welt-seins.

Wenn dieser Schritt getan ist, dann beginnt der Betreffende in neuer Weise sein Zentrum erleben. Bis dahin hat das Ich, so komisch das auch klingt, „geschlafen“. Deshalb war ja  das Sich- gegen- das Leben -stellen für das Selbsterleben so notwendig. In der Ebene, wo die Gedankenblitze herkommen, da beginnen wir nun auf zu wachen.

 Wir erleben uns selbst nun, indem wir schöpferisch tätig sind und brauchen dafür nicht mehr die Widerstände.

Neue Strukturen in der Wirtschaft, in der Bildung und in der Kunst mit solchen Menschen aufzubauen stelle ich mir als eine Freude vor. Auch wenn nicht alles einfach sein wird, wir haben ja einen ziemlich großen Scherbenhaufen zu bearbeiten.

Aber wie gehen wir mit denjenigen Personen um, die noch das alte System wollen? Mir fällt dazu nur ein, dass jedes System getrennt vom anderen arbeiten sollte.

Und dann haben wir noch das Problem der Manipulation. Es hängt eng mit der Kommunikation zusammen und ist von Bedeutung. Die Manipulation hat aus meiner Sicht bereits viele Personen unfähig gemacht, diesen Entwicklungsweg ohne Hilfe zu gehen.

Zusammengefaßt:
1.Die Motivrichtung erschafft die Strukturen der Sprache und der Kultur. Da sie über lange Zeiträume hinweg gleich geblieben sind, hat sie Automatismen geschaffen. Daraus folgt, sobald wir aus einer Gewohnheit heraus denken, fühlen oder handeln befinden wir uns in den alten Strukturen. Die alte Motivrichtung ist ein Sich- gegen -das Leben stellen.
2. Die Motivrichtung ändert sich, wenn die Menschen ihrer überdrüssig sind.
Die neue Richtung strebt eine Harmonie mit dem Leben und dem Anderen an
3. Nun kommt eine Phase in der die beiden entgegengesetzten Richtungen in ein konstruktives Miteinander gebracht werden, wobei die neue Richtung immer mehr an Kraft gewinnt. Die alten Strukturen werden zunehmend durch den neuen Impuls verwandelt. Dafür benötigen wir eine andere Art der Kommunikation, eine, die das Ich bei seiner Entfaltung unterstüzt.

Mit lieben Grüßen von Silvana

5 willi uebelherr (24.10.2016, 19:36 Uhr)

Liebe(r) Silvana,

ein grossartiger text. Mal ganz anders heran gehend. Ich habe versucht, deinen gedanken zu folgen, deine logik zu erkennen, um sie zu verstehen. Ich scheitere immer am punkt a).

Das beduerfnis, „Neues zu Erleben“, ja, das existiert immer. Aber „das Bedürfnis sich gegen das Leben zu stellen“? Nein. Bei aller freiheit in unserem denken, bei aller referenzlosigkeit, es widerspricht vollstaendig unserer natur.

Aber es existiert etwas anderes. Das beduerfnis, ausschweifend und gewissermassen grenzenlos „das Leben“ zu geniessen, ohne dafuer etwas tun zu wollen. Und ich wuerde sagen, dass dies die grundlage ist fuer all die deformationsprozesse, die wir bis heute sehen. Es ist auch die grundlage, auf der diese spezifische form „Kapitalismus“ entstanden ist. Und wir koennen uns jede form ausdenken, wo sich dies auspraegen kann.

Der haken daran ist nur, wenn das alle machen, dann existiert nichts mehr. Auch keine automatischen herstellungsprozesse. Diese elitaeren gruppen koennen nur existieren, so wie sie sich es wuenschen, wenn andere dafuer die arbeit erbringen. So einfach ist es fuer mich.

Deinen positiven gedanken folgend kann es auch heissen, die moeglichkeit der selbstorganisation zu erleben und so unser „sich entfaltendes Ich“ in das Wir ueberfuehren zu koennen.

„Die Motivrichtung ändert sich, wenn die Menschen ihrer überdrüssig sind“. Grossartig. Ja, so sehe ich dies auch.

Und ich stimme dir vollstaendig zu, dass diese „Systeme(?)“ parallel existieren werden. Ob sie in ein „konstruktives Miteinander“ gebracht werden? Fuer die menschen ja, fuer die Systeme nein.

mit lieben gruessen, willi
Asuncion, Paraguay

6 ricardo (25.10.2016, 14:44 Uhr)

@silvana

„das Bedürfnis sich gegen das Leben zu stellen, es zu kontrollieren und auszubeuten.“

So allgemein kann ich mit der Behauptung nichts anfangen. Man kann das Leben von Lebewesen kontrollieren und ausbeuten, man kann die anorganische Natur ausbeuten. Aber wie kann man d a s Leben kontrollieren und ausbeuten?

„Aber diese Richtung ist dekadent geworden und entspricht nicht mehr den
Wünschen von immer mehr Menschen.“

„nun ist ein neues Bedürfnis entstanden, der Wunsch nach einem
konstruktiven, harmonischen Bezug zum Anderen, wodurch Nähe und eine
neue Form des Lernens entsteht.“

So etwa redet jede politische Partei von links bis rechts daher.

„Die neue Richtung strebt eine Harmonie mit dem Leben und dem Anderen an“

Aber was ist der Inhalt dieser Harmonie? Ein Anarchist wird darunter wohl etwas anderes verstehen wie ein Rassist.

@willi

Das beduerfnis, ausschweifend und gewissermassen grenzenlos „das Leben“
zu geniessen, ohne dafuer etwas tun zu wollen. Und ich wuerde sagen,
dass dies die grundlage ist fuer all die deformationsprozesse, die
wir bis heute sehen. Es ist auch die grundlage, auf der diese
spezifische form „Kapitalismus“ entstanden ist.

Ich würde es zwar umgekehrt sehen. Aber dass bei den Bedürfnissen anzusetzen ist (im Zusammenhang, wie ein paar Milliarden Menschen ein gutes Leben führen können, ohne dabei ihre eigenen Existenzgrundlagen zu zerstören), da stimme ich dir zu.

„dass diese „Systeme(?)“ parallel existieren werden.“

Eine Parallelgesellschaft wird wohl nicht hinhauen, weil die Konkurrenz
der Systeme schließlich wohl auf etwa so was Ähnliches wie den Realsozialismus hinauslaufen würde. Aber es müssen Theorien über neue
Produktionsweisen ausprobiert, getestet werden und wenn empirisch
nachgewiesen ist, dass sie dem alten System überlegen sind, dann
wird es mit diesem eh nicht mehr lange her sein. Aber dafür müssen
auch erst mal die Voraussetzungen geschaffen werden. 

„Diese elitaeren gruppen koennen nur existieren, so wie sie sich es wuenschen, wenn andere dafuer die arbeit erbringen. So einfach ist es fuer mich.“

Ja so einfach ist es. Und eigentlich gibt zu diesem Herrschafts- und Produktionssystem auch nicht viel mehr zu sagen. Aber um diesen bescheuerten Zustand richtig zu kritisieren, hat Marx ein umfangreiches Werk schreiben müssen.

7 Hilmar (26.10.2016, 10:37 Uhr)

Lieber Stefan,

Zum Thema Gemeinschaften, die sich im Übergang befinden zu einer
Vergesellschaftungsweise „jenseits von Markt und Staat“ möchte ich dir antworten:
Deine Darlegung, man müsse den Begriff Gemeinschaft „aber dann überhaupt
erst inhaltlich füllen. Es gibt eben unterschiedliche Gemeinschaften: von Nachbarschaften, über kooperative Gemeinschaften in der Lohnarbeit, Mafiabanden bis zu imaginierten Übergemeinschaften wie der „Volksgemeinschaft“.“, halte ich in diesem Zusammenhang für nicht hilfreich.
Ich hatte diesen Ausdruck deutlich nicht auf irgendwelche Gemeinschaften bezogen. Trotzdem gehst du auf einen undifferenzierten Gebrauch dieses Wortes bis hin zur „Volksgemeinschaft“ ein … Wem willst du das sagen? Fühle
mich davon nicht angesprochen.

Mir bleibt ebenfalls unklar, warum du mir anschließend noch nahelegst, einen „bürgerlichen Diskurs“ über allgemeine „menschliche Werte“ führen zu
wollen. Über so was habe ich nie in meinem Leben sprechen wollen. All das kommt von dir, weil ich es ‚gewagt‘ hatte, den Begriff Gemeinschaft als ‚eine Vermittlung‘ zwischen Individuum und Gesellschaft vorzuschlagen … Verstanden hab ich, dass der Ausdruck „Gemeinschaft“ in Kategorien nichts zu suchen hat.

‚Gemeinschaften‘ oder vielleicht besser Gruppen in denen Menschen sich bewegen, die die alte Gesellschaft überwinden wollen, sind für mich wichtige Orte, ohne die eine Praxis der Transformation nicht möglich ist. Wenn du dem Ausdruck keinen kategorialen „Rang“ einräumen möchtest, konntest du vielleicht trotzdem darlegen, wie sich (aktiv …) Individuen und Gesellschaft
wirklich in deinem Verständnis in einer neuen Gesellschaft vermitteln sollten. Wir wollen ja den Kapitalismus nicht nur „kategorial“ überwinden … Da
reicht m. E. der Hinweis auf die Stigmerie nicht. Eine indirekte Verständigung zwischen Menschen, z.B. anhand von Aufgaben – Signalen, die andere Menschen (freiwillig …) aufgreifen können, könnte möglicherweise hilfreich sein.

Die Entwicklung eines dichten, überwiegend liebevollen, auch
selbst-kritischen Gesprächsgeflechtes unter den beteiligten Commoning – Akteuren erlebe ich sowohl bei uns als auch beispielsweise bei Cecosesola als
unerlässlich. So kann u.a. auch die im Kapitalismus abgelöste „Ökonomie“ in einen von den Beteiligten gestalteten ganzheitlichen, offenen
Lebenszusammenhang der Spaß macht geholt werden.

Dabei gilt es auch, die vielen im Kapitalismus weitgehend unsichtbar
gebliebenen Tätigkeiten (Umgang mit Kindern und alten Menschen,
Kochen, Putzen, praktische Geschlechtergleichheit im sozialen
Bestimmungsprozess u.a….) achtsam mit in die sich demokratisierenden Gruppenprozesse hineinzuholen. Dabei sind wir in HH leider noch ganz am Anfang. Hier sollten wir m.E. die Erfahrungen der feministischen Bewegungen mit einzubeziehen.

In praktischen Gruppen, die einen Bereich von Produktion jenseits von
Markt und Staat angefangen haben (in dem der Charakter von (Lohn-)Arbeit im vorherrschenden Sinne überwunden werden soll, in dem diese „produktiven“ Tätigkeiten Spaß machen und vom sonstigen Leben nicht abgetrennt sind …), ersetzt Stigmerie m.E. nicht den direkten Verständigungsprozess zwischen den jeweils beteiligten Menschen. Es geht nach meiner Erfahrung auch nicht ohne eine gewisse Basisplanung der
Beteiligten unter Einbeziehung der Bedürfnisse, auf die im jeweiligen kommenden Jahr hin gewirkt werden soll. Das ‚Ex-post‘ unserer Produktion will natürlich immer wieder neu von uns auf den Weg gebracht werden. Aus den Neubestimmungen unserer Bedürfnisse (Welche Gemüse und wieviel
davon benötige ich im kommenden Jahr?) erwachsen Impulse für eine
entsprechende Veränderung unserer Arbeitsorganisation und Arbeitsteilung – mit einer mittelfristigen, freiwilligen Rotation durch unsere Tätigkeitsbereiche. Ich kann mir kaum vorstellen, wie diese bei uns gerade wieder anlaufenden Planungsgespräche für die
nächste Saison durch stigmerische Prozesse ersetzt werden könnten. Vielleicht könnten wir demnächst Aufgaben, für die wir keine Lösungen aus uns heraus entwickeln können, als Bitte zur Mithilfe nach außen geben und umgekehrt in anderen Gruppen punktuell zur Lösung von deren Aufgaben beitragen. Das wäre sicher eine nützliche Ergänzung.

Ich schrieb: „Auf diesen Wegen [aus dem kap. System] haben wir die m.E.
reizvolle Aufgabe, uns in einem freiwilligen Prozess gemeinschaftsfähiger umzugestalten. Gesellschaftsveränderung im Rahmen der Wertvergesellschaft kann meiner Meinung nach nur auch als ein Selbstveränderungsprozess in Gemeinschaften funktionieren … Oder was meinst Du dazu??

Auf diese aus meinen Gruppenerfahrungen am Schluss geäußerte These bist du noch nicht eingegangen. Die wirkliche Transformations – Aufgabe hast du mit deinem Hinweis auf das „Fünfschrittmodell“ m.E. kaum berührt. Ich hab diesen Text von 2011 extra noch mal gelesen. Die Aufgabe besteht m.E. nicht allein darin, einen konstruktiven „Aufriss“ zu geben, wie es auf allgemeinster Ebene kommen könnte oder sollte, sondern überwiegend in Gesprächen mit den wirklich zu Neuem aufbrechenden Menschen und daraus folgenden wirklichen Schritten kommen wir aus der Dynamik der „jetzt vorgefundenen Verhältnisse“ (Marx) heraus.

Es würde ich mich freuen, wenn wir im Gespräch bleiben.

8 willi uebelherr (27.10.2016, 21:22 Uhr)

Lieber Ricardo,

du schreibst:
„Ich würde es zwar umgekehrt sehen“ im zusammenhang beduerfnis und beitrag. Aber du erklaerst es nicht. Deswegen verstehe ich deinen gedanken nicht.

„Eine Parallelgesellschaft wird wohl nicht hinhauen, …“. Wir sprechen hier nicht von parallelgesellschaft. Wenn wir den begriff Gesellschaft behandeln als jede form von gemeinschaft, unabhaengig ihrer groesse, dann haben wir immer viele „Gesellschaften“, die parallel existieren.

und wenn wir den entwicklungsprinzipien der natur folgen, wie ich es tue – massiv dezentral, massiv parallel, massiv redundant, dann ist die parallelisierung gewissermassen unser prinzip.

Aber hier geht es mehr um formen und methoden der herstellung unserer materiellen existenzgrundlagen. Und diese verschiedenen formen und aktionsraeume entstehen immer parallel. Das ist ja auch die grundlage von „Keimform“.

Wir folgen den evolutionaeren prozessen, wo das neue sich aus dem alten heraus entwickelt. Wir vermeiden ploetzliche brueche. Wir transformieren. Und indem wir sehen, dass wir besser und mit weniger aufwand unsere lebensgrundlagen organisieren koennen, verselbstaendigen sich unsere methoden und klaeren und schaerfen sich unsere prinzipien.

Aus dem, was du schreibst und wie du argumentierst in anderen zusammenhaengen sehe und lese ich, dass du es eigentlich aehnlich siehst. Das du ploetzlich mit dem erhaltungsinteresse des Alten argumentierst und dies zur grundlage deines denkens machst, ist fuer mich nicht nachvollziehbar.

mit lieben gruessen, willi

9 ricardo (05.11.2016, 17:27 Uhr)

„du schreibst: „Ich würde es zwar umgekehrt sehen“ im
zusammenhang beduerfnis und beitrag. Aber du erklaerst es nicht.
Deswegen verstehe ich deinen gedanken nicht.“

Lieber willi, ich denke, du hast mich ziemlich missverstanden: Die Umkehrung war darauf bezogen, dass ich die Rede von der Ausschweifung und Grenzenlosigkeit der Bedürfnisse für eine Erfindung der Apologeten der aktuellen Produktionsweise halte und nicht umgekehrt, dass jene eine Grundlage für den Kapitalismus ist.

Es ist doch einzusehen, dass, wenn die Menschen durch Preis und Geld von ihren Produktionsmitteln getrennt sind, der Geldbeutel also immer zu klein
gegenüber dem materiellen Reichtum ist, der sich ihnen präsentiert,
diese auch ein besonderes Verhältnis zu den Bedürfnissen
entwickeln und von daher spezielle (verrückte) Verhaltensweisen
bezüglich Verlangen, Wünschen, Begehren usw. an den Tag legen
müssen. Weiters haben Menschen, die ein solches Lebensverhältnis
eingehen, überhaupt keinen Bezug mehr zu ihrem „Beitrag“. Der
wird im allgemeinen nur als Zwang empfunden und dem möchte man am
liebsten aus dem Weg gehen. Die meisten der im Kapitalismus
entwickelten Bedürfnisse können unter diesem Aspekt kein Maßstab
hinsichtlich der Bedürfnisbefriedigung in einer kommunistischen
Gesellschaft sein.

Bedürfnisse müssen vor allem an das Machbare gebunden sein. Ansonsten sind es (vorerst) unerfüllbare Wünsche. Also wäre, was bis heute noch nicht
umfassend angegangen wurde, eine Bestandsaufnahme notwendig, aus der
sich das Machbare ableiten lässt, damit eine Politik oder politische
Ökonomie die Bedürfnisse und die hierfür erforderliche
Produktionsweise vom Ausgangspunkt des (vorläufig) Machbaren
bestimmen kann. Eine Ökonomie, die hingegen meint, den gegenwärtigen
hochentwickelten technisch industriellen Apparat in einer anderen
(technisch, politisch, organisatorisch etc. überfälligen),
nichtkapitalistischen Form weiterführen zu können, wird u. a. an
der Disproportionalität von Machbarkeit und Bedürfnis genauso
scheitern wie der Kapitalismus.

Es ist bekannt, dass Menschen jährlich millionenfach verhungern und überhaupt der größte Teil der Menschheit in Armut lebt. Als Linker, der ein bisschen verstanden hat, wie Kapitalismus funktioniert, weiß man auch, dass
der Grund in der aktuellen zerstörerischen Produktionsweise zu
suchen ist. Dennoch lässt sich daraus nicht folgern, dass mit dem
Ende dieser Produktionsweise das elementare ökonomische Problem
gelöst ist, dass sich alle Menschen mindestens ausreichend gesund
ernähren und erhalten können, wenn Anhänger neuartiger
Reproduktionssysteme meinen, die zentrale Aufgabe darin zu sehen,
die unter kapitalistischen Verhältnissen vorliegenden Bedürfnissen
besser befriedigen zu können als im Kapitalismus, um auf dieser
Ebene quasi als das fortschrittlichere System mit dem alten zu
konkurrieren. Wenn so gedacht wird, ergibt sich aus heutiger Sicht
lediglich eine Diskussion darum, welche Form die beste,
realistischere etc. ist, unter der die Güter am besten, gerechtesten
zu den Konsumenten gelangen. Wobei, wie man beobachten kann, meist
ein Mangel an menschlichem Verstand unterstellt wird, der nicht nach
Machbarkeit (Produktions- und Ressourcenkapazitäten,
Entwicklungsstand etc.), der Dringlichkeit
(vom Notwendigen zum Luxuriösen) und der Qualität der
Bedürfnisbefriedigung (Gehalt, Beständigkeit, Ästhetik)
differenzieren kann. An dessen Stelle tritt ein kindlich
eigenwilliges Verlangen nach Bedürfnisbefriedigung, dem auch in
einer kommunistischen Gesellschaft unbedingt nachzukommen ist.

Deshalb kann ich dir zwar, wenn du schreibst „dass wir besser und mit weniger aufwand unsere lebensgrundlagen organisieren“, und
das jetzt schon (ohne revolutionären Bruch) einzuleiten, voll
zustimmen; aber eben nur unter der Bedingung der korrekten Kritik am
Kapitalismus (z.B. hinsichtlich des Geldes) und einem verständigen
Bewusstsein über die Bedürfnisbefriedigung, was insbesondere heißt,
dass diese (fortgeschrittenen) Menschen, die ihre Reproduktion selbst
in die Hand nehmen und aufbauen wollen, sich nicht an einer
Befriedigung von Bedürfnissen ausrichten, die unter kapitalistischen
Lebensverhältnissen, durch die Konkurrenz gedüngt, wie Unkraut
aufkeimen.

Ich hoffe, mich verständlich gemacht zu haben.

10 Stefan Meretz (11.11.2016, 20:33 Uhr)

Lieber Hilmar,

gerne möchte ich dir antworten, bin nur in der letzten Zeit nicht dazu gekommen. Aber jetzt 🙂

Zunächst: Ich will dich nicht ärgern, sondern mit dir zusammen denken. Ich denke sozusagen laut, ich habe nicht die Absicht, dich irgendwohin zu bringen, dich zu belehren, dir etwas zu demonstrieren, etwas unterzuschieben o.dgl. Wenn du dich angegriffen gefühlt hast, tut es mir leid, es war nicht meine Absicht. Versuche einmal meinen Text (musste eine Weile suchen, bis ich meinen eigenen Kommentar gefunden hatte) als schreibendes Denken zu lesen, dann verschwindet der Eindruck des Angriffs. Aber jetzt inhaltlich.

Zum Begriff der Gemeinschaft schreibst du:

Ich hatte diesen Ausdruck deutlich nicht auf irgendwelche Gemeinschaften bezogen. Trotzdem gehst du auf einen undifferenzierten Gebrauch dieses Wortes bis hin zur „Volksgemeinschaft“ ein … Wem willst du das sagen?

Uns. Wir benutzen ihn, ständig. Das sollten wir reflektieren. Letztlich diskutieren wir die ontischen Grundlagen von gesellschaftlichem Menschen und menschlicher Gesellschaft. Einer Identität, wie ich sagen würde, aber das ist ziemlich philosophisch gedacht.

Wenn du dem Ausdruck keinen kategorialen „Rang“ einräumen möchtest, konntest du vielleicht trotzdem darlegen, wie sich (aktiv …) Individuen und Gesellschaft wirklich in deinem Verständnis in einer neuen Gesellschaft vermitteln sollten.

Das ist die Frage ums Ganze, die Frage nach dem Commonismus. Die lässt sich im Diskurs 1 (Commonismus) nicht anders als kategorial beantworten.

Wir wollen ja den Kapitalismus nicht nur „kategorial“ überwinden …

Kategorial hat eine Doppelbedeutung, es meint einerseits Begriffe zum Denken, versteht diese aber gleichzeitig als „Realkategorien“, also wirkende Kategorien. In diesem Sinne müssen wir den Kapitalismus kategorial überwinden, besser: aufheben, und andere basale Kategorien realisieren: verstehen und in die Wirklichkeit bringen.

Da reicht m. E. der Hinweis auf die Stigmerie nicht. Eine indirekte Verständigung zwischen Menschen, z.B. anhand von Aufgaben – Signalen, die andere Menschen (freiwillig …) aufgreifen können, könnte möglicherweise hilfreich sein.

Stigmergie ist kein bloßer Hinweis, sondern aus meiner Sicht zentrales Element. Das gilt übrigens auch für den Kapitalismus, auch der Markt ist eine „indirekte Verständigung zwischen Menschen“ (Verständigung neutral gemeint, besser vielleicht: Kommunikation). Das ist keine nette neue Ideen, die Commoners sich ausgedacht haben. Die Knackfrage ist nicht ob, sondern wie: qualitativ bedürfnisvermittelt oder quantitativ wertvermittelt. Aber dazu dienten meine Ausführungen beim Antwort-Teil zu Stigmergie. Könntest du dort deine Fragen präzisieren?

Die Entwicklung eines dichten, überwiegend liebevollen, auch selbst-kritischen Gesprächsgeflechtes unter den beteiligten Commoning–Akteuren…

Jetzt wechselst du in den Diskurs 2 (Transformation): Wie machen wir das heute? Völlig legitim, aber eine ganz andere Fragestellung. Mein Eindruck ist (korrigiere mich), dass du doch versuchst, gesellschaftliche Vermittlung auf der Grundlage interpersonaler Beziehungen (oder Gemeinschaften) zu denken. Doch das geht nicht. Jede Gesellschaft basiert wesentlich auf „indirekter Kommunikation zwischen Menschen“. Wir kennen persönlich vielleicht 150 Menschen. Das geht gesellschaftlich gesehen gegen Null. Das habe ich ausführlich in meinem Vortrag beim Krisis-Seminar dargestellt. Bitte schau da mal rein.

In praktischen Gruppen, die einen Bereich von Produktion jenseits von Markt und Staat angefangen haben (in dem der Charakter von (Lohn-)Arbeit im vorherrschenden Sinne überwunden werden soll, in dem diese „produktiven“ Tätigkeiten Spaß machen und vom sonstigen Leben nicht abgetrennt sind …), ersetzt Stigmerie m.E. nicht den direkten Verständigungsprozess zwischen den jeweils beteiligten Menschen.

Ja, völlig richtig. Dazu zwei Ergänzungen. Erstens (im Diskurs 2 gedacht) kann es nicht anders sein, weil wir die transpersonale Ebene der gesellschaftlichen Vermittlung gar nicht erreichen können. Unter kapitalistischen Rahmenbedingungen sind wir zurückgeworfen auf die bloß interpersonale Ebene. Zweitens (im Diskurs 1 gedacht) ist die interpersonale Ebene immer vorhanden, doch geht die Vermittlung im Commonismus darin nicht auf. Ein Glück, es wäre eine Horrorvorstellung, alle gesellschaftlichen Angelegenheiten interpersonal regeln zu müssen. Die Stigmergie muss also gar nichts ersetzen, sondern sie kann interpersonal unterstützen (da gibt es viele Ideen) und ist transpersonal aber nicht nur Unterstützung, sondern unverzichtbares Wesensmerkmal.

Es geht nach meiner Erfahrung auch nicht ohne eine gewisse Basisplanung der Beteiligten unter Einbeziehung der Bedürfnisse, auf die im jeweiligen kommenden Jahr hin gewirkt werden soll.

Absolut! Meine Ausführungen waren nicht „gegen Planung“ gerichtet. Ich spreche nur statt von Zentralplanung von Selbstplanung der Gesellschaft in den interpersonalen Zusammenhängen. Die Knackfrage auch hier: Wie kommen die Einzelplanungen (im Diskurs 1 gedacht) gesellschaftlich so zusammen, dass eine Kohärenz entsteht. Wie das stigmergisch vermittelt sein kann, habe ich versucht zu skizzieren.

Das ‚Ex-post‘ unserer Produktion will natürlich immer wieder neu von uns auf den Weg gebracht werden.

Das verstehe ich nicht. Selbstplanung etc. ist gerade nicht ex-post, sondern ex-ante-Vermittlung.

Ich kann mir kaum vorstellen, wie diese bei uns gerade wieder anlaufenden Planungsgespräche für die nächste Saison durch stigmerische Prozesse ersetzt werden könnten.

Das ist ein Missverständnis. S.o.

Ich schrieb: „Auf diesen Wegen [aus dem kap. System] haben wir die m.E. reizvolle Aufgabe, uns in einem freiwilligen Prozess gemeinschaftsfähiger umzugestalten. Gesellschaftsveränderung im Rahmen der Wertvergesellschaft kann meiner Meinung nach nur auch als ein Selbstveränderungsprozess in Gemeinschaften funktionieren … Oder was meinst Du dazu??

Ich stimme dir zu! Kapitalimus muss entlernt, Commonismus erlernt werden. Das geht nur zusammen, aber darin jede*r auch für sich. Zum Umgang mit den notwendig dabei auftretenden Konflikten dient die Kollektive Selbstverständigung, auf die hinwies.

Die Aufgabe besteht m.E. nicht allein darin, einen konstruktiven „Aufriss“ zu geben, wie es auf allgemeinster Ebene kommen könnte oder sollte, sondern überwiegend in Gesprächen mit den wirklich zu Neuem aufbrechenden Menschen und daraus folgenden wirklichen Schritten kommen wir aus der Dynamik der „jetzt vorgefundenen Verhältnisse“ (Marx) heraus.

Auch da stimme ich dir zu, betone aber, dass wir dafür Kriterien der (Selbst-)Entwicklungsrichtung brauchen. Deswegen meine ganzen Anstrengungen. Strikt gesprochen: Ohne Diskurs 1, kein Prozess im Diskurs 2. Natürlich können wir immer was tun, nur bin ich dafür, dies auch bewusst und zielgerichtet zu machen. Auf der konkreten Handlungsebene jedoch müssen die gefundenen Lösungen den jeweiligen Bedingungen und Bedürfnissen angemessen sein. Da helfen keine schnelle Verallgemeinerungen und Ratschläge. Commoning ist immer konkret.

Eine mögliche Erwartung nach Tipps auf der Handlunsgsebene muss ich enttäuschen. Die können nur von den Menschen kommen, die es selber tun, die sich selbst organisieren. Allerdings fände ich mehr Erfahrungsaustausch hier sehr sinnvoll.

11 willi uebelherr (12.11.2016, 01:45 Uhr)

Lieber Ricardo,

ich will jetzt die diskussion von Hilmar und Stefan nicht unterbrechen. Ja, ich verstehe dich sehr gut und bin begeistert. Aber eine kleine einschraenkung habe ich noch.
„… aber eben nur unter der Bedingung der korrekten Kritik am
Kapitalismus …“. Nein, das ist nicht zwingend, weil es immer um unsere positiv bestimmten ziele und perspektiven geht. Und die kritik kann nur, sie muss nicht, uns dafuer helfen.

mit lieben gruessen, willi

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