Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Ackerkollektiv Wurzeltrotz

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Das Ackerkollektiv Wurzeltrotz ist eine Marburger Gruppe, die seit fast 2 Jahren gemeinsam Gemüse anbaut, verteilt, isst und darüber diskutiert.

Wir bewirtschaften eine Fläche von ca. 700 m2, die wir bisher umsonst nutzen konnten, und kultivieren dort verschiedenstes Gemüse, Kartoffeln, Getreide, Saaten und Tabak. Dabei ist es uns wichtig, vegan und umwelt-, vor allem bodenschützend zu arbeiten. Außerdem probieren wir hier neue kollektive Arbeits- und Lernformen aus, versuchen zum Beispiel, mit Geschlechter- und Wissenshierarchien anders umzugehen und ohne Druck zu arbeiten. Wir hatten zwar bisher einen „harten Kern“ von drei bis fünf Leuten, aber meist kommen auch andere Menschen dazu, um mitzumachen.

Das Zeug verteilen wir dann ziemlich regelmäßig an einen festen, aber wachsenden Kreis von bis zu 14 WGs und Projekten. Dass das kein kommerzieller Austausch ist, soll(te) uns und die „Gemüsis“ irritieren, einen politischen Prozess anstoßen, zum Losdenken und Losmachen jenseits von Kaufen, Tauschen und Bezahlen anregen. Wir denken darüber nach, wie wir diesem Aspekt unseres Projektes im alltäglichen Gemüse mal mehr Raum geben können.

Der folgende Comic ist entstanden, als wir uns gerade gefragt haben, wie wir nächstes Jahr weitermachen können. Inzwischen haben wir schon ganz neue Pläne, aber die Geschichte zeigt trotzdem, was wir uns so für Gedanken machen.

Wie weiter, Wurzeltrotz?

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

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7. Februar 2016, 14:16 Uhr   0 Kommentare

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