Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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3sat-Doku „Wem gehört die Welt“

Hier nun die Doku, deren Untertitel „Wachstum durch Teilen“ ich ziemlich merkwürdig fand. Dabei hat er nichts mit dem Inhalt zu tun, gar nichts. Der Film ist auch deutlich besser als die Sendung „Scobel“ zu Gemeingütern (am 20.2.14) , zu der auch Silke Helfrich eingeladen war. Im Unterschied zu anderen gnädigen Beurteilungen fand ich die Sendung ziemlich mies. Sie war für Nichteingeweihte schwer verständlich, die Einspielungen bedienten alte, falsche Klischees und Scobel himself hat Silke völlig unmotiviert unter der Gürtellinie angegriffen („P2P nutzen auch Kinderpornoringe“). DieDoku ist dagegen für Einsteiger_innen geeignet, liefert schöne Bilder und deckt eine ganze Palette von Commons ab, geht allerdings auch nicht sehr tief. Schaut selbst:

Kategorien: Commons, Medientipp

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27. Februar 2014, 06:06 Uhr   1 Kommentar

1 Jakob B. (27.02.2014, 10:24 Uhr)

Ja, die Doku war besser als die Diskussion! Die Assoziation P2P/Kinderpornoringe war so abwegig, dass ich sie gleich wieder verdrängt habe. Das war ja, als würde man fragen: Finden Sie Autos etwa gut? Autos, die von Drogenhändlern benutzt werden, um Kokain zu transportieren? Silke hat auf diesen Mißgriff erstaunlich gelassen reagiert. Aber ich wollte nicht ungnädig sein. Immerhin hat die Sendung bei mir zwiespältige Gefühle hinterlassen. Einerseits fand ich sie eben ganz gut recherchiert und aufgeschlossen (besonders in den begleitenden Filmen), aber andererseits hatte sie gefühlt eine politische Agenda (siehe P2P). Bezüglich der Verständlichkeit habe ich ähnliches Feedback bekommen wie Du sagst. Aber die Thematik ist ja auch sehr komplex und die Sendung spricht nicht unbedingt jeden an. Aber dass die Commons-Diskussion möglichst konkret werden muss, je mehr sie in die Breite geht, daran besteht für mich kein Zweifel.

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