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Markt-Absurditäten. Heute: Ravioli

Es gibt seeehr viele, die wollen noch viele gute Haare am »Markt« finden. Immerhin gelinge doch die Ressourcen-Allokation, also die Verteilung der Waren an die Stellen, wo sie nachgefragt werden. Und wie das gelingt.  Das zeigt der Film »Ravioli – Träume in Dosen«, heute 23:10 Uhr auf ARTE. Absurditäten in Dosen:

Die Tomaten wachsen in Portugal. In einer Fabrik in der Nähe von Porto werden sie zu Soße verarbeitet. Der Weizen für den Ravioliteig wächst in der Ukraine. Das Fleisch für die Füllung stammt von deutschen Schweinen und Rindern, die allerdings aus Kostengründen nicht in Deutschland geschlachtet werden. Die Tiere werden in polnische Schlachthöfe transportiert. Alle Zutaten kommen in Frankreich zusammen. Dort werden sie zu Ravioli verarbeitet. Ein Spediteur sorgt für den Lkw-Transport der fertigen Ravioli nach Finnland. Und in Finnland gelangen die Ravioli endlich an den Verbraucher.

Grandios, dieser Markt.

Kategorien: Feindbeobachtung, Medientipp

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22. Oktober 2012, 11:19 Uhr   2 Kommentare

1 Martin Bartonitz (22.10.2012, 18:54 Uhr)

Immerhin kommen immer mehr Stimmen aus der Ecke der bisherigen Marktschreier, die zu erkennen geben, dass auch sie diesen Unsinn bemerkt haben: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/strategie/fredmund-malik-der-gewinn-hat-als-steuerungsgroesse-ausgedient-seite-all/3765334-all.html

2 Peter Gfader (01.11.2012, 08:35 Uhr)

Sollte diese Herkunftsgeschichte auf der Etikette stehen?
Wieso nicht?

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