Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Elinor Ostrom ist tot

Gestern mittag, am 12. Juni 2012, ist Elinor Ostrom mit 78 Jahren gestorben. Viel zu früh. Sie erlag einem Krebsleiden. Weltweit bekannt wurde sie schlagartig, als ihr 2009 als erster Frau der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen wurde. Damit rückte ihr Thema, die Commons, in den Fokus der Öffentlichkeit. Sie prägte den Slogan der »Commons jenseits von Staat und Markt«.

Die Diskussionen darum, was das »jenseits« genau bedeutet, werden weiter gehen. Und das ist gut so. Es geht darum, Alternativen zum Markt-Staat-Dualismus zu formulieren und zu leben. Dafür hat Elinor Ostrom eine Menge an Inspiration geliefert.

Weitere inhaltsreiche Nachrufe (auf englisch) schrieben David Bollier und Jay Walljasper sowie die Universität von Indiana.

Kategorien: Commons

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13. Juni 2012, 09:44 Uhr   4 Kommentare

1 Alfred Witte (13.06.2012, 09:56 Uhr)

My sincere condolences
Alfred Witte

2 Infobib » Nachrufe auf Elinor Ostrom (13.06.2012, 11:45 Uhr)

[…] Elinor Ostrom ist tot – Stefan Meretz […]

3 Carrie (13.06.2012, 23:36 Uhr)

Der Genauigkeit halber sollte darauf hingewiesen werden, dass es keinen „Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften“ gibt, höchstens einen sogenannten.
Der Preis um den es hier geht, heißt „Von der schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteter Preis für Wirtschaftswissenschaften“.
Das nur als Anmerkung, ohne damit das Werk von Elinor Ostrom herabwürdigen zu wollen…
Cheers, Carrie

4 istuetzle (14.06.2012, 11:45 Uhr)

Sabine Nuss schrieb in ak – analyse & kritik, dass Ostrom »auf diesem Planeten … ein Glücksfall« ist. Anlässlich des Nobelpreises hat Sabine Nuss die Kritikerin der Mainstream-Ökonomie, die nur staatliche oder Marktlösungen kennen, in einem Artikel kritisch gewürdigt: »Knietief in der VWL. Trotzdem kann die Linke von Elinor Ostrom lernen«.

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