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Kongress-Wochenende: Wachstumskritik und Marx

Gleich zwei Kongresse bzw. Konferenzen locken vom 20. bis 22 Mai 2011 nach Berlin. Zunächst ist da der Attac-Kongress »Jenseits des Wachstums?!« in der Technischen Universität Berlin, und dann die Internationale Konferenz »Re-Thinking Marx« in der Humboldt Universität Berlin. Aus Platzspar-Gründen habe ich mal beide Logos kombiniert. Ergibt das Sinn? Hätte Marx sich einen wachstumsgebremsten Kapitalismus vorstellen können?

[Update] Einen hab ich noch: Wer’s eher traditionell mag — Klassenkampf und Pulverdampf — geht über Himmelfahrt (2.-5- Juni) zum Kongress »Marx Is Muss«.

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11. Mai 2011, 06:39 Uhr   15 Kommentare

1 StefanMz (11.05.2011, 11:16 Uhr)

Andreas Exner sitzt beim Postwachstum-Kongress am Freitag, 20. Mai, 20:00 Uhr, auf dem »Auftaktpodium«. Sein Beitrag ist schon online.

2 Serdar (12.05.2011, 16:31 Uhr)
3 StefanMz (12.05.2011, 23:29 Uhr)

@Serdar: Na ja, wundert mich nicht, wenn Albrecht Müller das nicht passt, weil seine keynsianistischen Rezepte nur mit Wachstum funktionieren. Was ich richtig an der Kritik finde, ist die dürftige Begründung der »Wachstumskritik«. Tatsächlich wird nur das Phänomen angeklagt, anstatt die dahinterstehende verselbstständigte Verwertungslogik, die die beteiligten Konkurrenten bei Strafe des Untergangs zwingt, zu wachsen. Das allerdings will Müller auch so deutlich nicht sagen.

4 Serdar (13.05.2011, 00:32 Uhr)

Also wenn es nach Müller ginge, dürfen wir nicht mehr nachdenken, was sein könnte, was sein sollte. Was ist so schlimm über die Zukunft zu spekulieren und wenn es utopisch ist?

5 Serdar (14.05.2011, 21:54 Uhr)
6 Christian Siefkes (14.05.2011, 23:41 Uhr)

Im Rahmen des traditionalistischen Kongresses gibt es auch eine Podiumsdiskussion mit linken Promis (u.a. Slavoj Žižek und Dietmar Dath): Wie aktuell ist die kommunistische Idee? Das könnte interessant sein…

7 Serdar (23.05.2011, 18:28 Uhr)
8 StefanMz (24.05.2011, 13:46 Uhr)

@Serdar: Hast du Lust eine Kritik zu Müllers Kritik der Wachstumskritik zu schreiben und hier zu veröffentlichen?

9 Was kann ein »Jenseits des Wachstums« bedeuten? — keimform.de (24.05.2011, 14:40 Uhr)

[…] Einleitungsworte beim Kongress »Jenseits des Wachstums?!« […]

10 Serdar (25.05.2011, 04:08 Uhr)

@StefanMz
Das könnte aber dauern. Ich hab eine ganze Liste abzuarbeiten. Bin froh, wenn ich zum Bloggen komme. Ich schau mal was ich machen kann.

11 StefanMz (27.05.2011, 12:53 Uhr)
12 StefanMz (30.05.2011, 09:14 Uhr)
13 Stefan Wehmeier (31.05.2011, 17:43 Uhr)

„Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist.“

Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

Wer in Kategorien von „gut“ und „böse“ denkt, bzw. darum noch gar nicht mit dem Denken angefangen hat, aber von sich glaubt, er wüsste schon was, mag die Tatsache, dass der seltene Reichtum in „dieser Welt“ auf Kosten der Mehrarbeit anderer und nicht auf Apfelbäumchen wächst, als „unmoralisch“ empfinden. Wer sich dagegen auf die Suche nach Wissen begibt und bereits eingesehen hat, dass die sinnvollste Verwendung von Gold die Vergoldung elektrischer Steckkontakte ist, stößt am Ende auf die Alles entscheidende Frage:

Warum hat eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden?

Die Ursache ist eine künstliche Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können! Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben (Cargo-Kult) – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen.

Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich „Auferstehung“.

Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

14 Serdar (01.06.2011, 14:20 Uhr)
15 Christian Siefkes (05.06.2011, 22:10 Uhr)

@Stefan Wehmeier:

Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

Das ist ja eine wilde Mischung aus Gesellianismus und apokalyptischer Predigerei. Na immerhin entlarvt sich auf diese Weise die „Natürliche Wirtschaftsordnung“ noch deutlicher als das, was sie ist: Blödsinn.

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