Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Geldschöpfung selbstgemacht

Keineswegs soll hier zum Gebrauch von Geld geraten werden. In einer Peerökonomie ist Geld überflüssig. Doch zurzeit ist das Geld noch nicht abgestorben und leider für die meisten Menschen noch notwendig. Das herkömmliche Geld – das Bargeld und Buchgeld von Währungen – hat jedoch einige Nachteile: Um sein Geld effizient zu verwalten und zu transferieren, benötigt man ein Konto bei einer Bank. Für viele „Problemkunden“ mit einem Einkommen und einem Transaktionsvolumen, die zu niedrig für ein profitables Geschäft der Bank sind, ist bereits ein Konto zu eröffnen und zu behalten eine große Hürde. Weitere Probleme sind das staatliche Ausspähen des Kontos und die nicht kontrollierbare Verwaltung des Kontos durch die Bank, was geradezu zur Unterschlagung von Kundengeldern einlädt. Zudem sind Transaktionen nicht anonym durchführbar. Geldbewegungen werden von den beteiligten Banken, von zentralen Organisationen und teilweise im Ausland erfasst. Kurzum: der zentralistische Aufbau des Geldsystems ist eine Ursache für die meisten Probleme seiner schwächsten Nutzer mit diesem System. Gebraucht wird eine digitale Variante des Bargelds. Sie sollte aber nicht von zentralen Instituten abhängen, damit die Nutzer jederzeit die Kontrolle über ihr Vermögen und ihr Zahlungssystem haben. In einem solchen System hätte z.B. kein Einzelner die Macht, einen Teilnehmer auszuschließen. WikiLeaks etwa wäre vor der finanziellen Austrocknung gefeit gewesen. Ein Geldsystem, das diese Anforderungen erfüllt, gibt es bereits.

Ein P2P-System für Zahlungen

Ripple (dt. sich kräuseln; plätschern) ist ein Softwareprojekt, das die Basis für Implementierungen dezentraler Geldsysteme legen soll. Eine frühe Implementierung ist Ripplepay. Ripple ist keine Währung, da jeder Teilnehmer Geld schöpfen kann und keine Hierarchie bei Ausgabe und Fluss des Geldes existiert. Es ist eine vermittelnde und buchführende Infrastruktur für Zahlungen, ein P2P-Zahlungssystem. Im System können alle Währungen transferiert werden, die die an einer Transaktion Beteiligten unterstützen. Das System beinhaltet nur soviel Geld wie seine Nutzer im gegenseitigen Vertrauen geschöpft haben. Es involviert ein Vertrauensnetz (Web of trust), das sich sehr leicht spinnt, weil Vertrauensbeziehungen transitiv sind. D.h. jeder Teilnehmer vertraut nicht nur den Teilnehmern, denen er sein Vertrauen ausspricht, sondern auch allen, denen diese Teilnehmer vertrauen, usw.

So entsteht das Geld

Dasselbe Prinzip wie bei den (zentralen) Banken findet bei Ripple Anwendung. Schulden gelten als Geld, ein Zahlungsversprechen ist ebenso gut wie eine Zahlung. Geld entsteht, indem Vertrauen gespendet (= Kredit gewährt) und im Gegenzug ein Zahlungsversprechen abgegeben wird. Ein Beispiel: A will bei B Güter im Wert von 10 € einkaufen. Also schreibt A –Ich schulde dir 10 €– auf einen Zettel und unterschreibt ihn. Nur wenn B dem A vertraut, d.h. ihm mindestens einen Kredit über 10 € gewährt, kann A mit B den Zettel gegen die Güter tauschen. In unserem hierarchischen Bankensystem funktioniert das üblicherweise nicht, weil nur Banken Vertrauen gewähren. Nur die amtlichen Schuldscheine (Münzen und Banknoten) sind allgemein gültig. Banken sind die zentralen Vermittlungsstellen zwischen Vertrauensanbietern und Geldanbietern. Sie haben das Informationsmonopol darüber, welche Kreditnehmer wie vertrauenswürdig sind. Kreditgeber und Kreditnehmer finden über Banken nicht direkt zueinander. Die Bank ist der zentrale Wegelagerer, der Geschäfte nur mit ihr zulässt statt direkt zwischen den beteiligten Personen.

Mit Ripple dagegen kann jeder anderen Personen Vertrauen in beliebiger Höhe aussprechen. Das ermöglicht, dass niemand direkt einem Zahlungssender vertrauen muss. Es genügt, wenn ihm über eine Verbindung aus mehreren Personen vertraut wird. Umgekehrt lassen sich auch problemlos Fremde bezahlen, weil sich im Vertrauensnetz über vertrauenspendende Mittelspersonen sehr leicht Kontakte mit Personen, die eine Zahlung akzeptieren, finden lassen.

Transaktionen

Eine Zahlung ist eine Übertragung eines Zahlungsversprechens. Nach der Theorie des Debitismus entspricht eine Instanz von Geld (z.B. eine Banknote) einem Schuldschein. Eine Banknote zu überreichen galt tatsächlich als Transfer eines Zahlungsversprechens der Zentralbank, bei Einlösung Gold zum aufgedruckten Wert abzugeben. Heute repräsentiert immerhin Buchgeld (auf Girokonten) das Versprechen einer Bank, den Wert in Bargeld auszuzahlen. Und das ist wiederum tauschwertloses (aber nicht wertloses!) Papier, das seinen Wert aus dem Vertrauen in seinen Aussteller, die Zentralbank, bezieht.

Mit Ripple ist nun jeder Nutzer eine Bank und kann Geld schöpfen. Dazu gewährt ein Nutzer einem anderen Nutzer, dem er vertraut, einen Kredit in bestimmter Höhe. Er muss nun Schuldscheine maximal im Umfang des gewährten Kredits von dem anderen Nutzer akzeptieren. Schuldscheine fungieren als Geld und können an Freunde weitergegeben werden, und zwar höchstens in dem Maße, wie die Freunde dem Zahlenden vertrauen. Soll eine Transaktion zwischen nicht befreundeten Personen stattfinden, sucht das System einen Pfad zwischen den Beiden, der nur über Personen führt, die sich vertrauen. D.h. vom Empfänger der Zahlung besteht eine Vertrauenskette bis zum Sender. Jeder der Beteiligten (außer dem Sender und Empfänger natürlich) hat nach der Transaktion genauso viel Guthaben oder Schulden wie zuvor.

Sicherheiten

Jeder kann mit der quelloffenen Software ein eigenes Zahlungssystem einrichten. Es gibt also nicht bloß ein dezentrales System, sondern bei Bedarf können beliebig viele Zahlungssysteme entstehen. Der offene Quellcode trägt auch deshalb zur Sicherheit bei, weil viele Menschen darin nach Fehlern und unsicheren Methoden suchen können und überprüfen können, ob die Software überhaupt das leistet, was sie angeblich leisten soll. Über das gesamte Geld im System verfügen ausschließlich die Nutzer, und zwar jeder nur über sein eigenes Geld. Es gibt keine zentrale Verwaltung und Ausspähung. Auch eine partiell anonyme Teilnahme ist nicht ausgeschlossen. Ein Nutzer entspricht im System einer Identität (gekoppelt an eine Emailadresse). Inwiefern diese Online-Identität mit Daten zur realen Person unterfüttert wird, bleibt jedem selbst überlassen. Doch Kreditvergabe, die ja Vertrauen voraussetzt, hat noch nie zwischen anonymen Partnern funktioniert. Persönlich müssen sich Freunde also zwangsläufig kennen. Allerdings können Fremde, die eine Transaktion durchführen, füreinander anonym bleiben und müssen auch nur ihren jeweiligen Freunden bekannt sein, da das System über die vermittelnden befreundeten Personen eine Beziehung herstellt.

Der Gebrauchswert von Ripple

Die Intention hinter Ripple ist, Geld zu einem sozialen Werkzeug zu machen, das ohne institutionelle und staatliche Beschränkungen geschaffen und eingesetzt werden kann. Eine Finanzbürokratie samt zentralistischem Vertrauensmanagement, wie derzeit mit unserem Bankwesen gegeben, ist unnötig, wenn jeder ein paar Freunden Vertrauen spendet. Die privaten Beziehungen, die jeder Mensch selbst zu pflegen in der Lage ist, werden mit Ripple für eine große Gesellschaft von Fremden nutzbar gemacht. Die Wertspeicherung, Buchführung und Zahlung für die Benachteiligten der heutigen Finanzökonomie und in einem frühen Stadium der Peerökonomie der Zahlungsverkehr mit projektexternen, kapitalistischen, Handelspartnern sind denkbare Anwendungsbereiche von Ripple. Dieses Projekt zeigt deutlich, welch ungeahntes Produktivitätspotenzial durch P2P-Technologie freigesetzt werden kann. Die gesamte Finanzbürokratie, die das Wissen über die gespeicherten Werte der Gesellschaft und die Vertrauenswürdigkeit Einzelner seit Jahrhunderten monopolisiert, wird durch eine simple informationstechnische Netzwerklösung obsolet. Ehemalige Arbeiter in diesem Sektor könnten fortan einer produktiven Tätigkeit nachgehen und der Arbeitsaufwand der Gesellschaft würde sinken. Der Kapitalismus belohnt zwar nicht generell Ineffizienz, doch haben sich offenbar immer wieder selbststabilisierende Strukturen entwickelt, die ohne technisch-soziale Innovationen – sozusagen sprunghafte Fortschritte der Produktivkräfte – eine gewisse Ineffizienz nicht überwinden können. Man denke etwa an das Gesundheitswesen, das nicht Kranke heilen, sondern Krankheiten möglichst kostenintensiv pflegen soll, um den Profit zu maximieren. Ein Wettbewerb um die effizienteste Heilung findet nicht statt.

Das Ripple-Projekt hat keine utopischen, reformistischen, Ambitionen. Es stellt ein vollwertiges kapitalistisches Zahlungssystem bereit, das Zentralisationsprozesse weder anregt noch behindert. Im System können sich selbstverständlich Banken bilden und Zins kann etabliert werden. Das System ist, was seine Nutzer daraus machen. Ripple ist sicher kein dauerhaft erstrebenswertes Ziel für Freunde des Kommunismus oder der Peerproduktion; es ist lediglich eine optimale Übergangslösung für die Probleme des kapitalistischen Finanzwesens, bis Geld schließlich für die Gesellschaft „zu teuer“ und somit völlig nutzlos wird.

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Kategorien: Freie Software, Soziale Netzwerke

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10. Februar 2011, 10:37 Uhr   17 Kommentare

1 Benni Bärmann (10.02.2011, 11:16 Uhr)

Was genau ist denn konkret der Vorteil für mich, wenn ich das nutze. Ist mir jetzt so nicht klar geworden. Alles was ich sehe ist, dass ich mich mit lauter lästigen Sachen befassen muss, bei denen ich ganz froh bin, dass sie meine Bank für mich erledigt.

(Hm, höre ich mich grad wie ein Computer-Laie an, der über Linux lästert? Kann sein.)

2 Traumspinner (10.02.2011, 11:32 Uhr)

Keineswegs soll hier zum Gebrauch von Geld geraten werden

atomlol

 

Was genau ist denn konkret der Vorteil für mich

naja eh nur das die Bank nicht mehr die Kontrolle hat und nicht mehr bestimmen kann wohin das Geld fliesst und nicht mehr die Macht hat künstlich Mangel zu erzeugen.

3 Benni Bärmann (10.02.2011, 11:43 Uhr)

@Traumspinner: Naja dafür hat die Macht dann jemand anders – nämlich jemand, dem viele vertrauen. Ob derjenige jetzt das Label „Bank“ hat oder nicht, was ist da gewonnen? Oder hab ich das einfach noch nicht kapiert?

4 Traumspinner (10.02.2011, 11:43 Uhr)

„Im System können sich selbstverständlich Banken bilden und Zins kann etabliert werden.“

naja ist aber die schlechteste form die ich jemasl gehört habe.

Talente Tausch macht doch im Prinzip genau das selbe ohne Zins und den ganzen müll der gier erzeugt.

das ganze mit der OpenSource Software Cyclos, aber könnt sein das es Talente Tausch in Deutschland gar nicht gibt ?  Cyclos gibs aber auf jeden fall und auch projekte damit ..

oder sonnst halt http://www.coinstatt.org/

Warum ist Geld denn so wichtig für viele Menschen, doch nur weil sie keine Alternative kennen, also bringen alternative Geldsysteme eh nix ausser bissi mehr freiheit.  Würde es aber eine gescheite Geldunabhängige Infrastruktur geben dann würden die Menschen denn sinn von Geld hinterfragen und früher oder später die sinnlosigkeit erkennen.

5 Traumspinner (10.02.2011, 11:53 Uhr)

@Benni „Naja dafür hat die Macht dann jemand anders – nämlich jemand, dem viele vertrauen“

naja wenn es ein offenes System ist dann nicht, dann kannst ja genau verfolgen wohin das Geld fliesst und darauf einfluss nehemen, wenn zb nicht willst das dein Geld für Atomkraft verwendet wird, dann gibst dies als bedinung an, und es darf dann nur Innerhalb eines Umweltfreundlichen Kreislaufes Zirkulieren.

oder du machst deine eigene Bank auf und alle die deine sichtweissen wie geld flissen soll teilen können bei dir kunde werden, je mehr leute deine sichtweisen teilen um so mächtiger wird die bank,  so ne art direkte Demokratie, ob das nun gut ist, ist ne andere Frage 😀

aber es kommt drauf an mit welchen system man zu tun hat. bei Ripple scheint es wirklich so zu sein, das man es leicht missbrauchen könnte wenn die leute aufhören permanet zu überprüfen wer-wie-was-wo

6 Benni Bärmann (10.02.2011, 12:05 Uhr)

@Traumspinner: Ethical Banking kann ich auch jetzt schon haben, dafür brauch ich kein Ripple oder irgendein anderes P2P-Geld.

„wenn zb nicht willst das dein Geld für Atomkraft verwendet wird, dann gibst dies als bedinung an, und es darf dann nur Innerhalb eines Umweltfreundlichen Kreislaufes Zirkulieren.“

das sehe ich aber so nicht. Das Vertrauen scheint ja nur auf persönlicher Ebene zu funktionieren. Wenn ich B vertraue, weil der auch keine Atomkraft mag, heißt das ja noch nicht, dass der nicht C vertraut, obwohl der Atomkraft mag. Ausserdem geht ja mit solchen Methoden der letzte Vorteil von Geld noch flöten, nämlich, dass es ein universelles Zahlungsmittel ist und ich mir damit _alles_ kaufen kann (wenn ichs denn habe). Ein Geld mit dem man sich alles kaufen kann wird sich immer gegenüber einem Geld mit dem man sich manches nicht kaufen kann durchsetzen.

7 Traumspinner (10.02.2011, 12:07 Uhr)

@Benni, aso das vid auf http://ripple-project.org/ angucken hilft zu verstehen.  Wenn jeder nur handel treibt mit leuten dennen er wirklich vertrauen kann, dann ist alles gut!   Aber wenn zu viele, vielen blind vertrauen wirds Problematisch..

8 Benni Bärmann (10.02.2011, 12:21 Uhr)

@Traumspinner: In dem Video wird nichts erklärt, was ich nicht schon verstanden hätte. Das hilft mir nicht weiter.

9 Traumspinner (10.02.2011, 12:22 Uhr)

@Benni, naja das mit der Atomkraft war eher ein Beispiel für klassisches Dezentrale Geldsysteme, bei Ripple läuft das wohl anders stimmt! hier hat man keinen einfluss auf den Geldfluss und das was du als Vorteil bezeichnest ist ja ein grosser Nachteil, so muss ich mit einem Geldschein rumlaufen mit dem Menschen Abgeschlachtet (Krieg finanziert) wurden.  Obwohl ich das gar nicht will.

nun ja der Vorteil bei Ripple, die Banken werden entmachtet dafür hat dann der „Pöbel“ die volle Kontrolle, somit wäre nur zu hoffen das die wenigen die Krieg führen wollen, sich gegenseitig selbst abschlachten und dann Frieden herrscht 😉

je virtueller das Geld wird um so unwichtiger wird es werden was man mit der einzelnen version kaufen kann, man hat dann halt mehrere auf seinen Cip und es wird halt automatisch dort abgebucht wo eben die notwendige Währung drauf ist.

Bargeld wird wohl der geschichte angehören, aber stimmt schon so lange es noch nicht so weit ist, ist es eben ungut deswegen haben Regiowährungen auch so ein grossen Prob , weil das echt Nervig ist! Mal abgesehen davon das die Bankenlobby verhindert das zuviel davon in Umlauf kommt 😀

 

Mein Tipp Schei.. auf Geld, Geldunabhänigie Infrastruktur aufbauen helfen und fertig, dann kann jeder alles haben was er wirklich braucht ohne Stress und Ängste!

10 libertär (10.02.2011, 17:13 Uhr)

Benni Bärmann: „Naja dafür hat die Macht dann jemand anders – nämlich jemand, dem viele vertrauen. Ob derjenige jetzt das Label “Bank” hat oder nicht, was ist da gewonnen?“

Was meinst du mit Macht? Dein Geld liegt bei keiner Bank. Jeder verwaltet sein Geld selbst.

Jemand, dem viele vertrauen, hat bei dir höchstens so viel Kredit (Vertrauen) wie der Freund von dir, dem du am meisten vertraust. Du wirst also nicht gezwungen, von so jemandem Zahlungen in beliebiger Höhe zu akzeptieren. Wenn du ihm nur bis 5 € traust oder auch überhaupt nicht, ist das deine freie Entscheidung.

„wenn zb nicht willst das dein Geld für Atomkraft verwendet wird, dann gibst dies als bedinung an, und es darf dann nur Innerhalb eines Umweltfreundlichen Kreislaufes Zirkulieren.“

In Ripple fließt Geld, das auf einem Konto liegt, nicht. Dein Geld gehört ganz dir und wird nicht in irgendwas investiert. Weil es aber Vertragsfreiheit gibt und Ripple kein defektives Geld (Schwundgeld) ist, kann Ripple natürlich niemanden davon abhalten, einem Nutzer sein Geld zu schicken und mit ihm zu vereinbaren, dass er einen Zins zahlt. Sollte Ripple wachsen, werden sich bestimmt Banken herausbilden, weil es im Kapitalismus eine Nachfrage nach Kredit gibt. Das ist eben die eine Seite der Freiheit, über sein Geld selbst zu bestimmen. Von Schwundgeld oder ähnlichem unechten Geld halte ich nichts, weil den Nutzern damit nicht geholfen ist. Es taugt nichts. Die Leute täuschen sich selbst und lassen sich vom Herausgeber solcher Geldarten abzocken.

Traumspinner: „Mein Tipp Schei.. auf Geld, Geldunabhänigie Infrastruktur aufbauen helfen und fertig, dann kann jeder alles haben was er wirklich braucht ohne Stress und Ängste!“

Sehe ich genauso. Siehe erster Satz des Artikels (LOL). Für alle, die Banken hilflos gegenüber stehen (von Arbeitslosen bis Kleinkapitalisten so ziemlich jeder), ist Ripple m.E. eine gute Alternative. Wenn man jedoch die Produktion so organisieren kann, dass man kein Geld braucht, umso besser! Dann auch nichts wie weg mit Ripple!

11 libertär (10.02.2011, 21:18 Uhr)

Hier habe ich mich geirrt: „Jemand, dem viele vertrauen, hat bei dir höchstens so viel Kredit (Vertrauen) wie der Freund von dir, dem du am meisten vertraust.“

Korrektur: Jemand, dem viele vertrauen, hat (wie jeder andere Teilnehmer) bei dir höchstens so viel Kredit (Vertrauen) wie du deinen Freunden insgesamt gewährt hast. Du kannst im günstigsten Fall von ihm soviel Geld empfangen wie von allen deinen Freunden.

12 Traumspinner (15.02.2011, 14:56 Uhr)

hier mal ein Ähnliches System das aber nicht ganz so Verwirrend ist 😉

http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin

Bitcoin (inoffizielle Abk. BTC) ist eine Open Source Softwareprojekt für die gleichnamige digitale Währung auf Peer-to-Peer(P2P) Basis, das 2009 von Satoshi Nakamoto ins Leben gerufen wurde. Über sogenannte Bitcoin Adressen kann Geld von einer Wallet(engl. Geldbörse) Datei bzw. einem speziellen Service über das Netzwerk an andere Adressen überwiesen werden.

Der große Unterschied zu allen anderen Währungen ist hier, dass es keine zentrale Institution gibt, die Geld herausgibt sondern, dass Bitcoins durch Rechenleistung generiert werden und dass durch eine Obergrenze von existierenden Bitcoins keine unendliche Inflation stattfinden kann 

13 libertär (16.02.2011, 14:47 Uhr)

Bitcoin ist eine stark deflationäre (über 20% pro Jahr) digitale Kurantmünze, der absurde Versuch, ein Spekulationsobjekt wie Gold digital nachzubilden. Ich kann vom Gebrauch von Bitcoins nur abraten. Bitcoin hat Ähnlichkeit zu Pyramidenspielen. Wer unter den ersten Produzenten von Bitcoins ist – das ist auf jeden Fall der Entwickler und Erfinder (welch glücklicher Zufall!) – kann kräftig absahnen, wenn er rechtzeitig seine Bitcoins verkauft. Da man erst weiß, wann der Crash kommt, sobald er da ist, werden die allermeisten Bitcoinbesitzer auf ihren wertlosen Bits sitzen bleiben. Leider ist sogar die renommierte EFF auf die Masche reingefallen und akzeptiert Bitcoins.

14 Traumsinner (17.02.2011, 12:35 Uhr)

@autsch zu Bitcoin 🙂

naja hab auch ein wenig gegoogelt, mir kam das ganze verdächtig vor weil ich merkte das man fast auschliesslich in andere währungen tauschen kann, aber sonst scheint die währung für nix zu taugen.. dacht das liegt daran das sie noch so unpopulär ist..  aber naja der grundgedanke ist ja gut… und die software könnte man ja umschreiben..

 

leut wiki, soll es 2033  soweit sein das die Währung komplet Inflationiert ..

ich hab das so verstanden das erst wenn alle 21 000 000 Coins generriert wurde es so richtig los geht mit dem ganzen, aber unterm strich keine ahung mein english ist sehr schlecht und auf deutsch gibs nicht viel, und googles in chrom eingebauter ubersetzter ist nicht gerade gut 😀

was macht die EFF und warum fallen die auf sowas rein, wenn man eh nachgucken kann wie das prog funzt  und somit theoretisch alles vorrausrechnen..

aber danke für die info, werd diese gleich weiter geben und die Ripplepay als alternative zu Bitcoin vorschlagen..

15 libertär (17.02.2011, 19:03 Uhr)

Im Forum von Bitcoin gibt es eine interessante Diskussion zum unausweichlichen Scheitern des Bitcoin-Models. Ein Anhänger der bewährten Marxschen Arbeitswerttheorie zerpflückt die optimistischen, neoklassischen, Annahmen, die dem Entwurf der deflationären BitCoin-Ökonomie zugrundeliegen.

Fazit: Wer gerne Geld für 19% p.a. ohne garantierte Rückzahlung anlegen will, sollte sich Bitcoins kaufen.

16 TraumSpinner (18.02.2011, 19:54 Uhr)

hm, ja mag sein, dennoch gibt es doch die mögichkeit die bitcoins anders fliesen zu lassen oder?? zb nach regiogeld prinzip umlaufsicherung und den ganzen anti inflations schnick schnack

übrigens bei https://ripplepay.com/register/  kann man auch mit Bitcoins arbeiten zuminst kann man diese bei der registrierung auswählen 😀

17 Nick (08.02.2013, 14:10 Uhr)

On Wikileaks, Bitcoin, Copyleft – Three Critiques of Hacktivism
http://antinational.org/en/furball-00-hacktivism

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