Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Artikel vom Februar 2011

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Commodities — Designed for the Dump

Kategorien: English, Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen

28. Februar 2011, 07:29 Uhr   9 Kommentare

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Guttenberg als Vork√§mpfer f√ľr Freie Kultur?

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu GuttenbergIst Noch-Verteidigungsminister Guttenberg, dessen Doktorarbeit in einem in der Geschichte des Plagiats wohl ziemlich einzigartigen Umfang aus von anderen geschriebenen Texten zusammenkopiert wurde, ein engagierter Vork√§mpfer gegen das ‚Äěgeistige Eigentum‚Äú ‚Äď und damit f√ľr Freie Kultur [EN]? Diesen Eindruck k√∂nnte man gewinnen, wenn man die GegenRede zum Fall Guttenberg des regelm√§√üig f√ľr den Gegenstandpunkt schreibenden marxistischen Professors Freerk Huisken liest.

Huisken n√ľtzt den ‚ÄěFall Guttenberg‚Äú, um gegen geistiges Eigentum und die Privatisierung der Erkenntnis zu wettern. Beide verdienen Kritik, doch der ‚ÄěFall Guttenberg‚Äú hat damit nichts zu tun. So ist auch bei der Freien-Software- und Freien-Kultur-Bewegung, wo das ‚Äěgeistige Eigentum‚Äú oft explizit zur√ľckgewiesen wird, die Attribution, also die Anerkennung der Beitr√§ge anderer, selbstverst√§ndlich und wird praktisch universell praktiziert. Bei den Creative-Commons-Lizenzen wird sie sogar von der Lizenz gefordert, bei Freier Software geh√∂rt sie einfach zum guten Ton. Zusammenarbeit unter Peers funktioniert auch nur so, denn wenn einer die Beitr√§ge anderer als seine eigenen ausgeben w√ľrde, w√ľrde er die anderen mit Sicherheit verprellen.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Feindbeobachtung

24. Februar 2011, 18:14 Uhr   24 Kommentare

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taz: Freie Software f√ľr die freie Gesellschaft

Die taz hat telefoniert, und zwar mit Christian Siefkes: Kann Freie Software verallgemeiert werden? Taugt sie als Modell f√ľr eine freie Gesellschaft?

¬ĽImmer noch wird viel √ľber Kommunismus geredet, aber wenig erkl√§rt. Teile der Open-Source-Bewegung zeigen, wie eine kommunistische Gesellschaft aussehen k√∂nnte¬ę, schreibt die taz und fragt am Ende des Artikels: ¬ĽF√ľhren Linux und Wikipedia in den Kommunismus? Ist die Utopie einer freien Gesellschaft eine linke Tr√§umerei? Oder kann man bei der Produktion von Freier Software lernen, wie eine m√∂gliche freie Gesellschaft von morgen funktionieren kann?¬ę

[Foto: Jose Téllez, Lizenz: CC-by-nc-sa]

Kategorien: Freie Software

23. Februar 2011, 15:40 Uhr   Kommentieren

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Constanze Kurz √ľber Hackerethik und (fehlende) Utopien

Kategorien: Medientipp

19. Februar 2011, 07:02 Uhr   4 Kommentare

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Mobile P2P-Kommunikation

Es ist der logisch n√§chste Schritt: Nachdem wir alle √ľber das aufgespannte Wabennetz der Telkos mobil telefonieren, wird es Zeit, auch in diesem Bereich die Intermediaries zu ersetzen, denn sie sind auch nicht immer verf√ľgbar — etwa in Katastrophenf√§llen oder in Regionen, in denen es keine Mobiltelefonie gibt.

Die alten, dummen Handys sind daf√ľr nicht geeignet, neue mit WiFi ausgestattete Smartphones schon. Das Serval-Projekt liefert daf√ľr die Software (zun√§chst f√ľr Android). Serval funktioniert im Prinzip wie das Freifunk-Projekt: lokale WLAN-Stationen bilden ein vermaschtes Netzwerk, in dem die Daten flie√üen — NUR: statt WLAN-Stationen sind die Handys direkt miteinander vernetzt. Das ist doch ein sch√∂nes neues Spielfeld f√ľr Hackerspaces ūüėČ

Hier die deutsche √úbersetzung des Textes der Homepage des Projektes: Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software

16. Februar 2011, 11:02 Uhr   7 Kommentare

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Berlin Water: Successful Referendum

An astonishing event happend yesterday in Berlin, Germany. There was a referendum on contract transparency of water privatization in Berlin, which has been won (details see below). The referendum demanded all contracts to be openly published, and if not, to be declared invalid. In order to understand the real meaning of this referendum, one has to know a bit of the background.

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Kategorien: Commons, English

14. Februar 2011, 14:45 Uhr   Kommentieren

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Berlin: Jetzt mal ALLES offenlegen

[Update 13.2.2011, 23:00] Volksentscheid erfolgreich! Bei 27,4 Prozent Beteiligung stimmten 98,2 Prozent mit JA. Das Quorum von 25% aller Abstimmungsberechtigten wurde damit erreicht. Es ist der erste erfolgreiche Volksentscheid in Berlin.

Kategorien: Termine

11. Februar 2011, 06:24 Uhr   Kommentieren

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Geldschöpfung selbstgemacht

Keineswegs soll hier zum Gebrauch von Geld geraten werden. In einer Peer√∂konomie ist Geld √ľberfl√ľssig. Doch zurzeit ist das Geld noch nicht abgestorben und leider f√ľr die meisten Menschen noch notwendig. Das herk√∂mmliche Geld ‚Äď das Bargeld und Buchgeld von W√§hrungen ‚Äď hat jedoch einige Nachteile: Um sein Geld effizient zu verwalten und zu transferieren, ben√∂tigt man ein Konto bei einer Bank. F√ľr viele ‚ÄěProblemkunden‚Äú mit einem Einkommen und einem Transaktionsvolumen, die zu niedrig f√ľr ein profitables Gesch√§ft der Bank sind, ist bereits ein Konto zu er√∂ffnen und zu behalten eine gro√üe H√ľrde. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software, Soziale Netzwerke

10. Februar 2011, 10:37 Uhr   17 Kommentare

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Wiederaneignung des Gemeinsamen im Kommunismus

[Translation of ¬ĽReclaim the common in communism¬ę by Michael Hardt]

Kapitalismus und Sozialismus zeigen die Welt als privates oder öffentliches Eigentum. Die gemeinsame immaterielle Schöpfung bietet eine Aternative.

Die Finanzkrise, die im Herbst 2008 erplodierte, hat die vorherrschenden Sichten auf Kapitalismus und Sozialismus umgeordnet. Bis vor Kurzem wurde jede Kritik neoliberaler Strategien der Deregulation, Privatisierung und Abbau von Wohlfahrtstrukturen — geschweige denn des Kapitals selbst — in den dominanten Medien als aberwitzig ausgegeben. Im Fr√ľhjahr 2009 jedoch verk√ľndete Newsweek auf der Titelseite, nur teilweise ironisch: ¬ĽWir sind nun alle Sozialisten¬ę. Die Herrschaft des Kapital stand pl√∂tzlich offen in Frage, von links bis rechts, zumindest f√ľr einige Zeit schien eine gewisse Form sozialistischer oder Keynsianistischer Staatsregulation und -Verwaltung unvermeidlich.

Wir m√ľssen uns jedoch au√üerhalb dieser Alternative umsehen. Zu oft schien es so, als ob unsere einzige Wahl die zwischen Kapitalismus oder Sozialismus ist, zwischen der Herrschaft des Privateigentums und der des √∂ffentlichen Eigentums, so dass das einzge Heilmittel f√ľr die Krankheiten der Staatskontrolle die Privatisierung und f√ľr die Krankheiten des Kapitals die Verstaatlichung, die Staatsregulation, ist. Wir m√ľssen eine andere Alternative untersuchen: weder das Privateigentum des Kapitalismus, noch das √∂ffentliche Eigentum des Sozialismus, sondern das Gemeinsame des Kommunismus.

Kategorien: Freie Software, Theorie

9. Februar 2011, 15:16 Uhr   12 Kommentare

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Zur politischen √Ėkonomie von Kopie und Kopierschutz

Bereits im letzten Jahr erschien mein Beitrag f√ľr das nebenstehend abgebildete Heft ¬ĽKulturen des Kopierschutzes 1¬ę in der Reihe ¬ĽNavigationen. Zeitschrift f√ľr Medien- und Kulturwissenschaften¬ę (Jg. 10, Heft 1, S. 37-51). Die Wiener ¬ĽStreifz√ľge¬ę haben diesen Aufsatz nun in zwei Teilen abgedruckt, der erste Teil ist im letzten Heft erschienen, der zweite Teil erscheint im M√§rz.

In dem Text rekonstruiere ich die Entstehung des ¬ĽKopierschutzes¬ę parallel zur historischen Entwicklung von ¬ĽKopier¬ę-Techniken √ľber drei Stationen: physische Kopie, analoge Kopie, digitale Kopie.

Online ist bereits der komplette Artikel verf√ľgbar :-)

Kategorien: Medientipp, Reichtum & Knappheit, Theorie

9. Februar 2011, 10:47 Uhr   Kommentieren