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	<title>Kommentare zu: Prinzipien der Bildung von Communities (nach Ostrom)</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Die Renaissance der Gemeingüter &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-18619</link>
		<dc:creator>Die Renaissance der Gemeingüter &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 11:23:12 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Infokasten zu »Elinor Ostroms acht Prinzipien einer funktionierenden Allmende« (vgl. dazu auch »Prinzipien der Bildung von Communities«) runden den Schwerpunkt [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Infokasten zu »Elinor Ostroms acht Prinzipien einer funktionierenden Allmende« (vgl. dazu auch »Prinzipien der Bildung von Communities«) runden den Schwerpunkt [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17796</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 18:08:51 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;

Was wäre denn für Dich emanzipatorisch, wenn ich mal nachfragen darf?

&lt;/blockquote&gt;

Kapitalismus und Geld hinter sich lassen, Peer-Ökonomie &lt;a href=&quot;http://peerconomy.org/wiki/Deutsch&quot;&gt;hat das Potential dazu&lt;/a&gt;. Lokalwährungen haben dagegen einen ganz anderen Zweck, den Christian Gelleri, Initiator des &quot;Chiemgauer&quot;, &lt;a href=&quot;http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Lokale-Waehrungen-gegen-oertliche-Wirtschaftsflaute_aid_59584.html&quot;&gt;auf den Punkt bringt&lt;/a&gt;:

&lt;blockquote&gt;

Die Idee ist, dass die Lokalwährungen die Wirtschaftskraft in der  Region halten und dort den Mittelstand stärken

&lt;/blockquote&gt;

Also sollen die lokalen Unternehmen gegen die globalen geschützt werden. Das hat sicher seine Vorteile, allerdings nur für diese Unternehmen. Für alle anderen werden die Waren teurer (die Lokalwährung funktioniert da ähnlich einem Schutzzoll). Außerdem sind der &quot;Mittelstand&quot; und mehr noch die Kleinunternehmen die schlimmsten Ausbeuter. Für sie gelten geringere Anforderungen bei Kündigungsschutz und Sozialleistungen; je kleiner das Unternehmen, desto mehr nimmt die Ausbeutung der Arbeitskraft eine patriarchalen Charakter an (&quot;Wir sitzen doch alle im selben Boot&quot;); Betriebsräte gibt&#039;s selten; usw. Allerdings ist es zweifelhaft, ob man mit Lokalwährungen wirklich die lokale Wirtschaft stützen kann, die Großunternehmen werden sich auch darauf einstellen und dann wird man halt in der lokalen McDonalds-Filiale mit dem &quot;Chiemgauer&quot; bezahlen. So wie jetzt schon viele internationale Ketten (mit einer Ausnahme - Ikea, das seinen Erfolg sowieso dem &quot;nationalen Flair&quot; eines Klischee-Schwedens verdankt) regionalisieren. Was dabei rauskommt, ist also die übliche Lokal-Folklore. Sieht man auch jetzt schon an Namensgebung (&quot;Sterntaler&quot; usw.)

Übrigens haben Lokalwährungen viele Zusammenhänge mit rechtem Gedankengut (und das gibt es durchaus noch :-( ):

- die bösen Großunternehmen (Amerikaner, Ausländer usw.), denen man die guten Unternehmen vor Ort entgegensetzt;

- Kritik am bösen anonymen Kapitalismus, dem man einen warmen traditionsbewussten Kapitalismus entgegen  setzt;

- die Unterscheidung zwischen &quot;schaffendem&quot; und &quot;raffendem Kapital&quot;, die hier in aller Unschuld wiederaufgegriffen wird durch die Behauptung, Geld müsse im Umlauf bleiben, dann sei es nützlich und sonst schädlich (wofür man das Prinzip des Schwundgelds von Silvio Gesell übernimmt, der &lt;a href=&quot;http://surpasser.blogsport.eu/2009/11/02/peter-bierl-regionalgeld-tauschringe-und-die-braune-menschenzucht-utopie-des-silvio-gesell/&quot;&gt;krasse sozialdarwinistische Vorstellungen hatte&lt;/a&gt;);

- Unternehmen, die &quot;in den richtigen Händen&quot; (nämlich denen aus dem eigenen Ort) sein sollen; usw.

Regionalismus (wovon Regionalwährungen nur ein Beispiel ist) bringt auch für die meisten keinen materiellen Vorteil. Er funktioniert nämlich über Verminderung der Konkurrenz auf der  Angebotsseite, nämlich Schutz der lokalen Unternehmen vor den nicht-lokalen (z.B. ausländischen). Dieser Schutz ist möglich, aber geht auf Kosten der Arbeiter, die (a) mehr für die Produkte bezahlen müssen und (b) aus weniger konkurrierenden Unternehmen wählen können, daher weniger Lohn und schlechtere Bedingungen.

Dazu packt man dann noch ein wenig Sozialrhetorik (&quot;soziale Projekte fördern&quot;), aber das hatten die Nazis auch schon drauf. Nee, Emanzipation sieht nun wirklich anders aus!

(Es geht mir nicht darum, deine Hoffnungen auf Veränderung zu zerstören. Ich wollte nur hier nochmal in aller Deutlichkeit auf die Risiken und Nebenwirkungen von Lokalwährungen hinweisen, auch zum kritischen Weiterlesen anregen. Es gibt wirklich heute vielversprechendere Ansätze, von denen viele übrigens hier auf keimform diskutiert werden! In diesem Sinne ...)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>Was wäre denn für Dich emanzipatorisch, wenn ich mal nachfragen darf?</p>
</blockquote>
<p>Kapitalismus und Geld hinter sich lassen, Peer-Ökonomie <a href="http://peerconomy.org/wiki/Deutsch">hat das Potential dazu</a>. Lokalwährungen haben dagegen einen ganz anderen Zweck, den Christian Gelleri, Initiator des &#8220;Chiemgauer&#8221;, <a href="http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Lokale-Waehrungen-gegen-oertliche-Wirtschaftsflaute_aid_59584.html">auf den Punkt bringt</a>:</p>
<blockquote>
<p>Die Idee ist, dass die Lokalwährungen die Wirtschaftskraft in der  Region halten und dort den Mittelstand stärken</p>
</blockquote>
<p>Also sollen die lokalen Unternehmen gegen die globalen geschützt werden. Das hat sicher seine Vorteile, allerdings nur für diese Unternehmen. Für alle anderen werden die Waren teurer (die Lokalwährung funktioniert da ähnlich einem Schutzzoll). Außerdem sind der &#8220;Mittelstand&#8221; und mehr noch die Kleinunternehmen die schlimmsten Ausbeuter. Für sie gelten geringere Anforderungen bei Kündigungsschutz und Sozialleistungen; je kleiner das Unternehmen, desto mehr nimmt die Ausbeutung der Arbeitskraft eine patriarchalen Charakter an (&#8220;Wir sitzen doch alle im selben Boot&#8221;); Betriebsräte gibt&#8217;s selten; usw. Allerdings ist es zweifelhaft, ob man mit Lokalwährungen wirklich die lokale Wirtschaft stützen kann, die Großunternehmen werden sich auch darauf einstellen und dann wird man halt in der lokalen McDonalds-Filiale mit dem &#8220;Chiemgauer&#8221; bezahlen. So wie jetzt schon viele internationale Ketten (mit einer Ausnahme &#8211; Ikea, das seinen Erfolg sowieso dem &#8220;nationalen Flair&#8221; eines Klischee-Schwedens verdankt) regionalisieren. Was dabei rauskommt, ist also die übliche Lokal-Folklore. Sieht man auch jetzt schon an Namensgebung (&#8220;Sterntaler&#8221; usw.)</p>
<p>Übrigens haben Lokalwährungen viele Zusammenhänge mit rechtem Gedankengut (und das gibt es durchaus noch <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  ):</p>
<p>- die bösen Großunternehmen (Amerikaner, Ausländer usw.), denen man die guten Unternehmen vor Ort entgegensetzt;</p>
<p>- Kritik am bösen anonymen Kapitalismus, dem man einen warmen traditionsbewussten Kapitalismus entgegen  setzt;</p>
<p>- die Unterscheidung zwischen &#8220;schaffendem&#8221; und &#8220;raffendem Kapital&#8221;, die hier in aller Unschuld wiederaufgegriffen wird durch die Behauptung, Geld müsse im Umlauf bleiben, dann sei es nützlich und sonst schädlich (wofür man das Prinzip des Schwundgelds von Silvio Gesell übernimmt, der <a href="http://surpasser.blogsport.eu/2009/11/02/peter-bierl-regionalgeld-tauschringe-und-die-braune-menschenzucht-utopie-des-silvio-gesell/">krasse sozialdarwinistische Vorstellungen hatte</a>);</p>
<p>- Unternehmen, die &#8220;in den richtigen Händen&#8221; (nämlich denen aus dem eigenen Ort) sein sollen; usw.</p>
<p>Regionalismus (wovon Regionalwährungen nur ein Beispiel ist) bringt auch für die meisten keinen materiellen Vorteil. Er funktioniert nämlich über Verminderung der Konkurrenz auf der  Angebotsseite, nämlich Schutz der lokalen Unternehmen vor den nicht-lokalen (z.B. ausländischen). Dieser Schutz ist möglich, aber geht auf Kosten der Arbeiter, die (a) mehr für die Produkte bezahlen müssen und (b) aus weniger konkurrierenden Unternehmen wählen können, daher weniger Lohn und schlechtere Bedingungen.</p>
<p>Dazu packt man dann noch ein wenig Sozialrhetorik (&#8220;soziale Projekte fördern&#8221;), aber das hatten die Nazis auch schon drauf. Nee, Emanzipation sieht nun wirklich anders aus!</p>
<p>(Es geht mir nicht darum, deine Hoffnungen auf Veränderung zu zerstören. Ich wollte nur hier nochmal in aller Deutlichkeit auf die Risiken und Nebenwirkungen von Lokalwährungen hinweisen, auch zum kritischen Weiterlesen anregen. Es gibt wirklich heute vielversprechendere Ansätze, von denen viele übrigens hier auf keimform diskutiert werden! In diesem Sinne &#8230;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf Ullrich</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17794</link>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:47:27 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Du behauptest für die Ökonomie die gleiche Autonomie vom  Sozialen, wie dies der neoliberale Diskurs insgesamt behauptet. Diese  Auffassung ist eines der grundlegenden Probleme unserer aktuellen Krise  und hat weniger mit einer&lt;em&gt; linken Vorstellung&lt;/em&gt; zu tun (wies sollte diese  linke Vorstellung 2010 eigentlich aussehen, wo es &lt;em&gt;die Linke&lt;/em&gt; gar nicht gibt?),  sondern mit der einfachen  Feststellung, dass die Ökonomie ein soziales Gefüge ist, wenn auch ein  sehr komplexes.  Ich bezweifle weder Deine tiefen Marx-Kentnisse noch  die Tatsache,  dass einige der  Lokalwährungssysteme die sozialen  Mechanismen reproduzieren, die für den sie umgebenden Kapitalismus  typisch sind. Ich bezweifle aber sehr, dass sie nicht das Potential  haben &lt;em&gt;einen Unterschied&lt;/em&gt; zu machen.

Wenn man aber von &quot;freier Übereinkunft&quot; als &quot;... nur ein anderer Ausdruck für Konvention&quot; spricht, wie Du es oben tust,  muss man sich fragen, ob man nicht das Wesentliche, nämlich die Erkenntnis, dass man soziale Beziehungen beeinflussen und vielleicht sogar mitbestimmen kann, übersieht und einfach für nichtig erklärt, weil die Umstände sowieso so sind, wie sie sind und so weiter...

Niemand zweifelt daran, dass eine der großen Aufgaben der commons-Debatte sein wird, wie sie das &lt;em&gt;Lokale&lt;/em&gt; mit dem &lt;em&gt;Globalen&lt;/em&gt; zu verbinden in der Lage sein wird,  nur scheint mir die Auffassung, dass dies unmöglich sei,  relativ unfruchtbar.  Was wäre denn für Dich emanzipatorisch, wenn ich mal nachfragen darf ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Du behauptest für die Ökonomie die gleiche Autonomie vom  Sozialen, wie dies der neoliberale Diskurs insgesamt behauptet. Diese  Auffassung ist eines der grundlegenden Probleme unserer aktuellen Krise  und hat weniger mit einer<em> linken Vorstellung</em> zu tun (wies sollte diese  linke Vorstellung 2010 eigentlich aussehen, wo es <em>die Linke</em> gar nicht gibt?),  sondern mit der einfachen  Feststellung, dass die Ökonomie ein soziales Gefüge ist, wenn auch ein  sehr komplexes.  Ich bezweifle weder Deine tiefen Marx-Kentnisse noch  die Tatsache,  dass einige der  Lokalwährungssysteme die sozialen  Mechanismen reproduzieren, die für den sie umgebenden Kapitalismus  typisch sind. Ich bezweifle aber sehr, dass sie nicht das Potential  haben <em>einen Unterschied</em> zu machen.</p>
<p>Wenn man aber von &#8220;freier Übereinkunft&#8221; als &#8220;&#8230; nur ein anderer Ausdruck für Konvention&#8221; spricht, wie Du es oben tust,  muss man sich fragen, ob man nicht das Wesentliche, nämlich die Erkenntnis, dass man soziale Beziehungen beeinflussen und vielleicht sogar mitbestimmen kann, übersieht und einfach für nichtig erklärt, weil die Umstände sowieso so sind, wie sie sind und so weiter&#8230;</p>
<p>Niemand zweifelt daran, dass eine der großen Aufgaben der commons-Debatte sein wird, wie sie das <em>Lokale</em> mit dem <em>Globalen</em> zu verbinden in der Lage sein wird,  nur scheint mir die Auffassung, dass dies unmöglich sei,  relativ unfruchtbar.  Was wäre denn für Dich emanzipatorisch, wenn ich mal nachfragen darf ?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17788</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 12:51:00 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;

[bei] Lokalwährungen [sind] sind die &lt;em&gt;Quellen&lt;/em&gt; immerhin &lt;em&gt;offen&lt;/em&gt;: sie leiden nicht unter der künstlichen  Knappheit,  die das Geld normalerweise ausmacht

&lt;/blockquote&gt;

Die &quot;künstliche Knappheit&quot; des Gelds besteht nicht darin, dass irgendeine Zentralbank damit knausrig ist. Diese Vorstellung ist bei einem Teil der Linken verbreitet, die glauben, der Staat müsse nur nach Belieben Geld drucken oder sich verschulden, und die Knappheit würde verschwinden. Das ist natürlich Unsinn. Druckt die Zentralbank mehr Geld, entwertet es sich halt - man hat also nicht mehr Geld, sondern nur mehr Nullen auf den Scheinen. Marx hat dann gezeigt, was weniger offensichtlich ist: Dass die &quot;künstliche Knappheit&quot; eine Eigenschaft ist, die Geld als Ausdruck des Werts im Kapitalismus erhält, weil dieser auf dem Äquivalententauschprinzip beruht: Ich kann nur etwas gegen ein bestimmtes Äquivalent tauschen, wenn andere es nicht gegen ein geringeres Äquivalent anderswo erhalten können. Daher müssen letztlich alle Waren immer knapp sein: Sie werden nur produziert, wenn sich das lohnt, und es lohnt sich nur, wenn sie nicht in Fülle vorhanden sind, denn dann würde niemand etwas anderes dafür hergeben.

Knappheit liegt im Kapitalismus also ganz tief im System drin: nämlich im Tauschprinzip. Da die Lokalwährungen mit dem Tauschprinzip nicht Schluss machen, sind sie genau dasselbe, was Währungen immer waren. Nur regionalisieren sie das Geld wieder - doch das gab es auch schon Jahrhunderte lang. Eine der großen Errungenschaften des Kapitalismus war es, die Lokalwährungen gerade abzuschaffen. Wenn Lokalwährungen sich durchsetzen würden, würde sich bald zeigen, dass sie letztlich wie eine Zentralwährung funktionieren, nur weit ineffizienter sind (wg. Umtausch, Unsicherheit von Wechselkursen usw.). Allerdings geht das sowieso nicht, weil der Stand der Produktivkräfte (Komplexität und Internationalität der Produktion) es unmöglich macht.

&lt;blockquote&gt;

sie entstehen aufgrund freier Übereinkunft

&lt;/blockquote&gt;

&quot;Freie Übereinkunft&quot; ist nur ein anderer Ausdruck für Konvention, und eine solche ist das Geld immer. Man kann eine neue Konvention einführen, aber da ist nix Emanzipatorisches dran, wie es bei dir klingt. Die Etablierenden der Konvention können sich dabei selbstbestimmt vorkommen, aber sobald sie sich durchgesetzt hat, müssen sich die andern dran halten. Und dann gilt sowieso die Eigendynamik des Gelds wieder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>[bei] Lokalwährungen [sind] sind die <em>Quellen</em> immerhin <em>offen</em>: sie leiden nicht unter der künstlichen  Knappheit,  die das Geld normalerweise ausmacht</p>
</blockquote>
<p>Die &#8220;künstliche Knappheit&#8221; des Gelds besteht nicht darin, dass irgendeine Zentralbank damit knausrig ist. Diese Vorstellung ist bei einem Teil der Linken verbreitet, die glauben, der Staat müsse nur nach Belieben Geld drucken oder sich verschulden, und die Knappheit würde verschwinden. Das ist natürlich Unsinn. Druckt die Zentralbank mehr Geld, entwertet es sich halt &#8211; man hat also nicht mehr Geld, sondern nur mehr Nullen auf den Scheinen. Marx hat dann gezeigt, was weniger offensichtlich ist: Dass die &#8220;künstliche Knappheit&#8221; eine Eigenschaft ist, die Geld als Ausdruck des Werts im Kapitalismus erhält, weil dieser auf dem Äquivalententauschprinzip beruht: Ich kann nur etwas gegen ein bestimmtes Äquivalent tauschen, wenn andere es nicht gegen ein geringeres Äquivalent anderswo erhalten können. Daher müssen letztlich alle Waren immer knapp sein: Sie werden nur produziert, wenn sich das lohnt, und es lohnt sich nur, wenn sie nicht in Fülle vorhanden sind, denn dann würde niemand etwas anderes dafür hergeben.</p>
<p>Knappheit liegt im Kapitalismus also ganz tief im System drin: nämlich im Tauschprinzip. Da die Lokalwährungen mit dem Tauschprinzip nicht Schluss machen, sind sie genau dasselbe, was Währungen immer waren. Nur regionalisieren sie das Geld wieder &#8211; doch das gab es auch schon Jahrhunderte lang. Eine der großen Errungenschaften des Kapitalismus war es, die Lokalwährungen gerade abzuschaffen. Wenn Lokalwährungen sich durchsetzen würden, würde sich bald zeigen, dass sie letztlich wie eine Zentralwährung funktionieren, nur weit ineffizienter sind (wg. Umtausch, Unsicherheit von Wechselkursen usw.). Allerdings geht das sowieso nicht, weil der Stand der Produktivkräfte (Komplexität und Internationalität der Produktion) es unmöglich macht.</p>
<blockquote>
<p>sie entstehen aufgrund freier Übereinkunft</p>
</blockquote>
<p>&#8220;Freie Übereinkunft&#8221; ist nur ein anderer Ausdruck für Konvention, und eine solche ist das Geld immer. Man kann eine neue Konvention einführen, aber da ist nix Emanzipatorisches dran, wie es bei dir klingt. Die Etablierenden der Konvention können sich dabei selbstbestimmt vorkommen, aber sobald sie sich durchgesetzt hat, müssen sich die andern dran halten. Und dann gilt sowieso die Eigendynamik des Gelds wieder.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf Ullrich</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17787</link>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 09:35:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2663#comment-17787</guid>
		<description>@Christian:  Schon klar: Karl Polanyi hat schon sehr früh darauf hingewiesen, dass in unserer Form des Marktes andere soziale Formen &lt;em&gt;disembedded &lt;/em&gt;sind im Vergleich zu dem, was er &lt;em&gt;traditionelle Gesellschaften &lt;/em&gt;nannte.  Die Frage ist ausserdem auch nicht,  &lt;em&gt;ob &lt;/em&gt;man an was rüttelt (ich würde denken, dass es den meisten in diesem Blog ums Rütteln geht) sondern &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt;. Unter pragmatischen Gesichtspunkten (nicht analytischen) haben Lokalwährungen sehr wohl einen Sinn, der u.a. auch im Rütteln besteht, aber eben nicht nur.  Ähnlich wie bei OpenSource sind die &lt;em&gt;Quellen&lt;/em&gt; immerhin &lt;em&gt;offen&lt;/em&gt;: sie leiden nicht unter der künstlichen Knappheit, die das Geld normalerweise ausmacht, von dem gerade nur immer so viel erzeugt wird, dass es knapp bleibt umd somit zu einer Ware wird wie jede andere auch. Lokalwährungen haben aber aufgrund ihres geringen Geltungskreises eine andere Perspektive:  sie entstehen aufgrund freier Übereinkunft, und erzeugen eben nicht das Gefühl, ihnen machtlos gegenüber zu stehen. Sie bleiben  innerhalb des Kreises, aus dem sie stammen, was einen kleinen, aber analytisch signifikanten  Unterschied ausmacht.  Obwohl, und da gebe ich Dir Recht, einige Praktiken, die um und mit Lokalwährungen enstehen durchaus denen des Mainstream-Kapitalismus entsprechen, bringen sie andere soziale Formen hervor, vielleicht, weil sie die Reichweite des Geldes künstlich verknappen, und nicht das Geld selbst. Mit einer allgemeinen und für andere Kontexte gedachten Definition der Geldform kommt man vielleicht nicht weiter, aber das bliebe erst empirisch zu untersuchen.

@Geldpfuscher:  What`s up? Nur weil in einem Posting die Vokabeln &quot;Kritikt der politischen Ökonomie&quot; auftaucht,  muss es noch lange nicht geistreich sein. Vielleicht sagts Du mal genauer, was Du meinst.

Ralf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Christian:  Schon klar: Karl Polanyi hat schon sehr früh darauf hingewiesen, dass in unserer Form des Marktes andere soziale Formen <em>disembedded </em>sind im Vergleich zu dem, was er <em>traditionelle Gesellschaften </em>nannte.  Die Frage ist ausserdem auch nicht,  <em>ob </em>man an was rüttelt (ich würde denken, dass es den meisten in diesem Blog ums Rütteln geht) sondern <em>wie</em>. Unter pragmatischen Gesichtspunkten (nicht analytischen) haben Lokalwährungen sehr wohl einen Sinn, der u.a. auch im Rütteln besteht, aber eben nicht nur.  Ähnlich wie bei OpenSource sind die <em>Quellen</em> immerhin <em>offen</em>: sie leiden nicht unter der künstlichen Knappheit, die das Geld normalerweise ausmacht, von dem gerade nur immer so viel erzeugt wird, dass es knapp bleibt umd somit zu einer Ware wird wie jede andere auch. Lokalwährungen haben aber aufgrund ihres geringen Geltungskreises eine andere Perspektive:  sie entstehen aufgrund freier Übereinkunft, und erzeugen eben nicht das Gefühl, ihnen machtlos gegenüber zu stehen. Sie bleiben  innerhalb des Kreises, aus dem sie stammen, was einen kleinen, aber analytisch signifikanten  Unterschied ausmacht.  Obwohl, und da gebe ich Dir Recht, einige Praktiken, die um und mit Lokalwährungen enstehen durchaus denen des Mainstream-Kapitalismus entsprechen, bringen sie andere soziale Formen hervor, vielleicht, weil sie die Reichweite des Geldes künstlich verknappen, und nicht das Geld selbst. Mit einer allgemeinen und für andere Kontexte gedachten Definition der Geldform kommt man vielleicht nicht weiter, aber das bliebe erst empirisch zu untersuchen.</p>
<p>@Geldpfuscher:  What`s up? Nur weil in einem Posting die Vokabeln &#8220;Kritikt der politischen Ökonomie&#8221; auftaucht,  muss es noch lange nicht geistreich sein. Vielleicht sagts Du mal genauer, was Du meinst.</p>
<p>Ralf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Geldpfuscher</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17777</link>
		<dc:creator>Geldpfuscher</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 14:00:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2663#comment-17777</guid>
		<description>Es ist doch so, Geld wird immer knapper. Und die Menschen brauchen Geld! Wovon sollen sie sonst leben? Da ist es doch gut, das Geld neu zu erfinden und Parallelwährungen zu schaffen! Vielleicht finden wir nette Institutionenökonominnen, die uns dabei helfen. Kritik der politischen Ökonomie war gestern, heute gibt es schließlich die Heinrich-Böll-Stiftung!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist doch so, Geld wird immer knapper. Und die Menschen brauchen Geld! Wovon sollen sie sonst leben? Da ist es doch gut, das Geld neu zu erfinden und Parallelwährungen zu schaffen! Vielleicht finden wir nette Institutionenökonominnen, die uns dabei helfen. Kritik der politischen Ökonomie war gestern, heute gibt es schließlich die Heinrich-Böll-Stiftung!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17773</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:22:36 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Ralf:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das scheint mir zweifelhaft. Klar bedeutet Geld nicht automatisch Kapitalismus, aber in vorkapitalistischen Gesellschaften spielten Geld und Handel immer nur eine Nebenrolle. Einige Dinge wurden ge- und verkauft, aber der Großteil des Lebens wurde auf andere Weise organisiert, z.B. per Subsistenz oder (Feudalismus etc.) in direkten Abhängigkeitsverhältnissen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was sich seitdem geändert hat, ist dass Geld und Tausch heute in Hauptrolle spielen in der Organisation des Lebensnotwendigen.Wie man an den sozialen Praktiken etwas Nenneswertes verändern können sollte, wenn man andererseits an dieser Hauptrolle nicht rütteln will, bleibt mir schleierhaft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ralf:</p>
<p>Das scheint mir zweifelhaft. Klar bedeutet Geld nicht automatisch Kapitalismus, aber in vorkapitalistischen Gesellschaften spielten Geld und Handel immer nur eine Nebenrolle. Einige Dinge wurden ge- und verkauft, aber der Großteil des Lebens wurde auf andere Weise organisiert, z.B. per Subsistenz oder (Feudalismus etc.) in direkten Abhängigkeitsverhältnissen.</p>
<p>Was sich seitdem geändert hat, ist dass Geld und Tausch heute in Hauptrolle spielen in der Organisation des Lebensnotwendigen.Wie man an den sozialen Praktiken etwas Nenneswertes verändern können sollte, wenn man andererseits an dieser Hauptrolle nicht rütteln will, bleibt mir schleierhaft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf Ullrich</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17772</link>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 08:33:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2663#comment-17772</guid>
		<description>@Christian:

Ist das wirklich so? Analytisch ja, hier sollte man tatsächlich die Dinge auseinanderhalten und die besondere Rolle des Geldes als Tauschmittel &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; Wertmaßstab berücksichtigen. Aber vielleicht gilt dies eben nur für Leute, die sich analytisch mit dem Thema befassen. Warum sollte für die Menschen, die lokale Währungssysteme benutzen nicht ein anderer als der (auch hier schon sehr selektiv verwendete, denn es gibt noch viele andere Formen von Tausch außer dem von Waren) Tauschwert im Vordergrund stehen? Geld schreibt uns ja nicht vor, wie man es zu verwenden hat oder welche Beziehungen es hervorbringen kann/soll. Da es Geld lange vor dem Kapitalismus gab, ist nicht der Stellenwert von Geld als Tauschmittel das Problem, sondern die &lt;em&gt;soziale Praxis&lt;/em&gt;, in die es eingebunden ist. Warum sollten lokale Währungssysteme (als eines von vielen Mitteln) nicht zum Bestandteil eines commoning werden können bzw., warum widersprechen sich beide? Mir ist schon klar, dass Geld in seiner aktuellen Form letztlich ein Macht- und Herrschaftsverhältnis begründet, aber das gilt auch für &lt;em&gt;symbolisches und kulturelles Kapital&lt;/em&gt; wie &lt;em&gt;Kunstgenuss &lt;/em&gt;oder&lt;em&gt; legitimer Geschmack&lt;/em&gt;, um nur zwei Beispiele zu nennen. Vielleicht fetischisieren wir Geld insgesamt zu sehr, wenn wir es diametral den commons gegenüberstellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Christian:</p>
<p>Ist das wirklich so? Analytisch ja, hier sollte man tatsächlich die Dinge auseinanderhalten und die besondere Rolle des Geldes als Tauschmittel <em>und</em> Wertmaßstab berücksichtigen. Aber vielleicht gilt dies eben nur für Leute, die sich analytisch mit dem Thema befassen. Warum sollte für die Menschen, die lokale Währungssysteme benutzen nicht ein anderer als der (auch hier schon sehr selektiv verwendete, denn es gibt noch viele andere Formen von Tausch außer dem von Waren) Tauschwert im Vordergrund stehen? Geld schreibt uns ja nicht vor, wie man es zu verwenden hat oder welche Beziehungen es hervorbringen kann/soll. Da es Geld lange vor dem Kapitalismus gab, ist nicht der Stellenwert von Geld als Tauschmittel das Problem, sondern die <em>soziale Praxis</em>, in die es eingebunden ist. Warum sollten lokale Währungssysteme (als eines von vielen Mitteln) nicht zum Bestandteil eines commoning werden können bzw., warum widersprechen sich beide? Mir ist schon klar, dass Geld in seiner aktuellen Form letztlich ein Macht- und Herrschaftsverhältnis begründet, aber das gilt auch für <em>symbolisches und kulturelles Kapital</em> wie <em>Kunstgenuss </em>oder<em> legitimer Geschmack</em>, um nur zwei Beispiele zu nennen. Vielleicht fetischisieren wir Geld insgesamt zu sehr, wenn wir es diametral den commons gegenüberstellen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf Ullrich</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17771</link>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 21:18:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2663#comment-17771</guid>
		<description>&lt;em&gt;[Dieser Kommentar war im Spamfilter hängen geblieben, Anm. CS.]&lt;/em&gt;

@Christian: In welcher Hinsicht (analytisch, theoretisch, praktisch) und für wen (Forscher, Aktivist, &lt;em&gt;Normalbürger&lt;/em&gt;) gehen Geld  und &lt;em&gt;commoning &lt;/em&gt;nicht zusammen? Ich wüßte nicht was dagegen spricht &lt;em&gt;Geld &lt;/em&gt;(hier: lokales), wenn man es denn als soziale Beziehung und nicht als gegebenes Ding betrachtet,für andere Zwecke &quot;umdefinieren&quot; oder besser: für eine andere Praxis verwenden zu können. Dies scheint ja bei den lokalen Währungen ab und an der Fall zu sein.  Ich glaube ausserdem nicht, dass  ein einziges Medium alleine so allmächtig ist alle Formen sozialer Beziehung zu dominieren, wie es oben anklingt. Interessant ist dazu vielleicht folgender Link (gerade nicht erreichbar) : &lt;a href=&quot;http://thememorybank.co.uk/2010/01/16/building-economic-democracy-with-community-currencies/&quot;&gt;http://thememorybank.co.uk/2010/01/16/building-economic-democracy-with-community-currencies/&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>[Dieser Kommentar war im Spamfilter hängen geblieben, Anm. CS.]</em></p>
<p>@Christian: In welcher Hinsicht (analytisch, theoretisch, praktisch) und für wen (Forscher, Aktivist, <em>Normalbürger</em>) gehen Geld  und <em>commoning </em>nicht zusammen? Ich wüßte nicht was dagegen spricht <em>Geld </em>(hier: lokales), wenn man es denn als soziale Beziehung und nicht als gegebenes Ding betrachtet,für andere Zwecke &#8220;umdefinieren&#8221; oder besser: für eine andere Praxis verwenden zu können. Dies scheint ja bei den lokalen Währungen ab und an der Fall zu sein.  Ich glaube ausserdem nicht, dass  ein einziges Medium alleine so allmächtig ist alle Formen sozialer Beziehung zu dominieren, wie es oben anklingt. Interessant ist dazu vielleicht folgender Link (gerade nicht erreichbar) : <a href="http://thememorybank.co.uk/2010/01/16/building-economic-democracy-with-community-currencies/">http://thememorybank.co.uk/2010/01/16/building-economic-democracy-with-community-currencies/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2010/prinzipien-der-bildung-von-communities-nach-ostrom/#comment-17770</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 16:51:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2663#comment-17770</guid>
		<description>&lt;p&gt;@Silke #21:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;Natürlich sind Lokalwährungen keine communities. Währungen sind Tauschmittel und keine Menschen. Aber könnte man Lokalwährungen nicht als geeignetes Instrument zur Unterstützung des Commoning betrachten?&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Das Geld als „allgemeines (wenn auch vielleicht nur lokales) Äquivalent“ verhindert das Commoning ja gerade. Das Verhältnis zu den anderen Community-Mitgliedern wird so notwendigerweise durch die Geld- und Tauschbeziehungen bestimmt. Commons kann es aber überhaupt nur geben, wo nicht verkauft und gekauft wird; und bei Communities gibt es im Allgemeinen zwar durch eine gewisse Reziprozität (wer aus der Community Nutzen zieht, gibt ihr zumeist auch etwas zurück – jedenfalls bei Offline-Communities), aber keine strenge Äquivalenz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Geld ist immer ein Nullsummenspiel – wenn ich jemand anderem „zu viel“ zahle, erleide ich selbst einen Schaden, zahle ich „zu wenig“, leidet er/sie. Commoning zeichnet sich dagegen durch eine Positive-Summen-Logik aus: was mir nutzt, nutzt im Allgemeinen auch dem/der/den anderen – und umgekehrt. Deshalb gehen Commoning und Geld nicht zusammen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silke #21:</p>
<blockquote>
<p>Natürlich sind Lokalwährungen keine communities. Währungen sind Tauschmittel und keine Menschen. Aber könnte man Lokalwährungen nicht als geeignetes Instrument zur Unterstützung des Commoning betrachten?</p>
</blockquote>
<p>Das Geld als „allgemeines (wenn auch vielleicht nur lokales) Äquivalent“ verhindert das Commoning ja gerade. Das Verhältnis zu den anderen Community-Mitgliedern wird so notwendigerweise durch die Geld- und Tauschbeziehungen bestimmt. Commons kann es aber überhaupt nur geben, wo nicht verkauft und gekauft wird; und bei Communities gibt es im Allgemeinen zwar durch eine gewisse Reziprozität (wer aus der Community Nutzen zieht, gibt ihr zumeist auch etwas zurück – jedenfalls bei Offline-Communities), aber keine strenge Äquivalenz.</p>
<p>Geld ist immer ein Nullsummenspiel – wenn ich jemand anderem „zu viel“ zahle, erleide ich selbst einen Schaden, zahle ich „zu wenig“, leidet er/sie. Commoning zeichnet sich dagegen durch eine Positive-Summen-Logik aus: was mir nutzt, nutzt im Allgemeinen auch dem/der/den anderen – und umgekehrt. Deshalb gehen Commoning und Geld nicht zusammen.</p>
]]></content:encoded>
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