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	<title>Kommentare zu: Peter Linebaugh: Some Principles of the Commons</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: P2P Foundation &#187; Blog Archive &#187; Peter Linebaugh on the principles of commoning</title>
		<link>http://keimform.de/2010/peter-linebaugh-some-principles-of-the-commons/#comment-17854</link>
		<dc:creator>P2P Foundation &#187; Blog Archive &#187; Peter Linebaugh on the principles of commoning</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 01:21:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Keimform (originally from [...]</description>
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		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2010/peter-linebaugh-some-principles-of-the-commons/#comment-17832</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:00:11 +0000</pubDate>
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		<description>Huch ,nachdem es im Commonsblog aufgetaucht ist, jetzt also auch hier. Da möchte ich hier auch noch eine Anmerkung zu Linbaughs Essay machen:

Zum Punkt &lt;em&gt;&lt;/em&gt;

&lt;blockquote&gt;

&lt;em&gt;&quot;Commoning has always been local. It depends on custom, memory, and oral transmission for the maintenance of its norms rather than law, police, and media.  Closely associated with this is the independence of the commons from government or state authority. The centralized state was built upon it.&quot;&lt;/em&gt;

&lt;/blockquote&gt;

Ich halte das Kriterium &quot;lokal&quot; für sehr ungeeignet um darauf eine Analyse aufzubauen. Auch etwas das global oder zentral ist, wie z.B. Coca Cola oder die UdSSR, lässt sich in Bezug auf einen Ort denken und ist daher genauso lokal wie der Fußballverein aus der Kreisstadt nebenan. 

Die Aussage, dass commoning eher von Gewohnheiten, Erinnerungen und mündlicher Überlieferung abhängt als von Gesetzen, Polizei und Medien, soll den Gegensatz zwischen lokal vs. zentral wohl stützen, aber auch sie ist schwach:

Das Wirken von Polizei entspringt oft auch lokalen Bedingungen und unterliegt Gewohnheiten und mündlichen Überlieferungen. Bürgerpolizei und Kommunalpolizei, wie sie in Teilen Württembergs im 18. und 19. Jh. teilweise bis in die 70er Jahre des 20. Jh. gewirkt haben, ist ein Beispiel dafür. (siehe z.B. Funk, Pütter: &quot;Polizei und Militz als &#039;Bürgerorgane&#039;&quot; oder Wirsing: &quot;Gleichsam mit Soldatenstrenge&#039;: Neue Polizei in süddeutschen Städten&quot;. Beide in: Lüdtke, Alf: Polizei und Wohlfahrt) 

Der Umgang von Lehrern mit hoheitlich verordneten Schulreformen ist ein anderes Beispiel dafür, wie staatliches Wirken durch lokale und individuelle Bräuche und Vorstellungen gebrochen wird. (siehe z.B. Bennewitz: Handlungskrise Schulreform)



Der Gegensatz zwischen Zentralistischem/Staatlichem und Lokalem/Kommunalen, den Linebaugh hier zu beschreiben versucht, existiert m.E. so nicht. Beides bedingt sich gegenseitig, bringt sich gegenseitig hervor. Ein Staat kann ohne das was Linebaugh commoning nennt genausowenig bestehen, wie eine Familie oder ein Kegelverein. Wenn niemand mehr wählen geht, sich an politischen Debatten beteiligt oder Steuern zahlt, ist der Staat genauso im Eimer, wie es der lokale Feuerwehrverein ist, wenn niemand mehr mitmacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huch ,nachdem es im Commonsblog aufgetaucht ist, jetzt also auch hier. Da möchte ich hier auch noch eine Anmerkung zu Linbaughs Essay machen:</p>
<p>Zum Punkt <em></em></p>
<blockquote>
<p><em>&#8220;Commoning has always been local. It depends on custom, memory, and oral transmission for the maintenance of its norms rather than law, police, and media.  Closely associated with this is the independence of the commons from government or state authority. The centralized state was built upon it.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p>Ich halte das Kriterium &#8220;lokal&#8221; für sehr ungeeignet um darauf eine Analyse aufzubauen. Auch etwas das global oder zentral ist, wie z.B. Coca Cola oder die UdSSR, lässt sich in Bezug auf einen Ort denken und ist daher genauso lokal wie der Fußballverein aus der Kreisstadt nebenan. </p>
<p>Die Aussage, dass commoning eher von Gewohnheiten, Erinnerungen und mündlicher Überlieferung abhängt als von Gesetzen, Polizei und Medien, soll den Gegensatz zwischen lokal vs. zentral wohl stützen, aber auch sie ist schwach:</p>
<p>Das Wirken von Polizei entspringt oft auch lokalen Bedingungen und unterliegt Gewohnheiten und mündlichen Überlieferungen. Bürgerpolizei und Kommunalpolizei, wie sie in Teilen Württembergs im 18. und 19. Jh. teilweise bis in die 70er Jahre des 20. Jh. gewirkt haben, ist ein Beispiel dafür. (siehe z.B. Funk, Pütter: &#8220;Polizei und Militz als &#8216;Bürgerorgane&#8217;&#8221; oder Wirsing: &#8220;Gleichsam mit Soldatenstrenge&#8217;: Neue Polizei in süddeutschen Städten&#8221;. Beide in: Lüdtke, Alf: Polizei und Wohlfahrt) </p>
<p>Der Umgang von Lehrern mit hoheitlich verordneten Schulreformen ist ein anderes Beispiel dafür, wie staatliches Wirken durch lokale und individuelle Bräuche und Vorstellungen gebrochen wird. (siehe z.B. Bennewitz: Handlungskrise Schulreform)</p>
<p>Der Gegensatz zwischen Zentralistischem/Staatlichem und Lokalem/Kommunalen, den Linebaugh hier zu beschreiben versucht, existiert m.E. so nicht. Beides bedingt sich gegenseitig, bringt sich gegenseitig hervor. Ein Staat kann ohne das was Linebaugh commoning nennt genausowenig bestehen, wie eine Familie oder ein Kegelverein. Wenn niemand mehr wählen geht, sich an politischen Debatten beteiligt oder Steuern zahlt, ist der Staat genauso im Eimer, wie es der lokale Feuerwehrverein ist, wenn niemand mehr mitmacht.</p>
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