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	<title>Kommentare zu: Oya: Wovon wir alle leben</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: nachhaltigBeobachtet</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-18278</link>
		<dc:creator>nachhaltigBeobachtet</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 11:11:22 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Reich genug...&lt;/strong&gt;

&quot;Die Menschheit ist reich genug, die notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach dem folgenden Prinzip: wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben und sie ......</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reich genug&#8230;</strong></p>
<p>&#8220;Die Menschheit ist reich genug, die notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach dem folgenden Prinzip: wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben und sie &#8230;&#8230;</p>
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		<title>Von: »Jungle World« über Commons &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-18188</link>
		<dc:creator>»Jungle World« über Commons &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 07:46:30 +0000</pubDate>
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		<description>[...] den Zeitschriften CONTRASTE, Oya und analyse&amp;kritik hat nun auch die Jungle World die Commons zu einem Schwerpunkt-Thema [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] den Zeitschriften CONTRASTE, Oya und analyse&amp;kritik hat nun auch die Jungle World die Commons zu einem Schwerpunkt-Thema [...]</p>
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		<title>Von: KoopTech &#187; Zivilgesellschaft &#187; Wovon wir alle leben</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17949</link>
		<dc:creator>KoopTech &#187; Zivilgesellschaft &#187; Wovon wir alle leben</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 14:18:29 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Siefkes hat auf Keimform ausf&#252;hrlich &#252;ber die erste OYA berichtet.Der Anspruch der Macher_innen ist kein geringerer als die “unersch&#246;pfliche Kraft der [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Siefkes hat auf Keimform ausf&#252;hrlich &#252;ber die erste OYA berichtet.Der Anspruch der Macher_innen ist kein geringerer als die “unersch&#246;pfliche Kraft der [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Wovon wir alle leben &#171; CommonsBlog</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17929</link>
		<dc:creator>Wovon wir alle leben &#171; CommonsBlog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 18:30:02 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Siefkes hat auf Keimform ausführlich über die erste OYA berichtet. Der Anspruch der Macher_innen ist kein geringerer als die &#8220;unerschöpfliche Kraft der [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Siefkes hat auf Keimform ausführlich über die erste OYA berichtet. Der Anspruch der Macher_innen ist kein geringerer als die &#8220;unerschöpfliche Kraft der [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lara</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17913</link>
		<dc:creator>Lara</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 20:12:58 +0000</pubDate>
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		<description>@ Silke

Kurz erstmal zur &quot;Materialistin&quot;. In deinen Texten und auch sonst hier auf Keimform lese ich eigentlich wenig Materialistisches, das passt hier alles eher in die Kategorie &quot;postmateriell&quot;. Keine Sorge, das hat durchaus mit &quot;materiell&quot; etwas zu tun, so wie &quot;postmodern&quot; mit &quot;modern&quot;. Postmaterielle sind z.B. kritische Intellektuelle mit hohem Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit (Wir) und dem Wunsch nach Selbstverwirklichung (Ich). Also der &quot;weiche Wert&quot; der sozialen Gerechtigkeit gilt ihnen mehr als die harte Währung, in der Materialisten in der Regel denken. Eigentlich mag ich solche Milieu-Klassifizierungen nicht, aber wenn du dich schon selbst einordnest, schlage ich vor, mal das Raster zu wechseln :)

&quot;Verbundenheit stellt sich nicht nur analytisch her&quot;. Der ganze linkspolitische Diskurs ebenso wie die Commons-Debatte wird analytisch-rational geführt. Das ist auch gut so. Und wenn alles sauber und konsequent zuende gedacht wird, führt einen die Logik schließlich an den Zentralbegriff &quot;Verbundenheit&quot;, an das &quot;Wir&quot;. Da sagt einem irgendwie ein Bauchgefühl &quot;jetzt ist Schluss mit analytisch&quot;, und da wird es erst richtig spannend. Trotzdem analysiere ich mal weiter.

Wie entsteht in Menschen die Fähigkeit, sich verbunden zu fühlen, oder anders gesagt, die Fähigkeit zu Empathie als Grundlage für alles Sozialverhalten? Sie entsteht in der Bindung des Säuglings an die Mutter. Wenn du einen Säugling anschaust, und er dich auch, wenn du ein Kind anlachst, und es lacht zurück – was ist das dann?

Das ist doch das, wovon die Menschen leben.

Ein Kind, das man von Geburt an keines Blickes würdigt, stirbt.

Ich wette, du kannst dieses Gefühl, das entsteht, wenn ein Baby deinen Blick erwidert und dich anlacht, in dir &quot;abrufen&quot;. Du kannst nachfühlen, was das für eine Qualität ist. Dafür fehlt dir keine Dimension in deinem Wahrnehmungsbereich.

Mehr als diese Qualität braucht  es doch gar nicht. Das ist etwas ganz Einfaches, sogar Angeborenes. Die entscheidende humanistische Kulturleistung ist meiner Meinung nach dann, diese Qualität nicht zu verniedlichen, zu vergessen und zu marginalisieren, weil sich damit kein Geld verdienen oder keine Schlacht gewinnen lässt, sondern sie auf Rang 1 gegenüber allen anderen menschlichen Trieben wie Gier oder Machtstreben zu setzen. Und zu verstehen, dass diese Qualität der Ausgangspunkt für Freiheit ist. Ein sicher gebundenes Kind mit gesundem Urvertrauen rennt ohne Angst in die Freiheit. Damit hast du die beiden Pole, zwischen denen die Commons-Debatte schwingt, nämlich Selbstorganisation/Selbstbestimmung und Gemeinschaft/Verbundenheit/Beziehungsfähigkeit.

Für den einen Pol, den Pol der Selbstbestimmung und Freiheit, haben wir jede Menge Vokabeln und können uns bestens darüber unterhalten, haben die Legitimation der Aufklärung im Hintergrund. Bei dem anderen Pol bekommen wir Beklemmungen. Gemeinschaft – das klingt nach Lagerfeuer oder gar nach Esoterik wenn nicht nach Sekte. Verbundenheit klingt nach Romantik und Kitsch. Pfui. 

Wir brauchen aber beide Pole, sonst kommen wir nicht weiter, und wir müssen doch auch im politischen Diskurs beides zur Sprache bringen können. Wie das gelingen kann, wie man hier eine Brücken bauende Sprache finden und Wörter ent-tabuisieren kann, finde ich einen lohnenswerte Forschungsaufgabe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Silke</p>
<p>Kurz erstmal zur &#8220;Materialistin&#8221;. In deinen Texten und auch sonst hier auf Keimform lese ich eigentlich wenig Materialistisches, das passt hier alles eher in die Kategorie &#8220;postmateriell&#8221;. Keine Sorge, das hat durchaus mit &#8220;materiell&#8221; etwas zu tun, so wie &#8220;postmodern&#8221; mit &#8220;modern&#8221;. Postmaterielle sind z.B. kritische Intellektuelle mit hohem Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit (Wir) und dem Wunsch nach Selbstverwirklichung (Ich). Also der &#8220;weiche Wert&#8221; der sozialen Gerechtigkeit gilt ihnen mehr als die harte Währung, in der Materialisten in der Regel denken. Eigentlich mag ich solche Milieu-Klassifizierungen nicht, aber wenn du dich schon selbst einordnest, schlage ich vor, mal das Raster zu wechseln <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8220;Verbundenheit stellt sich nicht nur analytisch her&#8221;. Der ganze linkspolitische Diskurs ebenso wie die Commons-Debatte wird analytisch-rational geführt. Das ist auch gut so. Und wenn alles sauber und konsequent zuende gedacht wird, führt einen die Logik schließlich an den Zentralbegriff &#8220;Verbundenheit&#8221;, an das &#8220;Wir&#8221;. Da sagt einem irgendwie ein Bauchgefühl &#8220;jetzt ist Schluss mit analytisch&#8221;, und da wird es erst richtig spannend. Trotzdem analysiere ich mal weiter.</p>
<p>Wie entsteht in Menschen die Fähigkeit, sich verbunden zu fühlen, oder anders gesagt, die Fähigkeit zu Empathie als Grundlage für alles Sozialverhalten? Sie entsteht in der Bindung des Säuglings an die Mutter. Wenn du einen Säugling anschaust, und er dich auch, wenn du ein Kind anlachst, und es lacht zurück – was ist das dann?</p>
<p>Das ist doch das, wovon die Menschen leben.</p>
<p>Ein Kind, das man von Geburt an keines Blickes würdigt, stirbt.</p>
<p>Ich wette, du kannst dieses Gefühl, das entsteht, wenn ein Baby deinen Blick erwidert und dich anlacht, in dir &#8220;abrufen&#8221;. Du kannst nachfühlen, was das für eine Qualität ist. Dafür fehlt dir keine Dimension in deinem Wahrnehmungsbereich.</p>
<p>Mehr als diese Qualität braucht  es doch gar nicht. Das ist etwas ganz Einfaches, sogar Angeborenes. Die entscheidende humanistische Kulturleistung ist meiner Meinung nach dann, diese Qualität nicht zu verniedlichen, zu vergessen und zu marginalisieren, weil sich damit kein Geld verdienen oder keine Schlacht gewinnen lässt, sondern sie auf Rang 1 gegenüber allen anderen menschlichen Trieben wie Gier oder Machtstreben zu setzen. Und zu verstehen, dass diese Qualität der Ausgangspunkt für Freiheit ist. Ein sicher gebundenes Kind mit gesundem Urvertrauen rennt ohne Angst in die Freiheit. Damit hast du die beiden Pole, zwischen denen die Commons-Debatte schwingt, nämlich Selbstorganisation/Selbstbestimmung und Gemeinschaft/Verbundenheit/Beziehungsfähigkeit.</p>
<p>Für den einen Pol, den Pol der Selbstbestimmung und Freiheit, haben wir jede Menge Vokabeln und können uns bestens darüber unterhalten, haben die Legitimation der Aufklärung im Hintergrund. Bei dem anderen Pol bekommen wir Beklemmungen. Gemeinschaft – das klingt nach Lagerfeuer oder gar nach Esoterik wenn nicht nach Sekte. Verbundenheit klingt nach Romantik und Kitsch. Pfui. </p>
<p>Wir brauchen aber beide Pole, sonst kommen wir nicht weiter, und wir müssen doch auch im politischen Diskurs beides zur Sprache bringen können. Wie das gelingen kann, wie man hier eine Brücken bauende Sprache finden und Wörter ent-tabuisieren kann, finde ich einen lohnenswerte Forschungsaufgabe.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17910</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 13:57:27 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Neuheide:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Gegenfrage: Für die Yoruba ist dann die Verehrung von Jahwe esoterisch?&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Gute Frage. Wohl nicht, da einige Religionen heute einen so weit verbreiteten Anhänger/innenkreis haben, dass sie keinem bestimmten Kulturkreis mehr zugeordnet werden können (auch wenn sie natürlich historisch aus einem bestimmten Kulturkreis kommen); das gilt z.B. für Christentum und Islam und daher wohl auch für deren Ursprungsreligion, das Judentum (ohne das Christentum und Islam nicht denkbar wären). Das liegt natürlich an der aggressiven Missionierung letzterer beider Religionen und ist kein Qualitätsmerkmal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allerdings würde ich bei genauerer Betrachtung sagen, dass neben dem „eigenen Kulturkreis“ auch noch eine „lebendige, nicht-abgerissene Tradition“ hinzukommen muss. Wenn z.B. „Neuheiden“ alte &lt;a class=&quot;reference external&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Gottheit&quot;&gt;germanische Gottheiten&lt;/a&gt; wie Wodan wiederbeleben wollen, ist das ebenfalls esoterisch, obwohl es sich dabei um den eigenen Kulturkreis handelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wie gesagt, geht’s mir dabei um eine rein deskriptive, wertfreie Unterscheidung. Anders als Lara würde ich Esoterik keineswegs für was Schlechteres als Religion halten. Tatsächlich haben esoterische, z.B. „neuheidnische“ Ansätze ja nicht selten deutlich sympathischere Wertvorstellungen als die traditionellen Religionen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Und übrigens hat ja auch Martin sich ganz allgemein religionskritisch geäußert und nicht speziell „Esoterikkritik“ betrieben.)&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Neuheide:</p>
<blockquote><p>Gegenfrage: Für die Yoruba ist dann die Verehrung von Jahwe esoterisch?</p></blockquote>
<p>Gute Frage. Wohl nicht, da einige Religionen heute einen so weit verbreiteten Anhänger/innenkreis haben, dass sie keinem bestimmten Kulturkreis mehr zugeordnet werden können (auch wenn sie natürlich historisch aus einem bestimmten Kulturkreis kommen); das gilt z.B. für Christentum und Islam und daher wohl auch für deren Ursprungsreligion, das Judentum (ohne das Christentum und Islam nicht denkbar wären). Das liegt natürlich an der aggressiven Missionierung letzterer beider Religionen und ist kein Qualitätsmerkmal.</p>
<p>Allerdings würde ich bei genauerer Betrachtung sagen, dass neben dem „eigenen Kulturkreis“ auch noch eine „lebendige, nicht-abgerissene Tradition“ hinzukommen muss. Wenn z.B. „Neuheiden“ alte <a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Gottheit">germanische Gottheiten</a> wie Wodan wiederbeleben wollen, ist das ebenfalls esoterisch, obwohl es sich dabei um den eigenen Kulturkreis handelt.</p>
<p>Und wie gesagt, geht’s mir dabei um eine rein deskriptive, wertfreie Unterscheidung. Anders als Lara würde ich Esoterik keineswegs für was Schlechteres als Religion halten. Tatsächlich haben esoterische, z.B. „neuheidnische“ Ansätze ja nicht selten deutlich sympathischere Wertvorstellungen als die traditionellen Religionen.</p>
<p>(Und übrigens hat ja auch Martin sich ganz allgemein religionskritisch geäußert und nicht speziell „Esoterikkritik“ betrieben.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Neuheide</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17901</link>
		<dc:creator>Neuheide</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:12:07 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;

&quot;Zur Esoterik würde ich u.a. die Zuwendung zu Göttern/Religionen/religiösen Praktiken rechnen, die nicht aus dem eigenen Kulturkreis kommen. Für die Yoruba ist ihre Göttin natürlich nicht esoterisch, für uns (Mitteleuropäer) schon.

&lt;/blockquote&gt;

Gegenfrage: Für die Yoruba ist dann die Verehrung von Jahwe esoterisch? Das Interessante ist, dass westliche Religions- und Esoterikkritiker sehr oft diffuse und implizite ahistorische kulturelle Reinheitskonzepte verfolgen (die &quot;originäre Religion&quot; etc.), die an völkischem Denken haarscharf vorbeischrammen.

(Ebenso wie sie selten die Brille der christlichen Kolonialethnologie abgelegt haben, aus der sich auch ihr rationales Überlegenheitsgefühl bei der Enttarnung von &quot;religiösem Humbug&quot;speisst. Das wird dann rückübertragen auf neue religiöse und weltanschauliche Bewegungen und Subkulturen im Kerngebiet der Zivilisation.)

Interessant ist ansonsten wie der User &quot;Martin&quot; flugs den Bogen schlägt von der Haltung, dass Religionen einen Wert haben können, zu der Erwähnung eines  philosphischen Nazi-Lehrers. Nicht dass solche Brandmarkung neu ist: Esoterikkritik, die der Versuchung widersteht,  die eigene kulturelle Bekehrungslibido als Mission gegen Abhängigkeit und Tyrannei zu rationalisieren, ist hierzulande immer noch selten zu finden.

Und wenn wir gerade bei Vorurteilen sind: Diese  - und ebenso Stereotypen, Brandmarkungen, Klischees  - sind gerade bei der mitteleuropäischen Auseinandersetzung  mit esoterischen, okkulten, religiösen, animistischen Traditionen und Kulturen Legion. Das gilt aber als schick. Man klopft sich auf die Schulter und gefällt sich in dem Habitus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>&#8220;Zur Esoterik würde ich u.a. die Zuwendung zu Göttern/Religionen/religiösen Praktiken rechnen, die nicht aus dem eigenen Kulturkreis kommen. Für die Yoruba ist ihre Göttin natürlich nicht esoterisch, für uns (Mitteleuropäer) schon.</p>
</blockquote>
<p>Gegenfrage: Für die Yoruba ist dann die Verehrung von Jahwe esoterisch? Das Interessante ist, dass westliche Religions- und Esoterikkritiker sehr oft diffuse und implizite ahistorische kulturelle Reinheitskonzepte verfolgen (die &#8220;originäre Religion&#8221; etc.), die an völkischem Denken haarscharf vorbeischrammen.</p>
<p>(Ebenso wie sie selten die Brille der christlichen Kolonialethnologie abgelegt haben, aus der sich auch ihr rationales Überlegenheitsgefühl bei der Enttarnung von &#8220;religiösem Humbug&#8221;speisst. Das wird dann rückübertragen auf neue religiöse und weltanschauliche Bewegungen und Subkulturen im Kerngebiet der Zivilisation.)</p>
<p>Interessant ist ansonsten wie der User &#8220;Martin&#8221; flugs den Bogen schlägt von der Haltung, dass Religionen einen Wert haben können, zu der Erwähnung eines  philosphischen Nazi-Lehrers. Nicht dass solche Brandmarkung neu ist: Esoterikkritik, die der Versuchung widersteht,  die eigene kulturelle Bekehrungslibido als Mission gegen Abhängigkeit und Tyrannei zu rationalisieren, ist hierzulande immer noch selten zu finden.</p>
<p>Und wenn wir gerade bei Vorurteilen sind: Diese  &#8211; und ebenso Stereotypen, Brandmarkungen, Klischees  &#8211; sind gerade bei der mitteleuropäischen Auseinandersetzung  mit esoterischen, okkulten, religiösen, animistischen Traditionen und Kulturen Legion. Das gilt aber als schick. Man klopft sich auf die Schulter und gefällt sich in dem Habitus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: feenherz</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17890</link>
		<dc:creator>feenherz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 11:05:25 +0000</pubDate>
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		<description>@ christian

danke für den link und das interessante gespräch!

aufgrund der aktuellen ereignisse im stamm der likatier und der umstände in füssen nach dem film scheine ich wohl recht sensibel zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ christian</p>
<p>danke für den link und das interessante gespräch!</p>
<p>aufgrund der aktuellen ereignisse im stamm der likatier und der umstände in füssen nach dem film scheine ich wohl recht sensibel zu sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17887</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:23:42 +0000</pubDate>
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		<description>@ Lara: &quot;Andere Kulturen haben ein anders Pantheon. Das als Esoterik zu bezeichnen, finde ich fast ein bisschen chauvinistisch.&quot;

Schön gesagt!

Communities (über die hier immer viel geredet wird) sind eben auch solche, die sich über die Verehrung einer bestimmten Gottheit, über Grundüberszeugungen die wir nicht teilen (nicht empfinden können) zusammenfinden. Kritik an Religion in allen Ehren, solang damit institutionelle Kritik gemeint ist. Die kann nie schaden. Aber dieser Unterton, dass Glauben und Religion (als Institution) dasselbe sei, irritiert mich.

Ich als Atheistin und Materialistin empfinde jedenfalls, dass mir in meinem Wahrnehmungsbereich eine ganze Dimension fehlt. Verbundenheit (immerhin ein Zentralbegriff der Commonsdebatte) stellt sich doch nicht nur analytisch her. Vielleicht sogar erst zu allerletzt analytisch.

Ansonsten weiss ich aus vielen Ländern Lateinamerikas, aus den afrobrasilianischen und afrokubanischen Kulten, wie widerständig diese &quot;Geheimkulte&quot; sein können. Es kommt eben immer auch auf den Kontext an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Lara: &#8220;Andere Kulturen haben ein anders Pantheon. Das als Esoterik zu bezeichnen, finde ich fast ein bisschen chauvinistisch.&#8221;</p>
<p>Schön gesagt!</p>
<p>Communities (über die hier immer viel geredet wird) sind eben auch solche, die sich über die Verehrung einer bestimmten Gottheit, über Grundüberszeugungen die wir nicht teilen (nicht empfinden können) zusammenfinden. Kritik an Religion in allen Ehren, solang damit institutionelle Kritik gemeint ist. Die kann nie schaden. Aber dieser Unterton, dass Glauben und Religion (als Institution) dasselbe sei, irritiert mich.</p>
<p>Ich als Atheistin und Materialistin empfinde jedenfalls, dass mir in meinem Wahrnehmungsbereich eine ganze Dimension fehlt. Verbundenheit (immerhin ein Zentralbegriff der Commonsdebatte) stellt sich doch nicht nur analytisch her. Vielleicht sogar erst zu allerletzt analytisch.</p>
<p>Ansonsten weiss ich aus vielen Ländern Lateinamerikas, aus den afrobrasilianischen und afrokubanischen Kulten, wie widerständig diese &#8220;Geheimkulte&#8221; sein können. Es kommt eben immer auch auf den Kontext an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2010/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17886</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 11:42:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2781#comment-17886</guid>
		<description>&lt;p&gt;@feenherz: Die Diskussion hat aber ja mit den Veranstaltungshinweisen nichts zu tun. Das Gespräch, auf das ich mich beziehe, heißt „Lernfeld Allmende: Vom Geben und Nehmen“ und ist &lt;a class=&quot;reference external&quot; href=&quot;http://oya-online.de/media/downloads/Oya1_Gespraech1.pdf&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; als PDF verfügbar. Eine der Teilnehmer/innen kommt aus dem „Lebensgarten Steyerberg“, ein anderer vom „Parimal Gut Hübenthal“.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@feenherz: Die Diskussion hat aber ja mit den Veranstaltungshinweisen nichts zu tun. Das Gespräch, auf das ich mich beziehe, heißt „Lernfeld Allmende: Vom Geben und Nehmen“ und ist <a class="reference external" href="http://oya-online.de/media/downloads/Oya1_Gespraech1.pdf">hier</a> als PDF verfügbar. Eine der Teilnehmer/innen kommt aus dem „Lebensgarten Steyerberg“, ein anderer vom „Parimal Gut Hübenthal“.</p>
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