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	<title>Kommentare zu: Nur Denken oder Essen?</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17845</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 14:14:39 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Uli:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn Rivalität eine (“eingebaute”) Eigenschaft eines Gutes ist, dann muß dieser Zusammenhang (der Eigenschaft mit dem Gegenstand) doch irgendwie eindeutig definiert sein.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Nein, es ist &lt;em&gt;keine&lt;/em&gt; Dingeigenschaft per se, sondern eine &lt;em&gt;Nutzungseigenschaft&lt;/em&gt; des Guts. Die Frage ist: Was passiert mit dem Gut und dem Nutzenden, wenn es benutzt wird? Schränkt es die Nutzung für andere ein oder nicht? Daher kann ein und dasselbe Gut mal rival und mal nicht-rival in der Nutzung sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn du den Apfel für dich alleine hast, ist die Nutzung nicht-rival (ok, das ist trivial). Wenn du mit wenigen Leuten in der Bahn sitzt, ist die Nutzung nicht-rival. Aber fahr mal am Freitag nachmittag von Wuppertal nach Berlin, dann erfährst du, was Rivalität bedeutet (die Platzkarte ist dann das marktwirtschaftliche Regulationsinstrument).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch Rivalität ist also ein Verhältnisbegriff, keine bloße Dingeigenschaft. Aber die Dingeigenschaft »Beschaffenheit« wirkt entscheidend darauf aus, ob sich ein Gut in der Nutzung rival oder nicht-rival verhält, ggf. in unterschiedlichen Situationen (leere/volle Straße/Bahn etc.).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für mich ist entscheidend: Nicht-stoffliche Güter verhalten sich &lt;em&gt;immer&lt;/em&gt; nicht-rival in der Nutzung (manchmal sogar anti-rival). Bei stofflichen Gütern kommt es drauf an. Bei Rivalität sind dann soziale Lösungen gefragt, die hier unter kapitalistischen Bedingungen schwieriger zu erreichen sind als bei nicht-stofflichen Gütern (dort geht es eigentlich nur darum, die Exklusion zu überwinden). Ich finde, das sollten wir nicht weg zu reden versuchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Knappheit ist schon deswegen eine andere Kategorie, weil es hier um die Produktion geht (und nicht um die Nutzung).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ok, vielleicht sollte ich nicht mehr von »Nutzungseigenschaft des Guts« sprechen (weil sich das so nach »Dingeigenschaft« anhört), sondern immer von Rivalität als einem Verhältnis von Gut und Nutzendem.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Uli:</p>
<blockquote>
<p><em>Wenn Rivalität eine (“eingebaute”) Eigenschaft eines Gutes ist, dann muß dieser Zusammenhang (der Eigenschaft mit dem Gegenstand) doch irgendwie eindeutig definiert sein.</em></p>
</blockquote>
<p>Nein, es ist <em>keine</em> Dingeigenschaft per se, sondern eine <em>Nutzungseigenschaft</em> des Guts. Die Frage ist: Was passiert mit dem Gut und dem Nutzenden, wenn es benutzt wird? Schränkt es die Nutzung für andere ein oder nicht? Daher kann ein und dasselbe Gut mal rival und mal nicht-rival in der Nutzung sein.</p>
<p>Wenn du den Apfel für dich alleine hast, ist die Nutzung nicht-rival (ok, das ist trivial). Wenn du mit wenigen Leuten in der Bahn sitzt, ist die Nutzung nicht-rival. Aber fahr mal am Freitag nachmittag von Wuppertal nach Berlin, dann erfährst du, was Rivalität bedeutet (die Platzkarte ist dann das marktwirtschaftliche Regulationsinstrument).</p>
<p>Auch Rivalität ist also ein Verhältnisbegriff, keine bloße Dingeigenschaft. Aber die Dingeigenschaft »Beschaffenheit« wirkt entscheidend darauf aus, ob sich ein Gut in der Nutzung rival oder nicht-rival verhält, ggf. in unterschiedlichen Situationen (leere/volle Straße/Bahn etc.).</p>
<p>Für mich ist entscheidend: Nicht-stoffliche Güter verhalten sich <em>immer</em> nicht-rival in der Nutzung (manchmal sogar anti-rival). Bei stofflichen Gütern kommt es drauf an. Bei Rivalität sind dann soziale Lösungen gefragt, die hier unter kapitalistischen Bedingungen schwieriger zu erreichen sind als bei nicht-stofflichen Gütern (dort geht es eigentlich nur darum, die Exklusion zu überwinden). Ich finde, das sollten wir nicht weg zu reden versuchen.</p>
<p>Knappheit ist schon deswegen eine andere Kategorie, weil es hier um die Produktion geht (und nicht um die Nutzung).</p>
<p>Ok, vielleicht sollte ich nicht mehr von »Nutzungseigenschaft des Guts« sprechen (weil sich das so nach »Dingeigenschaft« anhört), sondern immer von Rivalität als einem Verhältnis von Gut und Nutzendem.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ulifrank</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17844</link>
		<dc:creator>ulifrank</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:22:11 +0000</pubDate>
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		<description>Du schreibst, Stefan: 

&quot;...Rivalität ist - wenn man es nicht umdefiniert - eine Nutzungseigenschaft des Gutes, die situationsabhängig (vgl. Christian oben) in unterschiedlichem Maße (also nicht binär) zum Tragen kommt (daher manchmal auch die Rede von Rivalitätsgraden).&quot;

Das verstehe ich leider nicht. Wenn Rivalität eine (&quot;eingebaute&quot;) Eigenschaft eines Gutes ist, dann muß dieser Zusammenhang (der Eigenschaft mit dem Gegenstand) doch irgendwie eindeutig definiert sein.

Schreibe ich einem Möbelstück die Eigenschaft &quot;Sitzmöbel&quot; zu, dann muss ich es persönlich natürlich nicht zum Sitzen nutzen, sondern kann auch Kopfstand darauf machen, es ins Museum stellen (wo es tendenziell für jeden zugänglich ist) oder irgend etwas. Ist das gemeint?  Dann ist also in einen Apfel tatsächlich die Nutzungseigenschaft: &quot;kann nur von einem Menschen gegessen werden&quot; eingebaut. Oder anders formuliert: der natürliche (?)/adäquate (?) Zweck besteht darin, &quot;dass der Konsum dieses Gutes den Konsum durch einen anderen Konsumenten be- oder verhindert.&quot; (wikipedia).  In jedes Gut sind also bestimmte Nutzungszwecke eingebaut, die aber von den Menschen &quot;umdefiniert&quot; werden können? Ist der Gebrauchswert damit gemeint? Kann der von vorn herein definiert, also eingebaut werden? Gibt es dann sowas wie den gesellschaftlichen Norm-Gebrauchswert, der aber (beliebig?) „umdefiniert“ werden kann? Was bedeutet dann diese Umdefinition für den gesellschaftlichen Norm-Gebrauchswert?

Ursprünglich bezogen sich meine Bedenken gegenüber einer „starren“ Gütersystematik auf die Frage der Vermittelbarkeit. Ich hielt intuitiv deinen Ansatz, vom „Gut“ auszugehen, für missverständlicher als vom gesellschaftlichen Nutzen bzw. Umgang. Inzwischen scheint mir dieser Ansatz auch inhaltlich problematisch. Ich sehe den grundsätzlichen Unterschied zur Kategorie „Kappheit“ nicht. Zweifellos wird in der herrschenden VWL auch „von der Sache her“ knappen Gütern gesprochen – wie das berühmte Haus mit Meeresblick (positionelle Güter) - und Knappheit als sachliche Eigenschaft (fast) aller Güter hochstilisiert (im Gegensatz zu den „freien) – und wir wissen ja, dass diese Ideologie eine fundamentale Bedeutung für unser System hat. Und zweifellos scheint das unter den gegenwärtigen Verhältnissen auch so zu sein. Mit der Rivalität dürfte es sich aber ähnlich verhalten (und darauf zielten meine Einwände ab – und eine sachlich begründbare weit reichende Güter-Rivalität passt ja wunderbar zum System). Schon Deine relativierenden Bezeichnungen „Rivalitätsgrad“ (die entsprechende Matrix bei wikipedia benutzt zwar den Ausdruck „Rivalitätsgrad“, unterscheidet aber nur zwischen 0 und 1) und „situationsbedingt“ deuten darauf hin: Bei näherem Hinsehen verliert „Rivalität“ genau wie „Knappheit“ an Prägnanz und sachlich begründeter Gültigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du schreibst, Stefan: </p>
<p>&#8220;&#8230;Rivalität ist &#8211; wenn man es nicht umdefiniert &#8211; eine Nutzungseigenschaft des Gutes, die situationsabhängig (vgl. Christian oben) in unterschiedlichem Maße (also nicht binär) zum Tragen kommt (daher manchmal auch die Rede von Rivalitätsgraden).&#8221;</p>
<p>Das verstehe ich leider nicht. Wenn Rivalität eine (&#8220;eingebaute&#8221;) Eigenschaft eines Gutes ist, dann muß dieser Zusammenhang (der Eigenschaft mit dem Gegenstand) doch irgendwie eindeutig definiert sein.</p>
<p>Schreibe ich einem Möbelstück die Eigenschaft &#8220;Sitzmöbel&#8221; zu, dann muss ich es persönlich natürlich nicht zum Sitzen nutzen, sondern kann auch Kopfstand darauf machen, es ins Museum stellen (wo es tendenziell für jeden zugänglich ist) oder irgend etwas. Ist das gemeint?  Dann ist also in einen Apfel tatsächlich die Nutzungseigenschaft: &#8220;kann nur von einem Menschen gegessen werden&#8221; eingebaut. Oder anders formuliert: der natürliche (?)/adäquate (?) Zweck besteht darin, &#8220;dass der Konsum dieses Gutes den Konsum durch einen anderen Konsumenten be- oder verhindert.&#8221; (wikipedia).  In jedes Gut sind also bestimmte Nutzungszwecke eingebaut, die aber von den Menschen &#8220;umdefiniert&#8221; werden können? Ist der Gebrauchswert damit gemeint? Kann der von vorn herein definiert, also eingebaut werden? Gibt es dann sowas wie den gesellschaftlichen Norm-Gebrauchswert, der aber (beliebig?) „umdefiniert“ werden kann? Was bedeutet dann diese Umdefinition für den gesellschaftlichen Norm-Gebrauchswert?</p>
<p>Ursprünglich bezogen sich meine Bedenken gegenüber einer „starren“ Gütersystematik auf die Frage der Vermittelbarkeit. Ich hielt intuitiv deinen Ansatz, vom „Gut“ auszugehen, für missverständlicher als vom gesellschaftlichen Nutzen bzw. Umgang. Inzwischen scheint mir dieser Ansatz auch inhaltlich problematisch. Ich sehe den grundsätzlichen Unterschied zur Kategorie „Kappheit“ nicht. Zweifellos wird in der herrschenden VWL auch „von der Sache her“ knappen Gütern gesprochen – wie das berühmte Haus mit Meeresblick (positionelle Güter) &#8211; und Knappheit als sachliche Eigenschaft (fast) aller Güter hochstilisiert (im Gegensatz zu den „freien) – und wir wissen ja, dass diese Ideologie eine fundamentale Bedeutung für unser System hat. Und zweifellos scheint das unter den gegenwärtigen Verhältnissen auch so zu sein. Mit der Rivalität dürfte es sich aber ähnlich verhalten (und darauf zielten meine Einwände ab – und eine sachlich begründbare weit reichende Güter-Rivalität passt ja wunderbar zum System). Schon Deine relativierenden Bezeichnungen „Rivalitätsgrad“ (die entsprechende Matrix bei wikipedia benutzt zwar den Ausdruck „Rivalitätsgrad“, unterscheidet aber nur zwischen 0 und 1) und „situationsbedingt“ deuten darauf hin: Bei näherem Hinsehen verliert „Rivalität“ genau wie „Knappheit“ an Prägnanz und sachlich begründeter Gültigkeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17840</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:18:31 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@benni#14: IMHO verwechselst du hier Rivalität und Exklusion. Wenn du nicht künstlich vom Wissen ausgeschlossen bist, dann ist Wissen in der Nutzung immer nicht-rival.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@benni#14: IMHO verwechselst du hier Rivalität und Exklusion. Wenn du nicht künstlich vom Wissen ausgeschlossen bist, dann ist Wissen in der Nutzung immer nicht-rival.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17839</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 21:53:17 +0000</pubDate>
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		<description>@benni: Das wäre aber ein sehr weiter Wissensbegriff: Wissen = Information. Dann kann man sich den Begriff Wissen aber sparen. Normalerweise wird unter &quot;Wissen&quot; eine nicht-triviale (d.h. relevante) gerechtfertigte Information über die Welt verstanden. Der PGP-Schlüssel ist aber keine Information über die Welt.

Dass Wissen unterschiedlich interessant für unterschiedliche Nutzer ist, je nachdem wozu sie es brauchen, ist klar. Z.B. ist ein Wissen, mit dem du jemand erpressen willst, nur dann interessant für dich, wenn es die meisten anderen (die Öffentlichkeit) noch nicht haben. Auch im militärischen Bereich bringt es oft mehr, etwas zu wissen, wenn der Gegner es nicht weiß. Das Wissen selbst ist aber  dasselbe.

Man könnte in solchen Fällen von einer &quot;rivalen Nutzung&quot; eines eigentlich nicht-rivalen Guts, nämlich Wissen, sprechen. Solche Nutzungsweisen gibt es immer; Verkauf ist das beste Beispiel. Man kann unter denselben Bedingungen Wissen verkaufen wie jemand mit Wissen erpressen, nämlich wenn das betreffende Wissen knapp gehalten wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@benni: Das wäre aber ein sehr weiter Wissensbegriff: Wissen = Information. Dann kann man sich den Begriff Wissen aber sparen. Normalerweise wird unter &#8220;Wissen&#8221; eine nicht-triviale (d.h. relevante) gerechtfertigte Information über die Welt verstanden. Der PGP-Schlüssel ist aber keine Information über die Welt.</p>
<p>Dass Wissen unterschiedlich interessant für unterschiedliche Nutzer ist, je nachdem wozu sie es brauchen, ist klar. Z.B. ist ein Wissen, mit dem du jemand erpressen willst, nur dann interessant für dich, wenn es die meisten anderen (die Öffentlichkeit) noch nicht haben. Auch im militärischen Bereich bringt es oft mehr, etwas zu wissen, wenn der Gegner es nicht weiß. Das Wissen selbst ist aber  dasselbe.</p>
<p>Man könnte in solchen Fällen von einer &#8220;rivalen Nutzung&#8221; eines eigentlich nicht-rivalen Guts, nämlich Wissen, sprechen. Solche Nutzungsweisen gibt es immer; Verkauf ist das beste Beispiel. Man kann unter denselben Bedingungen Wissen verkaufen wie jemand mit Wissen erpressen, nämlich wenn das betreffende Wissen knapp gehalten wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17838</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 20:25:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;&quot;Wissen bekommt dieses Problem nie, eine Nutzung ist immer nicht-rival.&quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch das stimmt so in dieser Allgemeinheit nicht. Dein geheimer PGP-Schlüssel ist pures Wissen und ziemlich rival. Und das ist ja nur ein Extrembeispiel. Es gibt jede Menge Arten von Wissen, die nur dadurch interessant sind, dass sie andere _nicht_ haben. Genauso wie es jede Menge Arten von Wissen gibt, die erst dadurch interessant werden, dass andere es haben. Aber das hast Du sonst ja auch nirgends behauptet, auch nicht in Deinem Schema, oder?&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wissen bekommt dieses Problem nie, eine Nutzung ist immer nicht-rival.&#8221;</p>
<p>Auch das stimmt so in dieser Allgemeinheit nicht. Dein geheimer PGP-Schlüssel ist pures Wissen und ziemlich rival. Und das ist ja nur ein Extrembeispiel. Es gibt jede Menge Arten von Wissen, die nur dadurch interessant sind, dass sie andere _nicht_ haben. Genauso wie es jede Menge Arten von Wissen gibt, die erst dadurch interessant werden, dass andere es haben. Aber das hast Du sonst ja auch nirgends behauptet, auch nicht in Deinem Schema, oder?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17833</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 16:20:46 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Sind wir uns also »eigentlich« einig -- bis auf die Verwendung des Wortes »rival«?&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ob sich menschliche Bedürfnisse in die Quere kommen oder nicht, muss sich aber nicht an den Produkten/Waren selber entscheiden, sondern eben an den jeweiligen individuellen (?) Bedürfnissen der Menschen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ja, das sag ich doch. Das in-die-Quere-kommen ist eine soziale Frage, keine des Gutes. Ist das stoffliche Gut rival in der Nutzung, so können wir es vermehren, teilen, gemeinsam nutzen, uns zusammen drängen, abwechselnd nutzen, ausbauen etc. Die Rivalität determiniert nicht die soziale Lösung -- und umgekehrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist es jedoch, was die liberale Ideologie behauptet: Waren seien grundsätzlich knapp, und deswegen müssten sie »wirtschaftlich« hergestellt werden (und obendrein seien auch noch die Bedürfnisse unendlich) -- eine zirkuläre Argumentation, denn als Waren müssen Güter tatsächlich knapp sein. Deswegen habe ich auch immer darauf hingewiesen, dass Knappheit &lt;em&gt;keine&lt;/em&gt; Gütereigenschaft ist, sondern eine soziale Form, in der Güter produziert werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;IMHO ist das jedoch nicht auf den Begriff der Rivalität ausdehnbar, denn Rivalität ist -- wenn man es nicht umdefiniert -- eine Nutzungseigenschaft des Gutes, die situationsabhängig (vgl. Christian oben) in unterschiedlichem Maße (also nicht binär) zum Tragen kommt (daher manchmal auch die Rede von Rivalitätsgraden).&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;bei 99% der Dinge die uns umgeben ist es nicht von vorne herein festgelegt, ob sie rival in der Nutzung sind oder nicht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Das stimmt, widerspricht aber dem Begriff der Rivalität nicht, denn (Nicht-)Rivalität fasst ja gerade den (Nicht-)Rivalitätsfall. Eine nicht überfüllte Straßenbahn ist in der Nutzung nicht rival, klar. Eine überfüllte aber schon. Will nur ein Menschen den einen Apfel essen, ist die Nutzung nicht-rival. Sobald zwei das wollen, aber schon. Wissen bekommt dieses Problem nie, eine Nutzung ist immer nicht-rival.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fazit: Ich habe noch immer nicht verstanden, warum es besser sein soll, den Begriff der Rivalität zu »relativieren«, anstatt die Behauptung einer Determination der sozialen Form der Produktion durch die Guteigenschaft zu kritisieren.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sind wir uns also »eigentlich« einig &#8212; bis auf die Verwendung des Wortes »rival«?</p>
<blockquote>
<p><em>Ob sich menschliche Bedürfnisse in die Quere kommen oder nicht, muss sich aber nicht an den Produkten/Waren selber entscheiden, sondern eben an den jeweiligen individuellen (?) Bedürfnissen der Menschen.</em></p>
</blockquote>
<p>Ja, das sag ich doch. Das in-die-Quere-kommen ist eine soziale Frage, keine des Gutes. Ist das stoffliche Gut rival in der Nutzung, so können wir es vermehren, teilen, gemeinsam nutzen, uns zusammen drängen, abwechselnd nutzen, ausbauen etc. Die Rivalität determiniert nicht die soziale Lösung &#8212; und umgekehrt.</p>
<p>Das ist es jedoch, was die liberale Ideologie behauptet: Waren seien grundsätzlich knapp, und deswegen müssten sie »wirtschaftlich« hergestellt werden (und obendrein seien auch noch die Bedürfnisse unendlich) &#8212; eine zirkuläre Argumentation, denn als Waren müssen Güter tatsächlich knapp sein. Deswegen habe ich auch immer darauf hingewiesen, dass Knappheit <em>keine</em> Gütereigenschaft ist, sondern eine soziale Form, in der Güter produziert werden.</p>
<p>IMHO ist das jedoch nicht auf den Begriff der Rivalität ausdehnbar, denn Rivalität ist &#8212; wenn man es nicht umdefiniert &#8212; eine Nutzungseigenschaft des Gutes, die situationsabhängig (vgl. Christian oben) in unterschiedlichem Maße (also nicht binär) zum Tragen kommt (daher manchmal auch die Rede von Rivalitätsgraden).</p>
<blockquote>
<p><em>bei 99% der Dinge die uns umgeben ist es nicht von vorne herein festgelegt, ob sie rival in der Nutzung sind oder nicht.</em></p>
</blockquote>
<p>Das stimmt, widerspricht aber dem Begriff der Rivalität nicht, denn (Nicht-)Rivalität fasst ja gerade den (Nicht-)Rivalitätsfall. Eine nicht überfüllte Straßenbahn ist in der Nutzung nicht rival, klar. Eine überfüllte aber schon. Will nur ein Menschen den einen Apfel essen, ist die Nutzung nicht-rival. Sobald zwei das wollen, aber schon. Wissen bekommt dieses Problem nie, eine Nutzung ist immer nicht-rival.</p>
<p>Fazit: Ich habe noch immer nicht verstanden, warum es besser sein soll, den Begriff der Rivalität zu »relativieren«, anstatt die Behauptung einer Determination der sozialen Form der Produktion durch die Guteigenschaft zu kritisieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17828</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 18:56:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2739#comment-17828</guid>
		<description>An Ulis Beschreibung vom All-inclusive-Hotel würde ich gerne nochmal anknüpfen: Ich stelle mir vor, dass-  ähnlich wie die Gäste eines solchen All-inclusive-Hotels nach ein paar Tagen lernen, sich  beim Konsum an ihren persönlichen Bedürfnissen zu orientieren, - Menschen auch lernen können, bei der Produktion ihren persönlichen Bedürfnissen zu folgen.

Nur dauert das i.d.R. länger als 2 Tage, mitunter ein ganzes Leben und m.E. wird ein solches Entwicklungsmoratorium momentan, wenn überhaupt, eigentlich nur der Jugend zugestanden. Jugendliche dürfen sich noch ausprobieren und auch mal ein Studium oder eine Ausbildung abbrechen oder noch ein Freiwilliges Soziales Jahr machen.

Mmm... ein &quot;All-Inclusive-Hotel für Arbeit&quot; wäre toll: Ähnlich wie man im &quot;All-inclusive-Hotel für Übernachtungen&quot; davon ausgeht, dass sich alle Gäste nach einer gewissen Zeit an ihren persönlichen Konsumbedürfnissen orientieren, geht man im &quot;All-Inclusive-Hotel für Arbeit&quot; davon aus, dass sich alle Gäste/Mitglieder/GenossInnen (?) nach einer gewissen Zeit an ihren persönlichen Produktionsbedürfnissen orientieren. Man würde dort akzeptieren, dass alle Arbeiten irgendwie, irgendwann und von irgendwem erledigt werden und bis diese Arbeiten erledigt sind, arrangiert man sich einfach damit, dass gewisse Sachen eben nicht funktionieren. Oder man verzichtet von vornherein komplett auf bestimmte Produkte und Leistungen, weil eben niemand Lust, Zeit und Fähigkeiten hat, diese zu produzieren oder die anderen damit zu stressen, dass sie jetzt unbedingt die Klos putzen oder Speicherchips herstellen müssen.

Mm....klingt wie eine Mischung aus &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Epikur&quot;&gt;Epikurs&lt;/a&gt; Garten, Hippiekommune und DDR.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An Ulis Beschreibung vom All-inclusive-Hotel würde ich gerne nochmal anknüpfen: Ich stelle mir vor, dass-  ähnlich wie die Gäste eines solchen All-inclusive-Hotels nach ein paar Tagen lernen, sich  beim Konsum an ihren persönlichen Bedürfnissen zu orientieren, &#8211; Menschen auch lernen können, bei der Produktion ihren persönlichen Bedürfnissen zu folgen.</p>
<p>Nur dauert das i.d.R. länger als 2 Tage, mitunter ein ganzes Leben und m.E. wird ein solches Entwicklungsmoratorium momentan, wenn überhaupt, eigentlich nur der Jugend zugestanden. Jugendliche dürfen sich noch ausprobieren und auch mal ein Studium oder eine Ausbildung abbrechen oder noch ein Freiwilliges Soziales Jahr machen.</p>
<p>Mmm&#8230; ein &#8220;All-Inclusive-Hotel für Arbeit&#8221; wäre toll: Ähnlich wie man im &#8220;All-inclusive-Hotel für Übernachtungen&#8221; davon ausgeht, dass sich alle Gäste nach einer gewissen Zeit an ihren persönlichen Konsumbedürfnissen orientieren, geht man im &#8220;All-Inclusive-Hotel für Arbeit&#8221; davon aus, dass sich alle Gäste/Mitglieder/GenossInnen (?) nach einer gewissen Zeit an ihren persönlichen Produktionsbedürfnissen orientieren. Man würde dort akzeptieren, dass alle Arbeiten irgendwie, irgendwann und von irgendwem erledigt werden und bis diese Arbeiten erledigt sind, arrangiert man sich einfach damit, dass gewisse Sachen eben nicht funktionieren. Oder man verzichtet von vornherein komplett auf bestimmte Produkte und Leistungen, weil eben niemand Lust, Zeit und Fähigkeiten hat, diese zu produzieren oder die anderen damit zu stressen, dass sie jetzt unbedingt die Klos putzen oder Speicherchips herstellen müssen.</p>
<p>Mm&#8230;.klingt wie eine Mischung aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Epikur">Epikurs</a> Garten, Hippiekommune und DDR.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: uli</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17824</link>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 21:54:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2739#comment-17824</guid>
		<description>Danke für die Kommentare -

Und Benni für die Verdeutlichung meines &quot;Punktes&quot;: Tatsächlich halte ich es für ungeschickt, die liberale Fundamentalideologie zu füttern, dass mesnchliche Bedürfnisse &quot;von der Sache her&quot; unendlich seien und damit Rivalität das normale Schicksal sämtlicher nicht virtueller Produkte. Ob sich menschliche Bedürfnisse in die Quere kommen oder nicht, muss sich aber nicht an den Produkten/Waren selber entscheiden, sondern eben an den jeweiligen individuellen (?) Bedürfnissen der Menschen. Wenn &quot;Skeptiker&quot; zB. seine Decke alleine benutzen möchte ist das ein vollständig gültiges Argument. Aber das gilt eben nicht (automatisch) für alle. Eine andere will vielleicht garkeine Decke, wieder andere möchten mehrere. Gleichzeitg gibt es genug Menschen, die Spaß daran haben, Decken herzustellen (wie die Hängematten in Twin Oaks) und schon entfällt jeglicher Verteilungskampf.

Wenn die liberale Ideologie von der Unbegrenztheit der menschlichen Bedürfnisse ausgeht, entsteht ja leicht die typische Argunentationskette, die Alternativen zum Kapitalismus absurd erscheinen lassen: Bei unendlichen Bedürfnissen müsste die Wirtschaft unendlich viele Produkte/Waren bereitstellen. Aber das ist ja gar nicht nötig. Es müssen nur soviele vorhanden sein, dass alle individuellen Bedürfnisse befriedigt werden können. Das ist ein wesentlich anderes Problem. Ein dänischer Freund aus Bornholm erzählte mir, dass jeder dänische Bürger einen gesetzlichen Anspruch auf jeden VHS-Kurs im Lande hat. So könne er kostenlos den Kurs seiner Wahl zB. in Kopenhagen besuchen, wenn der in Bornholm nicht angeboten würde. Ich fragte ihn, ob das nicht sehr teuer wäre für den dänichen Staat. Er meinte, dass diese freie Wahl gar nicht häufíg genutzt würde. Es reiche den Bürgern, wenn sie wüssten, dass die Möglichkeit überhaupt als Garantie bestehe. Was ich möchte: die Phantasie vom traditionellen Denken zu lösen: Die Alternative zur (&quot;natürlichen&quot;) Rivalität der Produkte/Waren sei die unendliche Produktion derselben. Am all-inclusive-Modell kann man das heute schon beobachten: Nach Auskunft eines Hoteldirektors in Mallorca wird zwar geringfügig mehr konsumiert - aber die Kalkulation unterscheidet sich mengenmäßig nicht wesentlich von der traditionellen Regulierung über Geld. Spätestens nach 2 1/2 Tagen gewöhnten sich nahezu alle Gäste daran, sich an ihren individuellen Bedürfnissen zu orientieren·

Und, Stefan, zum Teilen eines Apfels. Ich mag den Begriff &quot;teilen&quot; nicht, weil er tatsächlich &quot;reduzierte Bedürfnisbefriedigung&quot; suggeriert. Wenn alle Menschen gerade jetzt unbedingt einen Apfel haben wollen, ist teilen sicherlich Einschränkung. Aber bei diesen Wünschen kommt es ja völlig auf die Alternativen an. Unter dem Regime der Geldlogik können sich die individuellen Wünsche gar nicht frei entfalten, weil alle Gegenstände des Begehrens als Waren auf die Wertstruktur bezogen werden. Jenseits dieser dürfte eine viel höhere Kultur, Vielfalt und Phantasie entstehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Kommentare -</p>
<p>Und Benni für die Verdeutlichung meines &#8220;Punktes&#8221;: Tatsächlich halte ich es für ungeschickt, die liberale Fundamentalideologie zu füttern, dass mesnchliche Bedürfnisse &#8220;von der Sache her&#8221; unendlich seien und damit Rivalität das normale Schicksal sämtlicher nicht virtueller Produkte. Ob sich menschliche Bedürfnisse in die Quere kommen oder nicht, muss sich aber nicht an den Produkten/Waren selber entscheiden, sondern eben an den jeweiligen individuellen (?) Bedürfnissen der Menschen. Wenn &#8220;Skeptiker&#8221; zB. seine Decke alleine benutzen möchte ist das ein vollständig gültiges Argument. Aber das gilt eben nicht (automatisch) für alle. Eine andere will vielleicht garkeine Decke, wieder andere möchten mehrere. Gleichzeitg gibt es genug Menschen, die Spaß daran haben, Decken herzustellen (wie die Hängematten in Twin Oaks) und schon entfällt jeglicher Verteilungskampf.</p>
<p>Wenn die liberale Ideologie von der Unbegrenztheit der menschlichen Bedürfnisse ausgeht, entsteht ja leicht die typische Argunentationskette, die Alternativen zum Kapitalismus absurd erscheinen lassen: Bei unendlichen Bedürfnissen müsste die Wirtschaft unendlich viele Produkte/Waren bereitstellen. Aber das ist ja gar nicht nötig. Es müssen nur soviele vorhanden sein, dass alle individuellen Bedürfnisse befriedigt werden können. Das ist ein wesentlich anderes Problem. Ein dänischer Freund aus Bornholm erzählte mir, dass jeder dänische Bürger einen gesetzlichen Anspruch auf jeden VHS-Kurs im Lande hat. So könne er kostenlos den Kurs seiner Wahl zB. in Kopenhagen besuchen, wenn der in Bornholm nicht angeboten würde. Ich fragte ihn, ob das nicht sehr teuer wäre für den dänichen Staat. Er meinte, dass diese freie Wahl gar nicht häufíg genutzt würde. Es reiche den Bürgern, wenn sie wüssten, dass die Möglichkeit überhaupt als Garantie bestehe. Was ich möchte: die Phantasie vom traditionellen Denken zu lösen: Die Alternative zur (&#8220;natürlichen&#8221;) Rivalität der Produkte/Waren sei die unendliche Produktion derselben. Am all-inclusive-Modell kann man das heute schon beobachten: Nach Auskunft eines Hoteldirektors in Mallorca wird zwar geringfügig mehr konsumiert &#8211; aber die Kalkulation unterscheidet sich mengenmäßig nicht wesentlich von der traditionellen Regulierung über Geld. Spätestens nach 2 1/2 Tagen gewöhnten sich nahezu alle Gäste daran, sich an ihren individuellen Bedürfnissen zu orientieren·</p>
<p>Und, Stefan, zum Teilen eines Apfels. Ich mag den Begriff &#8220;teilen&#8221; nicht, weil er tatsächlich &#8220;reduzierte Bedürfnisbefriedigung&#8221; suggeriert. Wenn alle Menschen gerade jetzt unbedingt einen Apfel haben wollen, ist teilen sicherlich Einschränkung. Aber bei diesen Wünschen kommt es ja völlig auf die Alternativen an. Unter dem Regime der Geldlogik können sich die individuellen Wünsche gar nicht frei entfalten, weil alle Gegenstände des Begehrens als Waren auf die Wertstruktur bezogen werden. Jenseits dieser dürfte eine viel höhere Kultur, Vielfalt und Phantasie entstehen.</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17821</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 20:20:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2739#comment-17821</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;»Selbst einen Apfel kann man teilen.«&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Eben: teilen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>»Selbst einen Apfel kann man teilen.«</p>
</blockquote>
<p>Eben: teilen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2010/nur-denken-oder-essen/#comment-17820</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 20:04:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2739#comment-17820</guid>
		<description>&lt;p&gt;&quot;Dinge — die sind nun mal unterschiedlich (z.B. rival in der Nutzung oder nicht) –&quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;das ist halt aus meiner Sicht genau Ulis Punkt, dass das eigentlich fast nie so ist. Ich würde mal sagen bei 99% der Dinge die uns umgeben ist es nicht von vorne herein festgelegt, ob sie rival in der Nutzung sind oder nicht. Selbst einen Apfel kann man teilen. Ganz zu schweigen von Wohnungen, Straßenbahnen oder Telefonleitungen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dinge — die sind nun mal unterschiedlich (z.B. rival in der Nutzung oder nicht) –&#8221;</p>
<p>das ist halt aus meiner Sicht genau Ulis Punkt, dass das eigentlich fast nie so ist. Ich würde mal sagen bei 99% der Dinge die uns umgeben ist es nicht von vorne herein festgelegt, ob sie rival in der Nutzung sind oder nicht. Selbst einen Apfel kann man teilen. Ganz zu schweigen von Wohnungen, Straßenbahnen oder Telefonleitungen.</p>
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