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	<title>Kommentare zu: Mit Hilfe von Computern den Kapitalismus ablösen</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: RTFM! &#187; Blog Archive &#187; Aus der virtuellen Nachbarschaft N° 9</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17786</link>
		<dc:creator>RTFM! &#187; Blog Archive &#187; Aus der virtuellen Nachbarschaft N° 9</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 07:52:33 +0000</pubDate>
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		<description>[...] diesem Titel ver&#246;ffentlicht StefanMz bei keimform.de ein Interview mit Stefan Merten, dem Maintainer des Oekonux-Netzwerkes, zum Thema Freie Software [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] diesem Titel ver&ouml;ffentlicht StefanMz bei keimform.de ein Interview mit Stefan Merten, dem Maintainer des Oekonux-Netzwerkes, zum Thema Freie Software [...]</p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17751</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 12:53:22 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Thomas Grüttmüller: Dein obiger Kommentar (&lt;a href=&quot;#comment-17743&quot;&gt;#47&lt;/a&gt;) war aus unerfindlichen Gründen im Spamfilter hängen geblieben. Sorry!&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thomas Grüttmüller: Dein obiger Kommentar (<a href="#comment-17743">#47</a>) war aus unerfindlichen Gründen im Spamfilter hängen geblieben. Sorry!</p>
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	<item>
		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17750</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 12:45:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;

&lt;em&gt; &lt;/em&gt;... ist deshalb absurd, weil da eine Alternative aufgetan wird, die keine ist. Weil sich das eine nur aus dem anderen entwickeln kann und hier Entwicklungspotenzial mit der gegebenen Wirklichkeit (den gegenwärtigen Verhältnissen) verwechselt ist.

&lt;/blockquote&gt;

Ich kann die Absurdität der Frage nicht erkennen, da sie ja genau das anspricht, was Sie und ich hier auch tun: zu schauen und zu diskutieren, ob und worin die Leistung bzw. Möglichkeit besteht, unter Bedingungen des  Kapitalismus Technik zu entwickeln, die den Kapitalismus überwindet.

Ich stimme ihren Ausführungen zu den sozialen Auseinandersetzungen insoweit zu, als dass diese nicht wirkungslos sind. Dass Werkzeuge keine Sozialautomaten sind, würde ich aber bestreiten, da sie auch schon Resultat sozialer Auseinandersetzungen sind. Siehe die Beiträge (z.B. um die sozialen Auseinandersetzung bei der Entstehung des Fahrrades) in Bijker, Wiebe E., Thomas P. Hughes, and Trevor J. Pinch, eds. &lt;em&gt;The Social Construction of Technological Systems: New Directions in the Sociology and History of Technology&lt;/em&gt;. Cambridge, MA: MIT Press, 1987.

Vielleicht könnte man sich ja darauf einigen, dass sich soziale Bewegungen und die von diesen genutzte Technik gegenseitig beeinflussen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><em> </em>&#8230; ist deshalb absurd, weil da eine Alternative aufgetan wird, die keine ist. Weil sich das eine nur aus dem anderen entwickeln kann und hier Entwicklungspotenzial mit der gegebenen Wirklichkeit (den gegenwärtigen Verhältnissen) verwechselt ist.</p>
</blockquote>
<p>Ich kann die Absurdität der Frage nicht erkennen, da sie ja genau das anspricht, was Sie und ich hier auch tun: zu schauen und zu diskutieren, ob und worin die Leistung bzw. Möglichkeit besteht, unter Bedingungen des  Kapitalismus Technik zu entwickeln, die den Kapitalismus überwindet.</p>
<p>Ich stimme ihren Ausführungen zu den sozialen Auseinandersetzungen insoweit zu, als dass diese nicht wirkungslos sind. Dass Werkzeuge keine Sozialautomaten sind, würde ich aber bestreiten, da sie auch schon Resultat sozialer Auseinandersetzungen sind. Siehe die Beiträge (z.B. um die sozialen Auseinandersetzung bei der Entstehung des Fahrrades) in Bijker, Wiebe E., Thomas P. Hughes, and Trevor J. Pinch, eds. <em>The Social Construction of Technological Systems: New Directions in the Sociology and History of Technology</em>. Cambridge, MA: MIT Press, 1987.</p>
<p>Vielleicht könnte man sich ja darauf einigen, dass sich soziale Bewegungen und die von diesen genutzte Technik gegenseitig beeinflussen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans Hirschel</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17747</link>
		<dc:creator>Hans Hirschel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 08:16:01 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.freemusicwiki.net/weblog/&quot;&gt;Torsten&lt;/a&gt; &lt;/strong&gt;11.02.2010, 16:13 Uhr

Die Frage &lt;em&gt; “&lt;strong&gt;ob&lt;/strong&gt; Werkzeuge, die unter kapitalistischen Bedingungen produziert werden, überhaupt dazu &lt;strong&gt;beitragen &lt;/strong&gt;können, den Kapitalismus zu überwinden, oder &lt;strong&gt;ob&lt;/strong&gt; Produktion mittels dieser kapitalistischen Werkzeuge nicht vielmehr &lt;strong&gt;dem Kapitalismus &lt;/strong&gt;dabei hilft, sich alle Produkte zu unterwerfen, die mit diesen kapitalistischen Werkzeuge produziert werden” &lt;/em&gt;ist deshalb absurd, weil da eine Alternative aufgetan wird, die keine ist. Weil sich das eine nur aus dem anderen entwickeln kann und hier Entwicklungspotenzial mit der gegebenen Wirklichkeit (den gegenwärtigen Verhältnissen) verwechselt ist. Ziel führend kann doch nur danach geragt werden, was ein bestimmtes Know How, eine bestimmte Technik des Zusammenwirkens oder der Herstellung (von z.B. Nutzenergie oder Kommunikationsmöglichkeiten) an Potenzial in sich birgt, das (nicht nur bei einer kleinen radikalen Minderheit) den Gedanken an die Schaffung einer Produktionsweise nahe legt, die in existenziellen Dingen (weltweit) bewusstes Abstimmen von Bedürfnissen, Produktionsmethoden, -mengen -orten usw.  erfordert. Dazu &lt;strong&gt;&lt;em&gt;beitragen &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;können&lt;strong&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;alle möglichen guten und schlechten Dinge, die kapitalistisch entwickelt, hergestellt und verbraucht werden.  Wenn heute alle möglichen Ansätze von Peer Production oder Produktion-Konsum Gemeinschaften usw. immer auch im allgemeinen Warensinn eingebettet sind, heißt das doch nicht, dass der Ausgang aus dem allgemeinen Warensinn &lt;strong&gt;&lt;em&gt;für immer&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; versperrt ist. Nehmen wir ein extremes Beispiel, nämlich die industrielle Hochseefischerei. Bestimmte Techniken, wo der Meeresgrund umgepflügt wird,  sind auf Raubbau ausgerichtet und können natürlich niemals  &quot;sozialistisch angewendet&quot; werden. Aber selbst diese Technik kann zur Überwindung des Kapitalismus &lt;em&gt;&lt;strong&gt;beitragen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, weil sie die Notwendigkeit mitmenschlicher Produktionsweisen aufzeigt, die so was nicht zulassen würden. Gleichzeitig trägt sie dummerweise  dazu bei, dass Menschen zufrieden mit &quot;dem Kapitalismus&quot; werden, also hier der kapitalistischen Art, sie mit billigem Fisch zu versorgen. Das ist aber doch Gegenstand sozialer Auseinandersetzungen  bzw. Bewegungen und hängt von deren Erfolgen ab. Werkzeuge sind keine Sozialautomaten.  Schwimmende Fischfabriken, die nicht den Meeresboden umpflügen und 60 Prozent Beifang haben müssen, deren Technik &quot;nur&quot; deshalb Raubbau bedeuten, weil mit so wenig Aufwand so große Mengen gefischt werden kann, wird man wohl kaum weltweit durch handwerkliches Fischen ersetzen können, aber man wird zu sozialen Techniken kommen müssen, die zur nachhaltigen Anwendung dieser Instrumente nötigen.

Gruß hh</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.freemusicwiki.net/weblog/">Torsten</a> </strong>11.02.2010, 16:13 Uhr</p>
<p>Die Frage <em> “<strong>ob</strong> Werkzeuge, die unter kapitalistischen Bedingungen produziert werden, überhaupt dazu <strong>beitragen </strong>können, den Kapitalismus zu überwinden, oder <strong>ob</strong> Produktion mittels dieser kapitalistischen Werkzeuge nicht vielmehr <strong>dem Kapitalismus </strong>dabei hilft, sich alle Produkte zu unterwerfen, die mit diesen kapitalistischen Werkzeuge produziert werden” </em>ist deshalb absurd, weil da eine Alternative aufgetan wird, die keine ist. Weil sich das eine nur aus dem anderen entwickeln kann und hier Entwicklungspotenzial mit der gegebenen Wirklichkeit (den gegenwärtigen Verhältnissen) verwechselt ist. Ziel führend kann doch nur danach geragt werden, was ein bestimmtes Know How, eine bestimmte Technik des Zusammenwirkens oder der Herstellung (von z.B. Nutzenergie oder Kommunikationsmöglichkeiten) an Potenzial in sich birgt, das (nicht nur bei einer kleinen radikalen Minderheit) den Gedanken an die Schaffung einer Produktionsweise nahe legt, die in existenziellen Dingen (weltweit) bewusstes Abstimmen von Bedürfnissen, Produktionsmethoden, -mengen -orten usw.  erfordert. Dazu <strong><em>beitragen </em></strong>können<strong><em> </em></strong>alle möglichen guten und schlechten Dinge, die kapitalistisch entwickelt, hergestellt und verbraucht werden.  Wenn heute alle möglichen Ansätze von Peer Production oder Produktion-Konsum Gemeinschaften usw. immer auch im allgemeinen Warensinn eingebettet sind, heißt das doch nicht, dass der Ausgang aus dem allgemeinen Warensinn <strong><em>für immer</em></strong> versperrt ist. Nehmen wir ein extremes Beispiel, nämlich die industrielle Hochseefischerei. Bestimmte Techniken, wo der Meeresgrund umgepflügt wird,  sind auf Raubbau ausgerichtet und können natürlich niemals  &#8220;sozialistisch angewendet&#8221; werden. Aber selbst diese Technik kann zur Überwindung des Kapitalismus <em><strong>beitragen</strong></em>, weil sie die Notwendigkeit mitmenschlicher Produktionsweisen aufzeigt, die so was nicht zulassen würden. Gleichzeitig trägt sie dummerweise  dazu bei, dass Menschen zufrieden mit &#8220;dem Kapitalismus&#8221; werden, also hier der kapitalistischen Art, sie mit billigem Fisch zu versorgen. Das ist aber doch Gegenstand sozialer Auseinandersetzungen  bzw. Bewegungen und hängt von deren Erfolgen ab. Werkzeuge sind keine Sozialautomaten.  Schwimmende Fischfabriken, die nicht den Meeresboden umpflügen und 60 Prozent Beifang haben müssen, deren Technik &#8220;nur&#8221; deshalb Raubbau bedeuten, weil mit so wenig Aufwand so große Mengen gefischt werden kann, wird man wohl kaum weltweit durch handwerkliches Fischen ersetzen können, aber man wird zu sozialen Techniken kommen müssen, die zur nachhaltigen Anwendung dieser Instrumente nötigen.</p>
<p>Gruß hh</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Grüttmüller</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17746</link>
		<dc:creator>Thomas Grüttmüller</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 02:36:57 +0000</pubDate>
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		<description>Zu den &quot;Trittbrettfahrern&quot;: Die Wikipedia könnte, wenn der Traffic zu groß wird und das Spendenaufkommen zu gering,  jederzeit auf eine Verteilung per Kauf-DVD umgestellt werden (Worst-Case-Szenario).  Da alles frei kopierbar ist, würde es verschiedene Anbieter geben und der Preis sich etwas über dem Selbstkostenpreis einpegeln. Auch gegenseitiges Kopieren der Wikipedia-Distribution wäre natürlich möglich. Zum Lesen müßte man ein Programm zu Hause installieren. Der Wikipedia-Server würde dann nur noch zum Editieren benutzt und massiv entlastet. In der Realität würde wahrscheinlich eine intelligentere Lösung gefunden werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den &#8220;Trittbrettfahrern&#8221;: Die Wikipedia könnte, wenn der Traffic zu groß wird und das Spendenaufkommen zu gering,  jederzeit auf eine Verteilung per Kauf-DVD umgestellt werden (Worst-Case-Szenario).  Da alles frei kopierbar ist, würde es verschiedene Anbieter geben und der Preis sich etwas über dem Selbstkostenpreis einpegeln. Auch gegenseitiges Kopieren der Wikipedia-Distribution wäre natürlich möglich. Zum Lesen müßte man ein Programm zu Hause installieren. Der Wikipedia-Server würde dann nur noch zum Editieren benutzt und massiv entlastet. In der Realität würde wahrscheinlich eine intelligentere Lösung gefunden werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Grüttmüller</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17745</link>
		<dc:creator>Thomas Grüttmüller</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 01:19:38 +0000</pubDate>
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		<description>Huch, wo ist mein Kommentar (zwischen 46 und 47)?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huch, wo ist mein Kommentar (zwischen 46 und 47)?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Grüttmüller</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17744</link>
		<dc:creator>Thomas Grüttmüller</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 01:18:28 +0000</pubDate>
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		<description>Noch eine Ergänzung: Ich denke, daß mit Peer Economy der &quot;klassische&quot; Sozialismus mit Planwirtschaft etc. nicht unbedingt vom Tisch ist. Gerade weil im Moment noch keiner eine CPU oder ein Auto in einem freien Projekt konstruieren, geschweige denn produzieren kann, sehe ich den Sozialismus noch immer als legitimen Weg zu einer gerechteren, besseren Welt. Und die Peer Economy kann mit dem Sozialismus zumindest genauso nebenher existieren, wie heute mit dem Kapitalismus, wenn nicht sogar eher verschmelzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine Ergänzung: Ich denke, daß mit Peer Economy der &#8220;klassische&#8221; Sozialismus mit Planwirtschaft etc. nicht unbedingt vom Tisch ist. Gerade weil im Moment noch keiner eine CPU oder ein Auto in einem freien Projekt konstruieren, geschweige denn produzieren kann, sehe ich den Sozialismus noch immer als legitimen Weg zu einer gerechteren, besseren Welt. Und die Peer Economy kann mit dem Sozialismus zumindest genauso nebenher existieren, wie heute mit dem Kapitalismus, wenn nicht sogar eher verschmelzen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Grüttmüller</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17743</link>
		<dc:creator>Thomas Grüttmüller</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 01:06:48 +0000</pubDate>
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		<description>Das Interview ist ein klasse Einstiegstext in das Thema für jemanden, der noch nie etwas von Peer Production gehört hat. An ein paar Punkten bin ich jedoch anderer Meinung:

Freie Lizenz: Es gibt im Internet viele Beispiele, wo Leute etwas gemeinsam machen auf freiwilliger Basis und ohne Geld, wo aber das Ergebnis unter einer halbfreien Lizenz (CC-BY-NC oder -ND) oder gar keiner Lizenz steht (wie z.B. das Interview oder die Kommentare dazu oder auch YouTube-Clips usw.). Im Interview kommt zu wenig raus, daß das nicht das gleiche ist, wie freie Software. (Ich würde fast sagen, wenn keine freie Lizenz druntersteht, war die ganze Mühe fürn Arsch, aber diese Meinung ist vielleicht auch ein wenig extrem.)

Freie Musik: Stefan erwähnt freie Musik. Das Thema sehe ich ein bißchen skeptisch. Es gibt Leute, die aus Prinzip freie Musik machen, aber das sind wenige. Auf Yamendo etc. findet man hauptsächlich die halbfreien CC-Varianten (NC und ND), und ich bin mir nicht klar, welcher Aspekt überwiegt, daß diese Lizenzen mit der echten freien Musik konkurrieren, weil die Leute sonst echte freie Musik machen würden, oder daß die halb-freie Musik eine Konkurrenz zur Musikindustrie aufbaut. Noch eins grundsätzlich zu freier Musik: Wie soll man jemandem (der vielleicht sogar selbst Musik macht, kostenlos, aber ohne Public License) den Sinn freier Musik erklären, wenn er 50.000 Raubkopien auf dem Rechner hat? Der Vorteil, daß freie Musik legal ist, entfällt da schonmal. Freie Musik ist irgendwie nicht so richtig nützlich

Übertragung auf Hardware und andere Bereiche: Weder die Free CPU noch OScar sind was geworden, OpenAerialMap hat das Licht ausgeknipst... Irgendwie scheinen manche Aufgaben (noch) zu groß zu sein für Hobbyprojekte. Ein Auto selbst zu bauen, ist viel zu teuer.

Motivation: Ob freie Software ganz ohne Altruismus funktioniert, bin ich mir nicht so sicher. Bei Linus Thorvalds war die Motivation Spaß, aber ich denke, bei Richard Stallman und bei Jimmy Wales war zumindest der erste Gedanke: Die Menschheit braucht ein freies Betriebssystem bzw. eine freie Enzyklopädie -- und das ist ein altruistischer Gedanke. Und die ersten Linux-Versuche waren ja auch nicht frei...

&quot;Links sein&quot;: Dieser Punkt ist mir besonders wichtig. Im Interview liest es sich so, als wäre Stefan früher links gewesen, aber jetzt nicht mehr, weil Peer Production besser sei als linke Politik und Ideologie. Das ist, finde ich, ein ganz schlimmer Gedankenfehler. Für mich ist &quot;links&quot; gleichbedeutend mit &quot;egalitär&quot;. (Der Ausdruck &quot;links&quot; wird ja teilweise auch verwässert und z.B. mit einem bestimmten Lifestyle gleichgesetzt usw., deshalb finde ich den Ausdruck &quot;egalitär&quot; eher besser.) Und das, was mir an freier Software gefällt, ist, daß sie deutliche egalitäre Züge aufweist: jeder darf sie kopieren, jeder darf sie ändern, jeder darf sie studieren und jeder darf sie benutzen -- per Definition. Die Software gehört praktisch allen. Das ist auch mein Debian, meine Wikipedia, mein Soundtracker. Und beim Stichwort &quot;doppelt frei&quot; gehts weiter: bei den Projekten kann praktisch jeder mitmachen,  der etwas Sinnvolles beizutragen hat. Und die Projekte sind international. Das alles ist für mich &quot;links&quot;, und genau das gefällt mir an freier Software.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Interview ist ein klasse Einstiegstext in das Thema für jemanden, der noch nie etwas von Peer Production gehört hat. An ein paar Punkten bin ich jedoch anderer Meinung:</p>
<p>Freie Lizenz: Es gibt im Internet viele Beispiele, wo Leute etwas gemeinsam machen auf freiwilliger Basis und ohne Geld, wo aber das Ergebnis unter einer halbfreien Lizenz (CC-BY-NC oder -ND) oder gar keiner Lizenz steht (wie z.B. das Interview oder die Kommentare dazu oder auch YouTube-Clips usw.). Im Interview kommt zu wenig raus, daß das nicht das gleiche ist, wie freie Software. (Ich würde fast sagen, wenn keine freie Lizenz druntersteht, war die ganze Mühe fürn Arsch, aber diese Meinung ist vielleicht auch ein wenig extrem.)</p>
<p>Freie Musik: Stefan erwähnt freie Musik. Das Thema sehe ich ein bißchen skeptisch. Es gibt Leute, die aus Prinzip freie Musik machen, aber das sind wenige. Auf Yamendo etc. findet man hauptsächlich die halbfreien CC-Varianten (NC und ND), und ich bin mir nicht klar, welcher Aspekt überwiegt, daß diese Lizenzen mit der echten freien Musik konkurrieren, weil die Leute sonst echte freie Musik machen würden, oder daß die halb-freie Musik eine Konkurrenz zur Musikindustrie aufbaut. Noch eins grundsätzlich zu freier Musik: Wie soll man jemandem (der vielleicht sogar selbst Musik macht, kostenlos, aber ohne Public License) den Sinn freier Musik erklären, wenn er 50.000 Raubkopien auf dem Rechner hat? Der Vorteil, daß freie Musik legal ist, entfällt da schonmal. Freie Musik ist irgendwie nicht so richtig nützlich</p>
<p>Übertragung auf Hardware und andere Bereiche: Weder die Free CPU noch OScar sind was geworden, OpenAerialMap hat das Licht ausgeknipst&#8230; Irgendwie scheinen manche Aufgaben (noch) zu groß zu sein für Hobbyprojekte. Ein Auto selbst zu bauen, ist viel zu teuer.</p>
<p>Motivation: Ob freie Software ganz ohne Altruismus funktioniert, bin ich mir nicht so sicher. Bei Linus Thorvalds war die Motivation Spaß, aber ich denke, bei Richard Stallman und bei Jimmy Wales war zumindest der erste Gedanke: Die Menschheit braucht ein freies Betriebssystem bzw. eine freie Enzyklopädie &#8212; und das ist ein altruistischer Gedanke. Und die ersten Linux-Versuche waren ja auch nicht frei&#8230;</p>
<p>&#8220;Links sein&#8221;: Dieser Punkt ist mir besonders wichtig. Im Interview liest es sich so, als wäre Stefan früher links gewesen, aber jetzt nicht mehr, weil Peer Production besser sei als linke Politik und Ideologie. Das ist, finde ich, ein ganz schlimmer Gedankenfehler. Für mich ist &#8220;links&#8221; gleichbedeutend mit &#8220;egalitär&#8221;. (Der Ausdruck &#8220;links&#8221; wird ja teilweise auch verwässert und z.B. mit einem bestimmten Lifestyle gleichgesetzt usw., deshalb finde ich den Ausdruck &#8220;egalitär&#8221; eher besser.) Und das, was mir an freier Software gefällt, ist, daß sie deutliche egalitäre Züge aufweist: jeder darf sie kopieren, jeder darf sie ändern, jeder darf sie studieren und jeder darf sie benutzen &#8212; per Definition. Die Software gehört praktisch allen. Das ist auch mein Debian, meine Wikipedia, mein Soundtracker. Und beim Stichwort &#8220;doppelt frei&#8221; gehts weiter: bei den Projekten kann praktisch jeder mitmachen,  der etwas Sinnvolles beizutragen hat. Und die Projekte sind international. Das alles ist für mich &#8220;links&#8221;, und genau das gefällt mir an freier Software.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17723</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 16:13:42 +0000</pubDate>
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		<description>@ Hans Hirschel

&lt;blockquote&gt;

Absurd ist das Reinheitsgebot, dass von einem Werkzug verlangt wird bevor es überhaupt dazu beitragen (!) kann, unsere kapitalistischen Vergesellschaftungsweisen zu überwinden.  Das können demnach nur 100 % Kapitalismus freie Werkzeuge leisten.

&lt;/blockquote&gt;

Dieses Reinheits-GEBOT kann ich der von ihnen als absurd erklärten FRAGE nicht entnehmen.

&lt;blockquote&gt;

Das können demnach nur 100 % Kapitalismus freie Werkzeuge leisten.

&lt;/blockquote&gt;

Auch diese Aussage steckt nicht in obiger Frage.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Hans Hirschel</p>
<blockquote>
<p>Absurd ist das Reinheitsgebot, dass von einem Werkzug verlangt wird bevor es überhaupt dazu beitragen (!) kann, unsere kapitalistischen Vergesellschaftungsweisen zu überwinden.  Das können demnach nur 100 % Kapitalismus freie Werkzeuge leisten.</p>
</blockquote>
<p>Dieses Reinheits-GEBOT kann ich der von ihnen als absurd erklärten FRAGE nicht entnehmen.</p>
<blockquote>
<p>Das können demnach nur 100 % Kapitalismus freie Werkzeuge leisten.</p>
</blockquote>
<p>Auch diese Aussage steckt nicht in obiger Frage.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans Hirschel</title>
		<link>http://keimform.de/2010/mit-hilfe-von-computern-den-kapitalismus-abloesen/#comment-17720</link>
		<dc:creator>Hans Hirschel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 23:23:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2616#comment-17720</guid>
		<description>Absurd ist das Reinheitsgebot, dass von einem Werkzug verlangt wird bevor es überhaupt dazu beitragen (!) kann, unsere kapitalistischen Vergesellschaftungsweisen zu überwinden.  Das können demnach nur 100 % Kapitalismus freie Werkzeuge leisten.

Ich behaupte, dass Atomkraftwerke zur Überwindung von Kapitalismus beitragen können, weil sie die Frage provozieren können, wer eigentlich nach welchen Kriterien die Mittel der Nutzenergieproduktion festlegt, und ob man das getrost so lassen kann.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Höchstens richtiges Streben.

Gruß hh</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Absurd ist das Reinheitsgebot, dass von einem Werkzug verlangt wird bevor es überhaupt dazu beitragen (!) kann, unsere kapitalistischen Vergesellschaftungsweisen zu überwinden.  Das können demnach nur 100 % Kapitalismus freie Werkzeuge leisten.</p>
<p>Ich behaupte, dass Atomkraftwerke zur Überwindung von Kapitalismus beitragen können, weil sie die Frage provozieren können, wer eigentlich nach welchen Kriterien die Mittel der Nutzenergieproduktion festlegt, und ob man das getrost so lassen kann.</p>
<p>Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Höchstens richtiges Streben.</p>
<p>Gruß hh</p>
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