Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Kompetenzen in kollektiver Selbstorganisation

Heute, am 3.11.2010, gibt es in der »Zwille«, einem offenen Raum an der TU Berlin einen interessanten Vortrag und Workshop (Referent: Tom Novak). Die »Zwille« befindet sich in der Fasanenstr. 1 , 10623 Berlin, Z-Gebäude, 3. Obergeschoss. Hier die Einladung:

Kompetenzen in kollektiver Selbstorganisation

In dieser Gesellschaft fallen einem Kompetenzen, die für kollektive Selbstorganisation benötigt werden, nicht in den Schoß; denn unsere Gesellschaft ist nicht so eingerichtet, dass man sich die genannten Kompetenzen beim Aufwachsen im Überfluss aneignet. Für kollektive bzw. plurale Selbstorganisation sind mindestens emotionale, motivationale, soziale und fachliche Kompetenzen notwendig.

Gefühle deuten auf die (erfüllten oder nicht erfüllten) Bedürfnisse hin und geben Orientierung. Mit motivationalen Kompetenzen findet man heraus, unter welchen Bedingungen man gerne tätig ist, und kann sich diese Bedingungen verbessern. Mit sozial kompetentem Verhalten macht man sich seine Bedürfnisse bewusst und vertritt seine Interessen auf (für das Gegenüber) akzeptable Weise. Mit fachlichen Kompetenzen lassen sich die aufkommenden sachlichen Aufgaben lösen. Ohne diese Grundlagen können die Individuen kaum eine Gesellschaft bilden, in welcher Tausch, Geld, Herrschaft überwunden werden.

Inwiefern hängt das Wollen einer ganzen Gesellschaft, die sich auf freiwilliger Basis organisiert, vom Vertrauen ab, dass sich genügend Individuen die benötigten Kompetenzen aneignen werden? Wird der Gedanke an eine auf Freiwilligkeit beruhende Gesellschaft von den meisten Menschen deshalb verworfen, weil sie sich von den Anforderungen überfordert fühlen? Wie sieht es mit der Entwicklung derer aus, die eine solche Gesellschaft schon wollen? Worin unterscheidet sich eine Untersuchung und Aneignung von Kompetenzen im neoliberalen Interesse von einer mit emanzipatorischem Interesse? Wie lassen sich Kompetenzen unter den gegebenen schwierigen Bedingungen aneignen?

Im anschließenden Workshop geht es um die Bedingungen unserer Kooperationsbereitschaft. Gerne Stift und Schreibunterlage mitbringen.

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3. November 2010, 08:50 Uhr   1 Kommentar

1 Herr Schmidt (04.11.2010, 18:40 Uhr)

Hallo

Wie sagt der Berliner wenn er lobt?

„Da kann man nicht meckern“. Das war eine sehr gute inhaltliche Veranstaltung. Die ankündigung war zwar relativ kurz, aber wichtig war ja, das ich es mitbekommen habe.

MfG   Herr Schmidt

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