Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Gemeingüter politisch

Die grüne Heinrich-Böll-Stiftung hat erfolgreich das Thema der Commons (Gemeingüter) besetzt. Sie ist nun auch Gastgeberin der Internationalen Commons-Konferenz (ICC), die am 1. und 2. November in der Stiftung in Berlin stattfindet. Titel der Konferenz: »Constructing a Commons-Based Policy Platform«.

Aus Platzmangel wurde der Zugang beschränkt, wer keine Einladung hat, kommt nicht rein. Außer am 1.11. abends: Um 19:30 Uhr findet in der Stiftung eine öffentliche Podiumsdiskussion statt zum Thema »Wohlstand durch Teilen: Gemeingüter als politische Leitlinie?«

Hier die Einladung:

Es gibt eine wachsende Gemeingüter-Bewegung: Sie vereint Menschen, die für freie Kultur, freie Software oder für das Recht auf Teilen des Saatguts streiten ebenso wie Menschen, die sich in der Transition-Town-Bewegung engagieren, für dezentrale Energieversorgung, ökologischen Wandel oder lokalisiertes Wirtschaften einsetzen. Und dafür, dass Gemeingüter dem Gemeinwesen nicht entzogen, nicht kommerzialisiert oder unwiederbringlich zerstört werden. Sie alle setzen darauf, dass Wohlstand durch Zusammenarbeit und Teilen entsteht und wächst. Dass geschützt und erhalten werden muss, was uns allen gehört. Dass es mehr gibt als Markt und Staat.

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der sich die Politik an der Idee der Gemeingüter orientiert, statt am Bruttoinlandsprodukt. Was, wenn der Staat die Bürger aktiv dabei unterstützt, ihre Gemeingüter zu erhalten und immer wieder neu zu schaffen?

Gemeinsam mit renommierten internationalen Expertinnen und Experten diskutieren wir das Wesen der Gemeingüter: Auf welchen Grundüberzeugungen beruht die Debatte? Welches politische Paradigma liegt ihr zugrunde? Und wie sieht eine Politik aus, die auf dem Konzept der Gemeingüter (commons) basiert?

Datum: Montag, 1. November 2010, 19:30 – 22:00 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

Impuls
Maria Fernanda Espinosa Garces, Ministerin, Nationales Erbe, Ecuador
Silke Helfrich, Commons Strategies Group, Deutschland

Reaktion
Richard Pithouse, Universität Rhodes, Aktivist der Sozialen Bewegungen Südafrikas, Südafrika
Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland

Moderation: Christiane Grefe, Journalistin, Die ZEIT, Berlin

Teilweise in spanischer und englischer Sprache mit Simultanübersetzung.

Information: Dr. Heike Löschmann, Referentin Internationale Politik, T 030-28534-318, loeschmann ÄT boell.de

Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für öffentliche und nicht-öffentliche Zwecke gemacht werden können.

Disclaimer: Ich bin Teil der »Support-Gruppe« der Konferenz ein Keynote-Speaker im Wirtschaftsstream »The Generative Logic of the Commons«. Dort werde ich meine bekannt wirtschaftskritischen Positionen zur Diskussion stellen. Das gibt’s dann auch hier zu Lesen (und vielleicht zu Hören).

[Update: Mitveranstalterin ist die Commons Strategies Group, bei der auch die eigentliche inhaltlich-konzeptionelle Last der Vorbereitung liegt]

Kategorien: Commons, Termine

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21. Oktober 2010, 07:43 Uhr   2 Kommentare

1 Hanno (22.10.2010, 00:46 Uhr)

„Aus Platzmangel wurde der Zugang beschränkt, wer keine Einladung hat, kommt nicht rein.“

Finde nur ich dass das bei einer Veranstaltung über COMMONS doch etwas komisch ist?

2 StefanMz (25.10.2010, 22:23 Uhr)

@Hanno: Ja, das passt gar nicht zu den Commons, und dessen sind sich die Veranstalter auch bewusst. Sie haben jetzt ein wenig zum Ausgleich einen Video-Stream aufgesetzt. Hier werden die Hauptveranstaltungen übertragen: http://boell.de/stream

Hier die Liste der Teilnehmer_innen: http://p2pfoundation.net/Berlin_Commons_Conference

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