Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Digital ist besser?

[geschrieben gemeinsam mit Michel]

Zu W. Paul Cockshotts und Allin Cottrells Utopie eines zentralistischen Computersozialismus

In einem Buch, das wir beide schätzen, dem polemischen Antikapitalismuspamphlet Maschinenwinter von Dietmar Dath, sind wir auf einen Buchtitel gestoßen, der uns aufhorchen ließ: Alternativen aus dem Rechner, von Dath gepriesen als Experiment, das „Undenkbare zu erwägen – eine demokratische Planwirtschaft“. Schon seit längerem auf der Suche nach interessanten Alternativmodellen zur kapitalistischen Marktwirtschaft schien uns der Vorschlag einer demokratischen, auf den Rechenkapazitäten und partizipativen Möglichkeiten des Computers und des Internets basierenden Planwirtschaft in der Tat bedenkenswert.

Der Ansatz der beiden Autoren W. Paul Cockshott und Allin Cottrell gründet auf der Idee, für jedes Produkt die jeweils zu seiner Herstellung benötigte Arbeitszeit berechenbar zu machen. Der Wert eines Produkts entspricht dann exakt der Arbeitszeit, die für seine Produktion notwendig war. Offenbar handelt es sich dabei um den Versuch einer praktischen Anwendung der Marxschen (Smithschen-Ricardoschen) Arbeitswertlehre, auf deren Grundlage die Gesamtökonomie zentral geplant werden soll. Eine tragende Rolle spielen dabei die durch die Evolution der Computertechnologie entstandenen neuen Rechenkapazitäten sowie die Möglichkeiten der Kommunikation übers Internet. (Um genauer zu sein: Vom Internet ist in dem Buch, das in den späten 80er Jahren geschrieben wurde, noch nicht die Rede; die Autoren sprechen stattdessen an verschiedenen Stellen von Fernsehgeräten, die ans Telefonnetz angeschlossen und mit Abstimmungsgeräten ausgestattet sein sollen.)

Laut Cockshott/Cottrell bestand bislang das entscheidende Problem bei der Berechnung des Arbeitswerts eines Produkts darin, dass zu seiner Herstellung zahlreiche andere Produkte notwendig sind, die selbst wieder auf anderen Produkten basieren etc. Selbst um den Wert eines Kilos Getreide korrekt zu berechnen, müssen neben der unmittelbar verausgabten Arbeitszeit der Produzentinnen noch zahlreiche andere Faktoren berücksichtigt werden, etwa die Arbeitszeit, die den verwendeten Landmaschinen oder den Getreidesilos „geronnen“ ist. Es liegt [flach] auf der Hand, dass wir uns ein manifestes Komplexitätsproblem einhandeln, wollen wir die Arbeitswerte aller Produkte errechnen, die in einer „Volkswirtschaft“ hergestellt werden.

Diesem Problem wollen C/C mithilfe moderner Computertechnik beikommen. Sie argumentieren, dass die neuen Rechnerkapazitäten alternative Rechenmethoden handhabbar machen, mit denen sich alle wirtschaftlichen Operationen einer modernen Ökonomie auf Basis der Arbeitswertlehre zentral planen lassen.

Sie meinen, dass eine zentral geplante, sozialistische Ökonomie zu größerer Gleichheit führt, weil jede Arbeiterin genau ihrer Arbeitszeit entsprechend konsumieren darf und weil es prinzipiell keinen Unterschied in der Entlohnung von verschiedenen Tätigkeiten geben soll (mit hier nicht weiter zu diskutierenden Ausnahmen bei besonders unangenehmen Arbeiten). Praktisch kann man sich das in etwa so vorstellen, dass die Arbeiterin für ihre Arbeitsstunden Gutschriften auf einer Chipkarte erhält, von der die Produkte, die sie konsumieren möchte (den Arbeitszeitwerten entsprechend) abgebucht werden. Außerdem soll das Privateigentum an Produktionsmitteln – wie in der klassischen marxistischen Lehre – aufgehoben werden, so dass Privatunternehmen und Klassenunterschiede nicht länger existieren. (Allerdings sieht das Modell dennoch weiter verschiedene Unternehmen in denselben Produktionssparten vor, die in Konkurrenz zueinander stehen.)

Ohne Kapitalistinnen (d.h. ohne Privateigentum an Produktionsmitteln + kapitalistische Akkumulation) wäre dann auch die kapitalistische Ausbeutung (die unbezahlte Mehrarbeit) Geschichte. Die Arbeiterinnen erhielten und verfügten nun über das volle Wertäquivalent der von ihnen geleisteten Arbeit – mit Ausnahme von notwendigen gemeinnützigen Abgaben (Steuern), mit denen Alterssicherung, Gesundheitssystem, Bildungssystem etc. finanziert würden.

Die Planung der Wirtschaft soll in dem System von C/C auf drei Ebenen basieren. Die erste, umfassendste Ebene ist der „makro-ökonomische Plan“. Hier werden Grundfragen entschieden: Welcher Anteil des Arbeitsaufkommens für Konsumgüter, welcher Anteil für soziale Belange, welcher Anteil für den Ausbau der Produktionsmittel verwendet werden soll. Diese Grundfragen sollen demokratisch entschieden werden. Auf der zweiten Ebene – der „strategische Planung“ – soll konkreter die Industriestruktur modelliert werden. Schließlich soll auf der Ebene der „detaillierten Planung“ die Produktion der einzelnen Güter dergestalt organisiert werden, dass dem auf den beiden höheren Ebenen ausgetüftelten Gesamtplan entsprochen wird.

Dafür muss mit einer Input-Output-Tabelle berechnet werden, wieviel von einem Produkt hergestellt werden muss, damit es in ausreichendem Maß auch als Ausgangsmaterial für ein anderes herzustellendes Produkt bereitsteht. Da das Gaußsche Eliminierungsverfahren, das gewöhnlich zur Berechnung derartiger Tabellen genutzt wird, vor kaum überwindbare Komplexitätsprobleme gestellt wäre, machen sich C/C bei ihrem Alternativvorschlag die Tatsache zu nutze, dass es sich bei der hier in Frage stehenden Input-Output-Tabelle um eine „schwach besetzte Matrix“ handelt. Für diese ließe sich ein anderes Rechenverfahren anwenden, mit dem heutige Hochleistungsrechner innerhalb weniger Minuten das korrekte Ergebnis ermitteln könnten.

Bezüglich der Frage der Allokation der nun korrekt berechneten Konsumgüter stellen sich die Autoren eine Art Markt vor. Und hier entsteht das zentrale Problem des Buches: Plötzlich tritt neben den Arbeitswert eine zweite Größe: der Gleichgewichts- bzw. der Knappheitspreis. Dieser entsteht im freien Spiel der Marktkräfte, auch wenn C/C als aufrechte Technokraten einen „Marktalgorithmus“ bestimmen. Das Prinzip bleibt aber dasselbe wie im schlechten alten Kapitalismus: Wo Monsieur Angebot (bei C/C: Konsumtion) und Madame Nachfrage (Gutscheinkonsumtion) ganz ungeniert zueinander finden, erzeugen sie den Preis. Dieser hat zwei Funktionen: zum einen rationiert er knappe Produkte und zum anderen kommuniziert er dem Produzenten, von welchem Ding mehr und von welchem weniger benötigt wird.

Wie in der reinen Lehre der Neoklassik[1] streben auch C/C einen Zustand des Gleichgewichts an, in dem Angebot und Nachfrage bzw. Konsumtion und Gutscheinkonsumtion einander genau entsprechen. Es ist der Zustand, in dem weder zuviel noch zuwenig produziert wird und jedes Individuum seine Bedürfnisse im Rahmen seiner Möglichkeiten befriedigt. Da in ihrem Computersozialismus alle Personen den gleichen Lohn erhalten, kann der Markt, so C/C, als demokratische Institution verstanden werden.

Was im neoklassischen Modell Angebot und Nachfrage aber ganz allein fertig kriegen, weil die unabhängigen Produzenten, unter denen vollkommene Konkurrenz herrscht, auf die Preissignale reagieren und ihre Produktion entsprechend anpassen, leistet bei C/C die zentrale Planungsbehörde: sie korrigiert die Knappheitspreise entsprechend der Nachfrage und erteilt Aufträge an die Produzenten. Es scheint, als ob der Plan den gleichen Zweck erfüllt wie die perfect competition im neoklassischen Modell: Er zwingt die Produzenten, die höchstmögliche Qualität zum günstigsten Preis zu liefern und genau das herzustellen, was die Konsumenten wollen. Er steuert die Verteilung der Ressourcen. Er zeigt an, in welchen Sektoren investiert werden soll.

Wie aber die [demokratische] strategische Planung und der [demokratische] Makroplan mit den demokratischen Voten am Markt zusammengehen, wollte sich uns auch nach intensivem Nachdenken nicht erschließen. Es ist auch wirklich widersinnig: Wenn der Markt wie im neoklassischen Modell funktioniert – was C/C unterstellen –, dann ist der Makroplan, vor allem aber die strategische und die detaillierte Planung, überflüssig. Wenn hingegen die Planung wirklich demokratisch organisiert wird – was C/C ebenfalls unterstellen – ist ein Markt überflüssig. Die Produzenten und Konsumenten würden demokratisch darüber abstimmen, was in welchen Mengen unter welchen Bedingungen produziert wird. Ein Votum über den Markt wäre in diesem Fall nicht mehr nötig, da die Knappheitsfrage ja schon im und durch den Plan gelöst wurde.

Überdies unterlaufen die Konzessionen ans Marktprinzip das Konzept radikaler Gleichheit / Gerechtigkeit, das C/C als den Vorteil sozialistisch-digitaler Planwirtschaften preisen: den Austausch einer Arbeitsstunde gegen eine Arbeitsstunde (die Frage, wie „kommunistisch“ das Prinzip des Warentausches an sich überhaupt sein kann, kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden).

Dennoch muss man festhalten, dass es sich hier noch um die sympathischeren und grundsätzlich nachvollziehbaren Ideen des Buches handelt. Wirklich hässlich wird es aber, wenn unter der demokratisch-emanzipativen Tünche der autoritär-technokratische Kern des ganzen Entwurfes durchschimmert. Wenn sich C/C auf die positiven Erfahrungen aus Kriegszeiten berufen, in denen die Nahrungsmittelrationierung nach „wissenschaftlichen Erkenntnissen“ zu einer Verbesserung der Gesundheitszustandes der Bevölkerung führte und folgern „dass die Lebensmittelversorgung nicht nur geplant werden kann, sondern auch muss“, dann ist das nicht einfach ein protofaschistischer Ausrutscher – es steht symptomatisch für den gesamten Entwurf.

Der liest sich dann auch insgesamt wie die Bauanleitung für eine Art aufgehübschte DDR: Den Wirtschaftsplan besorgen die Experten; die Arbeiterinnen sind offenbar immer noch Fachidiotinnen, die bis an ihr Arbeitslebensende (oder wenigstens bis zur Umschulung) die immer gleiche Tätigkeit ausführen müssen (35 Stunden in der Woche? oder vielleicht doch besser 40?); das Problem von (nicht entlohnter) Hausarbeit wird als solches nicht überhaupt nicht erkannt. Es bestehen natürlich auch weiter die alten Nationalstaatsgrenzen (Volkswirtschaft!), die wahrscheinlich mit den bekannten alten Methoden verteidigt werden müssen etc.

Eines lässt sich nach der qualvollen Lektüre von Alternativen aus dem Rechner (schlecht geschrieben und redigiert ist es auch) jedenfalls sicher sagen: Leben wollen wir in diesem Computersozialismus nicht – dafür kämpfen schon gleich gar nicht.

Wie intelligent, informiert und im besten Sinne inspirierend man sich dem Thema Utopien/ Alternativen nähern kann, führen übrigens Elmar Altvater und Raul Zelig in Die Vermessung der Utopie – Mythen des Kapitalismus und die kommende Gesellschaft vor. In feuilletonistischem Ton diskutieren Altvater, Professor Emeritus für Politische Ökonomie an der FU und Raul Zelig, Romancier, Sozialwissenschaftler und Aktivist, über den Kapitalismus, analysieren die gegenwärtige Wirtschaftskrise sowie das Scheitern des Realsozialismus und entwerfen schließlich dialogisch eine konkrete Utopie, die nicht beansprucht, das Modell für den Kommunismus des 21. Jahrhunderts zu liefern (inklusive des bis ins Detail nach „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen ausgearbeiteten Essensplan dieses „Kommunismus“), sondern die kommende Gesellschaft lediglich thesenhaft skizziert – und damit Raum lässt für Widerspruch, Diskussionen, Ergänzungen, Revision.

„Ob Utopien tauglich sind“, heißt es bei Altvater und Zelik, „müssen wir daran messen, ob sie den Menschen ein gutes Leben ermöglichen – in ökologischer, sozialer, politischer Hinsicht. Ob sie ermöglichen, die Grundbedürfnisse aller Menschen zu befriedigen, die Natur zu bewahren – aber auch, ob sie zu einer herrschaftsfreien Welt führen, in der die Menschen ihr Leben, auch ihr Arbeitsleben selbst gestalten können und nicht nur Untertanen sind.“

Vom Gedanken einer herrschaftsfreien Welt oder dem Traum eines guten Lebens für alle wirkt der Gesellschaftsentwurf, den C/C in Alternativen aus dem Rechner formulieren, nun gerade nicht inspiriert. Ihr „Kommunismus“ liest sich über weite Strecken beinahe so, als stamme er aus der Feder eines glühenden Antikommunisten, der eine sozialistische Gesellschaft karikiert. Sofern wir annehmen, dass es sich bei Alternativen aus dem Rechner nicht um die raffinierte Satire eines beinharten Neoliberalen handelt, der immer noch die Kämpfe der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts kämpft – was zugegeben auch einen gewissen Charme hätte – bleibt nichts als der schale Nachgeschmack einer traurigen Bürokratenphantasie, die „Kommunismus“ mit „totaler Kontrolle“ verwechselt. Nein, nein, nein, das ist nicht der Kommunismus!

Bitte, lieber Dietmar Dath, lies doch die Bücher das nächste Mal, bevor du sie anderen empfiehlst.

[1] Z.B. Léon Walras Elements of Pure Economics or the Theory of Social Wealth

Kategorien: Theorie

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14. Februar 2010, 19:00 Uhr   8 Kommentare

1 Auswärtsspiel (14.02.2010, 23:23 Uhr)

[…] Paul Cockshott und Allin Cottrell, die ich gemeinsam mit Michel geschrieben habe und die heute bei Keimform, dem Blog zur „Suche nach dem Neuen im Alten“, veröffentlicht wurde. Dieser Eintrag wurde […]

2 StefanMz (15.02.2010, 11:57 Uhr)

Vielen Dank für eure Kritik an C/C’s »Alternativen aus dem Rechner«. Ich hatte ja schon vor längerer Zeit angekündigt, selbst eine Kritik zu verfassen. Das habt ihr mir nun abgenommen, was mich sehr freut, — aber nicht ganz: Ich will noch einen drauf setzen.

Als Ausgangspunkt kann ich eure Klammerbemerkung nehmen:

die Frage, wie „kommunistisch“ das Prinzip des Warentausches an sich überhaupt sein kann,…

… muss dringend gestellt werden, formuliere ich weiter. Der Tausch ist der Knackpunkt, denn am Tausch ist nichts kommunistisches, sozialistisches oder irgendwas emanzipatorisches. Warum?

Eine Begründungsrichtung wäre, zu argumentieren, dass Marx hier missverstanden wird und gleichzeitig auch wieder nicht. Marx hat seinen Rivalen Proudon massiv gebasht, weil der genau so ein Konzept des »gerechten Tausches« (»Austausch einer Arbeitsstunde gegen eine Arbeitsstunde« wie ihr schreibt) vertreten hat. Marx sagte, dass der Tausch, wie er zwischen Kapitalist und Arbeiter stattfinde, gerecht sei, weil der Kapitalist nicht die »Arbeit« (das Arbeitsergebnis) des Arbeiters, sondern sein Arbeitsvermögen (Arbeitskraft) kaufe und dafür den dem Wert der Arbeitskraft entsprechenden Preis bezahle. Ausbeutung (private Aneignung des Mehrwerts) findet also nicht statt, weil es ungerecht zuginge, sondern obwohl und weil gerecht getauscht wird.

Lasalle, auch so ein Arbeiterführer der Zeit, hat ähnlich wie Proudon die Idee vom »unverkürzten Arbeitsertrag« vertreten, und Marx hat die Hände überm Kopf zusammengeschlagen ob der Dummheit der ökonomischen Kurzsichten von Lasalle. Dann schrieb Marx die Kritik des Gothaer Programms und schmiss alle Einsichten und Kritiken über den Haufen und lieferte der Arbeiterbewegung, was sie hören wollte: Es ginge darum, sich den Mehrwert anzueignen und im Interesse der Arbeiter zu verteilen. Das ist im Kern das, was Proudon und Lasalle wollten und was dann Realsozialismus wurde. Wer sich also wie C/C auf Marx und den Realsozialismus beruft, kann dies zu recht tun. Marx hat sich und der Welt damit nur keinen Gefallen getan, denn er wusste es eigentlich besser.

Wenn einem aber nun egal ist, was Marx mal sagte oder nicht (ein legitimer Standpunkt), sondern »selber denken« fordert, dann geht die inhaltliche Argumentation wie folgt: Getauscht werden muss, weil privat getrennt voneinander produziert wird. Privat wird produziert, weil die das Privateigentum exklusiv ist und alle Nichteigentümer der Produktionsmittel vom Gebrauch zu sinnvollen Zwecken ausschließt. Zwar wurde schon immer getauscht, nur hatte der vorkapitalistische Tausch eine völlig andere Funktion und gesellschaftliche Bedeutung. Der moderne Tausch ist nicht nur ein Mittel, um an gewünschte Güter ranzukommen, die man gerade nicht hat, sondern der Tausch dient der Geldvermehrung als Selbstzweck. Der Tausch, also Kauf und Verkauf, ist zur bestimmenden Art und Weise der gesellschaftlichen Vermittlung geworden.

Die Gesellschaft konstituiert sich über Tausch und den Tausch regulierenden Wert, und dieser vollzieht sich als verobjektivierte Logik gegen mögliche andere Ambitionen — wie etwa eine soziale Gesellschaft gestalten zu wollen. Das ist der berühmte Fetischismus: Die Bewegung der Sachen (der Waren) in der Tauschlogik erzeugt die Bewegung der Personen, konstituiert also die sozialen Verhältnisse. Da kann man dann (Sozial-)Politik drum herum bauen, aber nur solange sie auch finanzierbar ist, sprich die Verwertungslogik die Mittel dafür liefert.

Wenn man Kapitalismus los werden will, dann muss man genau das: die Tauschlogik, den Fetismusmus, die Vergesellschaftung über den Wert (und was es noch für synonyme Beschreibungen geben mag) loswerden und neue Vermittlungsverhältnisse in die Welt setzen. Eine Gesellschaftsform wird durch eine andere Gesellschaftsform nur abgelöst, wenn die alte durch eine neue Vermittlungsweise abgelöst wird. Vermittlungsweise heisst: Wie produzieren und verteilen die Menschen ihre Lebensmittel, welche sozialen und kommunikativen Beziehungen gehen sie dabei ein, und wer steuert diese.

Lässt man nun die Vermittlunsgweise bestehen — wie Proudon, Lasalle, der Gothaer Marx und C/C das tun — dann kann man on top so viel basteln wie man will. Hintenrum setzt sich das durch, was Kapitalismus eben ist: Zwangsvermittlung über Tausch und Wert. Wenn dann willkürlich gegen die derart objektivierten Tauschrelationen verstoßen wird wie das der Realsozialismus getan hat, dann geht eine solche Gesellschaft eben unter. Nichts anders würde mit einem Realsozialismus 2.0 nach C/C auch geschehen.

Nein, nein, nein, der Weg über Tausch und Wert führt immer nur wieder zum Kapitalismus zurück. Es ist ganz grundsätzlich keine Alternative.

Im übrigen sind C/C recht ehrlich, in dem sie die eigentlichen Quellen ihrer Überlegungen mit Smith und Ricardo angeben oder sogar direkt benutzen (beim Außenhandel). In der Tat hat ihr Konzept mit Marx nicht viel zu tun. Marx hat nun mal keine »politische Ökonomie« und keine »Arbeitswertlehre« vorgelegt, sondern eine Kritik derselben. Dass er dabei die innere Logik rekonstruieren musste, war notwendig, aber diese Rekonstruktion als »positive Anleitung« zu nehmen, bedeutet, Marx misszuverstehen. Leider ist das nicht so selten der Fall.

Nein, nein, nein, eine Emanzipation auf Grundlage von Arbeitswerten ist nicht möglich. Nur jenseits von Arbeit, Tausch, Wert, Markt und Staat ist Emanzipation zu finden.

3 Martin (15.02.2010, 17:47 Uhr)

Ich glaube, da tust der Kritik am Gothaer Programm doch etwas unrecht … C/C scheinen mir die Arbeitswerttheorie normativ zu verstehen und tatsächlich zu glauben, das Problem bisheriger Planwirtschaften hätte darin bestanden, dass sie ihn nicht korrekt ausgerechnet hätten. Anstatt zu begreifen, dass eine echte Planwirtschaft ohne Tausch natürlich keinen Wert hätte und man ihn daher auch nicht ausrechnen muss. (Natürlich kann ein Überschlag, wieviel Arbeitszeit in einer Ware inkl. Vorprodukten steckt, auch für eine Planwirtschaft sinnvoll sein, um z.B. den Aufwand richtig abzuschätzen. Aber nötig ist er nicht und schon gar keine supergenaue Rechnung, wofür C/C nun die Computer als Lösung präsentieren.)

Das Gothaer Programm versteht aber natürlich die Arbeitswerttheorie nicht normativ. Die bloße Aneignung des Mehrwerts, wobei jeder Arbeiter genau den Gegenwert seiner Arbeit erhält (wie bei C/C), ist dort nur die „erste[] Phase der kommunistischen Gesellschaft, wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft nach langen Geburtswehen hervorgegangen ist.“ In der „höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft“ heißt es dann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“  Damit ist die Entkopplung von Beiträgen und Entnahmen gemeint (und damit das genaue Gegenteil von C/Cs superrigidem Modell). Es wird auch angedeutet, dass dies eine Aufhebung der bisherigen Arbeit beinhaltet, indem jedeR tut, was ihm/ihr am wichtigsten ist (sein/ihr „erstes Lebensbedürfnis“). Allerdings ist das nicht ganz unmissverständlich formuliert, was es wohl ermöglicht hat, dass der RealSoz das im Sinne einer ggb. dem Kap. noch verstrafften Arbeitsreligion ausgelegt hat.

Ansonsten stimme ich mit deiner Kritik an C/C ganz überein.

4 Wolf Göhring (20.02.2010, 21:04 Uhr)

Hi,

eure kritik teile ich.

Vor 4 jahren hatte ich einen laengeren streitigen dialog mit Helmut Dunkhase, dem herausgeber der deutschen fassung von C&Cs „sozialismus ex machina“, wie ich das ganze nenne. Meine damaliges resumee sei hier – unveraendert – publiziert:

Die kritik von C&C an den sozialistischen laendern teile ich weitgehend. Die kritik an der repraesentativen demokratie hat manches fuer sich, qualifiziert diese form aber ab. Der bezug auf aristoteles scheint mir etwas weit hergeholt und idealisierend. In der politeia findet man auch anderes, sowohl – fast woertlich – schroeders politik der mitte als auch: „Zur Erhaltung hat die Natur Führer und Gefolge bestimmt. Denn wer klug vorausschauen kann, den hat die Natur zum Führer und Herrn bestimmt, wer mit seiner Hände Arbeit die Befehle ausführen kann, zum Gehorchen und Knecht.“ (Aristoteles, Politik, Buch I, 1252a, Die Lehrschriften, herausgegeben, übertragen und in ihrer Entstehung erläutert von Dr. Paul Gohlke, Ferdinand Schöningh, Paderborn 1959) (Meiner kenntnis nach flog Aristoteles 3mal aus Athen raus, beim 3. exil starb er. Ansonsten gings in Athen zur zeit der „demokratie“, anders als C&C suggerieren, nicht nur golden, sondern blutig klassenkaempferisch zu.) Die chinesischen volkskommunen kommen mir auch etwas gut weg. (Was machte jemand, der viel gearbeitet hatte, mit dem hohen anteil an der ernte? In der naechsten stadt den persoenlichen ueberschuss verhoekern? Oder sich einen dicken wanst anfressen? Ueber das, was sie in der kulturrevolution taten, sprechen die heute alt gewordenen lieber nicht, wie mir kuerzlich nach einem besuch berichtet wurde.)

Bei C&C klingt auch etwas von der kybernetik durch.

Ihre oekonomie hat aus meiner sicht so gut wie nichts mit Marx‘ kritik an der warenform zu tun, wie sie auf den ersten 60 seiten von kapital I zu finden ist. Sie weisen aber eine solche kritik in der deutschen fassung im anhang vehement zurueck. Sie kleben, wie ich meine, geradezu an A. Smith (und wohl auch an Ricardo). Deutlich wird das, dass sie geld fast woertlich wie Smith kritisieren und den arbeitswert fast wie smith als „real price“ ansehen und per computer realsieren wollen. Smith erlaeutert die herausbildung von geld und dass der geldpreis (nominal price) in der praxis als variierender market price auftritt, der um den natural price gravitiert. Smith bleibt in den phaenomenen stecken, ohne eine begruendung liefern zu koennen fuer den unterschied von wert und preis. Vor allem bleibt ihm ebenso wie C&C die dialektik fremd, die dahinter steckt. Somit scheint es durchaus machbar zu sein, wenn man nur will, geld durch arbeitsstundenzettel und einen grossen konsistenten plan ersetzen zu koennen. Der konsistent errechnete plan macht das „higgling and bargaining on the market“ (Smith) ueberfluessig, somit kann der real price der natural price sein.

C&C muessen sich mit sparen und kredit befassen, mit inflation, der man geeignet gegensteuert (Greenspan steuerte auch), mit aussenhandel mit regionen, die guenstigeren preis bieten, mit aussenhandelsueberschuessen. Es wird wie bei Smith die armee nicht in frage gestellt, es koennte wartimes geben, es bleibt beim national orientierten sozialismus, usw.

C&C scheinen die pointe zu uebersehen, die Marx schon mit den ersten 4 worten von kapital I gegen Adam Smith’s „Wealth of nations“ beginnt: „Der reichtum der gesellschaften, in denen kapitalistische produktionsweise herrscht, erscheint als eine ungeheure warensammlung, die einzelne ware als seine elementarform. Unsere untersuchung beginnt daher mit der analyse der ware.“ Smith startet hingegen seine „inquiry into the nature and causes of the wealth of nations“ mit einem lob der arbeitsteilung. Sein beispiel ist aus D’Alemberts Encyclopedie abgeschrieben, und vor dieser solls bereits der heilige Augustin gebracht haben: das herstellen von nadeln.

Die allgemeine crux scheint mir, dass die ersten 60 seiten von kapital I in der UdSSR als laengst ueberholte einfache warenproduktion abgetan wurden, dass man sich um diese analyse also nicht zu kuemmern brauche – und uebersieht das grundlegende. Austausch ist per se ein widerspruch: der, der ein produkt weggibt, kann es nicht gebrauchen (sonst gaebe er es nicht weg). Es hat keinen gebrauchswert fuer ihn. Umgekehrt hat es fuer den erwerber nur gebrauchswert, weil er es haben will (muss), um es zu gebrauchen. Umgekehrt ist die sicht auf den tauschwert. (Zwischenhandel hierbei ausser betracht). Marx formuliert dies praezis und brillant und erarbeitet in einer stringenten einheit von logischer und historischer entwicklung die konsequenzen – fuer Bernstein (ca. 1895) „fallstricke der dialektischen methode“!

Ich kann nicht erkennen, wo bei C&C die dialektik der warenform im ansatz oder in keimform aufgehoben waere. Der allgemeine plan bringt das nicht, auch wenn in arbeitsstunden kalkuliert wird („oekonomie der zeit“, Marx in den grundrissen): Denn das individuum produziert nur ein ding mit blick auf die stunden, die es erwirbt, nicht mit blick auf den gebrauchswert, denn es will dieses ding gar nicht gebrauchen, sondern das ding soll aufs allgemeine lager kommen. Umgekehrt holt man sich ein ding nur mit blick auf den gebrauchswert ab, weil man es gebrauchen will, und man muss, leider, auch einige stundenzettel abgeben.

Z.b.: „There is clearly no guarantee that the planners will use the labour-time ‘freed’ by saving to gear up production of precisely those articles that the savers will, at some future date, prefer to consume. “ (C&C, engl., s. 96) Entsprechendes auf den folgenden seiten zur liquiditaet der sparkasse.

Z.b.: “ All consumer goods are marked with their labour values … But aside from this, the actual prices (in labour tokens) of consumer goods will be set, as far as possible, at market-clearing levels. “ (C&C, engl., s.103) (Ich halte es nachgerade fuer eine frechheit, die aktuellen preise, die vom arbeitswert abweichen, noch mit der masseinheit „labour token“ zu versehen. Fuer wie doof werden die leute gehalten? )

Z:b. „The planners must work by trial and error…much as capitalistic firms with market power …“ C&C, engl., s. 107) Und wozu braucht man die planners noch?!

Z.b.: „For these reasons, we should think of the consumer goods marketing algorithm as always moving towards the price = value condition, rather than achieving a static state with prices equal to values throughout. … The point is that the current labour value of a commodity gives some guide to its probable long-run price.“ (C&C,engl., s.107) Der preis gravitiert um den natural price, wie es Smith vor 230 jahren schon notiert hatte.

Der ganze widerspruch des austauschs ist da, wie von Marx am anfang des kapitals beschrieben, und dort schliesslich mit folgender fussnote versehen (MEW 23, s.102):

„Danach beurteile man die pfiffigkeit des kleinbuergerlichen sozialismus, der die warenproduktion verewigen und zugleich den „gegensatz von ware und geld“, also das geld selbst, denn es ist nur in diesem gegensatze, abschaffen will. Ebensowohl koennte man den papst abschaffen und den katholizismus bestehen lassen.“

Diesen einwand lassen C&C natuerlich nicht gelten, indem sie schreiben:

„In einer ¨Okonomie hingegen, in der die Produktionsmittel unter oeffentlicher Kontrolle sind, wird die Arbeit direkt gesellschaftlich in dem Sinn, dass sie einem vorher aufgestellten Plan unterworfen ist. “ (C&C, dt. s. 251)

a) „Die arbeit wird einem vorher aufgestellten plan unterworfen“, lese ich da. Werden die menschen, die die arbeit tun, dem plan „unterworfen“? Wenn ja, wie? Oder ist das eine allgemeine leerformel?

b) Was heisst hier „direkt gesellschaftlich“? Die kapitalistische produktion ist in der fabrik „direkt“ gesellschaftlich, aber sie wird erst dadurch gesamtgesellschaftlich, dass die produkte aus der fabrik raus und unter die leute kommen, per austausch.

c) Die produkte der „direkt gesellschaftlichen arbeit“ im sinne von C&C gehen erst mal auf ein lager, wo man sich das abholt, was einem passt und was die arbeitszettel noch hergeben. Erst durch diese akte wird die vergangene arbeit nachtraeglich gesamtgesellschaftlich. Die arbeit, die in denjenigen produkten steckt, die liegenbleiben, ist beileibe nicht gesamtgesellschaftlich, schon gar nicht „direkt gesellschaftlich“.

Die formulierung von der „direkt gesellschaftlichen arbeit“ ist nett, sie gibt meines erachtens aber nicht wider, was tatsaechlich los waere. Bei Marx heisst’s im uebrigen „unmittelbar“. Warum nicht dieses wort verwendet wird, wenn’s das gleiche sein soll, weiss ich nicht.

Die arbeit ist im modell von C&C keineswegs „unmittelbar gesellschaftlich“, denn – technisch gesprochen – sind die konkrete herstellung eines dings und seine konkrete ingebrauchsnahme weitgehend entkoppelt („nebenlaeufig“). Sie werden erst durch die hergabe von arbeitsgelt verbunden. Das hergegebene arbeitsgeld hat mit der aufgewendeten arbeit(szeit) zur herstellung des dings nichts zu tun. Die an beiden akten, der herstellung des erheischten dings und an der herstellung des den stundenzettzel liefernden dings beteiligten menschen bleiben sich prinzipiell fremd, weil sie nicht darauf angewiesen sind, den akt der weitergabe und erwerbung anders als ueber die hingabe aequivalenter stunden zu regeln. Wobei hinzukommt, dass nicht stunde gegen stunde, sondern stunde gegen etwas davon abweichendes getauscht wird.(Dass der hingegebene zettel vernichtet wird, zerstoert nicht die zirkulation, denn diese wird ueber den zentralen plan mit den (arbeitszeit-)rechnungen und buchungen wiederhergestellt.) Mit andern worten: das ist austausch mit allen konsequenzen! Kybernetistisch: Was man auf der seite der vermittlung zwischen konkreter produktion und konkreter ingebrauchsnahme nicht regelt, kann man auf der seite der produktion durch keine regelung ausgleichen. Oder bildlich: Ausgeschlagene achsschenkel kann man nicht durch noch so feine lenkbewegungen wegsteuern.

Fragen zur praxis der zettelwirtschaft (open ended):

Wer stempelt mir ab, dass ich soundsoviel stunden gearbeitet habe? Die stempeluhr? Ein chef? Die gruppe? Meine eigene zeitaufschreibung? Kann man ueberstunden kloppen? (Wir hatten mit viel stolz im betrieb die selbstaufschreibung sowohl der anwesenheitszeit als auch des zeitaufwands in einzelnen projekten durchgesetzt. Bei letzteren stellte sich bis zu meinem letzten arbeitstag die frage der abgrenzung der taetigkeit fuer eines der projekte a, b, c oder als „gemeinkosten“-taetigkeit etc.)

Wenn alle 35 h in der woche arbeiten, wozu dann individuelle arbeitszettel? Doch nur als konto, dass man soundsoviel ausgegeben hat. Aber dann hats fuer mich als individuum keine andere bedeutung als mein derzeitiges girokonto.

Was macht ein mensch, wenn er in dem 3-stufigen Stundenzettel-system auf die untere stufe runtergestuft wird? Kann er woanders hingehen, wo er sofort wieder auf der mittleren anfaengt? Wer stuft ein? Ein chef? Die gruppe? Ein komittee?

Kann man seinen job jederzeit frei waehlen? Kuendigungsfristen? Kann man rausfliegen, aus persoenlichen oder aus betrieblichen gruenden? Wenn die produktion bestimmter gueter runtergefahren wird, weil die nachfrage sinkt, was passiert mit den leuten? Sind sie fuer die zum ausgleich hochgefahrene produktion qualifiziert?

Ist die arbeit am plan eine mit direkten stundenzetteln bedachte arbeit oder alimentierte arbeit? Ist es arbeit, die sich auf die geplanten produkte bei deren herstellung uebertraegt oder nicht? Usw.

Wie ist es mit immigranten? Alle freiheit oder Schengen?

Wie wird der gebrauch von infrastruktur (telekom, strassen, bruecken, bahnen, schiffahrt, luftfahrt, strom, wasser, gas, sportplaetze, skipisten, theater, kino, deiche usw.) verrechnet? Spazierfahrt ueber eine teure bruecke, guetertransport ueber die gleiche bruecke?

Schiebung im kleinen und im grossen? Fuenfe gerade sein lassen? Anderes tun als geplant und als berichtet wird? Privatarbeit mit ausgemusterten maschinen, mit abgezweigtem material? Privathandel mit dem ausland? Schieber und spekulanten? Schwarzgeld? Staatsfeindliche umtriebe? Spione? (Ich befuerchte, dass ein solcher strafrechtskatalog geschaffen wird. W.G. feb. 2010)

5 StefanMz (24.02.2010, 08:45 Uhr)

Danke, Wolf, für deine Ergänzung, die inhaltlich tatsächlich bestätigt, was hier schon diskutiert wurde.

6 RTFM! » Blog Archive » Aus der virtuellen Nachbarschaft N° 10 (28.02.2010, 11:26 Uhr)

[…] Guido auf keimform.de. Es geht um das Buch von W. Paul Cockshott und Allin Cottrell »Utopie eines zentralistischen […]

7 Fail (02.03.2010, 20:04 Uhr)

„Wie aber die [demokratische] strategische Planung und der [demokratische] Makroplan mit den demokratischen Voten am Markt zusammengehen, wollte sich uns auch nach intensivem Nachdenken nicht erschließen.“ Hättest du mal besser intensiv gelesen. Kaufverhalten ist gedacht als Feedback für detaillierte kurzfristige Anpassungen, die Abstimmung über den Makroplan ist gedacht für die Festlegung der langfristigen Entwicklung (letzteres ist allerdings eher vage beschrieben).

„Problem von (nicht entlohnter) Hausarbeit wird als solches nicht überhaupt nicht erkannt.“ Das wird bereits im ersten Kapitel angesprochen: http://ricardo.ecn.wfu.edu/~cottrell/socialism_book/new_socialism.pdf

Die Kritik scheitert bereits daran, die Autoren-Meinung zu paraphrasieren.

8 Ode an die Marktwirtschaft | Schrotie (26.08.2012, 14:46 Uhr)

[…] Entscheidungen getroffen und die Details der Umsetzung nach unten delegiert. Heute gibt es Ideen, die zentrale Planung mit Computerhilfe tatsächlich an einer Stelle zu […]

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