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Commons und Peer-Produktion – kurz erklärt

Commons und Peer-Produktion sind schwierige Begriffe, die in unserer Diskussion eine wichtige Rolle spielen. Kürzlich haben Stefan, Benni und ich uns im Chat darüber Gedanken gemacht, wie man sie ganz kurz – nämlich jeweils in einem Satz – charakterisieren kann. Hier unsere Kurzbeschreibungen der beiden Grundbegriffe sowie der commonsbasierten Peer-Produktion, die beide zusammenführt:

Gemeingüter (Commons)
werden von einer Gemeinschaft entwickelt und gepflegt und sind für die Nutzer/innen nach gemeinsam festgelegten Regeln verfügbar.
Peer-Produktion
Freiwillige Kooperation zwischen Gleichberechtigten („Peers“), die zu einem gemeinsamen Ziel beitragen.
Commonsbasierte Peer-Produktion
Peer-Produktion, die auf Commons aufbaut und Commons herstellt und erhält.

Ich habe diese Kurzdefinitionen schon in meinem Vortrag über Selbstorganisierte Fülle verwendet, möchte sie hier aber nochmal separat zur Diskussion stellen, auch um einfache Verlinkungen zu ermöglichen. Leuchten die Definitionen ein? Weiß jemand bessere?

Kategorien: Commons, Theorie

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22. Mai 2010, 12:57 Uhr   8 Kommentare

1 Benni (22.05.2010, 21:50 Uhr)

Damit dieser Artikel ein gutes Linkziel wird, sollte er noch ein paar weiterführende Links enthalten, damit man auch über die knappen Definitionen hinaus sich kundig machen kann.

2 StefanMz (27.05.2010, 17:38 Uhr)

In meinem Vortrag habe die folgende Langfassung der Kurzfassung verwendet:

Commons sind Gemeingüter, die mittels natürlicher oder hergestellter Ressourcen von einer Gemeinschaft entwickelt und gepflegt werden und für Nutzerinnen und Nutzer nach gemeinsam festgelegten Regeln verfügbar sind.

3 Silke Helfrich (02.06.2010, 22:44 Uhr)

und ich, die ich derzeit wenig redselig und noch schreibunseliger bin, nutze derzeit diese Fassung:

„Commons/Gemeingüter sind eine soziale Beziehung, die über die Nutzung natürlicher oder hergestellter Ressourcen, welche von einer Gemeinschaft entwickelt und gepflegt werden, vermittelt ist. Diese Sozialbeziehung ist so gestaltet, dass die Ressourcen für alle Nutzungsberechtigten  nach gemeinsam festgelegten Regeln verfügbar sind und bleiben.

.. in der die „Produkte“ im Mereztschen Sinne nicht drin sind und die Gemeingüter die Übersetzung der Commons sein wollen.

ICH FIND DIE KURZFASSUNG GUT!

4 Stigmergie — keimform.de (13.07.2010, 07:08 Uhr)

[…] weiteres Beispiel kommt aus der Welt der commons-basierten Peer-Produktion, wo Anwender miteinander kommunizieren, während und indem sie ihre gemeinsame virtuelle […]

5 »It’s the internet, stupid« — keimform.de (07.11.2010, 15:59 Uhr)

[…] verweisen vor allem auf eine Produktionsweise jenseits der Verwertunglogik, gemeinhein bekannt als commons-basierte Peer-Produktion. Gleichzeitig schwindet die Möglichkeit, über die Vervielfältigung der Werke in Form […]

6 Karriere? Wir sind doch keine Gartenzwergarmee « CommonsBlog (09.05.2011, 22:14 Uhr)

[…] wieder den Dimensionen des Menschen unterordnen kann. Schwarmintelligenz! Dezentralisierung! Peer-Production! In dieser Zukunft braucht’s keine Personaler mehr, die unseren schlangenförmigen Lebenslauf […]

7 Open Source DIY Raumfahrtprogramm | METAWELLE (07.06.2011, 11:53 Uhr)

[…] zu finden. Längst hat der Open Source Gedanke auch die Hardware-Welt erreicht. Durch Peer-To-Peer-Produktion, offene Standards und der Freigabe von Designs und Bauanleitungen sind in den vergangenen Jahren […]

8 Fünfschritt — methodische Quelle des Keimform-Ansatzes — keimform.de (11.07.2011, 11:30 Uhr)

[…] geht’s los mit den fünf Schritten. Wir nehmen an, dass die commons-basierte Peer-Produktion (kurze Begriffsdefinition hier und längerer Artikel hier) die Keimform repräsentiert. Hier nutzen wir das retrospektive […]

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