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	<title>Kommentare zu: Projektkrisen &#8212; am Beispiel von »Factor E Farm«</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Andreas Exner</title>
		<link>http://keimform.de/2009/projektkrisen-am-beispiel-von-factor-e-farm/#comment-16551</link>
		<dc:creator>Andreas Exner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 07:28:58 +0000</pubDate>
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		<description>Die Formulierung, &quot;nicht mit Ansprüchen überfrachten&quot; bezog sich auf die Art wie Marcin (und Inga) für meinen Eindruck &quot;ihr&quot; Projekt konzipieren bzw. sehen. Für Leute mit einem Ansatz wie Marcin ist der Anspruch - und es ist ein Anspruch - den Du (zurecht) an die Peer Economy formulierst, eine Überfrachtung. Und zwar deshalb, bitte korrigiere mich falls nötig, weil Marcin keine Peer Economy machen will. Das ist vielleicht überhaupt das grundsätzliche Problem, das hier weniger ein Peer Economy-Projekt &quot;nicht funktioniert&quot; bzw. mit einer Krise nicht &quot;gut umgeht&quot;, sondern die Betreiberinnen und Betreiber von vornherein eine andere Zielrichtung eingeschlagen haben resp. einschlagen wollen.
(Hier gibt es übrigens eine strukturelle Ähnlichkeit zu &quot;meinen&quot; Problemen in der unabhängigen Gewerkschaft hier in Kärnten: einige der Leute, die sich hier mehr oder weniger zufällig versammelt haben, teilen schlicht nicht die Motivationen, die ich und ein paar andere mit einer unabhängigen Gewerkschaft, die antikapitalistisch agieren will, verbinden. In einer solchen Situation ist es schwierig, überhaupt nur eine gemeinsame Basis zu finden, um mit Konflikten umzugehen.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Formulierung, &#8220;nicht mit Ansprüchen überfrachten&#8221; bezog sich auf die Art wie Marcin (und Inga) für meinen Eindruck &#8220;ihr&#8221; Projekt konzipieren bzw. sehen. Für Leute mit einem Ansatz wie Marcin ist der Anspruch &#8211; und es ist ein Anspruch &#8211; den Du (zurecht) an die Peer Economy formulierst, eine Überfrachtung. Und zwar deshalb, bitte korrigiere mich falls nötig, weil Marcin keine Peer Economy machen will. Das ist vielleicht überhaupt das grundsätzliche Problem, das hier weniger ein Peer Economy-Projekt &#8220;nicht funktioniert&#8221; bzw. mit einer Krise nicht &#8220;gut umgeht&#8221;, sondern die Betreiberinnen und Betreiber von vornherein eine andere Zielrichtung eingeschlagen haben resp. einschlagen wollen.<br />
(Hier gibt es übrigens eine strukturelle Ähnlichkeit zu &#8220;meinen&#8221; Problemen in der unabhängigen Gewerkschaft hier in Kärnten: einige der Leute, die sich hier mehr oder weniger zufällig versammelt haben, teilen schlicht nicht die Motivationen, die ich und ein paar andere mit einer unabhängigen Gewerkschaft, die antikapitalistisch agieren will, verbinden. In einer solchen Situation ist es schwierig, überhaupt nur eine gemeinsame Basis zu finden, um mit Konflikten umzugehen.)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Factor E Farm: Beginn einer Klärung &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/projektkrisen-am-beispiel-von-factor-e-farm/#comment-16541</link>
		<dc:creator>Factor E Farm: Beginn einer Klärung &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 08:30:39 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Anschluss an die Projektkrise wie sie im letzten Post von StefanMz beschrieben wurde hat Marcin begonnen, seine [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Anschluss an die Projektkrise wie sie im letzten Post von StefanMz beschrieben wurde hat Marcin begonnen, seine [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/projektkrisen-am-beispiel-von-factor-e-farm/#comment-16539</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 19:49:29 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
[#1] Ich schrieb damals, dass m.E. ein Projekt wie das von Marcin nicht mit Ansprüchen überfrachtet werden solle, und es mir gut vorstellbar erscheint, dass Marcin &amp; Co. “Dinge” entwickeln, ohne ihren Zusammenhang in einer transformativen Art zu entfalten oder zu reflektieren
&lt;/blockquote&gt;
 
Das klingt ein wenig, als gehe es um zwei verschiedene Dinge, das praktische Funktionieren eines PÖ-Projekts und zusätzliche emanzipatorische Ansprüche.  Was jetzt bei FeF passiert ist, zeigt IMHO, dass dem nicht so ist. Peer-Ökonomie funktioniert nur, wenn man bestimmte Logiken nicht reproduziert (z.B. die Ausschluss-Logik, wie Stefan klar gemacht hat, aber auch Hierachien, Guru-Getue und &lt;a href=&quot;../projects-in-crisis-for-example-factor-e-farm/#comment-16534&quot;&gt;Abgrenzung einer kleinen &quot;guten&quot; Gemeinschaft von der Gesellschaft insgesamt&lt;/a&gt;). Auf dem Terrain seiner eigenen Logik kann man den Kapitalismus halt nicht schlagen (und muss es vielleicht auch nicht :-) ).
 
Es geht also nicht darum, ein Peer-Ökonomie-Projekt mit Ansprüchen zu überfrachten, sondern sich zu fragen, wie Peer-Ökonomie funktioniert und mit welchen Logiken sie inkompatibel ist. Da diese uns in Form des Kapitalismus permanent umgeben, muss man sich ihrer schon bewusst sein, um sie zu vermeiden. Auch die &quot;Verwertungslogik&quot; gehört dazu. Wenn etwa Marcin von dem nun herausgeworfenen Jeremy &lt;a href=&quot;http://openfarmtech.org/weblog/?p=979#comment-35725&quot;&gt;die Vermarktung der &quot;Hexahatches&quot; verlangt&lt;/a&gt; und ihm eine falsche &quot;attitude&quot; vorwirft, wenn er darauf hinweist, dass diese noch nicht funktionieren, dann zeigt sich darin der Realitätsverlust des über dem erhofften Tauschwert den Gebrauchswert vergessenden Managers.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
[#1] Ich schrieb damals, dass m.E. ein Projekt wie das von Marcin nicht mit Ansprüchen überfrachtet werden solle, und es mir gut vorstellbar erscheint, dass Marcin &amp; Co. “Dinge” entwickeln, ohne ihren Zusammenhang in einer transformativen Art zu entfalten oder zu reflektieren
</p></blockquote>
<p> <br />
Das klingt ein wenig, als gehe es um zwei verschiedene Dinge, das praktische Funktionieren eines PÖ-Projekts und zusätzliche emanzipatorische Ansprüche.  Was jetzt bei FeF passiert ist, zeigt IMHO, dass dem nicht so ist. Peer-Ökonomie funktioniert nur, wenn man bestimmte Logiken nicht reproduziert (z.B. die Ausschluss-Logik, wie Stefan klar gemacht hat, aber auch Hierachien, Guru-Getue und <a href="../projects-in-crisis-for-example-factor-e-farm/#comment-16534">Abgrenzung einer kleinen &#8220;guten&#8221; Gemeinschaft von der Gesellschaft insgesamt</a>). Auf dem Terrain seiner eigenen Logik kann man den Kapitalismus halt nicht schlagen (und muss es vielleicht auch nicht <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ).<br />
 <br />
Es geht also nicht darum, ein Peer-Ökonomie-Projekt mit Ansprüchen zu überfrachten, sondern sich zu fragen, wie Peer-Ökonomie funktioniert und mit welchen Logiken sie inkompatibel ist. Da diese uns in Form des Kapitalismus permanent umgeben, muss man sich ihrer schon bewusst sein, um sie zu vermeiden. Auch die &#8220;Verwertungslogik&#8221; gehört dazu. Wenn etwa Marcin von dem nun herausgeworfenen Jeremy <a href="http://openfarmtech.org/weblog/?p=979#comment-35725">die Vermarktung der &#8220;Hexahatches&#8221; verlangt</a> und ihm eine falsche &#8220;attitude&#8221; vorwirft, wenn er darauf hinweist, dass diese noch nicht funktionieren, dann zeigt sich darin der Realitätsverlust des über dem erhofften Tauschwert den Gebrauchswert vergessenden Managers.</p>
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	<item>
		<title>Von: Andreas Exner</title>
		<link>http://keimform.de/2009/projektkrisen-am-beispiel-von-factor-e-farm/#comment-16536</link>
		<dc:creator>Andreas Exner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 04:55:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1909#comment-16536</guid>
		<description>Lieber Stefan

Danke für Deinen couragierten und offenen Beitrag! Ich kenne Inga aus Klagenfurt und habe Marcin kennengelernt. Wie viele war und bin ich fasziniert von seinem Engagement und denke, dass es sehr wichtig ist. Der Ansatz der Open Source Hardware Production ist m.E. generell ein zentraler.

Was mir allerdings schon problematisch erschien als ich Inga und Marcin (die sich kurz zuvor erst in Linz kennengelernt hatten) in Klagenfurt traf, ist in der Tat der &quot;sektenartige&quot; Zug - sorry to say that too. Wir hatten mit Franz Nahrada eine kurze Email-Diskussion darüber und Inga konnte nichts damit anfangen, die Frage der sozialen Organisation und des &quot;Hineinwirkens&quot; dessen, was man eigentlich überwinden will, zu thematisieren. Ich schrieb damals, dass m.E. ein Projekt wie das von Marcin nicht mit Ansprüchen überfrachtet werden solle, und es mir gut vorstellbar erscheint, dass Marcin &amp; Co. &quot;Dinge&quot; entwickeln, ohne ihren Zusammenhang in einer transformativen Art zu entfalten oder zu reflektieren (denn davon war bei Marcin und auch bei Inga nichts zu spüren oder zu erkennen).

Der Crash allerdings scheint mir zu zeigen, dass selbst eine so &quot;simple&quot; Herangehensweise des &quot;kümmern-wir-uns-nicht-um-die-neue-gesellschaft-sondern-machen-wir-einfach-produkte&quot; offenbar nicht &quot;simpel&quot; ist, sondern ziemlich rasch in ein dead end führen kann.
(Ich hör schon Lorenz im Hintergrund was sagen ;-).

Die &quot;Vergatterung&quot; auf &quot;den Visionär&quot; und alles, was offenbar in Marcins Projekt aufgekommen ist, erinnert auch - ich muss gerade sagen: ziemlich fatal - an Rob Hopkins Transition Network, das Franz Nahrada und ich in Österreich und auf europäischer Internetebene ein wenig gepusht haben. Auch hier gibt es die Diskussion um das &quot;gutwillige Leadership&quot;, den Ansatz zur &quot;Vergatterung&quot;, den Anspruch, &quot;Prinzipien&quot; einzuhalten, mit &quot;den Gründern&quot; in &quot;ständigem Kontakt&quot; zu stehen usw. usf.

Ich habe das im Transition Austria-Netz bereits problematisiert (schon von Beginn weg). Nachdem jetzt auch aus Neuseeland der Ansatz des &quot;gutmütigen Leadership&quot;, den Hopkins &amp; Co. pushen, kritisch thematisiert wird, scheint es auch in der österreichischen Crew eine gewisse Öffnung für diese Kritik zu geben.

Es ist allerdings bezeichnend und vielleicht auch ein wenig erschreckend, wie sich solche Muster in den verschiedensten Gruppen wiederholen.

Dass ich so viel dazu schreibe, zeigt, dass mich das Thema auf verschiedene Art beschäftigt. Nicht zuletzt in der unabhängigen Gewerkschaft Grüne/UG, siehe www.grueneug.wordpress.com, in der ich u.a. zur Zeit (wohlgemerkt) aktiv bin.

Dies ist nun wieder ein etwas anders gelagerter Fall, aber ein ebenso erschreckendes Beispiel des &quot;Hineinwirkens&quot; dessen, was es zu überwinden gilt. Etwas anders gelagert ist der Fall, weil ich hier mit der Parteilogik (der Grünen) konfrontiert bin und die Parteilogiker mit der anders gelagerten Perspektive der sich unabhängig Verstehenden (die zum Teil Parteibücher haben, zum Teil, so wie ich, nicht).

Es kam bereits zu Mobbing, und es ist für alle Beteiligten bereits äußerst unlustig geworden. Für mich stellt sich permament die Frage, ob so ein &quot;politisches&quot; Engagement überhaupt irgendeinen Sinn machen kann und wenn ja, welchen. Perspektive sehe ich nur in einer offenen Gruppe, die sich der Problematik des &quot;Hineinwirkens&quot; stellt. Tragisch ist - oder mir fällt zur Zeit kein besseres Wort dafür ein - dass eine Gruppe mit Leuten, die zum Teil nicht &quot;offen&quot; sein wollen, auch keine antikapitalistische Perspektive verfolgen (ich spreche hier nicht von &quot;Glaubensbekenntnissen&quot;, sondern der Sache nach), die vor allem einer Logik der Macht folgen (zuerst muss die Grünpartei stark sein, dann kann man erst &quot;wirklich&quot; etwas &quot;umsetzen&quot; - bis dahin muss man taktisch agieren usw.), dass man mit solchen Leuten definitiv (denke ich zur Zeit jedenfalls) keine sinnvolle Gruppe machen kann.
Dann aber beginnt sofort die zerstörerische Logik der Macht zu wirken, der Exklusion, der Konkurrenz, des Führungskampfes usw.

Ich bin ein wenig ratlos, was diese Dinge angeht. (Vor allem, weil sie sich in vielen, auch den unabhängigen Gruppen zeigen - wiewohl im Dunstkreis einer Partei und im Zusammenhang mit den Institutionen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft noch einmal um ein Eck schärfer, kommt mir vor).

Vielleicht ist Veröffentlichung solcher Debatten ein kleiner Beitrag, hier ein Stück weiter zu kommen. Wobei Illusionen fehl am Platze sind: mit &quot;Parteilogikern&quot; zum Beispiel ist eine Debatte meiner Erfahrung nach schlicht nicht möglich, das ist eher wie im Krieg, wo zuerst mal geschossen wird und denken nicht erwünscht ist. ...  was aber nicht heißt, dass dieses Verhalten nicht öffentlich thematisiert und diskutiert werden sollte - ohne aber selbst wieder in die Falle des &quot;von nun ab wird zurückgeschossen&quot; zu tappen, die in dieser Logik weit offen da steht... Ganz im Gegenteil.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Stefan</p>
<p>Danke für Deinen couragierten und offenen Beitrag! Ich kenne Inga aus Klagenfurt und habe Marcin kennengelernt. Wie viele war und bin ich fasziniert von seinem Engagement und denke, dass es sehr wichtig ist. Der Ansatz der Open Source Hardware Production ist m.E. generell ein zentraler.</p>
<p>Was mir allerdings schon problematisch erschien als ich Inga und Marcin (die sich kurz zuvor erst in Linz kennengelernt hatten) in Klagenfurt traf, ist in der Tat der &#8220;sektenartige&#8221; Zug &#8211; sorry to say that too. Wir hatten mit Franz Nahrada eine kurze Email-Diskussion darüber und Inga konnte nichts damit anfangen, die Frage der sozialen Organisation und des &#8220;Hineinwirkens&#8221; dessen, was man eigentlich überwinden will, zu thematisieren. Ich schrieb damals, dass m.E. ein Projekt wie das von Marcin nicht mit Ansprüchen überfrachtet werden solle, und es mir gut vorstellbar erscheint, dass Marcin &amp; Co. &#8220;Dinge&#8221; entwickeln, ohne ihren Zusammenhang in einer transformativen Art zu entfalten oder zu reflektieren (denn davon war bei Marcin und auch bei Inga nichts zu spüren oder zu erkennen).</p>
<p>Der Crash allerdings scheint mir zu zeigen, dass selbst eine so &#8220;simple&#8221; Herangehensweise des &#8220;kümmern-wir-uns-nicht-um-die-neue-gesellschaft-sondern-machen-wir-einfach-produkte&#8221; offenbar nicht &#8220;simpel&#8221; ist, sondern ziemlich rasch in ein dead end führen kann.<br />
(Ich hör schon Lorenz im Hintergrund was sagen <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Die &#8220;Vergatterung&#8221; auf &#8220;den Visionär&#8221; und alles, was offenbar in Marcins Projekt aufgekommen ist, erinnert auch &#8211; ich muss gerade sagen: ziemlich fatal &#8211; an Rob Hopkins Transition Network, das Franz Nahrada und ich in Österreich und auf europäischer Internetebene ein wenig gepusht haben. Auch hier gibt es die Diskussion um das &#8220;gutwillige Leadership&#8221;, den Ansatz zur &#8220;Vergatterung&#8221;, den Anspruch, &#8220;Prinzipien&#8221; einzuhalten, mit &#8220;den Gründern&#8221; in &#8220;ständigem Kontakt&#8221; zu stehen usw. usf.</p>
<p>Ich habe das im Transition Austria-Netz bereits problematisiert (schon von Beginn weg). Nachdem jetzt auch aus Neuseeland der Ansatz des &#8220;gutmütigen Leadership&#8221;, den Hopkins &amp; Co. pushen, kritisch thematisiert wird, scheint es auch in der österreichischen Crew eine gewisse Öffnung für diese Kritik zu geben.</p>
<p>Es ist allerdings bezeichnend und vielleicht auch ein wenig erschreckend, wie sich solche Muster in den verschiedensten Gruppen wiederholen.</p>
<p>Dass ich so viel dazu schreibe, zeigt, dass mich das Thema auf verschiedene Art beschäftigt. Nicht zuletzt in der unabhängigen Gewerkschaft Grüne/UG, siehe <a href="http://www.grueneug.wordpress.com" rel="nofollow">http://www.grueneug.wordpress.com</a>, in der ich u.a. zur Zeit (wohlgemerkt) aktiv bin.</p>
<p>Dies ist nun wieder ein etwas anders gelagerter Fall, aber ein ebenso erschreckendes Beispiel des &#8220;Hineinwirkens&#8221; dessen, was es zu überwinden gilt. Etwas anders gelagert ist der Fall, weil ich hier mit der Parteilogik (der Grünen) konfrontiert bin und die Parteilogiker mit der anders gelagerten Perspektive der sich unabhängig Verstehenden (die zum Teil Parteibücher haben, zum Teil, so wie ich, nicht).</p>
<p>Es kam bereits zu Mobbing, und es ist für alle Beteiligten bereits äußerst unlustig geworden. Für mich stellt sich permament die Frage, ob so ein &#8220;politisches&#8221; Engagement überhaupt irgendeinen Sinn machen kann und wenn ja, welchen. Perspektive sehe ich nur in einer offenen Gruppe, die sich der Problematik des &#8220;Hineinwirkens&#8221; stellt. Tragisch ist &#8211; oder mir fällt zur Zeit kein besseres Wort dafür ein &#8211; dass eine Gruppe mit Leuten, die zum Teil nicht &#8220;offen&#8221; sein wollen, auch keine antikapitalistische Perspektive verfolgen (ich spreche hier nicht von &#8220;Glaubensbekenntnissen&#8221;, sondern der Sache nach), die vor allem einer Logik der Macht folgen (zuerst muss die Grünpartei stark sein, dann kann man erst &#8220;wirklich&#8221; etwas &#8220;umsetzen&#8221; &#8211; bis dahin muss man taktisch agieren usw.), dass man mit solchen Leuten definitiv (denke ich zur Zeit jedenfalls) keine sinnvolle Gruppe machen kann.<br />
Dann aber beginnt sofort die zerstörerische Logik der Macht zu wirken, der Exklusion, der Konkurrenz, des Führungskampfes usw.</p>
<p>Ich bin ein wenig ratlos, was diese Dinge angeht. (Vor allem, weil sie sich in vielen, auch den unabhängigen Gruppen zeigen &#8211; wiewohl im Dunstkreis einer Partei und im Zusammenhang mit den Institutionen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft noch einmal um ein Eck schärfer, kommt mir vor).</p>
<p>Vielleicht ist Veröffentlichung solcher Debatten ein kleiner Beitrag, hier ein Stück weiter zu kommen. Wobei Illusionen fehl am Platze sind: mit &#8220;Parteilogikern&#8221; zum Beispiel ist eine Debatte meiner Erfahrung nach schlicht nicht möglich, das ist eher wie im Krieg, wo zuerst mal geschossen wird und denken nicht erwünscht ist. &#8230;  was aber nicht heißt, dass dieses Verhalten nicht öffentlich thematisiert und diskutiert werden sollte &#8211; ohne aber selbst wieder in die Falle des &#8220;von nun ab wird zurückgeschossen&#8221; zu tappen, die in dieser Logik weit offen da steht&#8230; Ganz im Gegenteil.</p>
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