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	<title>Kommentare zu: Peer-Ökonomie in der Diskussion II</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Ist Commonismus Kommunismus? (HTML) &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-16445</link>
		<dc:creator>Ist Commonismus Kommunismus? (HTML) &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 14:43:37 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Uli (2009): Kein Weg aus dem Kapitalismus. keimform.de. http://www.keimform.de/2009/02/20/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/ (Zugriff am [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Uli (2009): Kein Weg aus dem Kapitalismus. keimform.de. <a href="http://www.keimform.de/2009/02/20/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/" rel="nofollow">http://www.keimform.de/2009/02/20/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/</a> (Zugriff am [...]</p>
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		<title>Von: Wege aus dem Kapitalismus &#187; Hubert Herfurth: Zur WAK- und Peer-Ökonomie Diskussion</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-16337</link>
		<dc:creator>Wege aus dem Kapitalismus &#187; Hubert Herfurth: Zur WAK- und Peer-Ökonomie Diskussion</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 15:39:26 +0000</pubDate>
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		<description>[...] um die Ohren zu schlagen. Uli diskutiert hier so abstrakt wie ungenau. Schon sein Versuch in &#8220;Kein Weg aus dem Kapitalismus!&#8221; Christi­an Siefkes&#8217; Peer-&#214;konomie Konzept von meiner Kritik [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] um die Ohren zu schlagen. Uli diskutiert hier so abstrakt wie ungenau. Schon sein Versuch in &#8220;Kein Weg aus dem Kapitalismus!&#8221; Christi­an Siefkes&#8217; Peer-&#214;konomie Konzept von meiner Kritik [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hubert</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-16336</link>
		<dc:creator>Hubert</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 07:59:49 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo @Chriastian,
habe mir erlaubt die Diskussion aus Anlass von Ulis Äußerunge zu ergänzen. Du findest das  auf http://docs.google.com/View?docid=dfr5rqhg_1jdpvgrf5&amp;pageview=1&amp;hgd=1&amp;hl=en
Gruß Hubert</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo @Chriastian,<br />
habe mir erlaubt die Diskussion aus Anlass von Ulis Äußerunge zu ergänzen. Du findest das  auf <a href="http://docs.google.com/View?docid=dfr5rqhg_1jdpvgrf5&#038;pageview=1&#038;hgd=1&#038;hl=en" rel="nofollow">http://docs.google.com/View?docid=dfr5rqhg_1jdpvgrf5&#038;pageview=1&#038;hgd=1&#038;hl=en</a><br />
Gruß Hubert</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15895</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 09:16:03 +0000</pubDate>
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		<description>Zu dem Beispiel mit 4 zu 4 Stunden: Natürlich ist eine Mehrwertrate von 100 % &lt;i&gt;aus heutiger Sicht &lt;/i&gt; etwas hochgegriffen, damals dürfte sie aber normal gewesen sein - mit entsprechend längeren Arbeitstagen allerdings, ich hätte wohl besser 6 : 6 Stunden schreiben sollen. Heute ist eine so hohe Mehrwertrate wohl eher unüblich.

Deinen Populismus-Vorwurf kann ich aber nicht nachvollziehen. Tatsächlich eignen sich die Kapi-talisten (eine Mehrwertrate von 100 % einmal vorausgesetzt) die Hälfte des &lt;i&gt;produzierten Werts&lt;/i&gt; an. Der Wert des konstanten Kapitals wird ja nur übertragen. (Darauf hat&#039;s aber zuvor auch schon einen Mehrwert gegeben, das heißt auch davon haben sich die Kapitalisten vorher mal einen entsprechenden Teil angeeignet.) Es ist also nicht nur kein Populismus, sondern durchaus richtig, zu sagen, dass (eine Mehrwertrate von 100 % vorausgesetzt) die Arbeiter die Hälfte der Zeit für die Kapitalisten arbeiten.

Richtig ist natürlich auch, dass die Kapitalisten diesen Mehrwert nicht komplett &quot;verknuspern&quot;. Zum Teil erweitern sie damit ihre Produktion, was sie in vielen Fällen wohl durchaus müssen, um in der Konkurrenz zu bestehen. Soweit gebe ich dir recht. Aber: Vorher hat ja bereits die Aneignung des Mehrwerts stattgefunden. Das habe ich gemeint, als ich gesagt habe, &quot;die Arbeiter arbeiten für die Kapitalisten&quot;. Denn der wiederinvestierte Wert gehört den Kapitalisten ja weiterhin. - Nehmen wir an, die Hälfte der 4 Stunden des Kapitalisten würde verkonsumiert und die Hälfte reinvestiert. Würdest du hier sagen, die Arbeiter haben 4 Stunden für sich und nur 2 Stunden für den Kapitalis-ten gearbeitet? Für wen hätten sie denn dann die restlichen  2 Stunden gearbeitet?

&lt;blockquote&gt; In der PÖ muss es keine Vorab-Einigung geben, sondern sie ergibt sich über die vorgeschlagenen Vermittlungsformen der PÖ (sowohl bei der Produktion wie bei der Konsumtion). Das ist das “Gesellschaftliche”&lt;/blockquote&gt;

Die Vermittlungsformen an sich sind ja nicht der ganze Mechanismus. Es gibt auch ein starkes Element der Vereinbarung in der PÖ (auch wenn diese vielleicht laufend getroffen und angepasst werden und &quot;vorab&quot; deshalb vielleicht irreführend ist). Es wird ja laufend vom Pool entschieden, welche Beiträge anerkannt werden und ggb.falls welche - zuvor noch gar nicht geleisteten - Arbei-ten &quot;ausgeschrieben&quot; werden. So hatte ich das zumindest immer verstanden.

Die weighted hours verbinden dann ja nur diese Nachfrage - und die ist durchaus gesellschaftlich, oder zumindest gemeinschaftlich von einer großen Gruppe von Menschen bestimmt - mit den Inte-ressen und Vorlieben der Beitragenden.

Der Vermittlungsmechanismus ist also gegenüber der Überlegung, was will man eigentlich gemacht haben, durchaus sekundär. Deshalb denke ich ja auch, dass es kein Gesellschaftlichkeitsdefizit in der PÖ gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu dem Beispiel mit 4 zu 4 Stunden: Natürlich ist eine Mehrwertrate von 100 % <i>aus heutiger Sicht </i> etwas hochgegriffen, damals dürfte sie aber normal gewesen sein &#8211; mit entsprechend längeren Arbeitstagen allerdings, ich hätte wohl besser 6 : 6 Stunden schreiben sollen. Heute ist eine so hohe Mehrwertrate wohl eher unüblich.</p>
<p>Deinen Populismus-Vorwurf kann ich aber nicht nachvollziehen. Tatsächlich eignen sich die Kapi-talisten (eine Mehrwertrate von 100 % einmal vorausgesetzt) die Hälfte des <i>produzierten Werts</i> an. Der Wert des konstanten Kapitals wird ja nur übertragen. (Darauf hat&#8217;s aber zuvor auch schon einen Mehrwert gegeben, das heißt auch davon haben sich die Kapitalisten vorher mal einen entsprechenden Teil angeeignet.) Es ist also nicht nur kein Populismus, sondern durchaus richtig, zu sagen, dass (eine Mehrwertrate von 100 % vorausgesetzt) die Arbeiter die Hälfte der Zeit für die Kapitalisten arbeiten.</p>
<p>Richtig ist natürlich auch, dass die Kapitalisten diesen Mehrwert nicht komplett &#8220;verknuspern&#8221;. Zum Teil erweitern sie damit ihre Produktion, was sie in vielen Fällen wohl durchaus müssen, um in der Konkurrenz zu bestehen. Soweit gebe ich dir recht. Aber: Vorher hat ja bereits die Aneignung des Mehrwerts stattgefunden. Das habe ich gemeint, als ich gesagt habe, &#8220;die Arbeiter arbeiten für die Kapitalisten&#8221;. Denn der wiederinvestierte Wert gehört den Kapitalisten ja weiterhin. &#8211; Nehmen wir an, die Hälfte der 4 Stunden des Kapitalisten würde verkonsumiert und die Hälfte reinvestiert. Würdest du hier sagen, die Arbeiter haben 4 Stunden für sich und nur 2 Stunden für den Kapitalis-ten gearbeitet? Für wen hätten sie denn dann die restlichen  2 Stunden gearbeitet?</p>
<blockquote><p> In der PÖ muss es keine Vorab-Einigung geben, sondern sie ergibt sich über die vorgeschlagenen Vermittlungsformen der PÖ (sowohl bei der Produktion wie bei der Konsumtion). Das ist das “Gesellschaftliche”</p></blockquote>
<p>Die Vermittlungsformen an sich sind ja nicht der ganze Mechanismus. Es gibt auch ein starkes Element der Vereinbarung in der PÖ (auch wenn diese vielleicht laufend getroffen und angepasst werden und &#8220;vorab&#8221; deshalb vielleicht irreführend ist). Es wird ja laufend vom Pool entschieden, welche Beiträge anerkannt werden und ggb.falls welche &#8211; zuvor noch gar nicht geleisteten &#8211; Arbei-ten &#8220;ausgeschrieben&#8221; werden. So hatte ich das zumindest immer verstanden.</p>
<p>Die weighted hours verbinden dann ja nur diese Nachfrage &#8211; und die ist durchaus gesellschaftlich, oder zumindest gemeinschaftlich von einer großen Gruppe von Menschen bestimmt &#8211; mit den Inte-ressen und Vorlieben der Beitragenden.</p>
<p>Der Vermittlungsmechanismus ist also gegenüber der Überlegung, was will man eigentlich gemacht haben, durchaus sekundär. Deshalb denke ich ja auch, dass es kein Gesellschaftlichkeitsdefizit in der PÖ gibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15893</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 13:23:14 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin#27:&lt;blockquote&gt;Natürlich arbeiten die Arbeiter für den Kapitalisten mit! Z.B. bei einer Mehrwertrate von 100 Prozent und einer 40-Stunden-Woche arbeiten die Arbeiter jeden Tag 4 Stunden für sich, 4 Stunden für den Kapitalisten. (...) In der PÖ müssten sie also nur 4 Stunden arbeiten (dort wird ja kein Mehrwert erzeugt), ...&lt;/blockquote&gt;Das ist ein Irrtum, ein ziemlich populistischer obendrein. In den angeeigneten 4 Stunden des Kapitalisten ist auch jener Teil, der als Kapital wieder in die Verwertung eingehen muss, um in der Konkurrenz weiter zu bestehen. Diese Reinvestition ist Teil der &lt;em&gt;gesellschaftlichen Reproduktion&lt;/em&gt; der Produktionsbedingungen, die selbstverständlich in einer PÖ auch aufgebracht werden müssten -- sonst würde die PÖ tatsächlich schnell zusammenbrechen. Summarisch ist der Teil, den die Kapitalisten &lt;em&gt;individuell&lt;/em&gt; verknuspern, relativ gering. Deswegen ist es gefährlicher Populismus, das übl(ich)e Szenario des schmarotzenden Kapitalisten aufzumachen, der nur einfach &quot;weg&quot; müsste, und dann wäre alles gut. -- Ja, das hast du nicht geschrieben, aber in diesem Fahrwasser bewegst du dich, das solltest du dir klar machen.

In der PÖ wird kein Mehrwert erzeugt, richtig, aber ein Mehrprodukt in jedem Fall. Sonst wäre es nämlich keine Gesellschaft.&lt;blockquote&gt;... und diese auch nur, wenn sie sich vorher geeinigt hätten, dass genau das, was in der entsprechenden kap. Gesellschaft getan wird, auch getan werden muss. (Das ist übrigens das “Gesellschaftliche”, was ihr immer so vermisst. Im Kap. gibt’s das nicht, da entscheidet der Unternehmer...)&lt;/blockquote&gt;&lt;em&gt;Das&lt;/em&gt; ist sicher nicht das &quot;Gesellschaftliche&quot;. In der PÖ muss es keine Vorab-Einigung geben, sondern sie ergibt sich über die vorgeschlagenen Vermittlungsformen der PÖ (sowohl bei der Produktion wie bei der Konsumtion). &lt;em&gt;Das&lt;/em&gt; ist das &quot;Gesellschaftliche&quot;, genauer: die gesellschaftliche Vermittlung, die allerdings manche KritikerInnen nicht verstehen. Umgekehrt liest sich dein Satz liest sich so, als ob im Kapitalismus die Unternehmer die &quot;Gesellschaftlichkeit&quot; organisieren, weil sie entscheiden. Das kannst du nicht gemeint haben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin#27:<br />
<blockquote>Natürlich arbeiten die Arbeiter für den Kapitalisten mit! Z.B. bei einer Mehrwertrate von 100 Prozent und einer 40-Stunden-Woche arbeiten die Arbeiter jeden Tag 4 Stunden für sich, 4 Stunden für den Kapitalisten. (&#8230;) In der PÖ müssten sie also nur 4 Stunden arbeiten (dort wird ja kein Mehrwert erzeugt), &#8230;</p></blockquote>
<p>Das ist ein Irrtum, ein ziemlich populistischer obendrein. In den angeeigneten 4 Stunden des Kapitalisten ist auch jener Teil, der als Kapital wieder in die Verwertung eingehen muss, um in der Konkurrenz weiter zu bestehen. Diese Reinvestition ist Teil der <em>gesellschaftlichen Reproduktion</em> der Produktionsbedingungen, die selbstverständlich in einer PÖ auch aufgebracht werden müssten &#8212; sonst würde die PÖ tatsächlich schnell zusammenbrechen. Summarisch ist der Teil, den die Kapitalisten <em>individuell</em> verknuspern, relativ gering. Deswegen ist es gefährlicher Populismus, das übl(ich)e Szenario des schmarotzenden Kapitalisten aufzumachen, der nur einfach &#8220;weg&#8221; müsste, und dann wäre alles gut. &#8212; Ja, das hast du nicht geschrieben, aber in diesem Fahrwasser bewegst du dich, das solltest du dir klar machen.</p>
<p>In der PÖ wird kein Mehrwert erzeugt, richtig, aber ein Mehrprodukt in jedem Fall. Sonst wäre es nämlich keine Gesellschaft.<br />
<blockquote>&#8230; und diese auch nur, wenn sie sich vorher geeinigt hätten, dass genau das, was in der entsprechenden kap. Gesellschaft getan wird, auch getan werden muss. (Das ist übrigens das “Gesellschaftliche”, was ihr immer so vermisst. Im Kap. gibt’s das nicht, da entscheidet der Unternehmer&#8230;)</p></blockquote>
<p><em>Das</em> ist sicher nicht das &#8220;Gesellschaftliche&#8221;. In der PÖ muss es keine Vorab-Einigung geben, sondern sie ergibt sich über die vorgeschlagenen Vermittlungsformen der PÖ (sowohl bei der Produktion wie bei der Konsumtion). <em>Das</em> ist das &#8220;Gesellschaftliche&#8221;, genauer: die gesellschaftliche Vermittlung, die allerdings manche KritikerInnen nicht verstehen. Umgekehrt liest sich dein Satz liest sich so, als ob im Kapitalismus die Unternehmer die &#8220;Gesellschaftlichkeit&#8221; organisieren, weil sie entscheiden. Das kannst du nicht gemeint haben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15889</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 19:03:16 +0000</pubDate>
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		<description>Band 1 kann aber halt nicht allein betrachtet werden. Und selbst innerhalb von Bd.1 hat man einen Aufbau. Marx geht immer eine Ebene nach der anderen durch und betrachtet nur, was dort schon bekannt ist; auf der Ebene des einfachen Warentausches kann man noch jeden Warenbesitzer auf den Markt begleiten. Später weiß man dann allerdings, dass die Arbeiter gar keine Waren zu verkaufen haben, außer ihre Arbeitskraft. Ganz genau weiß ich zwar nicht, an welcher Stelle in der Argumentation der Satz steht, da ich das Kapital hier nicht mit habe, aber jedenfalls ist das noch vor der Betrachtung des Produktionsprozesses und seiner Bedingungen, die Kapitalisten wie Arbeiter schaffen. Der entscheidende Punkt - wodurch sind die beiden bestimmt - ist also an der Stelle noch gar nicht eingeführt. Deshalb ist es dort noch egal, wie der Warenbesitzer an seine Ware gekommen ist.

Es ging nicht darum, ob man Marx gelesen hat, sondern ob man ihn ernst nimmt und seine Theorie zur Erklärung zugrunde legt. Wenn man das tut, kann man nicht auf die Ideen kommen, dass (a) PÖ-Beträger Lohnarbeiter oder Kapitalisten seien, dass sie (b) ihre Arbeitskraft verkaufen müssten, dass (c) weighted hours Geld seien und Wert ausdrückten oder dass (d) der Kapitalismus dasjenige System sei, in dem sich Eigeninitiative völlig frei entfalten kann, und daher im Umkehrschluss die Möglichkeit von &quot;Eigeninitiative&quot; (in Form von Projektgründung) in der PÖ diese irgendwie Kap.-ähnlich machen würde.

Um diese Punkte zu klären, habe ich meine letzten Kommentare geschrieben. Weitere Unterschiede der PÖ zum Kap. habe ich - ebenfalls auf Basis von Marx - &lt;a href=&quot;http://www.keimform.de/2009/02/20/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/comment-page-1/#comment-15777&quot;&gt; hier &lt;/a&gt; erläutert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Band 1 kann aber halt nicht allein betrachtet werden. Und selbst innerhalb von Bd.1 hat man einen Aufbau. Marx geht immer eine Ebene nach der anderen durch und betrachtet nur, was dort schon bekannt ist; auf der Ebene des einfachen Warentausches kann man noch jeden Warenbesitzer auf den Markt begleiten. Später weiß man dann allerdings, dass die Arbeiter gar keine Waren zu verkaufen haben, außer ihre Arbeitskraft. Ganz genau weiß ich zwar nicht, an welcher Stelle in der Argumentation der Satz steht, da ich das Kapital hier nicht mit habe, aber jedenfalls ist das noch vor der Betrachtung des Produktionsprozesses und seiner Bedingungen, die Kapitalisten wie Arbeiter schaffen. Der entscheidende Punkt &#8211; wodurch sind die beiden bestimmt &#8211; ist also an der Stelle noch gar nicht eingeführt. Deshalb ist es dort noch egal, wie der Warenbesitzer an seine Ware gekommen ist.</p>
<p>Es ging nicht darum, ob man Marx gelesen hat, sondern ob man ihn ernst nimmt und seine Theorie zur Erklärung zugrunde legt. Wenn man das tut, kann man nicht auf die Ideen kommen, dass (a) PÖ-Beträger Lohnarbeiter oder Kapitalisten seien, dass sie (b) ihre Arbeitskraft verkaufen müssten, dass (c) weighted hours Geld seien und Wert ausdrückten oder dass (d) der Kapitalismus dasjenige System sei, in dem sich Eigeninitiative völlig frei entfalten kann, und daher im Umkehrschluss die Möglichkeit von &#8220;Eigeninitiative&#8221; (in Form von Projektgründung) in der PÖ diese irgendwie Kap.-ähnlich machen würde.</p>
<p>Um diese Punkte zu klären, habe ich meine letzten Kommentare geschrieben. Weitere Unterschiede der PÖ zum Kap. habe ich &#8211; ebenfalls auf Basis von Marx &#8211; <a href="http://www.keimform.de/2009/02/20/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/comment-page-1/#comment-15777"> hier </a> erläutert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans-Gert Gräbe</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15888</link>
		<dc:creator>Hans-Gert Gräbe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 16:48:50 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Wenn man Ökonomie bis hin zu Formeln im Sinne einer Arbeitswerttheorie treibt - und das macht nicht nur Marx im Band 1 des Kapitals, sondern auch Christian dankenswerterweise im Anhang seines Buchs - dann wirst du um eine Marxsche Prämisse nicht herumkommen, die dieser wie folgt formuliert (MEW 23, S. 119) &quot;Begleiten wir nun irgendeinen Warenbesitzer, unseren altbekannten Leinweber z.B., zur Szene des Austauschprozesses, dem Warenmarkt&quot;. Es ist also an der Stelle offensichtlich der &lt;i&gt;Produzent&lt;/i&gt;, der &quot;auf den Warenmarkt&quot; geht, allerdings &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; der Lohnarbeiter (den der Leinweber - hier ganz klar als Unternehmer - &lt;i&gt;unabhängig&lt;/i&gt; vom eigenen Erfolg auf dem Markt entlohnen muss, falls er ein solches Verdingungsverhältnis begründet hatte). Diese terminologische Ungenauigkeit zieht sich durch den ganzen ersten Band und sollte vermieden werden, wenn man PÖ auf arbeitswerttheoretische Parallelen hin abklopft (mehr habe ich gar nicht vor). In dem Sinne arbeitet ein Lohnarbeiter auf (im Sinne der Arbeitswerttheorie) fremde Rechnung und ein Unternehmer - zum Beispiel ein Handswerksmeister wie eben dieser Leinweber - auf eigene Rechnung. Der eine bekommt sein Geld, wenn der Job getan ist, der andere, wenn das Projekt, für welches er Verantwortung übernommen hat, &quot;am Markt&quot; erfolgreich war. Dass damals erst produziert und dann verkauft wurde, in einer Gesellschaft von Dienstleistungen dagegen erst ein Vertrag geschlossen, dann geleistet und hinterher abgerechnet wird (ich nehme an, auch bei Christians Auktionsmodell werden GS erst &lt;i&gt;nach&lt;/i&gt; der Tat gutgeschrieben) ist für das Prinzipielle zweitrangig. Ich kann also deine Unterscheidung zwischen Handwerksmeistern und Kapitalisten &lt;b&gt;auf der Ebene von Band 1&lt;/b&gt; nicht nachvollziehen. Weitere Details dazu (einschließlich des Zeugnisses, dass ich nicht nur Marx, sondern auch die zeitgenössische Kritik, etwa von Peter Ruben, gelesen habe) findest du in meinem &lt;a href=&quot;http://www.hg-graebe.de/EigeneTexte/awt-07.pdf&quot;&gt;Arbeitswertpaper&lt;/a&gt;.

Dass eine Diskussion von Konsequenzen in der PÖ ernsthaft eröffnet worden wäre, wenn etwas - Kloschrubben zum Beispiel (was ein Bezug auf die konkreten Argumente im hinreichend bekannten Text &quot;Das utopische Klo&quot; von Annette Schlemm und keine Abqualifizierung ist) -  nicht erfolgreich abgeschlossen wird bzw. wie genau und durch wen die Abnahme erfolgt, ist mir nicht bekannt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Wenn man Ökonomie bis hin zu Formeln im Sinne einer Arbeitswerttheorie treibt &#8211; und das macht nicht nur Marx im Band 1 des Kapitals, sondern auch Christian dankenswerterweise im Anhang seines Buchs &#8211; dann wirst du um eine Marxsche Prämisse nicht herumkommen, die dieser wie folgt formuliert (MEW 23, S. 119) &#8220;Begleiten wir nun irgendeinen Warenbesitzer, unseren altbekannten Leinweber z.B., zur Szene des Austauschprozesses, dem Warenmarkt&#8221;. Es ist also an der Stelle offensichtlich der <i>Produzent</i>, der &#8220;auf den Warenmarkt&#8221; geht, allerdings <i>nicht</i> der Lohnarbeiter (den der Leinweber &#8211; hier ganz klar als Unternehmer &#8211; <i>unabhängig</i> vom eigenen Erfolg auf dem Markt entlohnen muss, falls er ein solches Verdingungsverhältnis begründet hatte). Diese terminologische Ungenauigkeit zieht sich durch den ganzen ersten Band und sollte vermieden werden, wenn man PÖ auf arbeitswerttheoretische Parallelen hin abklopft (mehr habe ich gar nicht vor). In dem Sinne arbeitet ein Lohnarbeiter auf (im Sinne der Arbeitswerttheorie) fremde Rechnung und ein Unternehmer &#8211; zum Beispiel ein Handswerksmeister wie eben dieser Leinweber &#8211; auf eigene Rechnung. Der eine bekommt sein Geld, wenn der Job getan ist, der andere, wenn das Projekt, für welches er Verantwortung übernommen hat, &#8220;am Markt&#8221; erfolgreich war. Dass damals erst produziert und dann verkauft wurde, in einer Gesellschaft von Dienstleistungen dagegen erst ein Vertrag geschlossen, dann geleistet und hinterher abgerechnet wird (ich nehme an, auch bei Christians Auktionsmodell werden GS erst <i>nach</i> der Tat gutgeschrieben) ist für das Prinzipielle zweitrangig. Ich kann also deine Unterscheidung zwischen Handwerksmeistern und Kapitalisten <b>auf der Ebene von Band 1</b> nicht nachvollziehen. Weitere Details dazu (einschließlich des Zeugnisses, dass ich nicht nur Marx, sondern auch die zeitgenössische Kritik, etwa von Peter Ruben, gelesen habe) findest du in meinem <a href="http://www.hg-graebe.de/EigeneTexte/awt-07.pdf">Arbeitswertpaper</a>.</p>
<p>Dass eine Diskussion von Konsequenzen in der PÖ ernsthaft eröffnet worden wäre, wenn etwas &#8211; Kloschrubben zum Beispiel (was ein Bezug auf die konkreten Argumente im hinreichend bekannten Text &#8220;Das utopische Klo&#8221; von Annette Schlemm und keine Abqualifizierung ist) &#8211;  nicht erfolgreich abgeschlossen wird bzw. wie genau und durch wen die Abnahme erfolgt, ist mir nicht bekannt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15885</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 13:28:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1276#comment-15885</guid>
		<description>@HGG: Legt man die Marxsche Theorie des Kapitalismus (wie sie im &quot;Kapital&quot; dargestellt wird) zugrunde, dann sind Beitragende in der PÖ weder Lohnarbeiter noch Kapitalisten. Denn für Lohnarbeiter ist charakteristisch, dass sie &quot;doppeltfrei&quot; sind: Sie haben keine Produktionsmittel, aber sind auch keine Sklaven und müssen keine Fronarbeit leisten (wie im Feudalismus). D.h. sie KÖNNEN ihre Lohnarbeit verkaufen (eine Freiheit), aber MÜSSEN es auch (weil sie frei sind von Produktionsmitteln).

Kapitalisten dagegen sind laut Marx Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt verdienen, indem sie Kapital haben (und damit andere für sich arbeiten lassen). Das heißt übrigens nicht, dass sie nicht 60 Stunden im Büro sitzen, um das alles zu überwachen und dafür zu sorgen, dass das Kapital das Richtige macht, wie z.B. die Aldi-Brüder; es ist also keine Aussage über Faulheit oder Fließ der Kapitalisten. Aber das ist nicht die eigentliche, wertschaffende Arbeit (und es haben ja auch genug Leute Unternehmen und überwachen die nicht selbst, sondern bezahlen andere dafür).

Der Handwerker, von dem du sprichst, wäre nach Marx ein &quot;kleiner Meister&quot; (dafür könnte er auch ein oder zwei Angestellte haben; entscheidend ist, dass er nicht von der Arbeit dieser Leute leben kann, sondern selber voll mitarbeitet).

Jetzt wirst du vielleicht sagen: Warum soll ich diese Unterscheidung akzeptieren? - Das kann man nur mit einem Verweis auf die Gesamtleistung der Marxschen Theorie beantworten. Wenn man sich mit Marx zu beschäftigen beginnt, glaubt man meist, man wüsste schon alles über den Kapitalismus (weil man z.B. jahrelang den Wirtschaftsteil bürgerlicher Zeitschriften gelesen, oder vielleicht sogar VWL studiert hat). Aber das Erstaunliche ist: Die Theorie von Marx ist nach wie vor die einzige, die zahlreiche Effekte überhaupt plausibel erklären kann. Aber man muss sie eben als Ganze kennen (und dafür mindestens das &quot;Kapital&quot; sorgfältig gelesen haben, was leider mühselig ist, aber auch durchaus Spaß machen kann). Bei Marx hängen die Kategorien immer auf komplexe Art miteinander zusammen; dass die Unterscheidung zwischen &quot;Kapitalist&quot; und &quot;Arbeiter&quot;, wie ich sie erläutert habe, Sinn macht, kann man daher nur erkennen, wenn man die Marxsche Theorie kennt und daher versteht, welche Funktion sie im Gesamtsystem hat. Leuchtet einem dieses dann ein, dann wird man auch die Unterscheidung akzeptieren.

Wenn man Marx zugrunde legt, dann ist in der PÖ also niemand Kapitalist (weil niemand von der Arbeit anderer lebt), aber auch niemand Lohnarbeiter (weil niemand seine Arbeits&lt;i&gt;kraft&lt;/i&gt; verkauft). Dafür ist die Unterscheidung zwischen Arbeit und Arbeitskraft wichtig, die Christian &lt;a href=&quot;http://www.keimform.de/2009/03/07/marx-theory-of-value-and-why-exchange-can-be-equal-and-still-bad&quot;&gt; hier &lt;/a&gt; kurz erklärt: Wer im Kap. seine Arbeitskraft verkauft, kriegt immer weniger dafür, als er arbeiten muss. Selbst wenn du also denkst, dass Beitragende in der PÖ vielleicht doch ihre &quot;Arbeit verkaufen&quot; müssten (weil sie ja &quot;weighted hours&quot; dafür kriegen), bleibt aus marxistischer Sicht die Tatsache, dass das eben nicht die Arbeitskraft ist. Und dieser Unterschied - so leicht man ihn übersieht - ist der zwischen Ausbeutung und keiner Ausbeutung; zwischen Mehrwert/Profit und keinem Mehrwert/Profit; und damit zwischen Kapitalismus und keinem Kapitalismus.

Dies sind alles, wenn man Marx kennt, ganz grundsätzliche Dinge. Wenn man Marx nicht kennt, müssen sie dagegen unverständlich bleiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich, bevor ich Marx gelesen habe, selbst genauso gedacht hätte wie du jetzt: Es kann doch nur eines von beiden sein - Lohnarbeiter oder Kapitalist! - Man merkt nicht, dass man die Gegebenheiten des Vorhandenen um einen her als absolut setzt, dass man Systembedingungen gleich allgemeinen Realitätsbedingungen (&#039;so ist eben jede Wirtschaft&#039;) setzt. Das ist genau der Fehler, den auch die gesamten heutigen Wiwis machen, weshalb sie - ohne dies zu wollen - ideologisch sind. ---

Ansonsten noch ein letztes Mal zum leidigen &quot;Kloschrubber&quot;: Den würde es, in dem Kapitalismus vergleichbarer Form, in einer PÖ gar nicht geben, nicht mehr als es in einer Freundesgruppe den &quot;Partysaubermacher&quot; gibt. Man macht das eben mal - nicht jedeR, aber die meisten -, und dann macht man mal wieder was andres. Die Vorstellung, man müsste sich auf einen Beruf festlegen, ist eine Übertragung von kapitalistischen Verhältnissen auf die PÖ. In der PÖ gibt es nicht dieselben Zwänge, sich auf etwas festzulegen, wie im Kap. Dies gilt vor allem, weil im Kap. immer die Arbeit knapp ist (dafür sorgen beständige Rationalisierungszwänge), gleichzeitig aber (trotz reichlich vorhandenen gesellschaftlichen Reichtums) die allermeisten Leute eine haben müssen. Daher muss ich sehen, dass ich mich irgendwo etabliere. In der PÖ ist es dagegen gut, wenn&#039;s wenig zu tun gibt, dann müssen wir alle weniger tun.

Was Wahl der Tätigkeiten betrifft, gibt es nur (1) die Tatsache, dass ich das, was ich mache, ausreichend gut können muss, um es als Beitrag anerkannt zu kriegen (also ich kann nicht heute Arzt sein und nächste Woche Pilot, aber natürlich kann ich heute Putzen, nächste Woche Einkaufen gehen und übermorgen den Garten neu gestalten). (2) wird man auf die Gewichtungen der Tätigkeiten achten, die letztlich den gesellschaftlichen Bedarf anzeigen. Vielleicht bin ich ja Arzt, entscheide mich aber - weil es viele Ärzte gibt und die Gesellschaft mich daher in dieser Funktion daher nicht so dringlich braucht -, mal was ganz andres zu machen, z.B. den Garten zu pflegen oder einen Bus zu fahren. Das ist alles möglich, man kann also niemand als &quot;Kloputzer&quot; abqualifizieren, wie du es tust.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HGG: Legt man die Marxsche Theorie des Kapitalismus (wie sie im &#8220;Kapital&#8221; dargestellt wird) zugrunde, dann sind Beitragende in der PÖ weder Lohnarbeiter noch Kapitalisten. Denn für Lohnarbeiter ist charakteristisch, dass sie &#8220;doppeltfrei&#8221; sind: Sie haben keine Produktionsmittel, aber sind auch keine Sklaven und müssen keine Fronarbeit leisten (wie im Feudalismus). D.h. sie KÖNNEN ihre Lohnarbeit verkaufen (eine Freiheit), aber MÜSSEN es auch (weil sie frei sind von Produktionsmitteln).</p>
<p>Kapitalisten dagegen sind laut Marx Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt verdienen, indem sie Kapital haben (und damit andere für sich arbeiten lassen). Das heißt übrigens nicht, dass sie nicht 60 Stunden im Büro sitzen, um das alles zu überwachen und dafür zu sorgen, dass das Kapital das Richtige macht, wie z.B. die Aldi-Brüder; es ist also keine Aussage über Faulheit oder Fließ der Kapitalisten. Aber das ist nicht die eigentliche, wertschaffende Arbeit (und es haben ja auch genug Leute Unternehmen und überwachen die nicht selbst, sondern bezahlen andere dafür).</p>
<p>Der Handwerker, von dem du sprichst, wäre nach Marx ein &#8220;kleiner Meister&#8221; (dafür könnte er auch ein oder zwei Angestellte haben; entscheidend ist, dass er nicht von der Arbeit dieser Leute leben kann, sondern selber voll mitarbeitet).</p>
<p>Jetzt wirst du vielleicht sagen: Warum soll ich diese Unterscheidung akzeptieren? &#8211; Das kann man nur mit einem Verweis auf die Gesamtleistung der Marxschen Theorie beantworten. Wenn man sich mit Marx zu beschäftigen beginnt, glaubt man meist, man wüsste schon alles über den Kapitalismus (weil man z.B. jahrelang den Wirtschaftsteil bürgerlicher Zeitschriften gelesen, oder vielleicht sogar VWL studiert hat). Aber das Erstaunliche ist: Die Theorie von Marx ist nach wie vor die einzige, die zahlreiche Effekte überhaupt plausibel erklären kann. Aber man muss sie eben als Ganze kennen (und dafür mindestens das &#8220;Kapital&#8221; sorgfältig gelesen haben, was leider mühselig ist, aber auch durchaus Spaß machen kann). Bei Marx hängen die Kategorien immer auf komplexe Art miteinander zusammen; dass die Unterscheidung zwischen &#8220;Kapitalist&#8221; und &#8220;Arbeiter&#8221;, wie ich sie erläutert habe, Sinn macht, kann man daher nur erkennen, wenn man die Marxsche Theorie kennt und daher versteht, welche Funktion sie im Gesamtsystem hat. Leuchtet einem dieses dann ein, dann wird man auch die Unterscheidung akzeptieren.</p>
<p>Wenn man Marx zugrunde legt, dann ist in der PÖ also niemand Kapitalist (weil niemand von der Arbeit anderer lebt), aber auch niemand Lohnarbeiter (weil niemand seine Arbeits<i>kraft</i> verkauft). Dafür ist die Unterscheidung zwischen Arbeit und Arbeitskraft wichtig, die Christian <a href="http://www.keimform.de/2009/03/07/marx-theory-of-value-and-why-exchange-can-be-equal-and-still-bad"> hier </a> kurz erklärt: Wer im Kap. seine Arbeitskraft verkauft, kriegt immer weniger dafür, als er arbeiten muss. Selbst wenn du also denkst, dass Beitragende in der PÖ vielleicht doch ihre &#8220;Arbeit verkaufen&#8221; müssten (weil sie ja &#8220;weighted hours&#8221; dafür kriegen), bleibt aus marxistischer Sicht die Tatsache, dass das eben nicht die Arbeitskraft ist. Und dieser Unterschied &#8211; so leicht man ihn übersieht &#8211; ist der zwischen Ausbeutung und keiner Ausbeutung; zwischen Mehrwert/Profit und keinem Mehrwert/Profit; und damit zwischen Kapitalismus und keinem Kapitalismus.</p>
<p>Dies sind alles, wenn man Marx kennt, ganz grundsätzliche Dinge. Wenn man Marx nicht kennt, müssen sie dagegen unverständlich bleiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich, bevor ich Marx gelesen habe, selbst genauso gedacht hätte wie du jetzt: Es kann doch nur eines von beiden sein &#8211; Lohnarbeiter oder Kapitalist! &#8211; Man merkt nicht, dass man die Gegebenheiten des Vorhandenen um einen her als absolut setzt, dass man Systembedingungen gleich allgemeinen Realitätsbedingungen (&#8216;so ist eben jede Wirtschaft&#8217;) setzt. Das ist genau der Fehler, den auch die gesamten heutigen Wiwis machen, weshalb sie &#8211; ohne dies zu wollen &#8211; ideologisch sind. &#8212;</p>
<p>Ansonsten noch ein letztes Mal zum leidigen &#8220;Kloschrubber&#8221;: Den würde es, in dem Kapitalismus vergleichbarer Form, in einer PÖ gar nicht geben, nicht mehr als es in einer Freundesgruppe den &#8220;Partysaubermacher&#8221; gibt. Man macht das eben mal &#8211; nicht jedeR, aber die meisten -, und dann macht man mal wieder was andres. Die Vorstellung, man müsste sich auf einen Beruf festlegen, ist eine Übertragung von kapitalistischen Verhältnissen auf die PÖ. In der PÖ gibt es nicht dieselben Zwänge, sich auf etwas festzulegen, wie im Kap. Dies gilt vor allem, weil im Kap. immer die Arbeit knapp ist (dafür sorgen beständige Rationalisierungszwänge), gleichzeitig aber (trotz reichlich vorhandenen gesellschaftlichen Reichtums) die allermeisten Leute eine haben müssen. Daher muss ich sehen, dass ich mich irgendwo etabliere. In der PÖ ist es dagegen gut, wenn&#8217;s wenig zu tun gibt, dann müssen wir alle weniger tun.</p>
<p>Was Wahl der Tätigkeiten betrifft, gibt es nur (1) die Tatsache, dass ich das, was ich mache, ausreichend gut können muss, um es als Beitrag anerkannt zu kriegen (also ich kann nicht heute Arzt sein und nächste Woche Pilot, aber natürlich kann ich heute Putzen, nächste Woche Einkaufen gehen und übermorgen den Garten neu gestalten). (2) wird man auf die Gewichtungen der Tätigkeiten achten, die letztlich den gesellschaftlichen Bedarf anzeigen. Vielleicht bin ich ja Arzt, entscheide mich aber &#8211; weil es viele Ärzte gibt und die Gesellschaft mich daher in dieser Funktion daher nicht so dringlich braucht -, mal was ganz andres zu machen, z.B. den Garten zu pflegen oder einen Bus zu fahren. Das ist alles möglich, man kann also niemand als &#8220;Kloputzer&#8221; abqualifizieren, wie du es tust.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans-Gert Gräbe</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15884</link>
		<dc:creator>Hans-Gert Gräbe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 11:40:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1276#comment-15884</guid>
		<description>@Uli #26 
&lt;blockquote&gt;Richtiger hätte Marx also sagen müssen: “Jeder nach seinen bzw. alle nach ihren Bedürfnissen.” Punkt. &lt;/blockquote&gt;
Mit den Bedürfnissen ist das so eine Sache. Es ist ja nicht nur die ökologische Seite, die begrenzt, sondern Bedürfn isse sind &lt;i&gt;inhärent&lt;/i&gt; widersprüchlich. Das beginnt schon bei den eigenen Bedürfnissen - wenigstens bei mir - wo die Zeit gar nicht ausreicht, alles mich Interessierende auch zu verfolgen. Dieses dauernde innere Spannungsfeld erfährt seine Ergänzung durch äußere, wo die Befriedigung von Bedürfnissen von anderen abhängt, die das vielleicht gerade vollkommen anders sehen. Jede und jeder, die/der in einer Partnerschaft lebt, weiß davon ein Lied zu singen. Ich behaute sogar, dass es &lt;i&gt;genau&lt;/i&gt; diese inneren Bedürfniswidersprüche sind, die Gesellschaft vorantreiben. 

Den &quot;Punkt&quot; setzt du deshalb nach meinem Verständnis zu früh, dort geht der wirklich interessante Teil erst los. Ich denke auch, dass eine inhärent humane Gesellschaft primär an den Formen der Bewältigung von Bedürfniskonflikten zu erkennen ist, auch und insbesondere eine kommunistische. P2P-Ökonomie finde ich in dem Zusammenhang spannend, weil viele der  Bedürfniskonflikte auch P2P-artig strukturiert sind. 

@Martin #27: &lt;blockquote&gt;Andererseits ist das aber noch lang nicht Kapitalismus, wie HGG immer meint von wegen: alle wären in der PÖ Unternehmer! Haha. Ich glaube, selbst die Kapitalisten wissen, dass Unternehmertum etwas andres ist als “Ich hab ne Idee und verwirkliche die jetzt (selber, mit meiner eigenen Arbeit!)”. Nur wenn man die kapitalistische Propaganda der Wirtschaftswissenschaften und ihrer (im wahrsten Sinne des Wortes) Marktschreier in den Medien wörtlich ernst nimmt, kann man sowas glauben und annehmen, dass “Eigeninitiative” das Entscheidende beim Kap. ist. (Sorry HGG, ist nicht böse gemeint.)&lt;/blockquote&gt;
Wenn &quot;gewichtete Stunden&quot; eine Wertform ist (ich verwende &quot;Wertform&quot; im Plural, um nicht in die Hegelfalle zu tappen), dann wäre die Frage, ob der Kloschrubber Lohnarbeiter (des Kollektivs) oder eigenständiger Unternehmer in der Art des Dachdeckermeisters ist, mit dem ich mich auf der Grundlage eines detaillierten Voranschlags (nicht nur der Kosten!) einige. Wie weit der Dachdeckermeister als Unternehmer auch noch Kapitalist ist (in einem bei dir impliziten Verständnis, das dann doch mal zu explizieren wäre, denn meiner kommt grade so über die Runden und hat keine hochspekulativen &quot;toxischen&quot; Finanzprodukte &quot;am Markt&quot; laufen, da fehlt schlicht die Knete) und wie weit gar &quot;die kapitalistische Propaganda der Wirtschaftswissenschaften&quot; die realweltlichen Sorgen dieses Dachdeckermeisters erfassen, das wäre eine gesonderte Betrachtung wert. Nein, wer Ulis Forderung nach Theorie ernst nimmt, wird auch hier genauer hinschauen müssen. Stichwort &quot;Creators and Owners&quot; bei Eben Moglen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Uli #26 </p>
<blockquote><p>Richtiger hätte Marx also sagen müssen: “Jeder nach seinen bzw. alle nach ihren Bedürfnissen.” Punkt. </p></blockquote>
<p>Mit den Bedürfnissen ist das so eine Sache. Es ist ja nicht nur die ökologische Seite, die begrenzt, sondern Bedürfn isse sind <i>inhärent</i> widersprüchlich. Das beginnt schon bei den eigenen Bedürfnissen &#8211; wenigstens bei mir &#8211; wo die Zeit gar nicht ausreicht, alles mich Interessierende auch zu verfolgen. Dieses dauernde innere Spannungsfeld erfährt seine Ergänzung durch äußere, wo die Befriedigung von Bedürfnissen von anderen abhängt, die das vielleicht gerade vollkommen anders sehen. Jede und jeder, die/der in einer Partnerschaft lebt, weiß davon ein Lied zu singen. Ich behaute sogar, dass es <i>genau</i> diese inneren Bedürfniswidersprüche sind, die Gesellschaft vorantreiben. </p>
<p>Den &#8220;Punkt&#8221; setzt du deshalb nach meinem Verständnis zu früh, dort geht der wirklich interessante Teil erst los. Ich denke auch, dass eine inhärent humane Gesellschaft primär an den Formen der Bewältigung von Bedürfniskonflikten zu erkennen ist, auch und insbesondere eine kommunistische. P2P-Ökonomie finde ich in dem Zusammenhang spannend, weil viele der  Bedürfniskonflikte auch P2P-artig strukturiert sind. </p>
<p>@Martin #27:<br />
<blockquote>Andererseits ist das aber noch lang nicht Kapitalismus, wie HGG immer meint von wegen: alle wären in der PÖ Unternehmer! Haha. Ich glaube, selbst die Kapitalisten wissen, dass Unternehmertum etwas andres ist als “Ich hab ne Idee und verwirkliche die jetzt (selber, mit meiner eigenen Arbeit!)”. Nur wenn man die kapitalistische Propaganda der Wirtschaftswissenschaften und ihrer (im wahrsten Sinne des Wortes) Marktschreier in den Medien wörtlich ernst nimmt, kann man sowas glauben und annehmen, dass “Eigeninitiative” das Entscheidende beim Kap. ist. (Sorry HGG, ist nicht böse gemeint.)</p></blockquote>
<p>Wenn &#8220;gewichtete Stunden&#8221; eine Wertform ist (ich verwende &#8220;Wertform&#8221; im Plural, um nicht in die Hegelfalle zu tappen), dann wäre die Frage, ob der Kloschrubber Lohnarbeiter (des Kollektivs) oder eigenständiger Unternehmer in der Art des Dachdeckermeisters ist, mit dem ich mich auf der Grundlage eines detaillierten Voranschlags (nicht nur der Kosten!) einige. Wie weit der Dachdeckermeister als Unternehmer auch noch Kapitalist ist (in einem bei dir impliziten Verständnis, das dann doch mal zu explizieren wäre, denn meiner kommt grade so über die Runden und hat keine hochspekulativen &#8220;toxischen&#8221; Finanzprodukte &#8220;am Markt&#8221; laufen, da fehlt schlicht die Knete) und wie weit gar &#8220;die kapitalistische Propaganda der Wirtschaftswissenschaften&#8221; die realweltlichen Sorgen dieses Dachdeckermeisters erfassen, das wäre eine gesonderte Betrachtung wert. Nein, wer Ulis Forderung nach Theorie ernst nimmt, wird auch hier genauer hinschauen müssen. Stichwort &#8220;Creators and Owners&#8221; bei Eben Moglen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/peer-oekonomie-in-der-diskussion-ii/#comment-15867</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 20:42:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1276#comment-15867</guid>
		<description>@Uli #20: [Bin derzeit im Ausland und kaum im Netz, deshalb mit Verspätung.]

Ich verstehe schon, welche Vorstellungen dahinter stecken, wenn du z.B. ein Flatrate-Modell &#039;für alle&#039; forderst - und nicht nur für die Teilnehmer eines Projekts. Aber in der PÖ kann das nicht grundsätzlich verlangt werden. Denn der Grundgedanke der PÖ ist ja, dass man auch einfach mal ein Projekt aufziehen kann. Müsste man damit dann immer gleich ALLE Bedürfnisse einer bestimmten Art erfüllen, wäre das unmöglich.

Andererseits ist das aber noch lang nicht Kapitalismus, wie HGG immer meint von wegen: alle wären in der PÖ Unternehmer! Haha. Ich glaube, selbst die Kapitalisten wissen, dass Unternehmertum etwas andres ist als &quot;Ich hab ne Idee und verwirkliche die jetzt (selber, mit meiner eigenen Arbeit!)&quot;. Nur wenn man die kapitalistische Propaganda der Wirtschaftswissenschaften und ihrer (im wahrsten Sinne des Wortes) Marktschreier in den Medien wörtlich ernst nimmt, kann man sowas glauben und annehmen, dass &quot;Eigeninitiative&quot; das Entscheidende beim Kap. ist. (Sorry HGG, ist nicht böse gemeint.)

Ganz im Gegenteil: Der Kap. macht mehr Eigeninitiative kaputt als er braucht, denn die Arbeiterklasse wird beständig als solche reproduziert - und deren ganze Initiative beschränkt sich dann darauf, dass sie ihre Arbeitskraft verkaufen darf. Nur eine Minderheit kann im Kap. seine Ideen und Vorstellungen verwirklichen, dafür wird immer explizit gesorgt.

In der PÖ kann das aber jedeR, und zudem ist die Bandbreite an Möglichkeiten viel größer, weil eine gute Idee nicht auch noch Profit machen muss - es reicht, wenn sich ausreichend Interessenten finden, die entweder Spaß daran haben, oder die Produkte haben wollen, oder beides.

Verlangt man dagegen, dass jedes produzierte Gut sofort allen Interessenten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wird, bleibt nur eine zentralisierte Planung, bei der Menschen höchstens Anträge stellen könnten - denn wenn etwas gemacht wird, müsste es sofort für alle gemacht werden. Das widerspricht also dem Geist der PÖ völlig. Andrerseits widerspräche es ihrem Geist aber auch, etwas für sich zu behalten, was man teilen kann. Das gilt natürlich insbesondere für Produktionsweisen, Baupläne, aber auch praktische Ratschläge. Damit steht also allen Interessenten immer offen, etwas, was bisher nur von einem Projekt für seine Mitglieder gemacht wird, einfach für sich selbst zu machen - oder in das andre Projekt einzutreten.

&lt;blockquote&gt; Wo Verfügungsberechtigte über Produktionsmittel – egal wie deren Verfügung zustande kommt, egal auch ob dies eine automatisch funtionierende Maschinerie der Verteigerung ist – den Zwang von Menschen, arbeiten zu müssen, nutzen (müssen), um eben deren Arbeit(skraft) anzuwenden, wo sich das Maß oder gar die Tatsache der gesellschaftliche Anerkennung (oder Nichtanerkennung) der so hergestellten Produkte sich in einer Versteigerung herausstellt, da handelt es sich um Warenproduktion – auf hohem Niveau ist das unvermeidbar eine kapitalistische. &lt;/blockquote&gt;

Aber es ist ja andersherum: Nicht die Produkte werden versteigert, sondern die Aufgaben; und über die wird tatsächlich vorher &quot;gesellschaftlich&quot; entschieden, auch wenn das einzelne Verteilungspools natürlich unterschiedlich handhaben können. [Letzteres hat aber IMHO nur Vorteile: Wenn ich z.B. in einem Pool lebe, der meine (sagen wir, künstlerische) Arbeitsleistung (d.h. Beiträge) nicht anerkennt, kann ich in einen anderen gehen. Aber ich kann eben auch sagen, gut, ich mache ein paar Stunden die Woche was Unbeliebtes (etwa putzen).]

Jetzt kann man natürlich kritisieren, dass hier doch noch ein &quot;Arbeitszwang&quot; bestehe. Tut es aber nur in dem allgemeinen Sinn, dass es in der Gesellschaft eben notwendige Aufgaben gibt (Stichwort: Produktion als Stoffwechsel mit der Natur, das muss es in jeder Gesellschaft geben) und die irgendwie verteilt werden müssen. IRGEND JEMAND muss in jeder Gesellschaft arbeiten, sonst verhungern und erfrieren alle. In einer PÖ-Gesellschaft werden nur die Arbeiten, von denen sich alle einig sind, dass sie notwendig sind, auf alle Menschen verteilt. Und je unbeliebter so ne Arbeit ist, desto weniger muss man davon machen. Fertig.

Weil dass das Prinzip ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass auch gar nicht SO großzügig mit der Anerkennung von Beiträgen umgegangen wird. So mancher, der heute großkotzig als Professor lebt, aber Bücher schreibt, die niemanden interessieren (und ich kenne ne MENGE Leute dieser Art aus meiner Erfahrung im Uni- und Wissenschaftsbetrieb!), müssten dort eben zusätzlich, z.B., putzen. Dasselbe gilt für so manch andre, die sich heute lukrative Posten in Unternehmen oder Bürokratie gesichert haben.

ABER (und das ist ein ganz wichtiges aber!): Der Kap. nutzt den Arbeitszwang aus. wie du es auch sagst. EinePÖ würde ihn nicht ausnutzen, sondern nur die Arbeit verteilen, die zu tun ist. Wenn wir uns alle einig sind, dass x, y, z zu tun sind, und es dann auf alle verteilen und es kommen 20 Stunden pro Woche raus, dann sind es halt 20 Stunden. Tant pis. Aber NIEMAND MACHT DAMIT EINEN PROFIT, niemand lebt gut auf deine Kosten und niemand macht sich aus deiner Lage einen Vorteil, wie im Kap. And that&#039;s the point.

(Übrigens werden&#039;s wahrscheinlich viel weniger sein, eher vielleicht 5 oder so. Und ist das wirklich so schlimm? Lohnt es sich wirklich, wie ihr immer zu implizieren scheint, deshalb alles beim alten zu lassen? Ist es nicht ein Unterschied, ob man 40 Stunden für den Kapitalisten arbeitet oder 5 Stunden - okay, vielleicht auch 10 - die Tätigkeiten ausführt, von denen man vorher gemeinsam beschlossen hat, dass sie nötig sind?)

Noch ganz rasch zum Punkt &quot;Gesellschaftlichkeit&quot;: Hier wird auch gesellschaftlich überlegt, was man braucht, und da kommen dann vielleicht jene 5 - 10 Stunden raus. Oder es kommen 15 Stunden raus und das ist euch zu viel. Dann muss man sich eben zusammen setzen und sich überlegen, was man weglässt. Vielleicht braucht man ja doch keine Straßenbeleuchtung auf beiden Seiten der Straße, sondern nur auf einer? Auch in der PÖ kann man sparen, und somit die gemeinschaftlich - gesellschaftlich!! - zu machende Arbeit verringern. (Dagegen spart man heute allenthalben, um den Kapitalisten größere Profite zu ermöglichen.)

Allerdings ist in einer PÖ auch nicht ALLES gesellschafltich geplant. Wenn ich mich etwa mit Leuten zusammentue, um irgendwas zu bauen, zu entwerfen, whatever, dann ist das zunächst mal unsre Sache, und niemand kann uns daran hindern. Wenn die andern dann daran interessiert sind, können sie unsre Arbeitsleistung als Beiträge anerkennen. Dann müssen sie alle etwas mehr arbeiten. Aber offenbar ist es ihnen das ja dann auch wert.

Einen dem Kap. vergleichbaren Zwang gibt es hier also nirgendwo.


Noch ein paar kurze Anmerkungen zu deiner Polemik-Sektion: &quot;Weighted hours&quot; sind kein Geld, weil sie in jeder Hinsicht anders funktionieren, was du ja auch tw. anerkannt hast. Aber auch das mit dem Aufschatzen ist wichtig: Es wird nicht gehen, weil ihr nur Aufwand untereinander teilt. Auch hier ist wieder der Blick in die bereits vorhandenen Formen der PÖ hilfreich. Nehmen wir an, du triffst dich mit Freunden, um Essen zu kochen. Vielleicht vereinbart ihr, dass eingie am Tag vorher einkaufen gehen und die andern zusammen kochen. Jemand sagt: Ich kann bei beiden Terminen nicht, kann erst am Abend kommen, aber ich kann am nächsten Morgen aufräumen. Auch gut. Aber wenn jemand sagt: Ich mache bei allen drei Terminen mit - Einkaufen, Kochen, Aufräumen -, möchte aber, dass ihr dafür alle in Zukunft für mich arbeitet - ich weiß noch nicht, wann, sage euch aber dann Bescheid; ihr müsst zur Verfügung stehen -, dann würdet ihr den doch auslachen, oder?

Wahrscheinlich würdet ihr diese Person nie wieder anrufen und seine Anrufe ignorieren. Also war&#039;s wohl nix mit dem Aufschatzen.

Das ist PÖ: Man teilt sich die vorhandene Arbeit und ist pragmatisch dabei. Kein Problem, wenn eineR mal ne Woche mehr macht und die nächste weniger. Aber Schatzbildung und daraus entstehende Ansprüche - wohl kaum!


&lt;blockquote&gt; Doppelter Irrtum. Es ist keine Unsitte des Kapitals sondern Ausdruck der Gerechtigkeit, des äquivalenten Tauschs, einschließlich dessen beim Kauf und Verkauf der Ware Arbeitskraft. &lt;/blockquote&gt; 

Natürlich arbeiten die Arbeiter für den Kapitalisten mit! Z.B. bei einer Mehrwertrate von 100 Prozent und einer 40-Stunden-Woche arbeiten die Arbeiter jeden Tag 4 Stunden für sich, 4 Stunden für den Kapitalisten. Genau die Hälfte ist dann für den Kapitalisten, davon lebt er/sie und lässt sich&#039;s gutgehen. Natürlich verkaufen die Arbeiter die Arbeitskraft zu ihrem Wert - aber das ist ja grade die Schweinerei, dass sie die Arbeitskraft verkaufen und deshalb zu so unvorteilhaften Bedingungen arbeiten müssen! Gäbe es niemand, der das muss, gäbe es auch keinen Kap.

In der PÖ müssten sie also nur 4 Stunden arbeiten (dort wird ja kein Mehrwert erzeugt), und diese auch nur, wenn sie sich vorher geeinigt hätten, dass genau das, was in der entsprechenden kap. Gesellschaft getan wird, auch getan werden muss. (Das ist übrigens das &quot;Gesellschaftliche&quot;, was ihr immer so vermisst. Im Kap. gibt&#039;s das nicht, da entscheidet der Unternehmer, dass jetzt dies und das getan wird, und alle sind ihm absurderweise noch dankbar dafür, dass er &quot;Arbeit geschaffen hat&quot;! Als ob das ein Verdienst wäre!)

Also: (1) können sie entscheiden, weniger zu tun, und (2) müssen sie bei dem, was sie tun, nicht für andere mitarbeiten, sondern nur ihren Anteil leisten. Und wie gesagt: Der muss in jedem Fall geleistet werden, von irgend jemand. Denn von allein tut die Arbeit sich nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Uli #20: [Bin derzeit im Ausland und kaum im Netz, deshalb mit Verspätung.]</p>
<p>Ich verstehe schon, welche Vorstellungen dahinter stecken, wenn du z.B. ein Flatrate-Modell &#8216;für alle&#8217; forderst &#8211; und nicht nur für die Teilnehmer eines Projekts. Aber in der PÖ kann das nicht grundsätzlich verlangt werden. Denn der Grundgedanke der PÖ ist ja, dass man auch einfach mal ein Projekt aufziehen kann. Müsste man damit dann immer gleich ALLE Bedürfnisse einer bestimmten Art erfüllen, wäre das unmöglich.</p>
<p>Andererseits ist das aber noch lang nicht Kapitalismus, wie HGG immer meint von wegen: alle wären in der PÖ Unternehmer! Haha. Ich glaube, selbst die Kapitalisten wissen, dass Unternehmertum etwas andres ist als &#8220;Ich hab ne Idee und verwirkliche die jetzt (selber, mit meiner eigenen Arbeit!)&#8221;. Nur wenn man die kapitalistische Propaganda der Wirtschaftswissenschaften und ihrer (im wahrsten Sinne des Wortes) Marktschreier in den Medien wörtlich ernst nimmt, kann man sowas glauben und annehmen, dass &#8220;Eigeninitiative&#8221; das Entscheidende beim Kap. ist. (Sorry HGG, ist nicht böse gemeint.)</p>
<p>Ganz im Gegenteil: Der Kap. macht mehr Eigeninitiative kaputt als er braucht, denn die Arbeiterklasse wird beständig als solche reproduziert &#8211; und deren ganze Initiative beschränkt sich dann darauf, dass sie ihre Arbeitskraft verkaufen darf. Nur eine Minderheit kann im Kap. seine Ideen und Vorstellungen verwirklichen, dafür wird immer explizit gesorgt.</p>
<p>In der PÖ kann das aber jedeR, und zudem ist die Bandbreite an Möglichkeiten viel größer, weil eine gute Idee nicht auch noch Profit machen muss &#8211; es reicht, wenn sich ausreichend Interessenten finden, die entweder Spaß daran haben, oder die Produkte haben wollen, oder beides.</p>
<p>Verlangt man dagegen, dass jedes produzierte Gut sofort allen Interessenten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wird, bleibt nur eine zentralisierte Planung, bei der Menschen höchstens Anträge stellen könnten &#8211; denn wenn etwas gemacht wird, müsste es sofort für alle gemacht werden. Das widerspricht also dem Geist der PÖ völlig. Andrerseits widerspräche es ihrem Geist aber auch, etwas für sich zu behalten, was man teilen kann. Das gilt natürlich insbesondere für Produktionsweisen, Baupläne, aber auch praktische Ratschläge. Damit steht also allen Interessenten immer offen, etwas, was bisher nur von einem Projekt für seine Mitglieder gemacht wird, einfach für sich selbst zu machen &#8211; oder in das andre Projekt einzutreten.</p>
<blockquote><p> Wo Verfügungsberechtigte über Produktionsmittel – egal wie deren Verfügung zustande kommt, egal auch ob dies eine automatisch funtionierende Maschinerie der Verteigerung ist – den Zwang von Menschen, arbeiten zu müssen, nutzen (müssen), um eben deren Arbeit(skraft) anzuwenden, wo sich das Maß oder gar die Tatsache der gesellschaftliche Anerkennung (oder Nichtanerkennung) der so hergestellten Produkte sich in einer Versteigerung herausstellt, da handelt es sich um Warenproduktion – auf hohem Niveau ist das unvermeidbar eine kapitalistische. </p></blockquote>
<p>Aber es ist ja andersherum: Nicht die Produkte werden versteigert, sondern die Aufgaben; und über die wird tatsächlich vorher &#8220;gesellschaftlich&#8221; entschieden, auch wenn das einzelne Verteilungspools natürlich unterschiedlich handhaben können. [Letzteres hat aber IMHO nur Vorteile: Wenn ich z.B. in einem Pool lebe, der meine (sagen wir, künstlerische) Arbeitsleistung (d.h. Beiträge) nicht anerkennt, kann ich in einen anderen gehen. Aber ich kann eben auch sagen, gut, ich mache ein paar Stunden die Woche was Unbeliebtes (etwa putzen).]</p>
<p>Jetzt kann man natürlich kritisieren, dass hier doch noch ein &#8220;Arbeitszwang&#8221; bestehe. Tut es aber nur in dem allgemeinen Sinn, dass es in der Gesellschaft eben notwendige Aufgaben gibt (Stichwort: Produktion als Stoffwechsel mit der Natur, das muss es in jeder Gesellschaft geben) und die irgendwie verteilt werden müssen. IRGEND JEMAND muss in jeder Gesellschaft arbeiten, sonst verhungern und erfrieren alle. In einer PÖ-Gesellschaft werden nur die Arbeiten, von denen sich alle einig sind, dass sie notwendig sind, auf alle Menschen verteilt. Und je unbeliebter so ne Arbeit ist, desto weniger muss man davon machen. Fertig.</p>
<p>Weil dass das Prinzip ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass auch gar nicht SO großzügig mit der Anerkennung von Beiträgen umgegangen wird. So mancher, der heute großkotzig als Professor lebt, aber Bücher schreibt, die niemanden interessieren (und ich kenne ne MENGE Leute dieser Art aus meiner Erfahrung im Uni- und Wissenschaftsbetrieb!), müssten dort eben zusätzlich, z.B., putzen. Dasselbe gilt für so manch andre, die sich heute lukrative Posten in Unternehmen oder Bürokratie gesichert haben.</p>
<p>ABER (und das ist ein ganz wichtiges aber!): Der Kap. nutzt den Arbeitszwang aus. wie du es auch sagst. EinePÖ würde ihn nicht ausnutzen, sondern nur die Arbeit verteilen, die zu tun ist. Wenn wir uns alle einig sind, dass x, y, z zu tun sind, und es dann auf alle verteilen und es kommen 20 Stunden pro Woche raus, dann sind es halt 20 Stunden. Tant pis. Aber NIEMAND MACHT DAMIT EINEN PROFIT, niemand lebt gut auf deine Kosten und niemand macht sich aus deiner Lage einen Vorteil, wie im Kap. And that&#8217;s the point.</p>
<p>(Übrigens werden&#8217;s wahrscheinlich viel weniger sein, eher vielleicht 5 oder so. Und ist das wirklich so schlimm? Lohnt es sich wirklich, wie ihr immer zu implizieren scheint, deshalb alles beim alten zu lassen? Ist es nicht ein Unterschied, ob man 40 Stunden für den Kapitalisten arbeitet oder 5 Stunden &#8211; okay, vielleicht auch 10 &#8211; die Tätigkeiten ausführt, von denen man vorher gemeinsam beschlossen hat, dass sie nötig sind?)</p>
<p>Noch ganz rasch zum Punkt &#8220;Gesellschaftlichkeit&#8221;: Hier wird auch gesellschaftlich überlegt, was man braucht, und da kommen dann vielleicht jene 5 &#8211; 10 Stunden raus. Oder es kommen 15 Stunden raus und das ist euch zu viel. Dann muss man sich eben zusammen setzen und sich überlegen, was man weglässt. Vielleicht braucht man ja doch keine Straßenbeleuchtung auf beiden Seiten der Straße, sondern nur auf einer? Auch in der PÖ kann man sparen, und somit die gemeinschaftlich &#8211; gesellschaftlich!! &#8211; zu machende Arbeit verringern. (Dagegen spart man heute allenthalben, um den Kapitalisten größere Profite zu ermöglichen.)</p>
<p>Allerdings ist in einer PÖ auch nicht ALLES gesellschafltich geplant. Wenn ich mich etwa mit Leuten zusammentue, um irgendwas zu bauen, zu entwerfen, whatever, dann ist das zunächst mal unsre Sache, und niemand kann uns daran hindern. Wenn die andern dann daran interessiert sind, können sie unsre Arbeitsleistung als Beiträge anerkennen. Dann müssen sie alle etwas mehr arbeiten. Aber offenbar ist es ihnen das ja dann auch wert.</p>
<p>Einen dem Kap. vergleichbaren Zwang gibt es hier also nirgendwo.</p>
<p>Noch ein paar kurze Anmerkungen zu deiner Polemik-Sektion: &#8220;Weighted hours&#8221; sind kein Geld, weil sie in jeder Hinsicht anders funktionieren, was du ja auch tw. anerkannt hast. Aber auch das mit dem Aufschatzen ist wichtig: Es wird nicht gehen, weil ihr nur Aufwand untereinander teilt. Auch hier ist wieder der Blick in die bereits vorhandenen Formen der PÖ hilfreich. Nehmen wir an, du triffst dich mit Freunden, um Essen zu kochen. Vielleicht vereinbart ihr, dass eingie am Tag vorher einkaufen gehen und die andern zusammen kochen. Jemand sagt: Ich kann bei beiden Terminen nicht, kann erst am Abend kommen, aber ich kann am nächsten Morgen aufräumen. Auch gut. Aber wenn jemand sagt: Ich mache bei allen drei Terminen mit &#8211; Einkaufen, Kochen, Aufräumen -, möchte aber, dass ihr dafür alle in Zukunft für mich arbeitet &#8211; ich weiß noch nicht, wann, sage euch aber dann Bescheid; ihr müsst zur Verfügung stehen -, dann würdet ihr den doch auslachen, oder?</p>
<p>Wahrscheinlich würdet ihr diese Person nie wieder anrufen und seine Anrufe ignorieren. Also war&#8217;s wohl nix mit dem Aufschatzen.</p>
<p>Das ist PÖ: Man teilt sich die vorhandene Arbeit und ist pragmatisch dabei. Kein Problem, wenn eineR mal ne Woche mehr macht und die nächste weniger. Aber Schatzbildung und daraus entstehende Ansprüche &#8211; wohl kaum!</p>
<blockquote><p> Doppelter Irrtum. Es ist keine Unsitte des Kapitals sondern Ausdruck der Gerechtigkeit, des äquivalenten Tauschs, einschließlich dessen beim Kauf und Verkauf der Ware Arbeitskraft. </p></blockquote>
<p>Natürlich arbeiten die Arbeiter für den Kapitalisten mit! Z.B. bei einer Mehrwertrate von 100 Prozent und einer 40-Stunden-Woche arbeiten die Arbeiter jeden Tag 4 Stunden für sich, 4 Stunden für den Kapitalisten. Genau die Hälfte ist dann für den Kapitalisten, davon lebt er/sie und lässt sich&#8217;s gutgehen. Natürlich verkaufen die Arbeiter die Arbeitskraft zu ihrem Wert &#8211; aber das ist ja grade die Schweinerei, dass sie die Arbeitskraft verkaufen und deshalb zu so unvorteilhaften Bedingungen arbeiten müssen! Gäbe es niemand, der das muss, gäbe es auch keinen Kap.</p>
<p>In der PÖ müssten sie also nur 4 Stunden arbeiten (dort wird ja kein Mehrwert erzeugt), und diese auch nur, wenn sie sich vorher geeinigt hätten, dass genau das, was in der entsprechenden kap. Gesellschaft getan wird, auch getan werden muss. (Das ist übrigens das &#8220;Gesellschaftliche&#8221;, was ihr immer so vermisst. Im Kap. gibt&#8217;s das nicht, da entscheidet der Unternehmer, dass jetzt dies und das getan wird, und alle sind ihm absurderweise noch dankbar dafür, dass er &#8220;Arbeit geschaffen hat&#8221;! Als ob das ein Verdienst wäre!)</p>
<p>Also: (1) können sie entscheiden, weniger zu tun, und (2) müssen sie bei dem, was sie tun, nicht für andere mitarbeiten, sondern nur ihren Anteil leisten. Und wie gesagt: Der muss in jedem Fall geleistet werden, von irgend jemand. Denn von allein tut die Arbeit sich nicht.</p>
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