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Open PC

Open PCDie Durchsetzung von Freier Software auf dem Desktop kommt nicht aus dem Knick. Das will der KDE-Entwickler Frank Karlitschek mit dem Open-PC-Projekt ändern. Seine Überlegung: GNU/Linux und Freie Software auf dem Desktop-Rechner setzen sich nur durch, wenn die Software beim Kauf schon drauf ist und perfekt zur Hardware passt. Also selber bauen. Genauer: Selber assemblieren, also den Rechner aus Komponenten zusammenstellen. So 250 bis 300 Euro soll der Linux-Rechner kosten, ein Teil der Erlöse geht an Freie Software-Projekte. Schick wäre ja, wenn der Rechner aus Freien Komponenten (mit Freiem Design) zusammengesetzt werden würde — aber das ist wohl noch Zukunftsmusik. Die Konzeption des Open PC soll auf Grundlage einer Umfrage erfolgen. Im Herbst 2009 soll der erste Open PC ausgeliefert werden.

Kategorien: Freie Hardware, Freie Software

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13. Juli 2009, 15:55 Uhr   12 Kommentare

1 Herr Schmidt (13.07.2009, 16:23 Uhr)

Hallo
So kann das niemals was werden, jedenfalls nicht bei Uns im Deutschsprachigen Raum… wenn man mit den Link gleich im Englischen landet.
So kann man mir nicht weiterhelfen und die Sache mit GNU/LINUX hilft das irgendwie auch nicht weiter.
Ich beobachte die ganze Geschichte schon etliche Jahre und stelle immer wieder fest: Userkompatible werden die Dinger, nur nicht für Otto-Normalverbraucher zu gebrauchen, um die es eigentlich bei der ganzen Geschichte geht.
Die Macher von Anwendergerechten Computersystemen sollten sich mal  an Lego-Mindstorms 1.0 orientieren. Ein bessergeschriebenes und Dokumentiertes  Programm habe ich noch nicht gefunden, was dem das Wasser reichen könnte, obwohl ja nun schon etliche Jahre vergangen sind.

Und so kommen immer wieder neue Namen und Systeme und die gehen dann auch wieder… Leider
 
MfG  Herr Schmidt
 

2 benni (13.07.2009, 16:28 Uhr)

Es gibt doch längst PCs die mit vorinstalliertem Linux ausgeliefert werden. Z.B. bei Dell. Das erscheint mir wie eine gute Idee von vor 5 Jahren. Außerdem werden oft selbst vorinstallierte Linuxe mit (gerne auch raubkopiertem) Windows überspielt.

3 Hanno (13.07.2009, 16:34 Uhr)

Mir scheint was ganz anderes ein Problem, und zwar die Tatsache, dass man mit Desktop-Rechnern auf ein absteigendes Projekt setzt. Ich denke Laptops sind grad das aktuell wichtige Ziel (und perspektivisch eh mehr und mehr andere Geräte, Handys etc.)

4 StefanMz (13.07.2009, 17:24 Uhr)

@Hanno: Nettops bzw. Netbooks sind auch Teil der Umfrage. Desktop war also eher generisch gemeint: Das, was aufm Tisch stehen kann.

5 StefanMz (13.07.2009, 17:34 Uhr)

@benni: Die vorinstallierten Linuxe werden — so meine These — mit Windows überspielt, weil die Default-Linuxe Sackgassen sind und keinen oder nur geringen Support (ohne nur eine kleine Community) haben. So habe ich das mit einem EeePC erlebt, dessen Xandros-Derivat echt nett ist, nur schlicht nicht (ohne tiefe Kenntnisse) erweiterbar. Wie das bei Dell ist, weiss ich nicht.

6 RTFM! » Aus der virtuellen Nachbarschaft N° 2 (13.07.2009, 19:41 Uhr)

[…] Der KDE-Entwickler Frank Karlitschek hat beim Desktop Summit auf Gran Canaria das Projekt Open PC vorgestellt. Ziel ist es, einen Rechner zusammenzustellen, der optimal mit Linux und freier Software läuft. Im Herbst 2009 soll der PC ausgeliefert werden. Derzeit gibt es eine Umfrage, die die Wünsche der Anwender zur Ausstattung sammelt. (Gelesen bei Wolff von Rechenberg und keimform.de) […]

7 Arie (14.07.2009, 20:08 Uhr)

Ich sehe das Ganze mit mehr Optimismus. Schaut euch mal Apple an, was meint Ihr was die machen? Ein UNIX-Kern mit einer schönen Oberfläche auf einem Rechner der speziell auf diese Software ausgelegt wurde. Dadurch kann man die Anzahl der Plattformen auf der die Software fehlerfrei laufen muss überschaubar halten und macht nicht mit jedem Update vieles wieder kaputt (Ubuntu Jaunty und Intel-Grafik als Beispiel). Es ist halt einfach nicht möglich jede Software auf jeder Hardware in jeder Kombination aus zu probieren.
Distros für den EeePC zeigen was geht: Da wird ein Software-Paket optimiert für einen bestimmten Rechner geschnürt und es läuft einfach ohne dass der User basteln muss.
Beim Mac ist es doch genauso. Nur Microsoft will alles für jeden sein und macht sich damit keine Freunde – sie zahlen ja teilweise Geld drauf damit OEMs ihren Murks nutzen. Wenn man nicht eh schon Monopolist ist kann man so nicht ernsthaft vorgehen.
Wenn der OpenPC kommt und es gibt eine Distri mit KDE die für ihn optimiert kauf ich mir einen. Wenn dann noch CoreBoot drauf ist umso besser. Ich hätte endlich eine Plattform auf der ich selbst der Herr im Haus bin.

8 Rasputin24 (15.07.2009, 22:02 Uhr)

Ganz neu ist das ganze nicht, es gibt zB. UUU-PC die einen ganz ähnlichen Ansatz haben. Ich halte diese Computer für sehr gut durchdachte Linux PC´s. Was dieses Open-PC Projekt an wirklich neuem bring wird man noch sehen. Ich denke andere haben es schon vorgemacht. Siehe,  http://www.uuu-shop.de

9 AntenneTux: OpenPC, Public Domain, Lieblingsfilme — keimform.de (03.08.2009, 07:46 Uhr)

[…] Interview erläutert KDE-Entwickler Frank Karlitschek die Idee des von ihm gegründeten Open-PC-Projekts und gibt Auskunft über das KDE-Projekt. Der zweite Beitrag befasst sich mit dem neuen Buch von […]

10 StefanMz (18.09.2009, 00:25 Uhr)

Die Ergebnisse der ersten Umfrage liegen vor.

Und eine zweite Umfrage wurde gstartet (URL wie erste Umfrage).

11 StefanMz (14.01.2010, 15:14 Uhr)
12 TraumSpinner (19.12.2010, 05:37 Uhr)

360€ sinds dann geworden, und die kritik ist zu teuer zu lahm zu hässlich,  also nicht von mir aber was man bis jetzt so sieht schauts wohl so aus.. die ram sind großzügig der rest ist eher bescheiden..

wie der Preis sich zusammen stellt wäre interesant das wird ja wohl transperent sein oder ?

zur zeit ist die seite leider offline , wurde wohl ein open PC als server umfunktioniert 😉

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