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	<title>Kommentare zu: Krise und Kommunikation</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Basarökonomie oder Überproduktion – wo kommt die Krise her? &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16866</link>
		<dc:creator>Basarökonomie oder Überproduktion – wo kommt die Krise her? &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 16:38:42 +0000</pubDate>
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		<description>[...] sehen, weil sie es aufgrund ihrer grunds&#228;tzlich apologetischen Natur nicht sehen darf (vgl. hier, Punkt 4.): W&#252;rde sie einen intrinsischen Wert der Waren zugeben, w&#228;re es klar, dass [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] sehen, weil sie es aufgrund ihrer grunds&#228;tzlich apologetischen Natur nicht sehen darf (vgl. hier, Punkt 4.): W&#252;rde sie einen intrinsischen Wert der Waren zugeben, w&#228;re es klar, dass [...]</p>
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		<title>Von: _ SKY BAR _</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16624</link>
		<dc:creator>_ SKY BAR _</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 17:03:37 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;…sonst noch&#160;gezwitschert...&lt;/strong&gt;


Krise und Kommunikation &#8211; Kann die Wirtschaftskrise der Linken helfen, ihre Analysen und Konzepte zu vermitteln?


Ältere sind die Radikalen &#8211; Über „Meinungsmache“, den Niedergang der Sozialdemokraten und ungebrochenen Optimismus


Sind di...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>…sonst noch&nbsp;gezwitschert&#8230;</strong></p>
<p>Krise und Kommunikation &#8211; Kann die Wirtschaftskrise der Linken helfen, ihre Analysen und Konzepte zu vermitteln?</p>
<p>Ältere sind die Radikalen &#8211; Über „Meinungsmache“, den Niedergang der Sozialdemokraten und ungebrochenen Optimismus</p>
<p>Sind di&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16614</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 14:25:26 +0000</pubDate>
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		<description>Staatliche Eingriffe allein sind noch kein Keynesianismus, die gab&#039;s schon vorher. (Das Level der heutigen Eingriffe wäre übrigens zu Keynes&#039; Zeiten Konsens gewesen, man denke an die Zerschlagungen der großen Trusts kurz zuvor - während heute die Zerschlagung von Microsoft nicht gelingt.)
 
 Wirklich keynesianistisch wäre, (a) bewusst die Nachfrageseite zu stärken, etwa Mindestlöhne einzuführen oder Sozialabgaben vom Arbeiter auf den Kap. umzuwälzen; (b) die Arbeitslosen durch den Staat anzustellen und damit den Unternehmen Konkurrenz zu machen, was wiederum die Löhne erhöht (man lese mal das Gekreisch darüber der Kapitalisten zur New Deal-Zeit!); (c) massive staatliche Investitionen zu tätigen (z.B. in die Infrastruktur, in Schulen, in Krankenhäuser).
 
Heute konzentrieren sich die staatlichen Eingriffe darauf, dass man die großen Unternehmen und Banken rettet (und die kleinen zum Teufel gehen lässt, damit Schumpeter nicht wütend aus dem Grabe fährt und die kreative Zerstörung selbst übernimmt). Außerdem wird überlegt, bestimmte Finanzprodukte zu verbieten. Beides hat mit Nachfrageseite nichts zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Staatliche Eingriffe allein sind noch kein Keynesianismus, die gab&#8217;s schon vorher. (Das Level der heutigen Eingriffe wäre übrigens zu Keynes&#8217; Zeiten Konsens gewesen, man denke an die Zerschlagungen der großen Trusts kurz zuvor &#8211; während heute die Zerschlagung von Microsoft nicht gelingt.)</p>
<p> Wirklich keynesianistisch wäre, (a) bewusst die Nachfrageseite zu stärken, etwa Mindestlöhne einzuführen oder Sozialabgaben vom Arbeiter auf den Kap. umzuwälzen; (b) die Arbeitslosen durch den Staat anzustellen und damit den Unternehmen Konkurrenz zu machen, was wiederum die Löhne erhöht (man lese mal das Gekreisch darüber der Kapitalisten zur New Deal-Zeit!); (c) massive staatliche Investitionen zu tätigen (z.B. in die Infrastruktur, in Schulen, in Krankenhäuser).</p>
<p>Heute konzentrieren sich die staatlichen Eingriffe darauf, dass man die großen Unternehmen und Banken rettet (und die kleinen zum Teufel gehen lässt, damit Schumpeter nicht wütend aus dem Grabe fährt und die kreative Zerstörung selbst übernimmt). Außerdem wird überlegt, bestimmte Finanzprodukte zu verbieten. Beides hat mit Nachfrageseite nichts zu tun.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16613</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 19:14:34 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Martin: Keynsianismus ist inzwischen sehr wohl wieder hoffähig. In Deutschland ist das an den Universitäten noch nicht so sehr angekommen wie in Amerika, die Regierung lässt sich davon aber nicht beeindrucken und macht klassische keynsianische Konjunkturprogramme so wie der Rest der Welt auch. Nur weil die Rhetorik eine andere ist, soll man sich davon nicht täuschen lassen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Keynsianismus ist inzwischen sehr wohl wieder hoffähig. In Deutschland ist das an den Universitäten noch nicht so sehr angekommen wie in Amerika, die Regierung lässt sich davon aber nicht beeindrucken und macht klassische keynsianische Konjunkturprogramme so wie der Rest der Welt auch. Nur weil die Rhetorik eine andere ist, soll man sich davon nicht täuschen lassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16612</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 17:03:15 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Martin:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Um sich davon loszumachen, muss man eine &lt;em&gt;unabhängige &lt;/em&gt;Position finden, und eine solche kann nur auf Erklärungen basieren, nicht auf Kritik.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das ist zwar richtig, aber der Witz an der Erklärung à la Marx ist ja, dass die Kritik aus ihr unmittelbar und geradezu zwingend folgt. Wie &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot;&gt;Mond&lt;/a&gt; so treffend sagt: &quot;Wer den Kapitalismus nicht überwinden will, hat ihn nicht verstanden.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hat man erstmal die Erklärung, gibt es auch keine Möglichkeit zur Nicht-Kritik mehr. Daher scheint mir der Gegensatz zwischen Erklärung und Kritik auch ein falscher. (Richtig ist natürlich, dass man mit Kritik &lt;em&gt;ohne&lt;/em&gt; Erklärung nicht weit kommt.)&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin:</p>
<blockquote>
<p>Um sich davon loszumachen, muss man eine <em>unabhängige </em>Position finden, und eine solche kann nur auf Erklärungen basieren, nicht auf Kritik.</p>
</blockquote>
<p>Das ist zwar richtig, aber der Witz an der Erklärung à la Marx ist ja, dass die Kritik aus ihr unmittelbar und geradezu zwingend folgt. Wie <a href="http://qummunismus.at/p/article27.html">Mond</a> so treffend sagt: &#8220;Wer den Kapitalismus nicht überwinden will, hat ihn nicht verstanden.&#8221;</p>
<p>Hat man erstmal die Erklärung, gibt es auch keine Möglichkeit zur Nicht-Kritik mehr. Daher scheint mir der Gegensatz zwischen Erklärung und Kritik auch ein falscher. (Richtig ist natürlich, dass man mit Kritik <em>ohne</em> Erklärung nicht weit kommt.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16611</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 16:26:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2017#comment-16611</guid>
		<description>Ich habe hier die Wiwi (bzw. genauer die VWL) gemeint, wie sie heute aussieht, da spielt der Keynesianismus keine große Rolle mehr. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass er in der Praxis gescheitert ist. Eine dauerhaft brummende Wirtschaft scheint bei guter sozialer Absicherung und Beteiligung der Arbeiter an der Produktivitätsentwicklung nicht möglich zu sein.
 
Recht hatte Keynes damit, dass er &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus#Wirtschaftspolitik_des_Keynesianismus&quot;&gt;auf die inhärente Instabilität des Kap. hinwies&lt;/a&gt;. Andererseits hatte das aber auch schon Marx erkannt und im Detail besser begründen können. Keynes betont halt, dass ein Sinken der Löhne oder ein Wachsen der Arbeitslosigkeit die Nachfrage schwächt, und schlägt vor, was dagegen zu tun. Naja, eine dolle Krisentheorie ist das noch nicht ...
&lt;blockquote&gt;
[Krisis/Exit] behaupten nur, dass der Kapitalismus global seine beste Zeit hinter sich hat und keine zivilisatorischen Potentiale mehr enthält.
&lt;/blockquote&gt;
Soweit würde ich sofort zustimmen, &quot;zivilisatorische Potentiale&quot; hatte der Kap. ja durchaus anfangs (etwa die Stärkung von Individualismus, das Aufkommen der Ideen der individuellen Freiheit und Selbstentfaltung, der technologische und Wissensforschritt, die Auflösung spätfeudaler Verhältnisse, die Schwächung der Religion usw.) und hat sie heute nicht mehr. Aber das allein reicht noch nicht aus, um ihm den Untergang zu prophezeien, und das haben sie zumindest kürzlich noch kräftig getan.
&lt;blockquote&gt;
Der Kapitalismus wird nicht Geschichte nur weil wir es wollen und umgekehrt wird er aber auch nicht bloß aus Notwendigkeit Vergangenheit.
&lt;/blockquote&gt;
Das stimmt. Ich hatte ja &lt;a href=&quot;../../../05/12/marx-als-polemiker/#comment-16122&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; schon mal überlegt, dass die materiellen Voraussetzungen da sein müssen. Ganz von allein geht es aber wohl auch dann nicht - obwohl es schon auffällig ist, dass z.B. die FOSS ganz überwiegend von Leuten gemacht und propagiert wird, die gar nicht kapitalismuskritisch sind (s. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Stallman&quot;&gt;Stallman&lt;/a&gt;).
&lt;blockquote&gt;
Es gibt keine Trennung von Erklärung und Kritik.
&lt;/blockquote&gt;
Das ist insofern richtig, als man eigentlich aus einer guten Theorie praktisch immer eine Kritik der gegebenen Verhältnisse und Denkweisen ableiten kann. Vielleicht meinen wir also hier dasselbe. Mir ist aber wichtig, dass trotzdem eine gute Theorie den Anspruch haben wird, zuerst einmal Erklärung zu sein. Labelt man sie von vornherein als Kritik, überlässt man anderen den Anspruch der wertungsfreien Erklärung, übernimmt die Rolle des Hofnarren, der auf Schwächen des Vorhandenen hinweisen darf.

Solange man vorwiegend Kritik betreibt - so meine These -, ist man noch auf das alte System fixiert, kommt von der kritisierten Weltdeutung nicht los. Um sich davon loszumachen, muss man eine &lt;em&gt;unabhängige &lt;/em&gt;Position finden, und eine solche kann nur auf Erklärungen basieren, nicht auf Kritik.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe hier die Wiwi (bzw. genauer die VWL) gemeint, wie sie heute aussieht, da spielt der Keynesianismus keine große Rolle mehr. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass er in der Praxis gescheitert ist. Eine dauerhaft brummende Wirtschaft scheint bei guter sozialer Absicherung und Beteiligung der Arbeiter an der Produktivitätsentwicklung nicht möglich zu sein.<br />
 <br />
Recht hatte Keynes damit, dass er <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus#Wirtschaftspolitik_des_Keynesianismus">auf die inhärente Instabilität des Kap. hinwies</a>. Andererseits hatte das aber auch schon Marx erkannt und im Detail besser begründen können. Keynes betont halt, dass ein Sinken der Löhne oder ein Wachsen der Arbeitslosigkeit die Nachfrage schwächt, und schlägt vor, was dagegen zu tun. Naja, eine dolle Krisentheorie ist das noch nicht &#8230;</p>
<blockquote><p>
[Krisis/Exit] behaupten nur, dass der Kapitalismus global seine beste Zeit hinter sich hat und keine zivilisatorischen Potentiale mehr enthält.
</p></blockquote>
<p>Soweit würde ich sofort zustimmen, &#8220;zivilisatorische Potentiale&#8221; hatte der Kap. ja durchaus anfangs (etwa die Stärkung von Individualismus, das Aufkommen der Ideen der individuellen Freiheit und Selbstentfaltung, der technologische und Wissensforschritt, die Auflösung spätfeudaler Verhältnisse, die Schwächung der Religion usw.) und hat sie heute nicht mehr. Aber das allein reicht noch nicht aus, um ihm den Untergang zu prophezeien, und das haben sie zumindest kürzlich noch kräftig getan.</p>
<blockquote><p>
Der Kapitalismus wird nicht Geschichte nur weil wir es wollen und umgekehrt wird er aber auch nicht bloß aus Notwendigkeit Vergangenheit.
</p></blockquote>
<p>Das stimmt. Ich hatte ja <a href="../../../05/12/marx-als-polemiker/#comment-16122">hier</a> schon mal überlegt, dass die materiellen Voraussetzungen da sein müssen. Ganz von allein geht es aber wohl auch dann nicht &#8211; obwohl es schon auffällig ist, dass z.B. die FOSS ganz überwiegend von Leuten gemacht und propagiert wird, die gar nicht kapitalismuskritisch sind (s. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Stallman">Stallman</a>).</p>
<blockquote><p>
Es gibt keine Trennung von Erklärung und Kritik.
</p></blockquote>
<p>Das ist insofern richtig, als man eigentlich aus einer guten Theorie praktisch immer eine Kritik der gegebenen Verhältnisse und Denkweisen ableiten kann. Vielleicht meinen wir also hier dasselbe. Mir ist aber wichtig, dass trotzdem eine gute Theorie den Anspruch haben wird, zuerst einmal Erklärung zu sein. Labelt man sie von vornherein als Kritik, überlässt man anderen den Anspruch der wertungsfreien Erklärung, übernimmt die Rolle des Hofnarren, der auf Schwächen des Vorhandenen hinweisen darf.</p>
<p>Solange man vorwiegend Kritik betreibt &#8211; so meine These -, ist man noch auf das alte System fixiert, kommt von der kritisierten Weltdeutung nicht los. Um sich davon loszumachen, muss man eine <em>unabhängige </em>Position finden, und eine solche kann nur auf Erklärungen basieren, nicht auf Kritik.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16609</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 07:05:59 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Zu 4.: Du vergisst den Keynsianismus. Er wurde erfunden um die Krisen zu erklären und erhebt den Anspruch sie systemimmanent beheben zu können. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass der wieder Konjunktur hat. Zum Keynsianismus gibt es leider wenig Theorie von marxistischer Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur generellen Verbannung von &quot;Kritik&quot;: Bitte nicht. Es gibt keine Trennung von Erklärung und Kritik. Die marxsche Theorie hatte immer beide Ansprüche und ihre Stärke liegt gerade in dieser Verbindung. Das macht es zugegeben kommunikativ schwieriger, aber um diese Schwierigkeit kommt man nicht drumrum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu 5: Du machst den selben Fehler wie so viele. Du sprichst einfach undifferenziert von &quot;der Krise&quot;. Siehe dazu: http://www.keimform.de/2008/10/23/die-sechs-stufen-der-krise/ Es geht aber nicht um eine bloß mehr oder weniger &quot;tiefe&quot; Krise, sondern um qualitative Unterschiede. Und wenn man sich dann klar macht, dass ziemlich viel darauf hin deutet, dass wir in einer mindestens hegemonialen Krise stecken (die uns demnach noch mindestens die nächsten 20 Jahre beschäftigen wird), heißt das auch was für die Kommunikation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur &quot;Zusammenbruchstheorie&quot;: Zumindestens Krisis redet nicht mehr von einem Zusammenbruch. Sie behaupten nur, dass der Kapitalismus global seine beste Zeit hinter sich hat und keine zivilisatorischen Potentiale mehr enthält. Das ist auch ihr Argument gegen die linken Keynsianer. Du müsstest Dich schon konkret mit dieser Argumentation auseinandersetzen und sie nicht einfach bashen, weils nicht in deine Kommunikationsstrategie passt. Außerdem hat Marx auch immer das &lt;em&gt;notwendige&lt;/em&gt; Ende des Kapitalismus betont. Geschichte wird gemacht im dialektischen Wechselspiel von Wollen und Müssen. Das kann man nicht zu einer Seite auflösen. Der Kapitalismus wird nicht Geschichte nur weil wir es wollen und umgekehrt wird er aber auch nicht bloß aus Notwendigkeit Vergangenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Generell: Glaube ich nicht, dass wir mit besseren Kommunikationsstrategieen strategisch viel mehr erreichen. Kommunikation ist taktisch sicher wichtig, aber nicht strategisch. Du argumentierst hier aber nicht taktisch sondern strategisch für eine bestimmte Kommunikation. Die nötige Kommunikation wechselt ständig. In einer breiten Bewegung wird sich immer jemand finden, der die gerade passende Kommunikation zur Hand hat und umgekehrt wird sich in einer Nischenbewegung meist niemand finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu 4.: Du vergisst den Keynsianismus. Er wurde erfunden um die Krisen zu erklären und erhebt den Anspruch sie systemimmanent beheben zu können. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass der wieder Konjunktur hat. Zum Keynsianismus gibt es leider wenig Theorie von marxistischer Seite.</p>
<p>Zur generellen Verbannung von &#8220;Kritik&#8221;: Bitte nicht. Es gibt keine Trennung von Erklärung und Kritik. Die marxsche Theorie hatte immer beide Ansprüche und ihre Stärke liegt gerade in dieser Verbindung. Das macht es zugegeben kommunikativ schwieriger, aber um diese Schwierigkeit kommt man nicht drumrum.</p>
<p>Zu 5: Du machst den selben Fehler wie so viele. Du sprichst einfach undifferenziert von &#8220;der Krise&#8221;. Siehe dazu: <a href="http://www.keimform.de/2008/10/23/die-sechs-stufen-der-krise/" rel="nofollow">http://www.keimform.de/2008/10/23/die-sechs-stufen-der-krise/</a> Es geht aber nicht um eine bloß mehr oder weniger &#8220;tiefe&#8221; Krise, sondern um qualitative Unterschiede. Und wenn man sich dann klar macht, dass ziemlich viel darauf hin deutet, dass wir in einer mindestens hegemonialen Krise stecken (die uns demnach noch mindestens die nächsten 20 Jahre beschäftigen wird), heißt das auch was für die Kommunikation.</p>
<p>Zur &#8220;Zusammenbruchstheorie&#8221;: Zumindestens Krisis redet nicht mehr von einem Zusammenbruch. Sie behaupten nur, dass der Kapitalismus global seine beste Zeit hinter sich hat und keine zivilisatorischen Potentiale mehr enthält. Das ist auch ihr Argument gegen die linken Keynsianer. Du müsstest Dich schon konkret mit dieser Argumentation auseinandersetzen und sie nicht einfach bashen, weils nicht in deine Kommunikationsstrategie passt. Außerdem hat Marx auch immer das <em>notwendige</em> Ende des Kapitalismus betont. Geschichte wird gemacht im dialektischen Wechselspiel von Wollen und Müssen. Das kann man nicht zu einer Seite auflösen. Der Kapitalismus wird nicht Geschichte nur weil wir es wollen und umgekehrt wird er aber auch nicht bloß aus Notwendigkeit Vergangenheit.</p>
<p>Generell: Glaube ich nicht, dass wir mit besseren Kommunikationsstrategieen strategisch viel mehr erreichen. Kommunikation ist taktisch sicher wichtig, aber nicht strategisch. Du argumentierst hier aber nicht taktisch sondern strategisch für eine bestimmte Kommunikation. Die nötige Kommunikation wechselt ständig. In einer breiten Bewegung wird sich immer jemand finden, der die gerade passende Kommunikation zur Hand hat und umgekehrt wird sich in einer Nischenbewegung meist niemand finden.</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16601</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 15:31:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2017#comment-16601</guid>
		<description>Schöner Artikel! Zur modernen Wirtschaftswissenschaft als reiner Ideologie, die nicht mal der oberflächlichsten wissenschaftstheoretischen Prüfung standhält, kann ich den Artikel &lt;a href=&quot;http://www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/Exit1CPOMarktMaerchen.pdf&quot;&gt;Markt-Märchen&lt;/a&gt; (PDF) von Claus Peter Ortlieb  (erschienen in &lt;em&gt;Exit&lt;/em&gt;, 2004) empfehlen. Abgesehen von einigen kleinen Referenzen auf die Kurz&#039;sche Zusammenbruchtheorie (s.u.) find ich den Artikel sehr treffend.

@NazisWeg: Bei Kurz fehlt halt gänzlich das Positive, daher kommen alle die in sein Der-Kapitalismus-muss-untergehen-und-danach-kommt-die-Barbarei-Geheule nicht mit einstimmen wollen, gleichermaßen unter den Rasenmäher. Und über dieser immergleichen in alle Richtungen ausgeteilten Polemik, die man auch gut per Textgenerator erzeugen könnte, bleibt halt die fundierte Analyse auf der Strecke. So basiert seine Zusammenbruchstheorie auf der unplausiblen und einer kritischen Prüfung nicht standhaltenden Behauptung, dass Dienstleistungen i.A. unproduktive Arbeit sind -- Marx hatte das in den &lt;em&gt;Grundrissen&lt;/em&gt; auch noch gedacht, war im &lt;em&gt;Kapital&lt;/em&gt; aber schon weiter. Kurz verkündet nun auch schon seit 25 Jahren das unmittelbar bevorstehende Ende des Kapitalismus -- das ist wie mit den Zeugen Jehovas und dem Weltuntergang: irgendwann nimmt man&#039;s nicht mehr ernst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schöner Artikel! Zur modernen Wirtschaftswissenschaft als reiner Ideologie, die nicht mal der oberflächlichsten wissenschaftstheoretischen Prüfung standhält, kann ich den Artikel <a href="http://www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/Exit1CPOMarktMaerchen.pdf">Markt-Märchen</a> (PDF) von Claus Peter Ortlieb  (erschienen in <em>Exit</em>, 2004) empfehlen. Abgesehen von einigen kleinen Referenzen auf die Kurz&#8217;sche Zusammenbruchtheorie (s.u.) find ich den Artikel sehr treffend.</p>
<p>@NazisWeg: Bei Kurz fehlt halt gänzlich das Positive, daher kommen alle die in sein Der-Kapitalismus-muss-untergehen-und-danach-kommt-die-Barbarei-Geheule nicht mit einstimmen wollen, gleichermaßen unter den Rasenmäher. Und über dieser immergleichen in alle Richtungen ausgeteilten Polemik, die man auch gut per Textgenerator erzeugen könnte, bleibt halt die fundierte Analyse auf der Strecke. So basiert seine Zusammenbruchstheorie auf der unplausiblen und einer kritischen Prüfung nicht standhaltenden Behauptung, dass Dienstleistungen i.A. unproduktive Arbeit sind &#8212; Marx hatte das in den <em>Grundrissen</em> auch noch gedacht, war im <em>Kapital</em> aber schon weiter. Kurz verkündet nun auch schon seit 25 Jahren das unmittelbar bevorstehende Ende des Kapitalismus &#8212; das ist wie mit den Zeugen Jehovas und dem Weltuntergang: irgendwann nimmt man&#8217;s nicht mehr ernst.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: NazisWegrocken</title>
		<link>http://keimform.de/2009/krise-und-kommunikation/#comment-16596</link>
		<dc:creator>NazisWegrocken</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 13:41:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2017#comment-16596</guid>
		<description>Geiler Text! Aber Exit und Robert Kurz haben auch was. Der Kurz überzieht sprachlich schon mal, hat aber oft Recht. Beispiel die kleinbürgerlichen Online-Menschen mit ihrem Freie-Software-Gedöns, die ja hier oft hochgejubelt werden! Hab jetzt im Zeitschriftenladen gesehen, gibt &quot;Zeit Geschichte&quot; über Karl Marx und der kommt echt gut weg. Kaufempfehlung! Robert Kurz hat da auch ein Text drin. Cool! Also so mit Krise und Offenheit auch der bürgerlichen Öffentlichkeit scheint was dran zu sein!

Jetzt am 5. September Nazis in Dortmund wegrocken:

http://s5.noblogs.org/
 
 
 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Geiler Text! Aber Exit und Robert Kurz haben auch was. Der Kurz überzieht sprachlich schon mal, hat aber oft Recht. Beispiel die kleinbürgerlichen Online-Menschen mit ihrem Freie-Software-Gedöns, die ja hier oft hochgejubelt werden! Hab jetzt im Zeitschriftenladen gesehen, gibt &#8220;Zeit Geschichte&#8221; über Karl Marx und der kommt echt gut weg. Kaufempfehlung! Robert Kurz hat da auch ein Text drin. Cool! Also so mit Krise und Offenheit auch der bürgerlichen Öffentlichkeit scheint was dran zu sein!</p>
<p>Jetzt am 5. September Nazis in Dortmund wegrocken:</p>
<p><a href="http://s5.noblogs.org/" rel="nofollow">http://s5.noblogs.org/</a><br />
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 </p>
]]></content:encoded>
	</item>
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