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	<title>Kommentare zu: Keine Commons in Vietnam</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/keine-commons-in-vietnam/#comment-16342</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 09:27:25 +0000</pubDate>
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		<description>Commons und Peer-Ökonomie sind ein Weg dahin, es anders zu machen. Das bringt mehr als eine Übernahme, bei der nachher das meiste (unter neuer Führung) weiterläuft wie bisher. Solange die &quot;nachhaltige Entwicklung&quot; (wie bei den Grünen usw.) strikt innerkapitalistisch gedacht wird, ist sie Augenwischerei - das sieht man ja daran, dass trotz allem im rasanten Tempo weiter Commons, Natur, Lebensqualität und Zukunft zerstört werden.
Wenn du was dagegen tun willst, beteilige dich oder unterstütze die Commons-Bewegung, Peer-Ökonomie, Freie Software und Kultur usw. in allen Bereichen  --- Anregungen und Hinweise findest du auf dieser Seite und verlinkten Projekten (s. z.B. links unter &quot;Blogroll&quot; und &quot;Orga&quot;) genug!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Commons und Peer-Ökonomie sind ein Weg dahin, es anders zu machen. Das bringt mehr als eine Übernahme, bei der nachher das meiste (unter neuer Führung) weiterläuft wie bisher. Solange die &#8220;nachhaltige Entwicklung&#8221; (wie bei den Grünen usw.) strikt innerkapitalistisch gedacht wird, ist sie Augenwischerei &#8211; das sieht man ja daran, dass trotz allem im rasanten Tempo weiter Commons, Natur, Lebensqualität und Zukunft zerstört werden.<br />
Wenn du was dagegen tun willst, beteilige dich oder unterstütze die Commons-Bewegung, Peer-Ökonomie, Freie Software und Kultur usw. in allen Bereichen  &#8212; Anregungen und Hinweise findest du auf dieser Seite und verlinkten Projekten (s. z.B. links unter &#8220;Blogroll&#8221; und &#8220;Orga&#8221;) genug!</p>
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		<title>Von: Arthurio</title>
		<link>http://keimform.de/2009/keine-commons-in-vietnam/#comment-16341</link>
		<dc:creator>Arthurio</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 17:24:50 +0000</pubDate>
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		<description>Der Text ist vorzüglich. Nur was kann die Abholzung des Regenwaldes stoppen. Wie anders können die modernen Techniken sinnvoller genutzt werden, wenn nicht durch eine Übernahme und irgendwie demokratische Verwaltung?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Text ist vorzüglich. Nur was kann die Abholzung des Regenwaldes stoppen. Wie anders können die modernen Techniken sinnvoller genutzt werden, wenn nicht durch eine Übernahme und irgendwie demokratische Verwaltung?</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/keine-commons-in-vietnam/#comment-16340</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 16:18:14 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Arthurio: Was hätten wir davon, die Wirtschaft zu übernehmen? Oder auch nur einige Betriebe? Wir müssten genau so handeln wie diejeingen, die sie jetzt entscheiden können -- mehr oder weniger. Die Frage passt insofern schon hierher, weil genau das Vietnams Problem ist: Die herrschende Partei dort »hat die Wirtschaft« (oder mindestens: hatte), aber was sollte sie anderes tun als sie getan hat -- mehr oder weniger? Innerhalb der Logik von Ware, Geld und Markt ist nicht wesentlich anderes drin. Erst außerhalb dessen gibt es Alternativen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Arthurio: Was hätten wir davon, die Wirtschaft zu übernehmen? Oder auch nur einige Betriebe? Wir müssten genau so handeln wie diejeingen, die sie jetzt entscheiden können &#8212; mehr oder weniger. Die Frage passt insofern schon hierher, weil genau das Vietnams Problem ist: Die herrschende Partei dort »hat die Wirtschaft« (oder mindestens: hatte), aber was sollte sie anderes tun als sie getan hat &#8212; mehr oder weniger? Innerhalb der Logik von Ware, Geld und Markt ist nicht wesentlich anderes drin. Erst außerhalb dessen gibt es Alternativen.</p>
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		<title>Von: Arthurio</title>
		<link>http://keimform.de/2009/keine-commons-in-vietnam/#comment-16339</link>
		<dc:creator>Arthurio</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 16:07:01 +0000</pubDate>
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		<description>Hi. Ich weiss, es gehört nicht hier her. Aber ich habe eine Frage, bei der ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt. Wenn nicht, dann ist wohl auch daran zu Arbeiten!
Wie können wir (die Menschen) unsere Wirtschaft übernehmen. Ganz praktisch. Sagen wir die Arbeitskollegen sind dafür, der Nachbar, die alte Frau von der Strasse sowieso, .. natürlich ist der Chef und einige Polizisten wie gewisse, die es nicht begriffen haben natürlich dagegen... wie also ganz praktisch ist dieses Hinderniss zu schaffen!? Vielen Dank.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi. Ich weiss, es gehört nicht hier her. Aber ich habe eine Frage, bei der ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt. Wenn nicht, dann ist wohl auch daran zu Arbeiten!<br />
Wie können wir (die Menschen) unsere Wirtschaft übernehmen. Ganz praktisch. Sagen wir die Arbeitskollegen sind dafür, der Nachbar, die alte Frau von der Strasse sowieso, .. natürlich ist der Chef und einige Polizisten wie gewisse, die es nicht begriffen haben natürlich dagegen&#8230; wie also ganz praktisch ist dieses Hinderniss zu schaffen!? Vielen Dank.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/keine-commons-in-vietnam/#comment-16335</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 18:27:19 +0000</pubDate>
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		<description>Kein Einzelfall: Auch im reichen Kalifornien sollen zur Finanzierung der Krise die &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,631410,00.html&quot;&gt;Commons aufgegeben werden:&lt;/a&gt;
&lt;blockquote&gt;
Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat Pläne vorgelegt, 220 der 279 kalifornischen State Parks für mindestens zwei Jahre nicht mehr zu finanzieren. Dazu gehören nicht nur Naturschutzgebiete wie der Humboldt Redwoods State Park, sondern auch historische Stätten wie Bodie State Historic Park, eine komplett erhaltene Geisterstadt aus den Zeiten des Goldrauschs, oder der bei Surfern und Paraglidern beliebte Monterey State Beach.
&lt;/blockquote&gt;
Schwarzenegger erweist sich hier eben doch als typischer Rechter (während er im deutschsprachigen Raum immer als progressiver Politiker gehandelt wurde). Denn gerade für die Rechten ist es immer naheliegend, die Commons zu zerstören (und dies als tragisch, aber leider unvermeidlich darzustellen), wobei dieses Opfer gleichzeitig dazu dient, die Unangreifbarkeit des Eigentums für alle sichtbar zu machen: Bevor der ungeheure Privatreichtum Kaliforniens belastet wird (und es sei nur über Steuererhöhungen), müssen unschätzbare Gemeingüter kaputt gemacht werden - was könnte die Heiligkeit des Eigentums eindrucksvoller vor Augen führen?
Dass diese ideologische Botschaft, oder die Zerstörung der nicht zum Kapitalismus passenden letzten Commons selbst, eine Rolle bei dem Vorhaben spielen, scheint sich darin zu bestätigen, dass sich das Ganze noch nicht einmal &quot;rechnet&quot;:
&lt;blockquote&gt;
Doch bislang brachte jeder Dollar, der dort investiert wurde, dem Staat nach Angabe der State Parks Foundation satte 2,35 Dollar zurück - an Eintrittsgeldern oder Steuern.
&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Einzelfall: Auch im reichen Kalifornien sollen zur Finanzierung der Krise die <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,631410,00.html">Commons aufgegeben werden:</a></p>
<blockquote><p>
Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat Pläne vorgelegt, 220 der 279 kalifornischen State Parks für mindestens zwei Jahre nicht mehr zu finanzieren. Dazu gehören nicht nur Naturschutzgebiete wie der Humboldt Redwoods State Park, sondern auch historische Stätten wie Bodie State Historic Park, eine komplett erhaltene Geisterstadt aus den Zeiten des Goldrauschs, oder der bei Surfern und Paraglidern beliebte Monterey State Beach.
</p></blockquote>
<p>Schwarzenegger erweist sich hier eben doch als typischer Rechter (während er im deutschsprachigen Raum immer als progressiver Politiker gehandelt wurde). Denn gerade für die Rechten ist es immer naheliegend, die Commons zu zerstören (und dies als tragisch, aber leider unvermeidlich darzustellen), wobei dieses Opfer gleichzeitig dazu dient, die Unangreifbarkeit des Eigentums für alle sichtbar zu machen: Bevor der ungeheure Privatreichtum Kaliforniens belastet wird (und es sei nur über Steuererhöhungen), müssen unschätzbare Gemeingüter kaputt gemacht werden &#8211; was könnte die Heiligkeit des Eigentums eindrucksvoller vor Augen führen?<br />
Dass diese ideologische Botschaft, oder die Zerstörung der nicht zum Kapitalismus passenden letzten Commons selbst, eine Rolle bei dem Vorhaben spielen, scheint sich darin zu bestätigen, dass sich das Ganze noch nicht einmal &#8220;rechnet&#8221;:</p>
<blockquote><p>
Doch bislang brachte jeder Dollar, der dort investiert wurde, dem Staat nach Angabe der State Parks Foundation satte 2,35 Dollar zurück &#8211; an Eintrittsgeldern oder Steuern.
</p></blockquote>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2009/keine-commons-in-vietnam/#comment-16334</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 08:14:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1620#comment-16334</guid>
		<description>Ich war ja gerade auch in Vietnam. Das hast Du gut getroffen! Das Land hat mich etwas ratlos, unsere Tour durch das mittlere Bergland erschüttert zurück gelassen. Es war eine gruselige Kombination von Agent-Orange Schäden, Brandrodung und Abholzung für Plantagenwirtschaft (für billigen Robustakaffee, der im letzten Jahrzehnt, kräftig gefördert von der &quot;Entwicklungshilfe&quot;, dafür sorgte, dass die Kaffeemärkte krachen gingen und &quot;längst&quot; auch die frischgebackenen vietnamesischen Kaffeebauern nicht mehr ernährt. Sich zuspitzende soziale Konflikte wegen forcierter Bevölkerungsdurchmischung und Umsiedlungsprojekten ...
Das von Dir beschriebene Modell ist in den Köpfen der Menschen. Natürlich hatten wir auch Verständigungsprobleme. Wie kommt man ohne vietnamesich-Kenntnisse an Insiderinfos, an einen objektiveren Blick darauf, wie Debatten gefühhrt werden und welche Sorgen sich die Leute machen? Überhaupt nicht.
Aber die Zerstörung der Gemeingüter - insbesondere der natürlichen und sozialen - ist unübersehbar. Und zwar in atemberaubendem Tempo.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war ja gerade auch in Vietnam. Das hast Du gut getroffen! Das Land hat mich etwas ratlos, unsere Tour durch das mittlere Bergland erschüttert zurück gelassen. Es war eine gruselige Kombination von Agent-Orange Schäden, Brandrodung und Abholzung für Plantagenwirtschaft (für billigen Robustakaffee, der im letzten Jahrzehnt, kräftig gefördert von der &#8220;Entwicklungshilfe&#8221;, dafür sorgte, dass die Kaffeemärkte krachen gingen und &#8220;längst&#8221; auch die frischgebackenen vietnamesischen Kaffeebauern nicht mehr ernährt. Sich zuspitzende soziale Konflikte wegen forcierter Bevölkerungsdurchmischung und Umsiedlungsprojekten &#8230;<br />
Das von Dir beschriebene Modell ist in den Köpfen der Menschen. Natürlich hatten wir auch Verständigungsprobleme. Wie kommt man ohne vietnamesich-Kenntnisse an Insiderinfos, an einen objektiveren Blick darauf, wie Debatten gefühhrt werden und welche Sorgen sich die Leute machen? Überhaupt nicht.<br />
Aber die Zerstörung der Gemeingüter &#8211; insbesondere der natürlichen und sozialen &#8211; ist unübersehbar. Und zwar in atemberaubendem Tempo.</p>
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