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Inclusive Democracy

DE: Das »Projekt Umfassende Demokratie« von Takis Fotopoulos von 2003 kann als Vorläufer des »Peer-Ökonomie-Modells« von Christian Siefkes gelten. Es ist erstaunlich, wieviele Ideen ähnlich sind (etwa die Ablehnung von Markt und Staat, die Belohnung der Übernahme von unbeliebten Tätigkeiten oder die nicht-repräsentationalen Räte von der lokalen bis zur globalen Ebene). Im folgenden Video erklärt Takis Fotopoulos sein Modell (deutsche Übersetzung der Untertitel hier). [Update: Deutsche Untertitel können in der schwarzen Klickliste in der unteren Menüleiste des Videos gewählt werden]

EN: The »Inclusive Democracy Project« of Takis Fotopoulos may be regarded as forerunner of the »Peer Economy Model« of Christian Siefkes. It is amazing that many ideas look similar (e.g. the rejection of markets and state, awarding of taking over unpopular efforts, or the non-representational assemblies from the local to the global level). Takis Fotopoulos is explaining his model in the following video. [Update: English subtitles can be chosen using the black drop down list in the bottom menu bar of the video]

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, English, Theorie

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30. Januar 2009, 10:41 Uhr   13 Kommentare

1 Christian Siefkes (30.01.2009, 12:03 Uhr)

Interessanter Hinweis. Jedoch ist der erste Text von Fotopoulos, der mir in die Hände fällt, The Crime of the Zionists and the Transnational Elite and the Stand of the Left. Humpf!

2 StefanMz (30.01.2009, 12:41 Uhr)

Nun ja, traditionelle Antiimps gibt’s überall. Mich würde aber mehr interessieren, ob du auch die Ähnlichkeiten in den Theorien siehst bzw. wo du ggf. fundamentale Unterschiede verortest.

3 LibReihe (30.01.2009, 15:41 Uhr)

Generell ist es ein Fehler, dass in deren Journal solche Themen besprochen werden. Würde es sich ausschließlich mit relevanten Fragen für das ID Projekt beschäftigen, gäbe es auch nicht solche Probleme, wie etwa vor ein paar Jahren, als Interesse von jemandem, der für die Jungle World schrieb, bestand, aber ein Artikel dadurch nicht zustande kam.

4 LibReihe (30.01.2009, 15:45 Uhr)
5 LibReihe (31.01.2009, 20:28 Uhr)

Ich muss nochmal was loswerden. Im deutschspr. Raum ist es schwer dazu einen Referenten zu finden, aber wie sich jetzt herausstellte, wird ab April ein griechischer, der einigermaßen deutsch spricht, in Holland sein, den wir wohl im übernächsten Semester einladen werden.

6 John Dean (01.02.2009, 22:34 Uhr)

Beim – sehr gelegentlichen – Vorbeisurfen stelle ich verblüfft fest, wie wenig ich mit den Formeln anfangen kann. Also, das Ziel ist: Kein Staat und kein Markt. Ich finde das idiotisch, sorry. Für mich lautet die Frage vielmehr: Welcher Staat? Und, nicht minder wichtig: Welcher Markt?

Takis Modell kann man niedlich finden, und – m. E. sogar eher noch – auch die Ansätze zu einer Peer-Ökonomie. Sogar fruchtbar mag das sein, jedenfalls vereinzelt. Aber ein Modell für das allgemeine Wirtschaften der Menschen?

??

Nein, danke. Und die Vorstellung von anachistischen Versammlungen als Grundmodell, die habe ich spätestens satt, wenn ich mir die hoch-mackerhaften „Plenen“ von AntiRa-Gruppen in Erinnerung rufe. Wer am lautetesten brüllt, wer am aggressivsten ist, wer im Hintergrund die Fäden zieht, der setzt sich dort durch.

Besonders „inklusiv“ ist das nicht. Vielmehr: Es ist hassenswert.

7 Benni Bärmann (02.02.2009, 00:07 Uhr)

@John: Wo war jetzt genau Dein Argument?

Was die Plenen angeht geb ich Dir völlig recht. Da sind meine Erfahrungen ganz ähnlich. Plenen machen begrenzt Sinn aber sie sind ganz sicher nicht die allein seligmachende Form der Selbstorganisation und sind sehr oft ein Verstärker für informelle Hierarchien. Aber: Hat irgendwer behauptet das Plenen toll sind?

8 LibReihe (02.02.2009, 13:18 Uhr)

ein großes problem solcher plena sind natürlich auch emotionale beiträge ohne argumente.

ich glaube nicht, dass diskussionen und entscheidungen auf der basisebene, die fotopoulos hier in größenkategorien von mehreren zehntausend menschen sieht, im rahmen von plena ablaufen müssen, bei denen alle in einem raum anwesend sind, die unmoderiert sind, wie heutige treffen von politischen minigruppen usw.
wie es ablaufen kann, dass diskussionen und entscheidungen konstruktiv und fruchtbar ablaufen, ist eine grundlegende frage, aber ist nicht mit der nach der wünschbarkeit solcher demokratischer abläufe gleichzusetzen.

9 benni (03.02.2009, 14:05 Uhr)

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wäre ein zentraler Unterschied zwischen PE und ID, dass bei ID zumindestens die Luxusprodukte auf Verdacht produziert werden so wie heute, wärend bei PE alles bedürfnisorientiert läuft.

10 LibReihe (06.02.2009, 04:50 Uhr)

guck dir das mal an: http://www.mediafire.com/?teyj2jjjwdz

(nehme ich in 1, 2 tagen wieder raus)

11 Earthling (18.03.2009, 22:42 Uhr)

Noch mehr Modelle.

http://stattkapitalismus.blogsport.de/

http://www.ich.io/

Haltet ihr es für sinnvoll gute Ideen zu integrieren. Oder kann die Vielfältigkeit der „Konzepte“ auch in gewisser Weise hilfreich sein.

12 Panos (30.04.2009, 09:35 Uhr)

Hi, we have now added German subtitles to the Ressler Google Video.
We have also created a new section for media and events in German:

http://www.inclusivedemocracy.org/id_activities_de.htm

Thanks for the post!

http://www.inclusivedemocracy.org

Panos

Inclusive Democracy Athens group

13 StefanMz (01.05.2009, 10:18 Uhr)

@Panos: Thanks, I updated the text 🙂

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