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	<title>Kommentare zu: Gemeingüter-Buch erschienen – Buchvorstellung am Montag</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Zeitschrift Oya widmet sich in ihrer ersten Ausgabe dem Thema „Allmende, Gemeingüter, Commons – Wovon wir alle leben“ &#124; Jenapolis</title>
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		<dc:creator>Zeitschrift Oya widmet sich in ihrer ersten Ausgabe dem Thema „Allmende, Gemeingüter, Commons – Wovon wir alle leben“ &#124; Jenapolis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:10:33 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</p>
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		<title>Von: Oya: Wovon wir alle leben &#124; Gemeingüter</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-17857</link>
		<dc:creator>Oya: Wovon wir alle leben &#124; Gemeingüter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:41:34 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</p>
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		<title>Von: Oya: Wovon wir alle leben &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-17850</link>
		<dc:creator>Oya: Wovon wir alle leben &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 21:05:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Silkes Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Silkes Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-16890</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 13:23:05 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Silke vermeldet gerade, dass die ersten 1000 Exemplare des Buchs schon verkauft wurden :-)&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Silke vermeldet gerade, dass die ersten 1000 Exemplare des Buchs schon verkauft wurden <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-16449</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 19:40:25 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;In der &lt;em&gt;Zeit&lt;/em&gt; ist jetzt eine Rezension des Buchs erschienen: &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/30/L-Commons&quot;&gt;Ubuntu heißt Gemeinsinn&lt;/a&gt; (via &lt;a href=&quot;http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/19/kommt-zeit-kommt-rat/&quot;&gt;CommonsBlog&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der <em>Zeit</em> ist jetzt eine Rezension des Buchs erschienen: <a href="http://www.zeit.de/2009/30/L-Commons">Ubuntu heißt Gemeinsinn</a> (via <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/19/kommt-zeit-kommt-rat/">CommonsBlog</a>).</p>
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		<title>Von: Dossier on the commons &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-16290</link>
		<dc:creator>Dossier on the commons &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 16:04:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] commons. The dossier contains a number of articles that were published in German language in the commons book compiled by Silke Helfrich (founder of the well-known German CommonsBlog). I’ve contributed an [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] commons. The dossier contains a number of articles that were published in German language in the commons book compiled by Silke Helfrich (founder of the well-known German CommonsBlog). I’ve contributed an [...]</p>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15960</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 18:24:14 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für den Hinweis! Robert Zion will offenbar den Grünen ein wenig von dem früheren Mut zurückgeben. Aber ob jemand, der Willy Brandt als sein Vorbild nennt, seine Party zu dem radikalen Schritt bewegen will, sich von der Agenda 2010 abzuwenden und von dem &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/robert-zion_aid_133042.html&quot;&gt; Focus online sichtlich angetan ist &lt;/a&gt;, es wirklich ernst meint mit der Abschaffung des Kapitalismus? Ich weiß nicht so recht ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Hinweis! Robert Zion will offenbar den Grünen ein wenig von dem früheren Mut zurückgeben. Aber ob jemand, der Willy Brandt als sein Vorbild nennt, seine Party zu dem radikalen Schritt bewegen will, sich von der Agenda 2010 abzuwenden und von dem <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/robert-zion_aid_133042.html"> Focus online sichtlich angetan ist </a>, es wirklich ernst meint mit der Abschaffung des Kapitalismus? Ich weiß nicht so recht &#8230;</p>
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		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15957</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:40:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Naja, da sollte man wirklich nicht verallgemeinern. Die Grünen bringen auch sowas hervor: http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Naja, da sollte man wirklich nicht verallgemeinern. Die Grünen bringen auch sowas hervor: <a href="http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf" rel="nofollow">http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf</a></p>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15956</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 18:25:12 +0000</pubDate>
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		<description>Lustig! Dieser Bütikofer scheint ja ein Gartennazi zu sein, wie sie die Deutschen gern haben (das ist Lady Bitch Rays wunderbarer Ausdruck für &quot;Spießer&quot;). Kaum wittert er, der sich selbst ohne Zweifel (wie alle Grünen) für das Progressivste und Emanzipierteste überhaupt hält, dass jemand mehr will und im Denken ein bisschen weiter geht als er, verliert er völlig die Haltung. Habe selbst Ähnliches in meinem Bekanntenkreis erlebt. Wenn man es wagt, mal den Kapitalismus (und sei&#039;s nur für eine Sekunde) für ein historisches, kein überhistorisches Für-immer-Phänomen zu halten, gehn sie mit Zähnen und Klauen auf einen los.

Aber solche Panikreaktionen sind auch ein Zeichen für das Ende einer Denkbewegung. Die Grünen sind heute - mehr als die SPD, die leider durchaus ein Revival erleben könnte - am Ende. Was sollen sie noch bringen - nachdem sie sich allzu schnell allzu gründlich den Mächtigen angebiedert haben und dann selbst zu Mächtigen wurden, und jetzt das einzige, was sie noch konnten (in progressiver Sprachwahl Wirtschaftsliberalismus anzupreisen und längst widerlegte Wundermärchen über den Kapitalismus im Ökogewand zu verkaufen), schlagartig - der Krise sei dank - nicht mehr gefragt ist?

Gemein eigentlich: Der Kapitalismus, an dessen Heilbarkeit und Vereinbarkeit mit dem emanzipatorischen Projekt sie so fest glaubten wie sonst niemand (selbst die Konservativen nicht, die haben das ja gar nicht nötig, die wissen worum es ihnen geht), ist ihnen in den Rücken gefallen. Was er jetzt grade anstellt, macht dem letzten Döfchen klar, dass &quot;Vorwärts mit dem Markt&quot;-Parolen der Vergangenheit angehören.

Und damit auch die Grünen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lustig! Dieser Bütikofer scheint ja ein Gartennazi zu sein, wie sie die Deutschen gern haben (das ist Lady Bitch Rays wunderbarer Ausdruck für &#8220;Spießer&#8221;). Kaum wittert er, der sich selbst ohne Zweifel (wie alle Grünen) für das Progressivste und Emanzipierteste überhaupt hält, dass jemand mehr will und im Denken ein bisschen weiter geht als er, verliert er völlig die Haltung. Habe selbst Ähnliches in meinem Bekanntenkreis erlebt. Wenn man es wagt, mal den Kapitalismus (und sei&#8217;s nur für eine Sekunde) für ein historisches, kein überhistorisches Für-immer-Phänomen zu halten, gehn sie mit Zähnen und Klauen auf einen los.</p>
<p>Aber solche Panikreaktionen sind auch ein Zeichen für das Ende einer Denkbewegung. Die Grünen sind heute &#8211; mehr als die SPD, die leider durchaus ein Revival erleben könnte &#8211; am Ende. Was sollen sie noch bringen &#8211; nachdem sie sich allzu schnell allzu gründlich den Mächtigen angebiedert haben und dann selbst zu Mächtigen wurden, und jetzt das einzige, was sie noch konnten (in progressiver Sprachwahl Wirtschaftsliberalismus anzupreisen und längst widerlegte Wundermärchen über den Kapitalismus im Ökogewand zu verkaufen), schlagartig &#8211; der Krise sei dank &#8211; nicht mehr gefragt ist?</p>
<p>Gemein eigentlich: Der Kapitalismus, an dessen Heilbarkeit und Vereinbarkeit mit dem emanzipatorischen Projekt sie so fest glaubten wie sonst niemand (selbst die Konservativen nicht, die haben das ja gar nicht nötig, die wissen worum es ihnen geht), ist ihnen in den Rücken gefallen. Was er jetzt grade anstellt, macht dem letzten Döfchen klar, dass &#8220;Vorwärts mit dem Markt&#8221;-Parolen der Vergangenheit angehören.</p>
<p>Und damit auch die Grünen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15954</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 10:59:59 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Autoren waren nicht allzu viele da, jedenfalls noch Catharina Maracke und John Hendrik Weitzmann (die über Creative Commons geschrieben haben) und Petra Buhr (über die Wissensallmende). Insgesamt war die Buchvorstellung ganz gut besucht (ca. 50 Leute?) und jedenfalls sehr unterhaltsam, weil es einen ziemlichen Clash auf dem Podium gab.

Nach Silke, die einen sehr schönen Vortrag über das Konzept der Commons gehalten hat, gab es dann nämlich eine absolut enthusiastische Rede von &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Weber_(Autor)&quot;&gt;Andreas Weber&lt;/a&gt;. Der hat ein Buch namens &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://commonsblog.wordpress.com/2009/03/02/commons-eine-politik-des-lebens/&quot;&gt;»Biokapital. Die Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit«&lt;/a&gt; geschrieben und kann also schwerlich antikapitalistischer Umtriebe verdächtigt werden, aber dieser gesammelte Enthusiasmus für ein Paradigma, dass sich der üblichen Einteilung in »Der Markt wird’s schon richten« oder »Der Staat muss es richten« verweigert, ging &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Bütikofer&quot;&gt;Reinhard Bütikofer&lt;/a&gt;, Ex-Bundesvorsitzender der Grünen, offensichtlich gewaltig gegen den Strich. Der sprach dann von »antiliberalen Diskursen«, die immer in Krisenzeiten hochkommen würden und in den 30er Jahren schon sehr bedeutend wurden, damals in 3 Ausprägungen: Faschismus, Stalinismus und Roosevelts New Deal. Seine Botschaft sollte wohl sein, dass damals nur der sozialdemokratische New Deal, der in die Marktlogik eingebunden war und sie in keiner Weise in Frage stellte, ein akzeptabler »antiliberaler Diskurs« war. Dementsprechend verlangte er vom Commons-Diskurs, dass er sich auch brav zum Markt bekenne müsse. Wie er überhaupt darauf kam, den Commons-Diskurs als »antiliberal« einzustufen, ist mir nicht ganz klar – vermutlich v.a. weil er das Privateigentum, die höchste Freiheit des Liberalen, nicht als absolut heilig anerkennt.

In bester Kalter-Kriegs-Logik unterstellte er dann, dass jede Ablehnung oder Relativierung des Markts vermutlich zu Staatssozialismus, Zentralplanung oder Schlimmerem führen würde, und war sich nicht zu blöd, dafür neben Stalin und den Nazis auch die &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer&quot;&gt;Roten Khmer&lt;/a&gt; als Beispiel heranzuziehen. Schon interessant, wie der Commons-Diskurs mit seiner Zurückweisung der üblichen Markt-vs.-Staat-Logik hier zu geradezu hysterischen Reaktionen führte.

Ich hab dann in der Diskussion darauf hingewiesen, dass erstens das interessante an commonsbasierter Peer-Produktion ja gerade ist, dass es sich um eine &lt;em&gt;dritte&lt;/em&gt; Produktionsweise handelt, jenseits der klassischen Zweiteilung von Marktproduktion vs. geplanter Produktion. Und zweitens, dass commonsbasierte Produktionsformen ja sehr viel älter sind als der kapitalistische Markt und dass man davon ausgehen kann, dass sie auch dann noch existieren werden, wenn der Kapitalismus längst wieder Geschichte ist. Das wird ihn nicht beruhigt haben, aber was soll’s.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Autoren waren nicht allzu viele da, jedenfalls noch Catharina Maracke und John Hendrik Weitzmann (die über Creative Commons geschrieben haben) und Petra Buhr (über die Wissensallmende). Insgesamt war die Buchvorstellung ganz gut besucht (ca. 50 Leute?) und jedenfalls sehr unterhaltsam, weil es einen ziemlichen Clash auf dem Podium gab.</p>
<p>Nach Silke, die einen sehr schönen Vortrag über das Konzept der Commons gehalten hat, gab es dann nämlich eine absolut enthusiastische Rede von <a class="reference" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Weber_(Autor)">Andreas Weber</a>. Der hat ein Buch namens <a class="reference" href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/03/02/commons-eine-politik-des-lebens/">»Biokapital. Die Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit«</a> geschrieben und kann also schwerlich antikapitalistischer Umtriebe verdächtigt werden, aber dieser gesammelte Enthusiasmus für ein Paradigma, dass sich der üblichen Einteilung in »Der Markt wird’s schon richten« oder »Der Staat muss es richten« verweigert, ging <a class="reference" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Bütikofer">Reinhard Bütikofer</a>, Ex-Bundesvorsitzender der Grünen, offensichtlich gewaltig gegen den Strich. Der sprach dann von »antiliberalen Diskursen«, die immer in Krisenzeiten hochkommen würden und in den 30er Jahren schon sehr bedeutend wurden, damals in 3 Ausprägungen: Faschismus, Stalinismus und Roosevelts New Deal. Seine Botschaft sollte wohl sein, dass damals nur der sozialdemokratische New Deal, der in die Marktlogik eingebunden war und sie in keiner Weise in Frage stellte, ein akzeptabler »antiliberaler Diskurs« war. Dementsprechend verlangte er vom Commons-Diskurs, dass er sich auch brav zum Markt bekenne müsse. Wie er überhaupt darauf kam, den Commons-Diskurs als »antiliberal« einzustufen, ist mir nicht ganz klar – vermutlich v.a. weil er das Privateigentum, die höchste Freiheit des Liberalen, nicht als absolut heilig anerkennt.</p>
<p>In bester Kalter-Kriegs-Logik unterstellte er dann, dass jede Ablehnung oder Relativierung des Markts vermutlich zu Staatssozialismus, Zentralplanung oder Schlimmerem führen würde, und war sich nicht zu blöd, dafür neben Stalin und den Nazis auch die <a class="reference" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer">Roten Khmer</a> als Beispiel heranzuziehen. Schon interessant, wie der Commons-Diskurs mit seiner Zurückweisung der üblichen Markt-vs.-Staat-Logik hier zu geradezu hysterischen Reaktionen führte.</p>
<p>Ich hab dann in der Diskussion darauf hingewiesen, dass erstens das interessante an commonsbasierter Peer-Produktion ja gerade ist, dass es sich um eine <em>dritte</em> Produktionsweise handelt, jenseits der klassischen Zweiteilung von Marktproduktion vs. geplanter Produktion. Und zweitens, dass commonsbasierte Produktionsformen ja sehr viel älter sind als der kapitalistische Markt und dass man davon ausgehen kann, dass sie auch dann noch existieren werden, wenn der Kapitalismus längst wieder Geschichte ist. Das wird ihn nicht beruhigt haben, aber was soll’s.</p>
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