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	<title>Kommentare zu: Freie Software als des Staates Helfer</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Studie: Linux-Desktops im Unternehmen &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16509</link>
		<dc:creator>Studie: Linux-Desktops im Unternehmen &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 05:26:38 +0000</pubDate>
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		<description>[...] st&#228;rker. Das gilt nicht nur f&#252;r Unternehmen, sondern gerade auch f&#252;r den Staat. Vielleicht ist es schlie&#223;lich der kommerzielle Einsatz, der Freier Software allgemein auch [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] st&#228;rker. Das gilt nicht nur f&#252;r Unternehmen, sondern gerade auch f&#252;r den Staat. Vielleicht ist es schlie&#223;lich der kommerzielle Einsatz, der Freier Software allgemein auch [...]</p>
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		<title>Von: Samson</title>
		<link>http://keimform.de/2009/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16320</link>
		<dc:creator>Samson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 20:08:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich halte schon die Definition an sich für einigermaßen kurios, der Staat müsse über Partikularinteressen stehen. Empirisch lässt sich doch eher das Gegenteil nachweisen (nicht erst wenn der Staat Aufträge an private Firmen vergibt oder mit Steuergeldern für Banken bürgt).
Indem der Staat qua Gewaltmonopol das Privateigentum garantiert und im Zweifelsfall eben damit dafür sorgt, dass es in jedem Fall dabei bleibt, &lt;em&gt;schafft&lt;/em&gt; er doch (analytisch betrachtet) erst Partikularinteressen. Das &#039;übergeordnete&#039; Staatsinteresse besteht doch gerade darin, dass die Individuen ihre Partikularinteressen verfolgen und zwecks deren Durchsetzung gegeneinander konkurrieren. Darüber hinaus konkurriert er zu eben diesen Zwecken mit seinesgleichen und behandelt spezifische Partikularinteressen gesondert, indem er sie zum Anliegen von &#039;Gemeinwohl&#039; macht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte schon die Definition an sich für einigermaßen kurios, der Staat müsse über Partikularinteressen stehen. Empirisch lässt sich doch eher das Gegenteil nachweisen (nicht erst wenn der Staat Aufträge an private Firmen vergibt oder mit Steuergeldern für Banken bürgt).<br />
Indem der Staat qua Gewaltmonopol das Privateigentum garantiert und im Zweifelsfall eben damit dafür sorgt, dass es in jedem Fall dabei bleibt, <em>schafft</em> er doch (analytisch betrachtet) erst Partikularinteressen. Das &#8216;übergeordnete&#8217; Staatsinteresse besteht doch gerade darin, dass die Individuen ihre Partikularinteressen verfolgen und zwecks deren Durchsetzung gegeneinander konkurrieren. Darüber hinaus konkurriert er zu eben diesen Zwecken mit seinesgleichen und behandelt spezifische Partikularinteressen gesondert, indem er sie zum Anliegen von &#8216;Gemeinwohl&#8217; macht.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16317</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 10:25:36 +0000</pubDate>
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		<description>Dass der demokratische Staat ohne Freie Software nicht existieren könnte, ist natürlich Unsinn - die &quot;Partikularinteressen&quot; stören ja auch sonst nicht, wenn man privaten Unternehmen öffentliche Aufgaben anvertraut. Das ist auch nichts Neues, wenn man an die entscheidende Rolle der Rüstungsindustrie seit Ende des 19. Jahrhunderts denkt.
Interessanter finde ich die Kritik, dass man im politischen Teil der FS-Bewegung manchmal glaubt, ein zukunftsweisendes Rezept zu haben, und daher auf linke Konzepte generell (nicht nur auf den &quot;Klassenkampfismus&quot;, bei dem das vielleicht ganz gut ist) verzichten zu können glaubt (vgl. z.B. Stefan Mertens, der eine rein technologische Lösung propagiert). Also: Die Freie-Software-Bewegung hat ein gewisses Potential der Entpolitisierung, &lt;em&gt;gerade weil sie sich als technologische Avantgarde empfindet.&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der demokratische Staat ohne Freie Software nicht existieren könnte, ist natürlich Unsinn &#8211; die &#8220;Partikularinteressen&#8221; stören ja auch sonst nicht, wenn man privaten Unternehmen öffentliche Aufgaben anvertraut. Das ist auch nichts Neues, wenn man an die entscheidende Rolle der Rüstungsindustrie seit Ende des 19. Jahrhunderts denkt.<br />
Interessanter finde ich die Kritik, dass man im politischen Teil der FS-Bewegung manchmal glaubt, ein zukunftsweisendes Rezept zu haben, und daher auf linke Konzepte generell (nicht nur auf den &#8220;Klassenkampfismus&#8221;, bei dem das vielleicht ganz gut ist) verzichten zu können glaubt (vgl. z.B. Stefan Mertens, der eine rein technologische Lösung propagiert). Also: Die Freie-Software-Bewegung hat ein gewisses Potential der Entpolitisierung, <em>gerade weil sie sich als technologische Avantgarde empfindet.</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2009/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16310</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 08:22:44 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Stefan: &quot;Besitz&quot; enthält nicht die von Silke gewollte Geimwohlorientierung. Das Problem mit dem &quot;Gemeinwohl&quot; ist halt immer, dass niemand so genau weiss was das ist und sich aber immer jemand findet der meint es anderen sagen zu können.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: &#8220;Besitz&#8221; enthält nicht die von Silke gewollte Geimwohlorientierung. Das Problem mit dem &#8220;Gemeinwohl&#8221; ist halt immer, dass niemand so genau weiss was das ist und sich aber immer jemand findet der meint es anderen sagen zu können.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16309</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 07:47:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Silke:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mit “Besitz” kommen wir da auch nicht viel weiter.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Warum nicht?&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silke:</p>
<blockquote>
<p>Mit “Besitz” kommen wir da auch nicht viel weiter.</p>
</blockquote>
<p>Warum nicht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2009/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16308</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 07:13:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1633#comment-16308</guid>
		<description>Wer den Begriff &quot;Eigentumsrecht&quot; so holzschnittartig verwendet, kommt ohnehin nicht weiter. Engemann schreibt, als gäbe es nur zwei Optionen: Eigentum ja oder nein. Es ist aber die Frage, welche konkreten Zugangs-/ Nutzungs-/Entnahme-/Veräusserungsrechte jemand individuell erhalten darf oder - im Interesse des Gemeinwohls- verweigert bekommt. Da geht es um neue Grenzziehungen. Diese neuen Grenzziehungen können durchaus aus dem System heraus die Grenzen desselben sprengen, weil sie auf einen anderen Zweck ausgerichtet sind. Statt dem &quot;Zusammenschließen der Widersprüche des Kapitalismus auf höherem Niveau&quot; wird zum Beispiel die Sphäre gemeingüterbasierten Wirtschaftens erweitert und damit kapitalistische Verwertung entzogen.
Manchmal denk ich, wir brauchen nicht nur eine Diskussion um das Aufbrechen und die Neuausrichtung des liberalen Eigentumsbegriff (konkret: um die Abschaffung absoluter Verfügung über Dinge, die allen zustehen), sondern auch einen neuen Terminus, für &quot;Eigentumsrechte&quot;, die auf das Gemeinwohl gerichtet sind. Mit &quot;Besitz&quot; kommen wir da auch nicht viel weiter. So jedenfalls mein Eindruck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer den Begriff &#8220;Eigentumsrecht&#8221; so holzschnittartig verwendet, kommt ohnehin nicht weiter. Engemann schreibt, als gäbe es nur zwei Optionen: Eigentum ja oder nein. Es ist aber die Frage, welche konkreten Zugangs-/ Nutzungs-/Entnahme-/Veräusserungsrechte jemand individuell erhalten darf oder &#8211; im Interesse des Gemeinwohls- verweigert bekommt. Da geht es um neue Grenzziehungen. Diese neuen Grenzziehungen können durchaus aus dem System heraus die Grenzen desselben sprengen, weil sie auf einen anderen Zweck ausgerichtet sind. Statt dem &#8220;Zusammenschließen der Widersprüche des Kapitalismus auf höherem Niveau&#8221; wird zum Beispiel die Sphäre gemeingüterbasierten Wirtschaftens erweitert und damit kapitalistische Verwertung entzogen.<br />
Manchmal denk ich, wir brauchen nicht nur eine Diskussion um das Aufbrechen und die Neuausrichtung des liberalen Eigentumsbegriff (konkret: um die Abschaffung absoluter Verfügung über Dinge, die allen zustehen), sondern auch einen neuen Terminus, für &#8220;Eigentumsrechte&#8221;, die auf das Gemeinwohl gerichtet sind. Mit &#8220;Besitz&#8221; kommen wir da auch nicht viel weiter. So jedenfalls mein Eindruck.</p>
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