<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Commons in einer Gütersystematik</title>
	<atom:link href="http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/</link>
	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 04:48:17 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: ak: Schwerpunkt Commons : www.who-owns-the-world.org</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-18195</link>
		<dc:creator>ak: Schwerpunkt Commons : www.who-owns-the-world.org</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 11:04:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-18195</guid>
		<description>[...] Die gesellschaftliche Logik der Commons. Eine G&#252;tersystematik [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Die gesellschaftliche Logik der Commons. Eine G&#252;tersystematik [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Come on! Commons als neue Stars am linken Diskurshimmel und konkrete Utopie? &#124; Ingo Stützle</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-18047</link>
		<dc:creator>Come on! Commons als neue Stars am linken Diskurshimmel und konkrete Utopie? &#124; Ingo Stützle</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 10:00:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-18047</guid>
		<description>[...] (Cornelia Möser) Perspektive darf hierbei nicht fehlen. Meretz&#8217; Artikel findet sich in einer geringfügig anderen Form bei Keimform, die Diskussion zwischen mir und Benni Bärmann ist online und hat bereits zu weiteren Diskussionen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] (Cornelia Möser) Perspektive darf hierbei nicht fehlen. Meretz&#8217; Artikel findet sich in einer geringfügig anderen Form bei Keimform, die Diskussion zwischen mir und Benni Bärmann ist online und hat bereits zu weiteren Diskussionen [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nur Denken oder Essen? &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17805</link>
		<dc:creator>Nur Denken oder Essen? &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:58:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17805</guid>
		<description>[...] „geteilt“ werden. Eine &#228;hnlich missverst&#228;ndliche Einteilung suggeriert Stefans neues Schema zu „commons“. Hier macht er – vom „Gut“ ausgehend – wieder so ein festes Schema, das eben­falls wieder [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] „geteilt“ werden. Eine &#228;hnlich missverst&#228;ndliche Einteilung suggeriert Stefans neues Schema zu „commons“. Hier macht er – vom „Gut“ ausgehend – wieder so ein festes Schema, das eben­falls wieder [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17587</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 22:21:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17587</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie passiert denn das? Drücken da paar Leute den Knopf “Jetzt als gesellschaftlich gültig festlegen”?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Es geschieht durch den Akt der Herstellung, wie ich schrieb. Ein Stuhl wird durch die Herstellung zum Zwecke des Drauf-Sitzen-Könnens (im schlichten Fall) zum Stuhl. Kaufen ihn die Menschen (im Kapitalismus) und nutzen ihn Zum-Drauf-Sitzen, dann wird der intendierte Zweck auch praktisch vollzogen (unabhängig davon, dass man einen Stuhl auch anderweitig nutzen kann). Das ganze ist ein praktischer Vorgang ohne Knopfdrücken und ohne extra Verabredung.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><em>Wie passiert denn das? Drücken da paar Leute den Knopf “Jetzt als gesellschaftlich gültig festlegen”?</em></p>
</blockquote>
<p>Es geschieht durch den Akt der Herstellung, wie ich schrieb. Ein Stuhl wird durch die Herstellung zum Zwecke des Drauf-Sitzen-Könnens (im schlichten Fall) zum Stuhl. Kaufen ihn die Menschen (im Kapitalismus) und nutzen ihn Zum-Drauf-Sitzen, dann wird der intendierte Zweck auch praktisch vollzogen (unabhängig davon, dass man einen Stuhl auch anderweitig nutzen kann). Das ganze ist ein praktischer Vorgang ohne Knopfdrücken und ohne extra Verabredung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17585</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 19:34:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17585</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;blockquote&gt;

Mein Punkt war, das die Bedeutungen durch den Akt der Herstellung der Dinge (auch der nicht-stofflichen, siehe Schema) als gesellschaftlich gültige festgelegt werden. Damit existieren sie objektiv. Sie entstehen also nicht bloß durch Verabredung, sondern tatsächlich.

&lt;/blockquote&gt;

&quot;durch den Akt der Herstellung der Dinge als gesellschaftlich gültige festgelegt werden&quot; ... das ist mir zu schwammig. Wie passiert denn das? Drücken da paar Leute den Knopf &quot;Jetzt als gesellschaftlich gültig festlegen&quot;?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
</blockquote>
<blockquote>
<p>Mein Punkt war, das die Bedeutungen durch den Akt der Herstellung der Dinge (auch der nicht-stofflichen, siehe Schema) als gesellschaftlich gültige festgelegt werden. Damit existieren sie objektiv. Sie entstehen also nicht bloß durch Verabredung, sondern tatsächlich.</p>
</blockquote>
<p>&#8220;durch den Akt der Herstellung der Dinge als gesellschaftlich gültige festgelegt werden&#8221; &#8230; das ist mir zu schwammig. Wie passiert denn das? Drücken da paar Leute den Knopf &#8220;Jetzt als gesellschaftlich gültig festlegen&#8221;?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17496</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 20:36:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17496</guid>
		<description>&lt;p&gt;@Torsten#19: Zu deinem »Punkt«:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;An dieser Reduktion auf Konsum beteiligt sich eine Commons-Diskussion, die den Anspruch erhebt real-und allgemein-gültige Modelle und Schemata zu liefern.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Huch, wie kommst du darauf? Allgemeingültigkeit bedeutet nicht Uniformität. Es geht bei den Commons doch gerade darum, die Vielfalt allgemein gültig werden zu lassen. Das ist der Unterschied zwischen konkreter und abstrakter Allgemeinheit: Etwas kann allgemein, muss aber nicht gleich sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Commons-Debatte ist die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Commons offensichtlich, das Zusammengehörige jedoch nicht. Das Allgemeine im Unterschiedlichen zu begreifen, ist der Teil der Bewusstwerdungsdebatte, und dazu gehören für mich auch solche Schemata wie das hier vorgestellte.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was meinst Du mit gesellschaftlich-durchschnittlich? Meines Wissens kann man den Durchschnitt nur von Daten bilden, die sich auf einer Kardinalskala abbilden lassen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich meine nicht den mathematischen Durchschnitt. Ich will damit die individuelle Ebene von der gesellschaftlichen abheben: Was gesellschaftlich im Mittel (daher: durchschnittlich), also von irgendwem, getan werden muss, muss ich nicht tun. Was im Mittel an Bedeutungen gilt, kann ich umdeuten, rekontextualisieren, hacken, einen neuen Sinn verleihen etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Punkt war, das die Bedeutungen durch den Akt der Herstellung der Dinge (auch der nicht-stofflichen, siehe Schema) als gesellschaftlich gültige festgelegt werden. Damit existieren sie objektiv. Sie entstehen also nicht bloß durch Verabredung, sondern tatsächlich. Sie sind schon da, wenn Kommunikation über sie stattfindet. Ich kann mich zu ihnen verhalten, aber sie nicht weg denken. Sinn-Zusammenhänge zu bilden, bedeutet, sich zu vorhandenen Bedeutungen zu verhalten.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Torsten#19: Zu deinem »Punkt«:</p>
<blockquote>
<p><em>An dieser Reduktion auf Konsum beteiligt sich eine Commons-Diskussion, die den Anspruch erhebt real-und allgemein-gültige Modelle und Schemata zu liefern.</em></p>
</blockquote>
<p>Huch, wie kommst du darauf? Allgemeingültigkeit bedeutet nicht Uniformität. Es geht bei den Commons doch gerade darum, die Vielfalt allgemein gültig werden zu lassen. Das ist der Unterschied zwischen konkreter und abstrakter Allgemeinheit: Etwas kann allgemein, muss aber nicht gleich sein.</p>
<p>In der Commons-Debatte ist die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Commons offensichtlich, das Zusammengehörige jedoch nicht. Das Allgemeine im Unterschiedlichen zu begreifen, ist der Teil der Bewusstwerdungsdebatte, und dazu gehören für mich auch solche Schemata wie das hier vorgestellte.</p>
<blockquote>
<p><em>Was meinst Du mit gesellschaftlich-durchschnittlich? Meines Wissens kann man den Durchschnitt nur von Daten bilden, die sich auf einer Kardinalskala abbilden lassen.</em></p>
</blockquote>
<p>Ich meine nicht den mathematischen Durchschnitt. Ich will damit die individuelle Ebene von der gesellschaftlichen abheben: Was gesellschaftlich im Mittel (daher: durchschnittlich), also von irgendwem, getan werden muss, muss ich nicht tun. Was im Mittel an Bedeutungen gilt, kann ich umdeuten, rekontextualisieren, hacken, einen neuen Sinn verleihen etc.</p>
<p>Mein Punkt war, das die Bedeutungen durch den Akt der Herstellung der Dinge (auch der nicht-stofflichen, siehe Schema) als gesellschaftlich gültige festgelegt werden. Damit existieren sie objektiv. Sie entstehen also nicht bloß durch Verabredung, sondern tatsächlich. Sie sind schon da, wenn Kommunikation über sie stattfindet. Ich kann mich zu ihnen verhalten, aber sie nicht weg denken. Sinn-Zusammenhänge zu bilden, bedeutet, sich zu vorhandenen Bedeutungen zu verhalten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17495</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 17:58:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17495</guid>
		<description>Was wir noch brauchen: Enthusiasmus, gute Vernetzung und Stehvermögen! Das mit der Vernetzung müssen wir noch etwas optimieren, aber sonst sieht es ganz gut aus :-)
 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was wir noch brauchen: Enthusiasmus, gute Vernetzung und Stehvermögen! Das mit der Vernetzung müssen wir noch etwas optimieren, aber sonst sieht es ganz gut aus <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
 </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17493</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 16:59:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17493</guid>
		<description>Hallo Silke,
danke für die Aufklärung zum Schießbefehl. Hab ich nicht gewusst. Wäre interessant zu wissen, wie dieses gesetzlich nicht festgeschriebene Wissen, dass man auf Republik-Flüchtlinge schießen sollte, dann unter den Soldaten weitergegeben wurde.
 
&lt;blockquote&gt;
Ich erinnere mich, dass das eine meiner ersten Erkenntnisse waren, als ich diese Einteilung in Rivalität/ Exklusivität und die daraus resultierenden Tabellen und Schemata kennen lernte (was gar nicht lange her ist). Du nimmst einfach die so müssig klassifizierten “Güter” und schiebst sie in ein anderes Kästen und es geht fast immer, sich die entsprechenden Rahmen -und Handlungsbedingungen dafür vorzustellen.
&lt;/blockquote&gt;
Danke. Das war, was ich sagen wollte und was ich so fazinierend finde. Mit ein bisschen Phantasie kann ich mir viele private Güter als Gemeinschaftsgüter oder gar öffentliche Güter vorstellen. Es ist die Frage, was man zusätzlich zur Phantasie noch benötigt, um aus diesen privaten Gütern auch &quot;tatsächliche&quot; Gemeinschaftsgüter zu machen. Vorausgesetzt, man benötigt für diese Transformation überhaupt noch etwas zusätzlich zur Phantasie ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Silke,<br />
danke für die Aufklärung zum Schießbefehl. Hab ich nicht gewusst. Wäre interessant zu wissen, wie dieses gesetzlich nicht festgeschriebene Wissen, dass man auf Republik-Flüchtlinge schießen sollte, dann unter den Soldaten weitergegeben wurde.<br />
 </p>
<blockquote><p>
Ich erinnere mich, dass das eine meiner ersten Erkenntnisse waren, als ich diese Einteilung in Rivalität/ Exklusivität und die daraus resultierenden Tabellen und Schemata kennen lernte (was gar nicht lange her ist). Du nimmst einfach die so müssig klassifizierten “Güter” und schiebst sie in ein anderes Kästen und es geht fast immer, sich die entsprechenden Rahmen -und Handlungsbedingungen dafür vorzustellen.
</p></blockquote>
<p>Danke. Das war, was ich sagen wollte und was ich so fazinierend finde. Mit ein bisschen Phantasie kann ich mir viele private Güter als Gemeinschaftsgüter oder gar öffentliche Güter vorstellen. Es ist die Frage, was man zusätzlich zur Phantasie noch benötigt, um aus diesen privaten Gütern auch &#8220;tatsächliche&#8221; Gemeinschaftsgüter zu machen. Vorausgesetzt, man benötigt für diese Transformation überhaupt noch etwas zusätzlich zur Phantasie <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17492</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 16:30:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17492</guid>
		<description>hi, das ist ja komplett an mir vorbei gegangen. ich bin eine schlafmütze. 

Hochinteressant. Ich hab die Mauer (als alte Ossi), bisher immer anders angeguckt :-)

@ Torsten: 
&quot;Schon ob etwas als Gut (z.B. Gemeingut) oder Übel (z.B. die Umweltverschmutzung als öffentliches Übel) bezeichnet wird ist Folge solchen Austauschs und Ausschlusses.&quot;

ja, das finde ich auch. Commons entstehen zunächst aus einem permanenten diskursiven Ringen um diese elementaren Bausteine einer Praxis des &quot;commoning&quot;, in dessen Ergebnis ein Gemeinsames Verständnis des Umgangs Ressourcen steht, die niemandem individuell zustehen. Deswegen ist eben das, was wir machen kein Gerede, sondern die Erfolgsbedingung schlechthin für die Wiederentfaltung der Gemeingüter in der Lebensrealität.

(oder denkt Ihr, dass man auch ohne begriffliche Bestimmung und Denkrahmen diese Praxis so stark machen kann, dass sie flächendeckender Raum greift, als das bislang geschieht? Wenn ja, warum?) 

Ansonsten denke ich, Torsten, Du rührst mit dem Insistieren auf das &quot;Gemachte der Begriffe&quot; letztlich auch an der entscheidenden historischen Chance der Commonsdebatte... nämlich dass sie über das Denken und Sprechen und Bewußtwerden (dass Eis eben auch als Gemeingut und nicht nur Privatgut verstanden werden kann und das eben dieses Verständnis Unmengen über unsere Sozialbeziehungen aussagt) an diesem Punkt: Wir können die Dinge in die Commonsphäre zurück holen.

Ich erinnere mich, dass das eine meiner ersten Erkenntnisse waren, als ich diese Einteilung in Rivalität/ Exklusivität und die daraus resultierenden Tabellen und Schemata kennen lernte (was gar nicht lange her ist). Du nimmst einfach die so müssig klassifizierten &quot;Güter&quot; und schiebst sie in ein anderes Kästen und es geht fast immer, sich die entsprechenden Rahmen -und Handlungsbedingungen dafür vorzustellen. 

Anderer Punkt: ich finde, Saatgut ist immer noch das beste Beispiel dafür, dass man stofflich und nicht stofflich nicht wirklich trennen kann. Stoffliches ist  immer Träger für Nicht-Stoffliches. (Wir haben darüber ja schon in der Entstehung des Artikels diskutiert, aber letztlich ist es auch aus strategischen Gründen sinnvoll, diese Unterschiedlichkeit zu visualisieren.)
Die Frage &quot;Kann es auch schlechte Commons geben?&quot; gehört unbedingt auf unsere Blog- und Essayagenda. Ich bin da immer hin- und hergerissen. Wenn wir die Wertedebatte draußen lassen (was ich- wie Einige von Euch ja wissen - für problematisch halte), dann lautet die Antwort wohl JA. Wir haben das schon in Crottorf diskutiert. Stichwort &quot;Do it yourself Genes&quot; usw. Diese Frage können wir nicht offen lassen, denn  - wie heißt das schöne Bonmot: Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. Aber im Ernst:  
Ich bin dafür, diese Wertedebatte zu führen und mit den Commons in einer Art Schichtung zu verbinden. Etwa: Die Menschenrechte gelten völlig unabhängig von den Commons, aber nicht umgekehrt. 

&quot;Ob man commoning betreiben kann und möchte oder nicht ist eine Frage der persönlichen Einstellung und Ressourcen genauso wie sie eine politische Frage ist.&quot;

Dem stimme ich zu, was ja die Debatte der Kulturkreativen so wichtig für uns macht. Julio Lambing von e5 bringt diese Frage unter den Stichwörtern &#039;Tugenden&#039; / &#039;Haltungen&#039; immer wieder ins Spiel. Man mag die Begriffe oder eben nicht. Die Herangehensweise finde ich essentiell für unser Thema. 

Ich bin noch nicht ganz durch, erstmal bis hierhin. 

Nochwas am Rande:
Stichwort Schießbefehl: Nun, ich hab&#039;s mit alten Grenzern zu tun (bin 500 m von der Grenze aufgewachsen) und habe gerade erst wieder auf Point Alpha http://www.pointalpha.com/home  das entsprechende Gesetz dazu gelesen. &quot;Den Schießbefehl&quot; gab es nicht, jedenfalls ist er im Gesetz nicht zu finden (Ganz blöd waren die DDR Juristen auch nicht). Es wurde den Grenzern aber mit allen Mittel deutlich gemacht, dass Republikflucht ein Kapitalverbrechen ist und wenn man es denn verhindern müsse, dies doch irgendwie sinnvoll und begrüßenswert wäre. Widerliche Strategie. Sie haben sich abgesichtert, dass letztlich nur der kleine Soldat dingfest gemacht werden kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hi, das ist ja komplett an mir vorbei gegangen. ich bin eine schlafmütze. </p>
<p>Hochinteressant. Ich hab die Mauer (als alte Ossi), bisher immer anders angeguckt <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>@ Torsten:<br />
&#8220;Schon ob etwas als Gut (z.B. Gemeingut) oder Übel (z.B. die Umweltverschmutzung als öffentliches Übel) bezeichnet wird ist Folge solchen Austauschs und Ausschlusses.&#8221;</p>
<p>ja, das finde ich auch. Commons entstehen zunächst aus einem permanenten diskursiven Ringen um diese elementaren Bausteine einer Praxis des &#8220;commoning&#8221;, in dessen Ergebnis ein Gemeinsames Verständnis des Umgangs Ressourcen steht, die niemandem individuell zustehen. Deswegen ist eben das, was wir machen kein Gerede, sondern die Erfolgsbedingung schlechthin für die Wiederentfaltung der Gemeingüter in der Lebensrealität.</p>
<p>(oder denkt Ihr, dass man auch ohne begriffliche Bestimmung und Denkrahmen diese Praxis so stark machen kann, dass sie flächendeckender Raum greift, als das bislang geschieht? Wenn ja, warum?) </p>
<p>Ansonsten denke ich, Torsten, Du rührst mit dem Insistieren auf das &#8220;Gemachte der Begriffe&#8221; letztlich auch an der entscheidenden historischen Chance der Commonsdebatte&#8230; nämlich dass sie über das Denken und Sprechen und Bewußtwerden (dass Eis eben auch als Gemeingut und nicht nur Privatgut verstanden werden kann und das eben dieses Verständnis Unmengen über unsere Sozialbeziehungen aussagt) an diesem Punkt: Wir können die Dinge in die Commonsphäre zurück holen.</p>
<p>Ich erinnere mich, dass das eine meiner ersten Erkenntnisse waren, als ich diese Einteilung in Rivalität/ Exklusivität und die daraus resultierenden Tabellen und Schemata kennen lernte (was gar nicht lange her ist). Du nimmst einfach die so müssig klassifizierten &#8220;Güter&#8221; und schiebst sie in ein anderes Kästen und es geht fast immer, sich die entsprechenden Rahmen -und Handlungsbedingungen dafür vorzustellen. </p>
<p>Anderer Punkt: ich finde, Saatgut ist immer noch das beste Beispiel dafür, dass man stofflich und nicht stofflich nicht wirklich trennen kann. Stoffliches ist  immer Träger für Nicht-Stoffliches. (Wir haben darüber ja schon in der Entstehung des Artikels diskutiert, aber letztlich ist es auch aus strategischen Gründen sinnvoll, diese Unterschiedlichkeit zu visualisieren.)<br />
Die Frage &#8220;Kann es auch schlechte Commons geben?&#8221; gehört unbedingt auf unsere Blog- und Essayagenda. Ich bin da immer hin- und hergerissen. Wenn wir die Wertedebatte draußen lassen (was ich- wie Einige von Euch ja wissen &#8211; für problematisch halte), dann lautet die Antwort wohl JA. Wir haben das schon in Crottorf diskutiert. Stichwort &#8220;Do it yourself Genes&#8221; usw. Diese Frage können wir nicht offen lassen, denn  &#8211; wie heißt das schöne Bonmot: Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. Aber im Ernst: <br />
Ich bin dafür, diese Wertedebatte zu führen und mit den Commons in einer Art Schichtung zu verbinden. Etwa: Die Menschenrechte gelten völlig unabhängig von den Commons, aber nicht umgekehrt. </p>
<p>&#8220;Ob man commoning betreiben kann und möchte oder nicht ist eine Frage der persönlichen Einstellung und Ressourcen genauso wie sie eine politische Frage ist.&#8221;</p>
<p>Dem stimme ich zu, was ja die Debatte der Kulturkreativen so wichtig für uns macht. Julio Lambing von e5 bringt diese Frage unter den Stichwörtern &#8216;Tugenden&#8217; / &#8216;Haltungen&#8217; immer wieder ins Spiel. Man mag die Begriffe oder eben nicht. Die Herangehensweise finde ich essentiell für unser Thema. </p>
<p>Ich bin noch nicht ganz durch, erstmal bis hierhin. </p>
<p>Nochwas am Rande:<br />
Stichwort Schießbefehl: Nun, ich hab&#8217;s mit alten Grenzern zu tun (bin 500 m von der Grenze aufgewachsen) und habe gerade erst wieder auf Point Alpha <a href="http://www.pointalpha.com/home " rel="nofollow">http://www.pointalpha.com/home </a> das entsprechende Gesetz dazu gelesen. &#8220;Den Schießbefehl&#8221; gab es nicht, jedenfalls ist er im Gesetz nicht zu finden (Ganz blöd waren die DDR Juristen auch nicht). Es wurde den Grenzern aber mit allen Mittel deutlich gemacht, dass Republikflucht ein Kapitalverbrechen ist und wenn man es denn verhindern müsse, dies doch irgendwie sinnvoll und begrüßenswert wäre. Widerliche Strategie. Sie haben sich abgesichtert, dass letztlich nur der kleine Soldat dingfest gemacht werden kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Torsten</title>
		<link>http://keimform.de/2009/commons-in-einer-guetersystematik/#comment-17490</link>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 11:43:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2426#comment-17490</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;
Indigene Gesellschaften, die sich lokale Mittel zur Produktion ihres Lebens bewahrt haben, besitzen in der Tat ein großes Potenzial, das noch nicht enteignet und uniformiert (zerstört) wurde, wenigstens in Resten. Dieses Potenzial ist ein Potenzial der Produktion, nicht bloß des Gebrauchs — darauf würden die Enteigner alle Menschen gerne reduzieren: auf bloße Konsumenten.
&lt;/blockquote&gt;
Das ist nicht mein Punkt. (Abgesehen davon, dass nicht nur “Indigene Gesellschaften” ein großes Potenzial besitzen, sondern auch Punks, Obdachlose, Schwarzmeer-Fischer oder Freundeskreise ein je spezifisches Wissen über ihre Commons haben.) Mein Punkt, wenn ich soweit gehen würde zu sagen, dass ich einen machen will, was hier der Fall ist, ist folgender:    An dieser Reduktion auf Konsum beteiligt sich eine Commons-Diskussion, die den Anspruch erhebt real-und allgemein-gültige Modelle und Schemata zu liefern. Die Einordnung lokal und temporär vorhandenen Wissens in Allgemeingültigkeit beanspruchende Modelle kann m.E. nicht nur zur Vernichtung solcher lokal und temporär vorhandener Praxen beitragen. Wo das nicht der Fall ist, entziehen sich solche punktuellen Wissens- und Verhaltensformen jedoch einem obigen Schema komplett.
&lt;blockquote&gt;
Stimmt, das ist die individuelle Ebene. Dort kann das Gemachtsein-zu de- und re-kontextualisiert werden etc. Davon lebt Kunst, und z.B. Kinder kennen anfangs das verallgemeinerte Gemachtsein-zu nicht. Es existiert gleichwohl dennoch, nämlich gesellschaftlich-durchschnittlich.
&lt;/blockquote&gt;
Was meinst Du mit gesellschaftlich-durchschnittlich? Meines Wissens kann man den Durchschnitt nur von Daten bilden, die sich auf einer Kardinalskala abbilden lassen. Das scheint mir für die komplexen menschlichen Sinn-Zusammenhänge, von denen aus meiner Sicht bisher das Gespräch war, nicht so einfach möglich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
Indigene Gesellschaften, die sich lokale Mittel zur Produktion ihres Lebens bewahrt haben, besitzen in der Tat ein großes Potenzial, das noch nicht enteignet und uniformiert (zerstört) wurde, wenigstens in Resten. Dieses Potenzial ist ein Potenzial der Produktion, nicht bloß des Gebrauchs — darauf würden die Enteigner alle Menschen gerne reduzieren: auf bloße Konsumenten.
</p></blockquote>
<p>Das ist nicht mein Punkt. (Abgesehen davon, dass nicht nur “Indigene Gesellschaften” ein großes Potenzial besitzen, sondern auch Punks, Obdachlose, Schwarzmeer-Fischer oder Freundeskreise ein je spezifisches Wissen über ihre Commons haben.) Mein Punkt, wenn ich soweit gehen würde zu sagen, dass ich einen machen will, was hier der Fall ist, ist folgender:    An dieser Reduktion auf Konsum beteiligt sich eine Commons-Diskussion, die den Anspruch erhebt real-und allgemein-gültige Modelle und Schemata zu liefern. Die Einordnung lokal und temporär vorhandenen Wissens in Allgemeingültigkeit beanspruchende Modelle kann m.E. nicht nur zur Vernichtung solcher lokal und temporär vorhandener Praxen beitragen. Wo das nicht der Fall ist, entziehen sich solche punktuellen Wissens- und Verhaltensformen jedoch einem obigen Schema komplett.</p>
<blockquote><p>
Stimmt, das ist die individuelle Ebene. Dort kann das Gemachtsein-zu de- und re-kontextualisiert werden etc. Davon lebt Kunst, und z.B. Kinder kennen anfangs das verallgemeinerte Gemachtsein-zu nicht. Es existiert gleichwohl dennoch, nämlich gesellschaftlich-durchschnittlich.
</p></blockquote>
<p>Was meinst Du mit gesellschaftlich-durchschnittlich? Meines Wissens kann man den Durchschnitt nur von Daten bilden, die sich auf einer Kardinalskala abbilden lassen. Das scheint mir für die komplexen menschlichen Sinn-Zusammenhänge, von denen aus meiner Sicht bisher das Gespräch war, nicht so einfach möglich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

